Tiny Jane // Ein Update – Von blöden Mamis, pfeifenden Dampfloks und Rollenbildern

08.05.2018 box2, Kolumne, Tiny Jane

18 Kommentare

  1. Mimmi

    Ps: als erzieherin muss ich auch sagen, dass du grosses glück hast, mit deinem sohn. Es gibt wirklich viele kinder, die schon eindeutigere grenzen brauchen und das absolut testen. Vorallem grössere gruppen ohne regeln an kindern sind oft völlig chaotisch, unstrukturiert. Viele fühlen sich dann nicht gehalten, werden unsicher oder aggressiv. Regeln auf wertschätzender basis sind für viele kinder ein wichtiges gerüst.

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    1. Jenny

      Das hab ich auch sofort denken müssen! Ich fühle mich oft schrecklich. Bin eigentlich ständig der Bad Cop. Muss sehr streng sein. Viel ermahnen und klassische Drohungen finde ich zwar scheiße, aber nur die führen oftmals dazu, dass das Kind eben nicht wiederholt im Supermarkt davon läuft und ausgerufen werden muss. Ich bin jung und alleine Mama geworden, habe keine Freundinnen zum Austausch. Gefühlt würde ich es am liebsten so halten wie du. Mein Kind hat einen sehr starken Charakter. Grenzen werden ständig ausgetestet und gegen mich als Mama wird durchgängig gekämpft. Jetzt ist Leonhard bald 5 und aus dem schlimmsten Trotz gefühlt raus. Ich hatte vor kurzem ein wunderbares Feedback gespräch im Kindergarten, indem mir versichert wurde, dass mein Kind der absolute Liebling von allen ist, wahnsinnig höflich, charmant und sozial. Auch wurde ich letztens von einer wildfremden Person im Supermarkt angesprochen wie höflich mein kind doch wäre und wie richtig mein Verhalten ist ( Ich habe ihn wie gewohnt an Dinge während unseres Einkaufes erinnern/manchmal ermahnen müssen). Ich habe mir damals als junge, neue Mama alles genauso vorgestellt wie du es beschrieben hast. Hab die Rechnung aber nicht mit meinem Lausbuben gemacht. Wahnsinnig stolz und verliebt bin ich in auf ihn trotzdem. Irgendwas werde ich wohl richtig gemacht haben.

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    2. Aline

      Viele Eltern haben teils auch keine Erziehung genossen und leben das den Kindern vor. Einfache Regeln werden missachtet: Abfall auf dem Boden liegen lassen, Sandkasten nicht abdecken, im geschlossenen Hallenbad essen und Fussnägel schneiden.

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  2. Kim

    An mein Herz Nike, genau so ist es!

    Unser kleiner Kerl hier, sagte immer: „Aber ich bin doch kein Junge und auch kein Mädchen und überhaupt gar kein Kind! Ich bin Samson (sein Name)!“ Und er hat ja so recht!

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  3. Hannah

    Bravo!!
    Und explizit zum ersten Teil: Ich habe einen kleinen Jungen und ein kleines Mädchen. Einen Unterschied, was für wen typisch ist, konnte ich bisher nicht ausmachen. Ich würde sagen, ich hab da zwei überaus liebenswerte, entzückende, fabelhafte Individuen, die beide manchmal sein wollen wie die Erwachsenen, die sie lieb haben.

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    1. Aline

      Schön zu hören… Als ich schwanger war sagte eine Mutter zu meiner Tochter ein Bruder wäre besser denn mit Schwestern gibt es nur Zickereien und man muss das Spielzeug teilen.

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  4. Carmen

    Habe ich sehr gerne gelesen, Danke für die Offenheit und den Einblick. Ich glaube ich hätte geschrien, obwohl das natürlich völlig doof ist.

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  5. Marie

    Nike, ich habe das Gefühl, du bist eine wundervolle Mami.

    Was das Genderthema angeht, kann ich das (schon recht alte) Kinderbuch von Janosch „Löwenzahn und Seidenpfote“ empfehlen.

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  6. magda

    ich hätte mich als erzieherin so sehr über den gefreut oh mein gott was für eine phantasie. (und was für ein humor).

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  7. Tine

    Regeln die logisch erscheinen, dieser Ansatz gefällt mir und eigentlich leben wir in unserer Mama-Kind-Beziehung auch danach. Ich fühle mich gut damit in unserem Zuhause-Schutzraum, aber ich weiß nicht, welche Erfahrungen du machst, da draußen, mit all den anderen Menschen und ihren eigenen Regeln und Denkweisen, wie ein Kind sein soll oder nicht, muss man ein dickes Fell haben! Meine Grundeinstellung zu meinem Kind, meinem Muttersein trifft auf auf Unverständnis.

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  8. Franzi

    Ach Nike, das klingt doch ganz wunderbar. Ich erkenne so viele Sachen, die ich in der Erziehung meines Sohnes auch habe. Wie z.B. das ‚das macht man so‘, fand ich selber als Kind ganz furchtbar und versuche ich auch zu vermeiden 😉
    Ich versuche meinem Sohn auch immer wieder ‚mitzunehmen‘ in meinen Entscheidungen und meinem Verhalten. Dabei geht es nicht darum, dass er selber die Grenzen setzen darf, sondern dass logisch wird warum er was besser nicht machen kann oder gerade doch. Er ist jetzt 5 und das funktioniert bei uns sehr gut. Mit dem Sitzen bleiben am Tisch haben wir auch eine andere Reglung getroffen. Wenn andere Kinder mitessen, dann warten die Kinder aufeinander. Ansonsten dürfen Kinder früher aufstehen. Ich weiß noch von früher, wie unlogisch ich das Sitzen bleiben fand (was ja eigentlich auch gar nicht logisch ist für Kinder). Trotzdem gibt es Momente, an denen wir/ich nicht reagieren, wie wir eigentlich gerne hätten, sowie du auch umschreibst. Aber auch das ist doch wichtig, oder? Dass Kinder sehen, welche Emotionen es gibt und wie die Eltern damit umgehen. Im Nachhinein versuche ich ihm dann die Emotion zu beschreiben, damit er Worte dafür bekommt und die selber bei sich besser einschätzen kann.

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  9. Anna

    wow, nike. ich habe noch nie einen kommentar unter etwas gesetzt, aber ich fühle, dass es mir hier notwendig erscheint. ich bin wirklich sehr gerührt von deinem artikel und noch viel mehr von deinem, euren glück.
    ich wünsche dir und deinem sohn von herzen alles erdenklich gute.

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