Perfect Denim Guide // Die besten Jeanshosen aus Sarahs Kleiderschrank

30.03.2020 Mode, Shopping

Dass man Kleidungsstücke schmerzlich vermissen kann, wisst ihr wahrscheinlich alle: Entweder ist es das bezaubernde Sommerkleid, das rund acht Monate im Jahr auf seinen erneuten Auftritt warten muss. Das zwischendurch ungeliebte, dann ausrangierte und verkaufte Teil, das wir uns heute so sehr zurückwünschten oder, wie in meinem Fall, die stets geliebte Jeans, die durch Körperveränderungen meiner Schwangerschaft, naturgemäß einfach nicht mehr passte.

Himmel, was habe ich es vermisst, neun Monate lang nicht auf meine Denimhosen zurückgreifen zu können, schließlich muss ich eines ganz klar für mich sagen: Jeans, das ist Liebe.

Und das meine ich vollkommen ernst. Eine Liebe, die nicht ganz ohne schlechtes Gewissen einhergeht, schließlich gehört Denim mit seinem hohen Wasserverbrauch nicht gerade zu den umweltschonendsten Kleidungsstücken unseres Kleiderschranks. Unfassbare 8000 Liter Wasser verbraucht EINE Jeanshose bei der Produktion. Zur Einordnung: Wir Deutschen verbrauchen mit Duschen, Zähneputzen, Geschirrspülen und Co rund 125 Liter Wasser pro Tag – ohne die Nahrung einzurechnen, denn zwei einfache Scheiben Brot zum Frühstück benötigen in der Herstellung laut SZ rund 100 Liter Wasser. Immer mehr Hersteller setzen mittlerweile zwar auf Organic Cotton, auf Produktionsstätten innerhalb Europas und auf umweltfreundlichere Bleaching und Färbeverfahren, aber machen wir uns nichts vor: Es ist noch ein langer Weg bis zur einwandfreien Jeans. Umso wichtiger ist es also, unsere Jeanshosen lange zu pflegen und zu hegen, bei der Jeanswahl ganz genau hinzuschauen und ein Ammenmärchen gleich mal ad acta zu legen:

 

 
 
 
 
 
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Denn jede Jeanshose sitzt an jedem Po und jedem Becken eben vollkommen anders. Darüber kann man sich vielleicht ärgern, ändern kann man aber nichts – und das könnten wir auch endlich mal als „völlig OK“ verbuchen, statt immer weiter und weiter zu suchen – und einem Ideal hinterher zu eiern, das es nicht gibt. Versteht mich nicht falsch, auch ich wundere mich oft darüber, dass das neu erworbene Modell im Online Shop an mir ganz anders aussieht als abgebildet. Dieser Umstand muss allerdings nicht bedeuten, dass die Jeans am eigenen Körper deswegen weniger gut aussieht. Nehmen wir als Beispiel doch die Closed Pedal Pusher. Ein Modell, das es seit den 80er Jahren gibt und das auch ich zu meinen absoluten Lieblingshosen zähle. Für kein anderes Jeansmodell bekomme ich so viele Komplimente – und doch hat eine Freundin irgendwann einmal ganz verwundert gefragt, warum ich meinen doch eigentlich so netten Po in solch eine Hose stecke und meinen Apfel immer in eine lange Birne verwandeln muss. Augen sehen anders, will ich damit sagen, und nur weil das eine Modell für die eine perfekt ist, muss es für jemand anderen keinesfalls ähnliches bedeuten. 

Wichtig ist, dass wir unseren Augen, sofern wir denn wollen, Zeit geben, sich an manche Modelle zu gewöhnen und wir die verschiedensten Formen in ihrem Facettenreichtum feiern. Mal steht uns der Sinn vielleicht nach weiten Modellen, mal nach zweiter Haut – probiert es aus und seit vor allem nicht zu streng zu euch, löst euch von Bildern und denkt immer dran: So lange die Hose gemütlich ist und euch nicht in euren Bewegungen einschränkt, kann es gar nicht doof aussehen. Leichter gesagt, als umgesetzt, aber einen Versuch solltet ihr den Modellen eurer Träume schon mal geben.

Ein zweiter Tipp, um eure lange geliebten Jeans aufzuwerten? Arbeitet mir Gürteln, zieht sie mit Schnürsenkeln hoch, krempelt sie doch mal wieder anders – oder: Vielleicht einfach mal gar nicht. Schlitzt die Hose an den Seiten, damit sie anders fällt oder stopft Blusen, Tops und Pullis ganz verrückt einfach mal nur anders oder nur halb herein. Ihr werdet sehen: Sieht gleich ganz anders aus. Versprochen!

Aber zurück zum eigentlichen Thema:

– Dieser Beitrag enthält affiliate Links & wurde in der Vergangenheit teilweise durch Produkt Samples unterstützt. Mehr Infos dazu findet ihr hier –

Meine liebsten Modelle

Ein paar neue Jeansmodelle sind ehrlicherweise nach meiner Schwangerschaft zu meiner sonst schon recht üppigen Jeanssammlung bereits hinzugekommen – und tatsächlich mag ich sie alle so sehr, dass ich schon jetzt keines mehr von ihnen missen möchte. Jobbedingt darf ich natürlich viel testen, kann euch aber dafür auch verraten, welche Modelle ganz hervorragend bei mir funktionieren.

 

Wide Leg – locker, lang und ehrlich!

Bei der Wide X Ecru Denim von Closed war ich zunächst skeptisch: Üblicherweise trage ich Jeans um die Hüfte herum am liebsten sehr eng, von allein weiten sie sich schließlich eh. Dieses Modell aber kam bereits von Anfang an recht locker flockig daher – und trotzdem: Sie sitzt und sitzt und sitzt. Ich liebe den cremigen Farbton, liebe es, dass sie nicht kneift und zwickt und gleichzeitig erstaunlicherweise so wunderbar zu allem passt. 

Ich besaß schon etliche Wide Leg Modelle, aber dieses hier kriegt für Comfort noch mal ein Extrasternchen. Schon klar:

Manch einem/einer wird der Knackpo-Effekt fehlen, allerdings verfüge ich über den dieser Tage eh nicht, da braucht mir eine Jeans gerade auch keinen schummeln. Ich jedenfalls mag den lockeren Sitz sehr und liebe es, mit einem eng zugezogenen Gürtel einen leichten Knautscheffekt zu zaubern.

Big Baggy, Ribcage – oder: Bereit für Balloon!

Na gut, beim genauen Hinsehen mag ich weite Jeansmodelle wohl doch mehr als gedacht – und besitze die für mich schönsten Modelle: Neben unserem liebsten Hamburger Brand Closed gibt es nämlich noch einen weiteren Jeans-Favoriten: Levi’s, natürlich. Seit Jahren schon suche ich übrigens nach einem beigefarbenem 501 Modell aus vergangenen Tagen – bisher aber ohne Erfolg. Wenn ihr also Tipps für mich habt: immer her damit! 

Aber zurück zu zwei Modellen, die ich vor allem in meiner Schwangerschaft schmerzlich vermisste und auf deren Wiedervereinigung ich mich mehr als freute: Big Baggy & Ribcage! Zwei Modelle, die ich speziell 2018 nicht mehr ausziehen wollte und die seither einen festen Platz in meinem Kleiderschrank haben. 

Levi’s Big Baggy.

In diesem Jahr kam außerdem ein neues Modell von Levi’s hinzu. Das Beste aus Beidem, sozusagen. Die Levi’s Balloon:

80s Power

Vor vielen Jahren besaß ich schon mal eine Jeans aus dem Hause Edited und zählte sie zu meinen absoluten Lieblingsmodellen. Dummerweise trug ich sie so oft, dass das Material irgendwann in die Knie ging und ich Adieu sagen musste. Nun wusste ich jedenfalls um Editeds wunderbare Jeansschnitte und pickte mir zuletzt ein Modell, das mich beim Anziehen gedanklich sofort in die 80er Jahre manövriert. Fehlt eigentlich nur noch George Michael im Ohr und schon schnipst der Finger, während meine Fußspitzen abwechseln rechts und links im Takt auftreten. Große Liebe!

Jeans können die tatsächlich sehr gut, die von & Other Stories.

Noch mehr Denim-Lieblinge aus meinem Repertoire und aus der Zeit vor meiner Schwangerschaft:

Pedal Pusher x Stop The Water

Pedal Pusher Classic

Mein liebstes, dunkelblaues Modell von Closed: Natürlich eine Pedal Pusher.

 

Und auch die darf nicht fehlen: Eine Karotte, wie sie im Buche steht:

Was aktuell gänzlich fehlt? Eine Skinny. Aber danach steht mir im Moment auch noch nicht der Sinn. Vielleicht bringt der Sommer ja die Sehnsucht nach Pellwurst-Feeling zurück, wer weiß das schon. Ich zähle weite Jeans jedenfalls erst einmal weiter zu meinen Favoriten – wegen des Tragekomforts, ihr wisst schon. Und auch dieses Label darf in diesem Artikel allerdings keinesfalls unerwähnt bleiben: Kings of Indigo. Designed und Made in Amsterdam. Nachhaltig und wirklich ganz großartig!

 

 
 
 
 
 
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Die liebsten Jeans auf einen Blick:

 

 
 
 
 
 
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4 Kommentare

  1. Ella

    Hey Sarah,
    sag mal woher sind die schwarzen Schuhe, die du auf dem „Titel“-Foto mit der Pedal Pusher Jeans mit Cordhemd und Schiebermütze trägst 🙂 ? Ella

    Antworten
  2. Ruth

    Sarah, ich liebe einfach deinen Stil so sehr, das fällt mir gerade wieder auf.
    Ich bin schon so lange so verliebt in das Outfit vor dem Auto.
    Große Outfitliebe an dich <3

    Antworten
  3. Christiane

    Sehr sehr toller Artikel! Vor allem zeigt es mir auch wieder meine Denkensweise: Man kann von weit bis eng mittlerweile doch alles tragen und ist nicht so wie früher an einem Modell-Schnitt „gebunden“. Ich bin auch soooo Jeanshosen-Verrückt und habe so einige in meinem Schrank. So viele, dass keine neue mehr reinpasst. Hihi!
    Wenn ich Dir eine Skinny empfehlen kann, dann diese hier: https://www.closed.com/sale/women/jeans/c91933-15x-3l-mbl.html
    Hat eine wunderbare-passt-zu-allem-blau-Waschung, kein Stretch-Anteil und vom Stoff her super toll, sehr bequem trotz enger Hose und passt sich so super gut an die Haut an, macht einen tollen Hintern UND ist sogar aktuell noch im Sale in sooo vielen Größen noch verfügbar!!! (verstehe ich ehrlich gesagt nicht, die müsste eigentlich ausverkauft sein) Worauf also warten? 😉
    Liebe Grüße und bleibt gesund!
    Christiane

    Antworten
  4. Lara

    Vielen Dank für diese Jeans-Empfehlungen, dass bringt etwas Licht in diesen Jeans-Modell-Dschungel! Vorallem danke für die Ermutigung, weite Modelle mit Selbstverständlichkeit zu tragen , ich bin seit einiger Zeit so gelangweilt von den „normalen“ skinny Jeans mit Elastan Anteil…

    Antworten

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