Podcast #19 – Einfach mal nachfragen und gelegentlich auch hinterfragen

04.04.2018 box2, Podcast

Ab sofort wird unser Podcast wieder regelmäßig gefüttert – das Leben ist nämlich bunt und wild und wunderbar, meistens jedenfalls, manchmal aber auch überhaupt nicht, ganz im Gegenteil sogar. Über all das und noch mehr wollen wir deshalb auch weiterhin viel reden. Weil wir im besten Fall ja von und miteinander lernen können. 

In Folge #19 von Jane knows Wayne beantworten wir zum Beispiel die Frage, wie wir Kind, Karriere, Freunde und Liebe überhaupt unter einen Hut kriegen – die Antwort: Gar nicht. Außerdem sprechen über Sternchen in Texten und Lokomotivführerinnen, über das Alleinsein, getrennte Wohnungen und gemeinsame Diskussionsrunden, in denen viel mehr gefragt statt verurteilt werden sollten. 

Achso, und: Unsere Folgen gibt es jetzt endlich auch bei iTunes und Spotify.  Hurra! Alles wird gut.

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7 Kommentare

  1. Zoe

    Hmmhmhmhmhm, wieso finde ich keine neuen Folgen unter „Jane knows Wayne“ nicht auf Spotify? Bin ich zu ungeduldig?

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  2. Antje

    Inklusiv (also das * oder _ bei Leser_Innen) mitsprechen, geht eigentlich easy und passiert in queerfeministischen Kreisen so: Zwei Wörter sprechen: Leser Innen. also ich ziehe das r nicht rüber aufs I sondern setze das I neu an, wie wenn ich Innen sagen würde. Dadurch entsteht eine Bruchstelle, die ja eben ganz unterschiedlich gefüllt werden kann gedanklich.

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  3. Marion

    Also Sprache prägt natürlich und umgekehrt prägt die Kultur die Sprache. Dem entsprechend augenscheinlich ist das Denken durch die Sprache, in der man sich bewegt, geprägt und vollkommen unterschiedlich (bspw. sind Franzosen – auch wenn es Deutschen nachgesagt wird – nach meinem Empfinden viel direkter und radikaler in ihrer Sprache). Mir persönlich bedeutet es jedenfalls aktuell nichts, ob im allgemeinen Sprachgebrach gegendert ist (Ich lasse mich durchaus davon überzeugen, dass das wichtig ist; im Moment sehe ich anderes in der Debatte und unabhängig von der Debatte als wichtig.) Schwierig finde ich, wenn Professoren in Vorlesungen beispielhaft nur von unseren Vätern als arbeitend, versorgend, Karriere machend sprechen. Oder früher (hoffentlich nach nun 10 Jahren nicht mehr…?) im Jurastudium Fälle strukturiert waren, als wären wir in KuDamm56/59 hängen geblieben (Das war wirklich unfassbar und schmerzhaft für eine Feministin). Oder Filme als Frauenfilme bezeichnet werden (oh also es gibt „normale“ Filme und Frauenfilme – mein Freund liebt im Gegensatz zu mir „Schnulzen“…). Naja also was ich damit sagen will: ich glaube, das Thema ist nicht Kunde / Kundin (Aber wie gesagt, lasse ich mich gern eines besseren belehren. Ich habe erst kürzlich viel durch den Artikel Eurer Kollegin über Indianer-Kostüme gelernt – zuvor war ich wirklich – shame on me – der Meinung, dass die Bezeichnung eines Desserts als „Mohr im Hemd“ in Österreich gar kein Problem sei….). Das Thema ist mE „Du wirfst wie ein Mädchen“, „Heulst wie ein Mädchen“, „Hach wie ein kleines Mädchen“, „Sowas kann man doch zu einer Frau nicht sagen“ und (als einzige Frau in einem Meeting) „Um das Catering haben Sie sich sehr schön gekümmert“ (Letzteres ist mir ernsthaft passiert! – ich hatte ganz offensichtlich nichts mit dem Catering zu tun; ich war einfach die einzige Frau…).

    Ich freue mich sehr über Euren Podcast – den habe ich vermisst. Ich habe gar keine Wünsche an Euch, finde die Seite wunderbar und freue mich immer über schöne Artikel! Möglicherweise wünscht Ihr Euch konstruktive Kritik, aber ich habe in all den Jahren keinen Blog entdeckt, der mich mehr anspricht. Tatsächlich ist aber auch Kritik nicht meine starke Seite (hust). Eher wende ich mich ab (hm. Vielleicht auch etwas, woran ich arbeiten sollte haha;-).

    Bestimmt ist es schwierig, sich einige Kommentare (tiny Jane…) nicht zu Herzen zu nehmen. Ich denke, die Mehrheit Eurer Leser kommt nicht auf derartige Gedanken.

    Ich persönlich schätze gerade das persönliche Teilen von Erfahrungen sehr, finde Euch (bzw. Euren Blog) sehr natürlich und bodenständig. Ihr müsst definitiv nicht allem und allen genügen und Euch bei uns Lesern niemals entschuldigen.

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  4. Frau Auge

    Ich mag euch. Sehr. Aber: Man hat sich noch nie so wenig getraut, was zu sagen wie heute?! Bitte?! Ich bin Jahrgang 1975 und aus der Provinz. Meine Tanten schwiegen, wenn ihre Männer sprachen. Das war der Normalfall. Keine Frau in meiner Familie war vor mir so privilegiert, ihre Meinung zu sagen, sich Gehör zu verschaffen wie ich heute. Und dass mein Sprechen reflektiert, dass es andere mitdenken soll, die weniger privilegiert sind als ich und ich mich von denen auch berichtigen lasse – das erscheint mir ein sehr kleines Opfer zu sein.

    Zu der Sparkassen-Mitgemeint-Sache gibt’s hier was von Antje Schrupp:
    https://antjeschrupp.com/2018/03/14/sprache-es-geht-nicht-um-das-mitgemeintsein-von-frauen/ – fand ich sehr erhellend.

    So. ÄltereDamen-Plaining fertig.
    Schön, dass es euch gibt in diesem Internet.

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  5. Flo

    Ich bin etwas spaet dran, aber: euer Podcast ist wirklich herrlich. Wollte ich nur mal gesagt haben. Manchmal stimme ich zu, manchmal nicht, aber ihr wirkt wirklich immer sehr reflektiert, clever und vor allem nicht engstirnig (zu allem eine Meinung zu haben und diese auch bloss nicht revidieren zu wollen, das faellt mir naemlich leider auch oft auf, selbst in meinen guten Freundeskreisen und bei mir selbst).

    Warum ich aber eigentlich einen Kommentar verfassen wollte: bitte bitte macht eine Folge ueber Kuckuckskinder. Das faende ich wirklich grandios. Schlichtweg weil ich so viele Leute kenne (inkl. mir) denen es genauso geht (meine Familie wohnt auf dem platten Land und ist auch vollstaendig dort geblieben wo geboren, ich wohne in der grossen Grossstadt, unsere Lebensrealitaeten und Meinungen sind teilweise endlos weit auseinander, manchmal wirkt diese Differenz viel groesser als sie eigentlich ist [was oft einfach nur meiner Arroganz zuzuschreiben ist] und trotzdem hab ich sie alle sehr lieb…).

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