I ❤️ the internet // Mit „Don’t Vote“, einem Text über Selbstwert ohne Männer & der Frage „Will ich Mutter sein?“

06.11.2018 Allgemein

Ich muss immer wieder leise in mich hinein kichern, wenn ich daran denke, wie vielen Menschen ich schon dabei zugehört habe, sich Dinge zu fragen wie: „Ob sich dieses Internet wohl durchsetzen wird?“ und „Instagram, wer braucht das schon?“. Nicht, dass eine gesunde Portion Skepsis nicht nach wie vor wichtig und angebracht wäre, aber in Sachen Inspiration ist diese digitale Welt mitunter aller erste Sahne und zuweilen eben auch Sprachrohr. Die folgen Internet-Fundstücke sind jedenfalls gute Fundstücke, wie ich meine:

Will ich Mutter sein?

Ab morgen am Kiosk: Das neue Zeitmagazin, wie immer als Beilage der Zeit, mit einer Titelgeschichte über die großartige Autorin Sheila Heti, deren Buch „Motherhood“ ich euch hiermit ebenfalls wärmstens ans Herz lege.

 

 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Christoph Amend (@christophamend) am

Insta-Crush: @ChloeChill

Immer und immer wieder, Chloe. Ich hatte es schon einmal gesagt und kann mich an dieser Stelle nur wiederholen: Ich vergöttere die Australierin Chloe Hill für ihre Arbeit als Stylistin und Fotografin, aber auch für ihr eigenes Gespür für Mode, die immer nach Spaß aussieht und niemals spießig. Hier gibt es viel Marke, aber auch viel Vintage und Liebe zum Detail. Auch, und außerdem: Hair Goals. Und dieses Grün!

 
 
 
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Kolumne: Selbstwert ohne Männer

„Und, wie läuft’s mit den Männern?“ Diese Frage nervt, wenn man gerade nichts Positives zu berichten hat. Aber eigentlich sollte sie uns – damit meine ich heterosexuelle Frauen – immer ein bisschen nerven. 

Und wir sollten lernen, sie viel knapper zu beantworten. Hände hoch, wer die Situation kennt: Man hat eine Freundin monatelang nicht gesehen, trifft sich auf einen Kaffee oder eine Limo oder ein Dosenbier oder ein Herrengedeck, und nach weniger als fünf Minuten kommt man auf das Thema Männer. Ein paar Stunden später – man ist entweder extrem koffeeiniert oder besoffen – verabschiedet man sich und stellt fest: Man hat sich die ganze Zeit ausschließlich mit einer psychologischen Detailanalyse der toxischen Verhaltensmuster der jeweils aktuellen Männer befasst. Und hat dabei irgendwie ganz vergessen, dass es auch so lapidare Themen wie Arbeit, Freundschaften, Hobbies, politische Entwicklungen, Musik, Kunst, Kultur, Literatur oder Revolution gibt. Ich zumindest bin viele Jahre unbemerkt immer wieder in diese Falle getappt. Ich nenne es bewusst „Falle“. Und ich erklär‘ euch auch, wieso. Hier weiterlesen!

Die Folkdays x Joia de Vita Earrings

Hallo, hallo – wie schön seid ihr denn? Wie gut, dass es euch gerade bei unseren Freundinnen von Folkdays gibt. Hurra!

 
 
 
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Schon wieder KPM x Stefan Marx:

Ach, Stefan, dieser alte Haudegen, der mir mit seinen Zeichnungen immer wieder den Kopf verdreht. Als bekennende Tee-und-Kekse-Fanatikerin kann ich mich also nur kugeln vor Freude über jeden Wurf, den der Künstler gemeinsam mit der Königlichen Porzellan Manufaktur auf den Markt schmeißt. Let it „Rain“ on me. Hier entlang!

 

 
 
 
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Dear young people, don’t vote!

Ein wundervolles Kampagnenvideo, aus überaus aktuellem Anlass, das aber auch in Zukunft und für uns alle zum hinter die Ohren schreiben taugt:

Tschüss, liebes „Das Buch als Magazin“!

Als Fans der ersten Stunde markieren wir uns den heutigen Tag als besonders schwarz im Kalender, denn soeben erreichte uns die Nachricht, dass es nun tatsächlich nicht weitergehen wird mit dem großartigen „Das Buch als Magazin“. Wir sind traurig, aber auch unglaublich stolz auf alles, was das Team hinter dieser wundervollen Idee während der vergangenen Jahre gestemmt und produziert hat. Hoffentlich gibt es irgendwann doch noch ein Wiedersehen. Bis dahin können nun alle, die bislang noch gar kein oder eben noch nicht jedes einzelne Exemplar ergattern konnten, genau das nachholen und zwar zum halben Preis. Als letztes Dankeschön. Hier entlang, bitte!

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir stellen zum 31. Dezember 2018 unser literarisch-journalistisches Projekt „Das Buch als Magazin“ ein. Es fällt uns schwer, das so einfach hinzuschreiben. Aber wir sind Freunde einigermaßen klarer Ansagen und Perspektiven. Als unser Heft im Februar 2013 zum ersten Mal erschien, gab es keinen Plan. Wir hatten uns einen halbjährlichen Erscheinungsrhythmus vorgenommen und beschlossen, die Dinge auf uns zukommen zu lassen. Die Reaktionen waren schön. Zu jeder Zeit hatten wir das Gefühl, genau die richtigen Leser zu erreichen — Menschen, die das, was wir tun, schätzen können. Doch auch nach Erscheinen der sechsten und siebten Ausgabe bleibt da ein Problem: Unsere Reichweite ist zu klein, wir zahlen drauf.

Dafür gibt es natürlich Gründe. Wir haben immer versucht, Autoren und Fotografen fair zu bezahlen. Wir wollten ein gut gemachtes und verarbeitetes Heft. Wir sind nicht gerade die aktivsten Social Media-Nutzer. Im Rückblick sehen wir viele Gründe und viele kleine vergebene Chancen, die wir mangels Zeit und Nerven liegenließen. So kann man das sehen. Vielleicht kann man aber auch sagen: Wir haben ein Heft nach unseren Bedingungen und nach unserem Vermögen gemacht. Als es nicht mehr ging, haben wir aufgehört.

Wir danken von ganzem Herzen unseren lieben Leserinnen und Lesern. Wir danken unseren Autorinnen und Autoren, unseren Fotografinnen und Fotografen, unseren Illustratorinnen und Illustratoren und unserer Schlussredakteurin Isolde Durchholz. Danke an die Druckereien Gotteswinter & Aumaier und Peschke Druck, Danke an den Deutschen Pressevertrieb und an InTime-Media. Am 31. Dezember 2018 schließen wir den bisherigen Webshop. Bis dahin möchten wir unser Lager so gut es geht räumen. Deshalb kosten alle Hefte ab sofort nur 6 Euro das Stück. Bitte sagt es allen weiter!

Alles Liebe!
Joanna Mühlbauer und Peter Wagner 

Die allerletzte Ausgabe.

 

Der Cartoon der Woche:

 

 
 
 
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Ein Buch-Tipp zum Thema: 
„Why I’m No Longer Talking to White People About Race“

„In 2014, Reni Eddo-Lodge posted an impassioned piece online about her frustration with the way discussions of racism were being shut down by those who weren’t affected by it. The post went viral, and responses from those desperate to speak up about their own experiences flooded in. Galvanised, Eddo-Lodge decided to dive into the source of these feelings; the result is a searing exploration of what it means to be a person of colour in Britain today. From eradicated history to white privilege, the fallacy of ‚meritocracy‘ to white-washed feminism, and the inextricable link between class and race, this is an essential book by a vital new voice.“

Lese-Tipp: 
Warm hier „Fotze“ in der Überschrift stehen muss

„(…) „Schlampe“ als Begriff für eine (möglicherweise) promiskuitive Frau und „Fotze“ als Wort für das weibliche Geschlechtsorgan hingegen verlieren ihre beleidigende Wirkung, sobald sie selbstbewusst von den ursprünglichen Adressatinnen für sich selbst verwendet werden. Sicher, es bedarf zunächst Überwindung, so von sich selbst zu sprechen. Aber es kann tatsächlich gelingen, Begriffe neu zu besetzen. Die Autorinnen Dossie Easton und Janet W. Hardy bewiesen das schon 1997, als sie ein Buch mit dem Titel „The Ethical Slut“ herausbrachten. Dort schreiben sie: „Deswegen reklamieren wir das Wort ,Schlampe‘ stolz für uns. Wir hören Anerkennung und sogar Zuneigung daraus. Für uns ist eine Schlampe eine Person beliebigen Geschlechts, die ihre Sexualität nach dem radikalen Motto auslebt, dass Sex schön ist und Genuss guttut.“ Klingt phantastisch, oder?“ Hier den kompletten Artikel lesen.

Ja, nein, vielleicht?
Clogs à la Dior:

Das altehrwürdige Birkenstock-Modell hatte sich neulich bereits die französische Designerin Isabel Marant unter den Nagel gerissen, um es ein wenig abzuwandeln und für viel, viel mehr Geld in die Läden zu bringen. Hat funktioniert. Nun scheinen es die Luxushäuser endgültig auch auf Clogs abgesehen zu haben. Zwar nicht zum ersten Mal, aber dennoch. Die Frage, die wir uns jetzt stellen: Wird es Zeit, unsere alten Clogs von Swedish Hasbeens wieder hervorzukramen? Die mochten wir nämlich tatsächlich sehr, sehr gern.

 

 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Blanca Miró Scrimieri (@blancamiro) am

Jetzt ein Crêpe, bitte!

 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Pauline Bossdorf (@livingthehealthychoice) am

Pauline Bossdorf ist eine Heldin, das muss man schon so sagen, und beim Anblick ihres Instagram Accounts läuft mir regelmäßig das Wasser im Munde zusammen und zwar, obwohl ich mir beinahe nichts denken kann, womit ich weniger am Hut habe als mit der Kunst des Kochens. Dank ihres Buchs »Living The Healthy Choice« sehen meine Teller hin und wider aber trotzdem so aus wie jener hier links im Bild. Immer wieder ein guter Geschenk-Tipp – und ihr wisst ja – Weihnachten ist schneller da als uns lieb ist.

Kino-Tipp:
„The Story of The Slits“:

Die Energie und Radikalität, mit der sich die erste Frauenpunkband der Welt von der männerdominierten Gesellschaft lossagte, fasziniert noch heute. THE SLITS – allein schon der Name ist revolutionär – gründeten sich 1976 in London und ließen sich nicht stoppen, weder von Anfeindungen noch von körperlichen Angriffen. Sie hielten fest an ihrer hart erkämpften Freiheit – von Normen, Schubladen, Werbelogik und Geschlechterrollen. Deshalb sind THE SLITS auch heute noch Vorbild für junge Musikerinnen, wie der Dokumentarfilm HERE TO BE HEARD neben der Aufarbeitung der Bandgeschichte zeigt. Basierend auf umfangreichem und bisher nicht gesehenem Archivmaterial, lässt der Regisseur u.a. die ehemaligen Bandmitglieder Viv Albertine, Tessa Pollitt und Palmolive zu Wort kommen.

Läuft zum Beispiel im Lichtblick Kino Berlin.

Muse, ohne Worte:

 

 
 
 
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