Frühling Sommer 2021: Die Highlights der Mailänder Fashion Week

05.10.2020 Mode

Mit Mailand endete vergangenen Montag — nach New York und London — die dritte der vier großen Modewochen. Meine fünf Highlights habe ich euch in neuer alter Manier auf einen Blick zusammengetragen. Vorweg möchte ich noch kurz den körperdiverseren Cast Versaces anmerken, auch wenn ich die Kollektion selbst nicht in meinen Favoriten aufgeführt habe. Nun aber zu meinen ganz persönlichen Highlights:

Fendi

Zur Show: “At this time to just talk about fashion seems not enough. I wanted to talk about the values that are behind fashion (…). Here I wanted to achieve clothes that are about the moment, but which also are part of your life, for your life“, erklärte Silvia Fendi nach der Modenschau nicht nur die Kollektion, sondern auch die Einladung, die neben einem Portfolio mit Familienfotos auch ein Rezept für den Zitronenkuchen ihrer Oma beinhaltete. Schön anzusehen war neben der Mode auch der Cast, der sich etwa mit Paloma Elsesser, Penelope Tree und Ashley Graham insbesondere für Fendi diverser zeigte.

Davon gab es reichlich: Blazer und All-White Galore!

Möchte ich mir immer wieder anschauen: Paloma Elsesser auf dem Fendi Runway, die Schulter-Details des Kleides aus Look Nr. 10.

Würde ich tragen, wenn: Ich es schaffen würde, einen Tag lang nicht zu kleckern.

Eine Frage, die ich mir stelle: Werde ich Anzugwesten je lieben lernen? Und: Wie schaffe ich es, mit 70 so großartig wie Penelope Tree auszusehen?

Mein Favorit: Alle All-White Looks, insbesondere die Menswear Designs.

Sunnei

Zur Show: Als reines Modelabel sehen sich Simone Rizzo und Loris Messina, Gründer von Sunnei, nicht, vielmehr halten sie am Community-Gedanken fest. So formten sie während des Lockdowns auch ihr Headquarter zu einer Art Creative Hub um, welches etwa Musiker*innen und Kreativen die Möglichkeit bot, sich auszutauschen und ihre Arbeiten mit anderen zu teilen. Der Hang zur Musik liegt dabei nicht fern, gilt sie doch als eine der Hauptinspirationen Sunneis: „The ’90s for us mean Björk, Radiohead, the MTV visuals“. Einen artistischen und dennoch minimalistischen Ansatz fand man in der SS21 Kollektion, die in einem leeren Schwimmbad präsentiert wurde.

Davon gab es reichlich: Große Taschen mit extrabreiten Schulterriemen

Möchte ich mir immer wieder anschauen: Das Video der Runway Show. Ich finde ja, es sollte mehr Modenschauen im Freien geben.

Würde ich tragen, wenn: Ich die bunten Cyber-Schuhe austauschen könnte. Ansonsten aber ständig und jeden Tag.

Eine Frage, die ich mir stelle: Werde ich mir je wieder einen Pony schneiden lassen? Und: War da tatsächlich ein Rock-über-Hose-Look, den ich nicht schrecklich fand?

Mein Favorit: Die ungeschlagene Nummer eins: Look 2 mitsamt weit geschnittener Karo-Hose, weißem Blazer, Traumtasche und großartiger Frisur.

Drome

Zur Show: Mit ihrer Kollektion, die zu Madonnas „Dress You Up“ präsentiert wurde, wollte Marianna Rosati eine Art Liebesbrief an Frauen und ihre Sinnlichkeit schreiben. Backstage betonte sie, es sei an der Zeit, dass Frauen kompromisslos sind und „ihre Persönlichkeit — furchtlos — sprechen lassen“. In ihren Kreationen für Drome fokussierte sie sich so auf starke Silhouetten, um den weiblichen Körper zu betonen.

Davon gab es reichlich: Reverse Layering, Blazer mit breiten Schultern.

Möchte ich mir immer wieder anschauen: Die fantastischen Schultern des cremefarbenen Blazers, die Frisur des Models Lika Rigvava.

Würde ich tragen, wenn: Ich mir einen überteuerten Kaffee in Mitte kaufen würde.

Eine Frage, die ich mir stelle: Gibst es den Anzug auch in Schwarz? Oder Grau? Oder Braun?

Mein Favorit: Welch Überraschung, es ist natürlich der weit geschnittene Anzugtraum.

 
 
 
 
 
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Valentino

Zur Show: Zum ersten Mal zeigte Valentino unter Pierpaolo Piccioli nun in Mailand, statt in Paris, um so das italienische Modesystem auch während der Pandemie zu unterstützen. Für die Kollektion selbst konzentrierte sich der Designer darauf, an der Identität, statt an der Ästhetik Valentinos zu arbeiten und ließ sich dabei nicht zuletzt von der Freiheit, die eigene Identität und Diversität auszuleben, inspirieren.

Davon gab es reichlich: Großartige Menswear-Looks, von denen wir uns etwas abschauen sollten.

Möchte ich mir immer wieder anschauen: Die gesamte Show samt musikalischer Begleitung von Labrinth.

Würde ich tragen, wenn: Ich einen Sommer in Italien verbringen würde.

Eine Frage, die ich mir stelle: Gibt es das pinkfarbene Hemd auch in Weiß? 

Mein Favorit: Alle Menswear-Looks, die einen Blazer beinhalten und − auf eine merkwürdige Art und Weise − das pinkfarbene Hemd.

 
 
 
 
 
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Prada

Zur Show: Am Dienstagnachmittag war sie also da, die erste Kollektion unter Miuccia Prada und Raf Simons. Präsentiert wurden die 40 Looks in Form eines Live-Videos, im Anschluss gab es eine Fragerunde mit beiden Kreativen — Fragen konnten zuvor via Instagram eingereicht werden. Die Inspiration der Designs: Miuccia Prada selbst, wie Simons in einem Interview sagte: „How Miuccia dresses is very often a kind of uniform one way or another, and that was direct inspiration for me for the show“.

Davon gab es reichlich: Schwarz. Weiß. Cutouts.

Möchte ich mir immer wieder anschauen: Die Fragerunde nach der Modenschau.

Würde ich tragen, wenn: Ich meinen Mitmenschen vermitteln möchte, dass Cutouts von nun an zu meinem Signature Style gehören.

Eine Frage, die ich mir stelle: würde mein Vater je verstehen, dass die Cutouts der Prada Kollektion FashUn sind und nichts mit einer Mottenplage zu tun haben?

Mein Favorit: Der tiefschwarze Look Nummer 8, den ich tragen würde, wenn meine Wohnung mal wieder in winterliche Temperaturen gehüllt ist (wahlweise mit Bettdecke statt Mantel).

 
 
 
 
 
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