The Big Move: Das Wohnzimmer Update

30.11.2020 Wohnen, Interior

Hin und wieder werde ich gefragt, woher denn bloß der gepunktete Teppich in meinem Wohnzimmer stammt, ob man die Bücherregale noch irgendwo her bekäme und auch die rosa Bank, wo gibts denn die? Weil ich weiß, wie blöd man sich in diesem Internet nach Antworten suchen kann, habe ich euch schnell alles zusammen gefasst.

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Die Bücherregale und das Monster

Im März, genau einen Tag vor dem ersten Lockdown, sind wir in unsere gemeinsame Wohnung gezogen, mit viel zu viel Plunder wohlgemerkt. Wir mussten uns beeilen, weshalb es ein wenig an üppiger Zeit zum Ausmisten mangelte. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Eigentlich ist unser beider Sturheit nämlich einzig und allein Schuld am Überfluss. Drei Sofas stehen hier momentan herum, weil ja wirklich keiner von uns beiden ein Abschied vom eigenen Lümmelobjekt einsehen wollte. Möglich ist das, weil wir mit unserem Einbau-Bett ins 180m-breite „Mäusezimmer“ gezogen sind, um auf der anderen Seite unseres Zuhauses einen ausreichend großen Büroraum zur Verfügung zu haben, zumindest temporär, der lieben Nerven wegen. Trotzdem habe ich mich vergangenes Wochenende geschlagen gegeben, meinen blauen Traum aus dem Wohnzimmer geschoben und mich langsam mit dem Gedanken angefreundet, das 20-jährige Ecksofa meines Freundes endlich lieb zu gewinnen, schon allein, weil wir alle drauf passen, selbst mit Besuch.

Was aber eben auch heißt, dass geschah, wogegen ich mich Zeit meines Lebens gewehrt hatte: Der Monsterfernseher zog gleich mit vors Sofa (zuvor hing er im Arbeitszimmer herum, wo ich ihn dann in der Freizeit nicht mehr sehen musste). Und ja, heimlich freue ich mich sogar über diese kleine Kapitulation, „The Queen’s Gambit“ ließ sich hier jedenfalls hervorragend durchschauen und für Wilderem bin ich gerade ohnehin nicht zu gebrauchen, das habe ich mittlerweile eingesehen. 2020. Ihr wisst, was ich meine.

 

Unter besagtem Monster steht jedenfalls eine Bank von Ikea, die ich eines sonnigen Tages mit Lack in der Farbe Korallenrosa anstrich. Vielleicht war das die bisher beste Ikea-Idee meines Lebens. Angesehen von all diesen Regalböden, ebenfalls von Ikea, die übereinander angebracht aussehen, wie ein richtiges Bücherregal. Ich mag diese Lösung deshalb so sehr, weil sowieso schon so viel Klimbim auf dem Boden herum steht – so wird es etwas luftiger. 

Das 20-jährige Sofa

Ja, hier ist es nochmals in all seiner Blüte. Ihr glaubt nicht, wie oft ich es umgebaut habe, bis es schließlich so aussah – die einzelnen Sitzelemente sind nämlich modular und können wild zusammengesetzt und nebeneinander gewürfelt werden. Mein Plan war ja, dass jeder von uns eine Seite zum Langmachen bekommt, in Wahrheit mag meine Familie es aber, sich ineinander zu verknoten. Woher diese Couch stammt, wissen wir übrigens nicht genau, weil sie außerdem schon diverse Male neu bepolstert wurde. Grober Tipp: Rolf Benz.

Der gepunktete Teppich

Und dann ist da, endlich, der gemütlichste Teppich unter der Sonne (auch wenn jene gerade, wie man sieht, wirklich nicht scheint), den ich bei meinen lieben Freunden von Berberlin gefunden habe. Meine Güte, war das eine schwere Geburt. Ich wage jetzt einfach mal zu behaupten, dass ich ein fast unglaubliches Teppich-Anti-Talent hege, in kaum einem Gebiet habe ich je dermaßen viele Fehlkäufe getätigt (vielleicht sollte es aber auch so sein, denn die „Verflossenen“ liegen längst glücklich und zufrieden in befreundeten Wohnzimmern herum). Mit diesem Teppich hier war aber alles anders. Eigentlich sollte er nämlich nur eine Leihgabe sein – um herauszufinden, ob zumindest diese Größe die richtige sein könnte. Nie im Leben hätte ich mir diese knallbunten Punkte ausgesucht, aber als sie plötzlich dort herum lagen, verlor ich mir nichts, dir nichts mein Herz und wusste: Mit euch will ich alt werden.

Das Sideboard ist ein ganz schön altes, ähnliche findet man zum Beispiel bei Tjark von Faible Furnishings in Kreuzberg. Das Gemälde war eine Investition fürs Leben: Es stammt von Kilian Lipp, einem Künstler aus dem Allgäu, der Heimat meines Freundes. Gleich daneben hängen Illustrationen von Astrid Wilson. Auf dem Sofatisch steht außerdem eine Zitronen-Vase von Marsano Vintage, das Pyramdidenkissen habe ich bei The Socialite Family Paris gefunden und das Meditationskissen gibt es bei Kaschuba Hommage. So, das war es erstmal aus unserem Wohnzimmer. Ich glaube, so „erwachsen“ sah es hier noch nie aus. Aber so gemütlich eben auch nicht.

2 Kommentare

  1. Mimi

    Ha,ha, lass mich raten: Dein Freund ist ein Freund des Gamens und lässt gern mal die Playsi glühen! Zumindest war das bei uns der Grund, warum ich mit meiner Beamer-Idee auf betonharte Gegenwehr stieß und mich in puncto Flatscreen irgendwann restlos geschlagen geben musste. Es ist okay, weiß nun mal das Leben ist.

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