All Eyes on // Von Funktionskleidung, Workwear und Cargohosen: Macht ihr mit?

13.03.2019 Trend, Shopping, box2

Es scheint so, als habe ein Teil der Modebranche keine Lust mehr auf verniedlichten Firlefanz à la Gucci und auch kein Interesse mehr an Kindheitserinnerungen rund um infantile Haarspangen und bunte Perlen. Stattdessen spaltet sich seit längerer Zeit ein Trüppchen sehr konsequent ab. Eines, das ganz genau weiß, welches Jahrzehnt im Blickwinkel des Nachahmens steht: Die rauen 90er, irgendwo dort, wo das Taschenmesser noch in der Cargohose klemmt, wo ungekünstelter Techno läuft, gezockt wird und der Karabinerhaken für Halt sorgt. Es ist eine Zeit, die wir noch ganz genau von damals kennen, in der wir uns als blutjunge Teenies richtig aufhübschten, wenn Freitagsabends der Partykeller rief und in der Disco-Kugeln und Lavalampen ihr großes Comeback feierten. Wir tauchten damals zum ersten Mal in diese undefinierbare Zeit aus „Praktisch, Plastik und vom Pfad abgekommen“ ein und müssen heute beim Anblick des Cargo-Hosen, Workwear- und Funktionskleidungs-Revivals sogar ein klein bisschen glucksen vor lauter wunderbarer Erinnerungen. Ob ich deswegen irgendwann noch einmal in Camouflage-Hosen herumlaufen werde? Ganz sicher nicht, auch wenn das Muster nach wie als Sinnbild für die Cargo Pants steht.

Vielleicht aber würde ich heute wieder eine Hose mit zig Taschen und Reißverschlüssen ausführen –  zumindest, sofern genau die in Kombination mit meinen gegenwärtigen Habseligkeiten harmoniert. Solch eine Cargohose kann schließlich so viel beherbergen wie ein ganzer Jutebeute – und sorgt dann auch noch für Übersicht. Aber nein, nein: Einen konsequenten Ganzkörper-Look dieser praktischen Anti-Chic-Phase sehe ich nach wie vor trotzdem nicht. Da nähere ich mich doch lieber erst einmal einzelnen Elementen an und bleibe noch eine feine Weile bei verspielten Accessoires, gerüschten Blusen und wilden Prints – auch wenn es mittlerweile genügend großartige Vorlagen da draußen gibt, die so langsam aber sicher am Geschmacksbarometer schrauben wollten.

Und was meint ihr: Die Online Stores sind längst für den Ansturm längst gerüstet: Macht ihr mit?

Flashback: Erinnert ihr euch?

 
 
 
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Vielleicht liegt es auch einfach nur, wie immer, an der richtigen Attitüde. Also raus mit euren Westen. Praktisch sind sie, jawohl. So wie dieses Modell von Ganni.

Camouflage? Puh, schwierig.
Aus vielerlei Hinsicht.

 

 
 
 
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Funktionieren dagegen immer: Jumpsuits! Erinnern an wunderbares Handwerk und sind ultragemütlich!

Ok, jetzt gleich habe ich mich doch glatt selbst von Cargo-Hosen überzeugt: Sieht Juliana Salazar nicht goldig darin aus?

 

 
 
 
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Ok, genug Pro und Contra Argumente gesammelt: Solltet ihr nicht mehr in eurem alten Repertoire fündig werden, hilft der nächste Besuch im Second Hand Store vielleicht. Oder der Blick in die Online Stores dieser Welt:

3 Kommentare

  1. Sophie

    „Praktisch, Plastik und vom Pfad abgekommen“ ist schön 🙂 Ansonsten kann ich nicht anders, als bei Workwear auf Laufstegen Klassismus zu sehen: Ist das nicht auch eine Form von Appropriation?, Mileys Twerken nur in Bezug auf Klasse? Liebe Grüße <3

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    1. Mila

      Würde dann aber genauso gut auf das Tragen von Jeans zutreffen … Die waren anfangs auch einfach nur Malocher-Workwear.

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  2. Cate

    Bei den Westen bin ich (noch?) nicht dabei, hab mir aber grade nen schwarzen „Worker“-Overall von Urban Outfitters zugelegt, von dem ich vermute, dass ich den nicht mehr ausziehe, sobald die Temperaturen zweistellig werden 🙂

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