Zum Anhören // Der komplette „Fashion Changers“ Panel Talk: „Wie viel Macht haben KundInnen?“

29.01.2018 Gesellschaft

Ich sage ja immer: Drüber reden ist ein guter Anfang, wenn man etwas verändern will. Am besten so, dass auch andere etwas vom Gesagten haben. So, dass möglichst viele mitdiskutieren, sich einbringen, denken, schimpfen, kritisieren und nach Lösungen suchen können. Weshalb ich mich während der Fashion Week habe dazu breitschlagen lassen, auf die ein oder andere Show zu pfeifen, um in der Fashion Changers Lounge im Rahmen der grünen Messe Ethical Fashion Show einem Panel Talk beizuwohnen. Nicht als Zuhörerin, sondern als Speakerin. Das Ober-Thema: Wie viel Macht haben wir als Konsument*innen? An diesem Morgen hätte mir kaum etwas schöneres passieren können. 

Zusammen mit meinem lieben Freund Marcus vom längst überfälligen und schwer zu empfehlenden Viertel-Vor-Mag (in dem er gemeinsam mit seiner fabelhaften Freundin Anna Schunck darüber schreibt, „was wirklich wichtig ist“), Gemeinwohlökonomie-Unternehmer Jörg von Kruse von I+M Naturkosmetik und Konsumforscherin Tina Müller von der Copenhagen Business School durften wir mit Esther Rühe vom Slowfashion-Blog  Die Konsumentin als Moderation darüber philosophieren, wo wir aktuell eigentlich stehen, welche Veränderungen die Zukunft wohl bringen wird und was „Prosum“ statt Konsum überhaupt bedeutet. Wir sprechen aber auch über das fehlende Interesse der Politik, über Elfenbeintürme, Shit-Storms und die Fair Fashion Party Partei. Das gesamte Gespräch könnt ihr euch hier anhören:

 

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.mixcloud.com zu laden.

Inhalt laden

Bild und Ton hingegen gibt es auf der Facebook Seite der Fashion Changers.

Facebook

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Facebook.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Danke an alle, die zugehört und mitgeredet haben! Die Kommentarspalte ist hiermit eröffnet (:

2 Kommentare

  1. Jan

    Kunden haben einen enormen Einfluss auf Unternehmen. Es gibt in den USA dazu beispielhafte Rechtsfälle, die dies ganz klar belegen… Kunden stehen aber immer vor einem Dilemma: Sie werden nie hundertprozentig nachvollziehen können woher die Produkte kommen, welche Nachhaltigkeit-Standards eingehalten wurden und welcher Maßstab ihnen Auskunft über die Nachhaltigkeit der Produkte gibt. Deshalb muss an dieser Stelle viel mehr Initiative von den Unternehmen selbst kommen und die Medien müssen differenzierter darüber berichten. Dazu kommt, dass Kleidungshersteller durch Tochter-Unternehmen die Übersicht für Kunden noch weiter erschweren. Es ist ja inzwischen fast allen bekannt, dass &otherStories, COS, Weekday und Cheepmonday zu H&M gehören. Die Kritik an H&M hat aber bislang nur dazu geführt, dass (fast) ausschließlich in H&M-Filialen für nachhaltige(re) Mode geworben wird. Geht mal in die Geschäfte von COS oder Weekday findet man hier gar keine Hinweise… da passt die Kleider-Recycling-Tonne nicht ins Konzept und es gibt auch keine Etiketten an der Kleidungen, die auf sustainable fashion hinweisen. Daher kann dem Kunden (wenn überhaupt) nur ein kleiner Teil der Verantwortung überlassen werden – die Hauptverantwortung tragen immer noch die Unternehmen und deshalb müssen sie auch so lange kritisiert werden, bis sie die Kritik aufnehmen. Es reicht auch nicht Fabriken zu schließen, denn dann sind die Menschen in der Produktionsländern arbeitslos. Allerdings darf man auch eine andere Perspektive nicht vergessen: H&M hat Kleidung für die Massen überhaupt erst zugänglich gemacht. Noch wie war Kleidung so günstig und die Menschen in Europa konnten noch nie so oft die Kleidung wechseln wie heute. Vor fünfzig Jahren war es üblich Unterwäsche mehrere Tage am Stück zu tragen. Das muss man als Unternehmen auch erstmal schaffen…

    Antworten
  2. Jana

    Liebe Nike, es ist wunderbar wie leichtfüßig, aber doch mit dem nötigen Respekt du dich an das Thema wagst und wie viel Offenheit und Raum so für Diskussion entsteht. Vielen Dank noch mal für’s Dabeisein. Wir freuen uns auf noch viel mehr Austausch in Zukunft und, na klar, die Gründung der Fair Fashion Party Partei.
    Alles Liebe, Jana

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr von

Related