Beauty // Ouranias olfaktorische Favoriten im Herbst

15.10.2018 Beauty

Jemanden gut riechen zu können ist für mich mehr als nur ein gutes, altes Sprichwort, denn neben meinem Bauchgefühl verlasse ich mich sehr wohl auch auf meine Nase. Tatsächlich bin ich nämlich sehr empfindlich, wenn es um Gerüche geht: Stark parfümierte Kaufhäuser und Beautyabteilung, genauso wie in Parfum-Topf gefallene Menschen lösen in mir einen Nimm-schnell-die-Beine-in-die Hand-und-renn-los-sonst-brichst-du-Reiz aus. Das andere Extrem führt zu ähnlichen Reflexen. Aber: Wenn ich einen Geruch so richtig mag, könnte ich mich glatt in ihn hereinlegen.

Benutzt eine von mir geliebte Person also ein neues Shampoo, das mir besonders gut gefällt, bin ich die Erste, die sich ständig zu ihr rüber beugt und wie eine verrückte an den Haaren schnüffelt. Hmm, lecker! So ist es also nicht verwunderlich, dass ich, sobald ich neue Beauty Produkte teste, mich zuallererst den Duftstoffen des Produktes widme. Ist er zu stark oder zu künstlich? Zu schnell verflogen oder vielleicht so gut, dass man nicht genug davon bekommen kann? Und jetzt ist wieder genau die richtige Zeit, um sich dem Thema „Duft“ zu widmen. Denn während mir Gerüche im Sommer oft zu viel des Guten sind, wird pünktlich zum Herbst die Sehnsucht wieder wach und meine Suche nach perfekten Duftbegleitern beginnt von Neuem. Grund genug also, auch euch auf meine neue olfaktorische Traumreise mitzunehmen und euch meine liebsten Kreationen für die kommende, gemütliche Saison zu zeigen:

 

Byredo, Blanche Eau de Parfum

Byredo-Gründer Ben Gorham hatte bei der Komposition dieses Duftes eine konkrete Person im Kopf, um ihr diesen Duft zu widmen: Er wollte ihre unschuldige, fast schon unverdorbene Persönlichkeit und ihre zeitlose Schönheit mit einem fast transparenten, aber geradlinigen Duft beschreiben. Die Kopfnoten sind Rosenöl, Rosa Pfeffer und Aldehyde-Noten. Dadurch erlangt der Duft eine süße-frische Note. Die Herznoten sind Veilchen, Neroli und Pfingstrose – die betörenden Komponenten, sozusagen. Die Basisnoten runden den Duft perfekt ab: Helle Hölzer, Sandelholz und Moschus. Mein Herz schmilzt, wenn ich diese Beschreibung lese: So romantisch!

Der Duft riecht wie frische, weiße Wäsche, die an einem Sommertag irgendwo auf dem Land in der Sonne trocknet und seicht im Wind weht. Hmm, ich kann nicht genug von Blanche bekommen.

Papier d’Armènie

Schon seit 1885 gibt es diese parfümierten Papierstreifen, die immer noch im selben Werk in der Nähe von Paris hergestellt werden. Es ist eine Art Löschpapier, das angezündet wird. Aber Obacht: Ihr pustet die Flamme sofort aus und lasst es auf einer Hitzebeständigen Unterlage verglimmen.

Das Schöne an Papier d’Armènie? Es neutralisiert unliebsame Gerüche und ersetzt sie durch einen dezenten Duft: Durch Harz und Vanille. Die für das Papier so typische Harznote entsteht dadurch, dass das Papier in armenischem Styraharz getränkt wurde. Bei dem Herstellungsprozess wird das Harz über Monate in Alkohol aufgelöst – erst dann werden weitere Duftstoffe dazu gegeben. Ganz zum Schluss wird das Papier schließlich darin getränkt.

 

Noto Agender Oil

Ein klassischer Schnüffel-Vorfall: Meine Freundin und Beauty-Kollegin Anna Bok verbrachte einige Zeit in L.A. – und als sie wieder in Berlin war, konnte ich gar nicht mehr genug von dem Duft ihres neuen Haaröls bekommen. Entdeckt in einem kleinen Laden auf dem Abbot Kinney Boulevard holte sie die Naturkosmetikmarke Noto für uns nach Deutschland. Das Öl ist etwas ganz Besonderes und das aus mehr als einem Grund: Erstmal wegen des olfaktorischen Highlights, denn es duftet nach Palo Santo – ein wenig nach Lagerfeuer – und ist holzig-warm. Als Basis wird hier Hanföl, Vetiver und Lavendel genannt. Warum wir außerdem auf Noto setzen sollten? Das Agender Öl versteht sich als non-profit Produkt: Hundertprozent des Gewinns gehen an soziale, umweltschützende und gemeinnützige Projekte. Das Motto des Labels lautet: Lets not just look good – but also let us do good. Ihr könnt das Öl übrigens nicht nur im Haar verwenden, sondern gleich auf dem ganzen Körper verteilen. 

Erhältlich bei Neuzwei in der Weserstraße 53 in Berlin. Hier gibt es natürlich eine größere Auswahl der Noto Beauty Produkte von Anna.

Atelier Oblique

K – The Salty Knowledge of Tears. Na, wann habt ihr zuletzt eine Träne probiert? Wie hat sie geschmeckt und warum habt ihr gekostet, wisst ihr das noch? Eine These meinerseits wäre: Vielleicht wolltet ihr die Dramatik des Momentes auskosten oder ihr wart einfach nur neugierig, ob Tränen wirklich so salzig schmecken wie immer behauptet wird. Die Duftkerze K von Atelier Oblique ist dem Moment des Abschiedes von der Melancholie gewidmet, dem Aufbruch zu einem besseren Gefühl und einem guten Ende. Möglicherweise hat mich der Geruch der Kerze deswegen so gefesselt oder vielleicht auch nur, weil sie einfach so wahnsinnig gut riecht.

Die Kopfnote duftet frisch, eben so wie eine frische Träne, und wird von der schwereren Herznote aufgefangen, die aus Zeder-, Sandelholz und Patchouli besteht. Eine Entwicklung also, die immer besser wird und somit auch bessere Zeiten verspricht.

Aesop Brass Oil Burner

Ich habe vor Jahren eine Duftlampe selbstgetöpfert, die noch immer in meinem Wohnzimmer steht und den Raum ehrlicherweise nicht unbedingt verschönert. Da ich aber ein großer Fan von Aromaölen bin, erfüllt sie ihren Zweck und kann unmöglich weggeschmissen werden. Bois jetzt vielleicht: Denn als ich erst kürzlich auf die wunderschöne und aus Messing gefertigte Aromalampe,  von Aesop gestoßen bin, schien ein möglicher Ersatz perfekt: Designt wurde sie von Henry Wilson, der schon einige Store Kooperationen mit Aesop umgesetzt hat und damit bereits so ziemlich alles richtig gemacht hat. Hinzu kommt die neue Duftkomposition, mit der die Aromalampe fortan befüllt werden sollte: Das Oil Brass Blend namens Beatrice, ein holziger Zitrusduft mit Patschouli und Atlas-Zeder. Der Duft ist so ausgeklügelt, dass er die Luft im Raum perfekt erfrischt und sie zugleich mit einen Hauch Würze infusioniert. Eine Kombination, die ich an kalten Wintertagen besonders gern mag.

– Dieser Beitrag wurde dank Produktsamples realisiert 
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