Fair Friday News // 1 Jahr „Fridays for Future“, #PrayForAmazonia & ein Buchtipp von Herzen

Eine kleine faire Leseleiste zum Wochenende, die gerne im Kommentarfeld ergänzt werden darf. Damit uns weder Lehrreiches und noch Wichtiges entgeht:

#PrayForAmazonia
Die grüne Lunge brennt.

Der Amazonas aka unsere grüne Lunge brennt seit Wochen – und die Medien nahmen diese Katastrophe bislang nicht großartig zum Anlass, um darüber zu berichten. Nicht mal jetzt, nachdem Twitter und andere soziale Kanäle mit den verheerenden Bildern der Waldbrände geflutet werden, passiert viel – vor allem nicht von der Politik. Was ist denn los da draußen? Wo bleibt die finanzielle Zusicherung, die erst kürzlich gestoppt wurde? Wo bleiben die politischen Versprechen zur Sicherung und zur Bekämpfung der Brände, zum Schutz der Arten und der Bäume. Das hier ist längst kein nationales Problem mehr, kein Brasilianisches. Das hier betrifft uns alle.

71.500 Feuer haben im Laufe des Jahres den ohnehin von Abholzung betroffenen Amazonas-Regenwald weiter zerstört. Nach Angaben des brasilianischen Weltrauminstitutes Inpe ist die Zahl der Brände in diesem Jahr 82 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Das berichtet die Zeitschrift „Examine“. Laut Forschern sind es die schwersten Waldbrände seit sieben Jahren. 

Satellitenbilder zeigen: Riesige Rauchwolken ziehen auch in Richtung der 2700 Kilometer entfernten Metropole Sao Paulo sowie an die Grenze Brasiliens zu Paraguay und Argentinien.

 

 
 
 
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Waldbrände sind aufgrund der Trockenheit nicht ungewöhnlich. Auslöser sind aber vor allem illegale Abholzung und Brandrodung in der Region. Brasiliens ultrarechter Präsident Jair Bolsonaro will den Amazonas gegen internationalen Protest zum Rohstoffabbau freigeben und dafür auch Naturschutzgebiete und Reservate der Ureinwohner opfern. Im Juli war zudem die illegale Abholzung des Amazonas-Regenwaldes fast drei Mal so hoch wie im Vergleichsmonat des Vorjahres. Experten erwarten in diesem Jahr einen Anstieg um insgesamt 45 Prozent der illegalen Abholzung im Vergleich zum Vorjahr. 

Unter dem Hashtag #PrayForAmazonia(#RezaPorLaAmazonía) haben sich Tausende Menschen und zahlreiche Umweltschutzorganisationen in den sozialen Medien zusammengeschlossen. Sie werfen Bolsonaro Umweltverbrechen vor, weil er die grüne Lunge der Erde für den Kommerz opfern wolle. (Quelle: Tagesschau)

 
 
 
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#ActforAmazonia

Nur beten reicht bekanntlich nicht, also sind jetzt Taten gefordert! Und da die Regierungen der Welt offensichtlich noch abwägen, ob ihre Hilfe gesamtpolitisch Sinn ergibt, haben wir zumindest mal wieder die Möglichkeit, nicht tatenlos zuzuschauen, sondern Organisationen, die vor Ort sind, zu unterstützen. Und wie das funktioniert, das erfahrt ihr auf den verschiedensten Seiten der NGO’s.

Wir freuen uns natürlich riesig über eure ergänzenden Tipps!

 

 
 
 
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  • Der WWF sucht Spender*innen, um den Regenwald zu schützen und ihn wieder aufzuforsten und wendet sich mit einem Monatsbeitrag von 15 Euro an potentielle Amazonas Paten. Hier findet ihr mehr.
  • Den Regenwald retten: Mit einer kleinen Spende könnt ihr die Arbeit von Regenwald.org unterstützen.
  • GEO schützt den Regenwald e.V. realisiert weltweit Projekte für den Erhalt der tropischen und subtropischen Wälder und für die Menschen, die dort leben. Wie diese Hilfe aussieht und wie Sie sich mit uns engagieren können, lest ihr hier.
  • Greenpeace sucht Unterstützer*innen für eine Petition, um die brasilianische Regierung zum Schutz des Regenwaldes zu bewegen – und eure Stimme ist gefragt!
  • Auch das Hilfswerk Misereor ist auf Spenden angewiesen, um Hilfe vor Ort zu leisten. Alle Infos findet ihr hier.
  • Oro Verde, die Tropenwaldstiftung bietet mehrere Spendenmodelle an, um Hilfe zu leisten. Hier erfahrt ihr mehr.
  • Internationale Hilfsorganisationen, die uns ans Herz gelegt wurden: Rainforest Action Network, Rainforest Trust, Rainforest AllianceWorld Wide Fund for NatureEcosia.org, Amazon Watch, Amazon Conservation TeamAmazon Conservation
  • Teilt all die Informationen und werdet nicht müde, Freund*innen davon zu erzählen und zum Handeln zu ermutigen

Mehr Infos rund um die Brände im Amazonas findet ihr hier.

1 Jahr Fridays for Future //
Happy Birthday und – jetzt erst recht!

Vor fast genau einem Jahr startete ein junges Mädchen aus Schweden ihren Freitagsstreik, in dem sie ihre Schuhe schwänzte, um auf die Klimaveränderungen aufmerksam zu machen – mit unfassbarer Strahlkraft: Weltweit haben es ihr hunderttausende Schüler*innen nachgemacht, um fortan jeden Freitag auf die Straße zu gehen und lauthals zu protestieren. Die Rede ist natürlich von Greta Thunberg. Das Erschreckende? Greta und in viele andere Klimaaktivist*innen auf der ganzen Welt werden seither verspottet, lauthals kritisiert und alles andere als ernst genommen – vor allem von der Politik. Ein dummer Fehler, denn die Wähler*innen der Generation von morgen, die unter den Folgen des Klimawandels leben müssen, wurden über das Jahr immer lauter, immer schonungsloser und immer größer: Fridays for Future hat 2019 so viel erreicht wie kaum eine andere Bewegung: Wir sprechen vom Greta-Effekt, wenn wir ans Fliegen denken, berechnen CO² Werte, wenn es um die Nahrung geht und denken zum allerersten Mal über wirklich starke Alternativen nach. Jetzt ist die Politik gefragt, denn schließlich resultierte daraus eine ganz große Nebensächlichkeit: Die Grünen feierten, vielleicht gerade dank Greta, ihr bislang erfolgreichstes Ergebnis bei den Europawahlen, und haben auf europäischer Ebene nun die Chance, wirklich für klimaverbessernde Optionen zu sorgen. Ein Jahr „Fridays for Future“ bedeutet aber auch: Jetzt erst recht! Und wir sind wahnsinnig gespannt, was diese groß angelegte Bewegung in dem kommenden Jahr realisiert. Am 20.09. rufen Klimaaktivist*innen und Fridays for Future übrigens zum groß angelegten Klimastreik auf: Seid ihr dabei?

 

 
 
 
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Kreuzfahrten im Jahr 2019
Ein unnötiges Klimadebakel

Nun, eigentlich müssten wir ja annehmen, dass es den Kreuzfahrt-Reisen noch übler an den Kragen geht, als der Fliegerei: Aber Pustekuchen. Die Zahlen der Reisenden gehen weiter hoch: Mehr als 2,2 Millionen Deutsche gingen im vergangen Jahr mit dem Schiff auf Reisen. Und 2019 dürfte das bislang wachstumsstärkste Jahr der Branche in Deutschland werden. [FAZ]

„Es ist ein Schlag ins Gesicht der Jugend, dass sich die Kreuzfahrtbranche im Grunde geschlossen dem Klimaschutz verweigert“, lautet das scharfe Urteil von Nabu-Geschäftsführer Leif Miller. Trotz einzelner Verbesserungen belaste der boomende Kreuzfahrtmarkt zunehmend das Klima. Zwar werde ein kleiner Teil der Flotte zunehmend sauberer. Der Großteil der Branche aber setzte weiterhin auf Schweröl und verzichte auf den Einsatz von Abgastechnik.

Buchtipp //
Starkes, weiches Herz

Oder auch: Wie Mut und Liebe unsere Welt verändern können! Unsere Kollegin, Aktivistin und bekennende Veganerin Madeleine Alizadeh, im Internet als dariadaria bekannt, gelingt es ziemlich nachhaltig, ihre Follower regelmäßig auf Tabu-Themen und Missstände aufmerksam zu machen und für Umdenken zu sorgen. Sie beschäftigt sich mit all den kleinen großen Fragen:

Ist mein Leben erfüllt? Was ist mir wichtig und wie stehe ich dafür ein? Wie kann ich in einer Welt, die von Krisen beherrscht wird, optimistisch bleiben? Sie gibt ihren Leserinnen einen gut gefüllten Werkzeugkoffer mit auf den Weg, der ihnen hilft, sich ihrem inneren Zuhause mit ganz viel Liebe zu widmen und für all das, wofür es sich zu kämpfen lohnt, mit Mut einzustehen: für Feminismus und Gleichberechtigung, gegen Klimawandel und rechte Hetze. Gleichzeitig stark und weich zu sein ist dabei kein Widerspruch, sondern eine authentische Möglichkeit, der Welt zu begegnen und ein liebevolles und reflektiertes Miteinander zu schaffen. 

Unser Buchtipp von unserer liebsten Madeleine: Ab sofort zu kaufen.

 
 
 
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Kleiner Reminder //
Unteilbar Demo in Dresden

Knapp 240000 Menschen zogen am 13. Oktober 2018 durch die Berliner Straßen ge­zogen, um ein klares Zeichen für eine offene und freie Gesellschaft zu setzen – und morgen, den 24. August ruft das Bündnis „Unteilbar“ zu einem Revival auf: Einer bundesweiten Großdemonstration um Einheit auf allen erdenklichen Ebenen zu statuieren. Wie ihr am besten morgen zur Demo kommt und wann es genau losgeht und wie der Tagesplan ganz genau ausschaut – das lest ihr hier.

 

 
 
 
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Be Prepared //
Die Strumpfhosentage kommen

Nylon-Strumpfhosen gehören, je nach Preissegment, zu den schlimmsten Eintagsfliegen, die unser Kleiderschrank so beherbergt. Selbstverständlich können wir auf hochwertige Modelle setzen, die sich durch eine höhere Belastbarkeit auszeichnen, bloß macht es doch durchaus Sinn, gleich auf nachhaltig produzierte Modelle zu setzen, deren Ressourcenverbrauch geringer ist und die sich am Ende des Tages besser recyclen lassen. Und genau an dieser Stelle kreuzt das schwedische Strumpf-Label Swedish Stockings unseren Weg und versorgt uns seit 2013 mit Strümpfen, Nylonstrumpfhosen, Kniestrümpfen und Söckchen.

Bevor also die große Suche nach der wärmenden Strumpfhose demnächst ansteht, wisst ihr schon jetzt bescheid und könnt euch gleich im Vorfeld ein wenig mit dem Thema auseinandersetzen!

Das recycelte Garn besteht zu 90-98% aus recyceltem Abfall und Nylonnebenprodukten, also aus Pre- und Post-Verbraucherabfall (z. B. Überschuss der Sportbekleidungsindustrie oder alte Fischernetze). Die verwendete Bio-Baumwolle ist GOTS zertifiziert. Die handverlesenen Produktionsstätten in Italien werden mit erneuerbaren Energien betrieben und arbeiten rückstandslos (Zero Waste Production).

Die Färbung erfolgt mit umweltfreundlichen und veganen Farbstoffen. Das für die Produktion notwendige Wasser wird vor der Rückführung in die Umwelt vollständig gereinigt. Alle Produkte von Swedish Stockings sind Öko-Tex Standard 100 zertifiziert. [Grundstoff]

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