Wir haben mit 5 Frauen über Diskriminierung am Arbeitsplatz gesprochen

09.01.2019 Leben, box2

Es gibt so viele Situationen im Leben, von denen man glaubt, sie könnten einem selbst nicht passieren – das kann ja nicht wahr sein, das glaube ich nicht. Geschieht es doch, scheint die Realität zuweilen verzerrt und der Boden unter den Füßen schwindet genau so wie jeglicher Halt. Arbeitsplätze sind ein sehr besonderer Raum. Sie sind weder privat noch öffentlich, irgendwie intim und gleichzeitig gespickt mit teilweise undurchdringlichen Fassaden der Mitarbeiter*innen. Diskriminierung im Beruf ist psychisch gefährlich und nimmt nicht nur gravierenden Einfluss auf unser Gemüt und das Jetzt, sondern betrifft auch unserer Zukunft, vielleicht sogar unsere Träume und das eben nicht nur auf professioneller Ebene. Eigene Erlebnisse zu teilen, sich jemandem anzuvertrauen oder sich gar bei der Chefin, bzw. dem Chef zu beschweren, das ist ein Schritt, der viele Menschen einschüchtert, der sie mit persönlichen Ängsten und potenziellen Konsequenzen konfrontiert und sie gleichzeitig in ihrem individuellen Leid bloßstellen kann. Das Urteilsvermögen Dritter ist in solchen Fällen unheimlich relevant. Vielleicht hilft es nämlich, die Vorkommnisse zuerst mit vertrauten Personen zu evaluieren und/ oder sich Hilfe zu holen bei öffentlichen Plattformen wie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes um mögliche Konsequenzen nachvollziehen und besprechen zu können. Fast jeder dritte Mensch in Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahren Diskriminierung erlebt. Das ist ein zentrales Ergebnis der umfassenden Erhebung „Diskriminierung in Deutschland“ welche die Antidiskriminierungsstelle des Bundes 2017 veröffentlichte. Dabei sind neben Altersdiskriminierung und rassistisch motivierter Diskriminierung auch Diskriminierung von Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen sowie Sexismus im Arbeitskontext untersucht worden. Wir sind mit unseren Geschichten jedenfalls ganz bestimmt nie allein:

Franziska, 24 aus München

“Du bist super motiviert. Du hast dich schnell eingearbeitet und erledigst alle Aufgaben wunderbar. Aber ich glaube nicht, dass du in diesem Bereich arbeiten kannst.” Diese Rückmeldung bekam ich nicht einmal, nicht zweimal, sondern dreimal. Im sozialen Sektor. Ich studiere Psychologie im letzten Mastersemester, habe während meines Studiums diverse Praktika gemacht und hatte einen langjährigen Nebenjob in der Beratung. Ich bin eine qualifizierte Fachkraft, die sich keine Fehler erlaubt. Ich darf mir überhaupt keine Fehler erlauben, denn ich bin hochgradig schwerhörig. Das heißt, ich habe bereits am ersten Arbeitstag verloren. Ich habe in dem Moment verloren, in dem ich Fragen stelle, die signalisieren, dass ich etwas akustisch nicht verstanden habe. Selbst wenn ich bei offenem Fenster, bei höllischem Baulärm, der schon Normalhörenden Probleme bereitet, etwas nicht verstehe. Wenn ich schon meine Vorgesetzten nicht verstehe, was passiert dann, wenn ich auf Kunden treffe? Blamiere ich etwa den Betrieb? Ich kann so schnell, zuverlässig und motiviert arbeiten wie ich will. Doch all das zählt nicht. Denn was macht man mit mir, wenn ich etwas nicht verstehe? Ich werde als Risiko gesehen. Als Problem. Und so werde ich von Menschen eingeschätzt, die mich in einem Zeitraum von 6-8 Wochen kennengelernt haben und sich ihr ganzes Leben lang noch nicht mit Beeinträchtigungen auseinandergesetzt haben. Bei meinem letzten Praktikum wurde mir vorgeworfen, dass ich nicht genug nachfrage. Dass ich nicht nachfragen kann, wenn ich gar nicht merke, dass jemand in einer lauten Umgebung spricht, zählt in diesem Moment nicht. Dass man genauso gut mich fragen kann, ob ich etwas verstanden habe, zählt in diesem Moment auch nicht. Gesetzlich wurde definiert, dass Personen mit Beeinträchtigungen gleichgestellt sind. Doch egal in welcher Branche ich mich vorstelle: ich bringe meine Beeinträchtigung als Fehler mit. Als Fehler, den man nicht korrigieren kann. Und das macht mich inakzeptabel. Nicht tragbar. Nicht einstellbar. Da kann ich so viel leisten, wie ich will. Meistens wird mir noch nicht mal die Chance gegeben zu zeigen, was ich kann. Während meine Co-Praktikant*innen beraten und eigenständig Tests durchführen, muss ich mich mit Aufgaben im Hintergrund zufrieden geben. “Wir möchten kein Risiko eingehen.” Welches Risiko? Anderen Menschen zu zeigen, dass es Menschen mit Beeinträchtigungen gibt? Ich wünsche mir ein Abschlussgespräch, in dem ich einmal gefragt werde: “Was können wir tun, damit du bei uns deine beste Leistung zeigen kannst?” Nach dem letzten Gespräch habe ich mich beim Chef beschwert. Auf dessen Rückmeldung warte ich immer noch.

Sabr, 25 aus Frankfurt

Als ich vor ein paar Jahren meine ersten Schritte in die Beauty-Branche wagte, suchte ich mir ein Unternehmen aus, mit dem ich mich identifizieren konnte, vor allem mit der Philosophie, die dahinter steckte. Das Einzige was wichtig schien, war deine Affinität für Make-Up – nicht aber woher du kommst, wie alt du bist oder wie du dich orientierst. Du, so wie du bist, wirst akzeptiert. Was zählt, ist deine Leidenschaft fürs Schminken. Dachte ich. Aber Pustekuchen. Ich war Freelancerin an verschiedenen Standorten und freute mich immer wieder darauf, neue Menschen kennenzulernen, mein Wissen zu erweitern und mich durch die Herausforderungen weiterzuentwickeln. Sehr früh waren es in meinem Alltag als Festangestellte verschiedene Fragen und Aussagen, die mich verwirrten und irritierten. Woher bist du? Aus Frankfurt, sagte ich. Nee..woher bist du ursprünglich? Bis dahin hatte ich es schon verstanden und meine Herkunft genannt. Ah meinst du dieses Land, oder dieses?  Ach, ist doch alles das Gleiche, war meistens die Antwort. Da frage ich mich bis heute noch, wieso man mich überhaupt fragt, wenn man es besser weiß. Manchmal fingen sie an „Tänze“ nachzuahmen, die wohl zu meiner Kultur gehören sollten. Ich wurde wegen meinenr Haare und Frisuren kritisiert, aber wenn sie jemand hellhäutiges getragen hat, regnete es Komplimente. Oft hieß es: „Bei dir kommen echt gar keine Farben zur Geltung“ – da sie die Looks so ausgewählt hatten, dass sie nur auf weiße Menschen abgestimmt waren.  Anfangs fiel es mir schwer, darauf zu reagieren, ich war ruhiger, machte meine Arbeit, war jedes Mal froh, wenn ein*e Kund*in kam, um den Situationen aus dem Weg zu gehen. Ich fühlte mich schlecht, nicht schön genug, da ich wirklich von Kopf bis zu meinen Schuhen schon alles zu hören bekam und das ist leider nicht übertrieben. Mit der Zeit lernte ich Wiederworte zu geben, wurde auch aggressiver, was natürlich auch Auswirkungen auf das Arbeitsklima hatte. Wenn ich Lust dazu habe, erkläre ich besagten Personen, was ich meine, wenn ich sage: „Das ist nicht Ordnung.“ Oder ich schicke ihnen Artikel zu. Aber manchmal habe ich einfach keine Kraft dafür. Konsequenzen für die, die Dinge sagten, die rassistisch oder gemein sind, gab es nie. Es hieß immer, ich solle mich beruhigen. So geht es bestimmt vielen hier. Das Wichtigste, was ich aus dem Ganzen mitnehmen konnte, ist die Erkenntnis, dass es nichts mit mir zu tun hatte. Es ist nicht ok, aber ich weiß, es hat nichts mit mir zu tun. Nein. Der Fehler liegt nicht bei mir. Und trotzdem muss ich ihn ausbaden.

Caro, 25 aus Beyreuth

In meiner Stadt eröffnet jedes Jahr im Oktober das Winterdorf, in dem man sich etwa einen Glühwein oder eine Feuerzangenbowle genehmigen kann. Gleich neben den Getränken gibt es einen Stand, schon seit ca. 15 Jahren, an dem gebrannte Mandeln sowie Süßes alle Art angeboten wird. Genau dort hatte ich über einen Kontakt einen Job bekommen und arbeitete schließlich drei bis vier Mal die Woche als Verkäuferin im Süßigkeiten-Wagon. An den Wochenenden war am meisten los. Das Geschäft gehört einem Ehepaar, welches sich nach eigenen Angaben aus eigener Kraft hochgearbeitet hat und nun wohl eine ganze Reihe von Geschäften besitzt. Sie, eine kecke, gewitzte Person, die kein Blatt vor den Mund nimmt, die Kunden und Kundinnen hier und da scherzhaft auf den Arm nimmt und immer eine Weisheit auf den Lippen hat, wenn das Gesprächsthema ernsthafter wird. Der Mann ist eher ruhig, aber zu Späßen aufgelegt. Persönliches bekam ich oft im Plauderton zu Ohren und oft führte die Frau etwas längere Monologe, in dem vom Wetter bis zur eigenen Krankheitsgeschichte alles dabei war. Nachdem am 14.Oktober gerade erst die Bayern-Wahlen stattgefunden hatten, war eben jene auch eines der Themen, über die meine Chefin sich gerne echauffierte: ‚Eine Schande, was da los ist’. Es wurde ebenfalls schnell deutlich, dass sie die CSU gewählt hatte und diese auch lautstark vertrat. Bei der Frage, ob ich denn die Grünen gewählt hätte, versuchte ich auszuweichen und ihr war sofort klar, was das bedeutete. Von diesem Punkt an bekam ich oft spaßeshalber die Kündigung angedroht und manchmal fielen Worte wie ‚wenn die Flüchtlinge die Grenzen überlaufen’ und ‚ dann biste selbst schuld’. An einem Samstag kauften sich zwei junge Männer mit dunklerer Hautfarbe und gebrochenem Deutsch eine Tüte Erdnüsse bei mir. Ich gab ihnen die Bonuskarte (12 Tüten, 1 Tüte umsonst) und erklärte ihnen das Prinzip, langsam und auf Deutsch. Währenddessen vernahm ich ein immer lauter werdendes, entnervtes ‚NEIN’ von hinten – es waren meine Chefs. Nachdem die beiden Männer sich sehr höflich bei mir bedankt hatten, drehte ich mich um und erhielt eine Standpauke von meiner Chefin, mit der Ermahnung, was ich denn da mache, denn , ‚die hätten doch eh kein Geld’. Meinem Chef entglitt ein ähnlich genervter Kommentar: ‚Bonuskarte an die? – Wir haben doch auch kein Geld zu Verschenken.‘ Das war aber nicht genug. Er wusste nämlich ganz genau Bescheid: „Das weiß doch die ganze Stadt, dass diese Leute kein Geld haben.“ Und ich sollte jetzt außerdem keine Widerworte geben. Es sei ja schließlich ihr Geschäft. 

Juliane, 32 Chemnitz

Sieben Monate war ich als HiWi an meiner Universität angestellt. Mein Professor war gleichzeitig mein Chef und damit steckte ich in einem doppelten Abhängigkeitsverhältnis fest. Von Tag zu Tag wurde mein Knoten im Bauch größer. Genau wie der psychische Stress. Denn der Ablauf hatte System, es war immer wieder die gleiche Leier. Er: „Na, wie begrüßen Sie mich heute?” – Ich: “Bitte mit der Hand.“ Auf meine Antwort folgte eine aufgezwungene Umarmung, die ich natürlich nicht abzulehnen in der Lage war – ich wollte nicht unhöflich sein. Obwohl er es ja war. Ich wusste außerdem: Ich werde wiederholt in sein Büro gerufen werden. Doch statt Aufgaben werde ich schon beim Betreten des Büros Anspielungen auf mein Outfit bekommen. In der Hoffnung, den Kommentaren zu entkommen, fing ich sogar an, mich unauffälliger zu kleiden – vergebens. Mit einem Klopfer auf das Sofakissen wird er mich auffordern, neben sich Platz zu nehmen und ich werde eine Einladung nach der nächsten ablehnen und meine Entscheidung immer und immer wieder rechtfertigen müssen. “Was ist es? Bin ich Ihnen zu alt?” Er genoss die Macht, die er bis heute hat. Es freute ihn, mich stottern zu sehen, mich mit sexuellen Anspielungen und privaten Fragen in Verlegenheit zu bringen. Beim Verlassen des Büros musste ich versuchen, so geschickt und schnell zu sein, dass er erst überhaupt keine Chance bekam, mir schon wieder auf den Po zu klapsen. Es fiel mir schrecklich schwer, mich Freund*innen und Familie anzuvertrauen – ich realisierte ja selbst nicht was passierte. Und dann war diese Angst, vor der so viele erzählen. Sie Angst davor, die anderen könnten glauben, man sage nicht Wahrheit oder sei durch falsche Anschuldigungen auf einen Vorteil bedacht. Deshalb habe ich wohl auch nie zugeben können, wie ernst es mir ist. Wenn ich Freund*innen von den ständigen Einladungen zu Essen, zu Basketballspielen oder Weinabenden erzählt habe, spielten wir (auch ich) das alles süffisant runter und lachten am Ende nur – das schlechte Gefühl jedoch blieb.  Niemand fragte nach oder bat Hilfe an. Ich hörte höchstens: “Das darfst du dir nicht gefallen lassen!” Das wissen die Meisten. Aber wie setzt man diesen Ratschlag um? Ich frage mich: Warum nehmen wir Betroffene als erstes in die Verantwortung statt in den Arm? Kurz vor Ende des Arbeitsverhältnisses wandte ich mich schließlich doch an den Gleichstellungsbeauftragten der Fakultät. Zum ersten Mal fühlte ich mich ernst genommen und nicht verantwortlich gemacht – allein das nahm mir eine riesige Last. Er hörte zu, glaubte mir und sprach es als erste Person aus: Das ist sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt. Es tat weh, das so deutlich zu hören. Es war und ist noch immer schwer, mir einzugestehen, dass mir so etwas passiert ist. Für gewöhnlich bleiben solche Geschichten ja abstrakte Statistiken und Zahlen ohne Gesicht. Konsequenzen für den Professor hatte mein Gespräch bisher nicht – dafür bin ich noch nicht bereit. Aber ich weiß, dass das ein Schritt ist, den ich noch machen muss. Nicht nur für mich, sondern auch für andere.

Blerta, 29 aus Ingolstadt

„Darfst du eigentlich arbeiten?“, fragt mich eine Kollegin und lacht dabei. Ich schaue irritiert. Die Frage kommt aus dem Nichts. Warum sollte ich nicht arbeiten dürfen?  Worauf will sie hinaus? Ich bin perplex und weiß nicht, was zu antworten ist. Sie lässt nicht locker: „Du bist doch aus einer muslimischen Familie. War es kein Problem für deinen Vater, dass du arbeitest?“.  In mir staut sich Wut an. Nicht zum ersten Mal, soll ich  einer mir fremden Person, meine Existenzberechtigung beweisen.  Für sie eine Frage der Rubrik Smalltalk, das  Selbstverständlichste auf der Welt. Für mich: Ein Schlag ins Gesicht – einer der sehr schmerzhaften Sorte.

Luzie, 26 aus München

Es war nicht mein erster Job in der PR somit wusste ich ungefähr, worauf ich mich einlassen würde. Alles schien in bester Ordnung. Zwei Mal die Woche nach der Uni bin ich ins Büro, die Kolleginnen waren eher still, das ganze Klima etwas steif aber auch so freundlich und ehrlich wie die PR eben sein kann und wie gesagt: ich kannte das ja schon. Meine Chefin war relativ glücklich über die zusätzliche Unterstützung und ich eben über den BAFÖG Zuschuss. Irgendwann fing es dann an mit den komischen Fragen. Munter löcherte sie drauf los: Wie es sich im Sommer mit meiner Hautfarbe verhalten würde zum Beispiel, oder wie oft ich meine Haare waschen würde. Ich antwortete immer recht kurz angebunden, aber so richtig angenehm waren die Gespräche nicht. Ich konnte das freundliche Interesse zwar identifizieren, merkte jedoch, wie unangenehm es war, mit ihr darüber zu sprechen, merkte wohin genau die Fragerei lenken sollte. Ich hatte keine Lust auf das Gespräch, nicht auf der Arbeit, nicht vor den Kolleginnen. Irgendwann hat sie mich dann gefragt, woher mein Schokobohnenanteil stammen würde. Sie fragte wieder freundlich und wieder sehr höflich interessiert, vielleicht merkte sie gar nicht, dass sie mich damit dazu drängte, vor versammelter Mannschaft, nämlich beim Mittagessen, über meine Familie zu sprechen. Mein Vater hat uns sehr früh verlassen, meine Mutter war stets alleine, ich habe mehrere Halbgeschwister. Alles sehr kompliziert, sehr privat und sehr komplex. Ein kleines Trauma wenn man so will. Ich war nicht nur die Exotin im ganzen Team, sondern oft eben auch das Thema im Gespräch über Ethno-Fashion oder Boxer-Braids. Ich würde mich ja auskennen. Gekündigt habe ich dann irgendwann nachdem mir meine Chefin von hinten ungefragt in die Haare fasste und meinen Kopf kraulte. Eine Grenzüberschreitung, die in jeglicher Lebenssituation unangenehm und übergriffig ist. Eine solch intime Berührung der Vorgesetzten, mit der man eine oberflächliche Beziehung führt, brachte das Fass für mich zum Überlaufen. Leider habe ich sie nie damit konfrontiert. Ich wusste einfach noch nicht, was das alles bedeuten sollte. Schmerzhaft war vor allem, dass diese Thematiken, diese Berührungen bei Kolleg*Innen nie ein Thema waren. Familie, Haut und Haar waren bei ihnen anders relevant. Oder gar nicht. Und während ich Menschen erklären musste, warum ich denn mit 22 noch immer nicht Gabun besucht hatte, konnten alle anderen weiter ihr Pausenbrot mümmeln. Mein Arbeitsplatz fühlte sich irgendwann nach einem ungeschützten, fast bedrohlichen Raum an. Und ich: Immer darauf wartend, dem nächsten Thema auszuweichen.

2 Kommentare

  1. Jen

    Was für vielseitige Beiträge, toll. Leider alle auch sehr erschreckend. VielenDank fürs Aufschreiben und den Mut, diese Geschichten zu erzählen! Ich möchte jede einzelne ermutigen, sich nicht entmutigen zu lassen. Ihr seid im Recht und die anderen sind es nicht! Wie wenig empathisch viele Menschen sind, macht mich oft sprachlos, aber am schlimmsten ist die Respektlosigkeit. Diese Grenzüberschreitungen, die nicht als solche wahrgenommen werden. Daran muss sich was ändern, nur wie…

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  2. Svenja

    Ich habe auch ein Beispiel, allerdings als Mutter, bzw Schwangere. Als ich meine Schwangerschaft verkündet habe, kam aus dem Team nicht etwa ein Glückwunsch. Vielmehr schrie mich eine Kollegin an, ob ich nicht wisse, was das die Firma (ein großer Technologiekonzern, BTW) kosten würde und ob ich nicht alt genug zum Verhüten sei. Das waren nur zwei der Dinge, die sie mir um die Ohren warf.

    Eine andere Kollegin fragte mich, ob ich nicht noch ein Jahr hätte warten können und mein Chef sagte schlicht: „Scheiße!“

    Auch ein Jahr nach diesen Vorfällen ärgere ich mich ungemein, nicht den Betriebsrat eingeschaltet zu haben!

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