Buch-Tipps // 5 Neuerscheinungen für euren Sommer. Empfohlen von Buchhändlerin Maria-Christina Piwowarski

23.07.2021 Buch

Bild: Clara Schaksmeier

Wie schön es klingt, wenn man nach verschiedenen Stationen in unterschiedlichsten Berufen eine Ausbildung zur Buchhändlerin beginnt – und darin ganz klar die eigene Berufung findet. Für die Wahlberlinerin Maria-Christina Piwowarski ist das seit 2007 so und allein der Gedanke daran beseelt mich gleich mit. Seit 2012 arbeitet Maria nun schon bei dem großartigen Berliner Buchladen ocelot in Mitte und ist hier, wie sie selber sagt, im wahrsten Sinne des Wortes angekommen. Das ist aber längst nicht alles, denn seit 2015 leitet die Zweifachmama den Laden außerdem, bildet dort angehende Buchhändler*innen aus, moderiert Lesungen und Veranstaltungen und sorgt dafür, dass ocelot eine der besten Buch-Adressen Berlins bleibt. Weil es aber noch so viel mehr Raum in ihrem Leben für das Sprechen über gute Bücher geben soll, hat sich Maria ich im Januar 2019 mit ihrem Kollegen Ludwig Lohmann zusammengetan und das Label blauschwarzberlin gegründet, unter dem sie Moderationen und Workshops anbietet, einen monatlichen Literatur-Podcast produziert, Debatten im Literaturbetrieb beleuchtet und ihre Liebe zum geschriebenen Wort auf noch mehr Ebenen teilt.

Ich habe die wunderbare Maria tatsächlich vor wenigen Monaten das erste Mal auf Instagram entdeckt und konnte ihr nun endlich und ganz unverblümt ein paar neu erschienene Buch-Tipps entlocken, die sie für uns mit riesig viel Herz niedergeschrieben hat, um euch in diesem Sommer auch mit schönster Literatur zu versorgen!

– Dieser Beitrag enthält Affiliate Links.
Mehr Infos dazu findet ihr hier –

Wer Maria auf Instagram folgt, wird übrigens nicht nur mit besten Literatur-Tipps versorgt, auch wertvolle Rezensionen, ein Lesekreis und sogar eine Literatursprechstunde warten auf ihrem Profil. 2020 war Maria übrigens Jury-Mitglied beim Deutschen Buchpreis – und in diesem Jahr wählt sie die Hotlist, die besten Bücher des Jahres der unabhängigen Verlage, mit aus. Folgen ist also von Herzen empfohlen!

Trotz all der vielen Neuerscheinungen und mindestens acht neuen Büchern im Monat ist Marias Lieblingsbuch seit 2015 übrigens „Das achte Leben – Für Brilka“ von Nino Haratischwili.

„Ich warte auf einen würdigen Nachfolger, der das jemals ablösen wird.“

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Maria-Christina Piwowarski (@mariachristinapiwowarski)

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Maria-Christina Piwowarski (@mariachristinapiwowarski)

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Maria-Christina Piwowarski (@mariachristinapiwowarski)

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von blauschwarzberlin (@blauschwarzberlin)

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von ocelot bookstore (@ocelotberlin)

#1 Olivia Laing „Zum Fluss – Eine Reise unter die Oberfläche
übersetzt von Thomas Mohr

Maria, worum geht es? Olivia Laing hat ihren Job und ihre Liebe verloren. Um nicht im Schmerz über diese Verluste zu verharren, macht sie sich auf den Weg und wandert in der Mittsommerwoche des Jahres 2009 am Fluss Ouse von der schlammigen Quelle, irgendwo in den Wiesen Südenglands, bis zur Mündung im Ärmelkanal.

Auf den 42 Meilen denkt die Kulturkritikerin kurzweilige und kluge Gedanken, die sie plaudernd im Rhythmus des Wasserplätscherns mit uns teilt. Von der mythologisch begründeten Bedeutsamkeit der fließenden Gewässer für die kulturelle Entwicklung der Menschheit, bis zur Bedeutung dieses besonderen Flusses hier für eine feministische Ikone, die wir alle im Bücherregal haben − Virginia Woolf suchte und fand den Tod in der Ouse − springt Laing elegant flüssig zwischen den Themen. Dabei wechselt sie mit Leichtigkeit zwischen zutiefst Persönlichem und historischen Persönlichkeiten. Eine sommerliche, essayistische Wanderung, begleitet von Zaunkönigen und Abendseglern und bosselnden Bienen im hohen Gras.

Warum sollten wir es lesen? Die mittsommerliche Stimmung von Laings Wanderung überträgt sich beim Lesen sofort. Wir gehen diesen Fluss gemeinsam mit ihr ab. Es ist eine inspirierende Freude, dabei ihren klugen Gedanken zu lauschen und ohne jede Mühe so viel zu lernen. Dieses Buch macht einfach schlauer und es macht Spaß.

Für wen ist es genau das Richtige? Natürlich ist es perfekt für Menschen, die kluges und poetisches Nature Writing mögen. Wirklich nochmal ein großes Lob für die elegante Übersetzung von Thomas Mohr! Und auch wenn es weit mehr als ein Virginia-Woolf-Buch ist, so ist es doch perfekt geeignet, wenn man diese spannende Autorin besser kennenlernen will. Ich empfehle das Buch aber auch, wenn man es gerade nicht so leicht im Leben und/oder mit dem Lesen hat. Denn erstens hilft der plätschernde Ton dieses gescheiten Buches dabei, mühelos voran zu kommen, man wird im Wortsinn mitgezogen. Und zweitens bestärkt Laings eigenes Schicksal uns darin, den Mut nicht zu verlieren, sondern sich auf den Weg zu machen − und sei es nur an den nächstgelegenen Bach − um völlig unesoterisch eine gute Verbindung zu spüren oder einfach nur eine schillernde Libelle zu bewundern.

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Olivia Laing (@olivialanguage)

#2 Jami Attenberg „Ist alles deins!
übersetzt von Barbara Christ

Maria, worum geht es? Es ist ein heißer Sommer in New Orleans, in dem noch immer erschreckende Spuren des Hurrikans Katrina sichtbar sind. Der trumpelige Geschäftsmann Victor Tuchman erleidet einen Herzanfall, während er sich einer Seitensprungfantasie hingibt, der Tod scheint unausweichlich (und nach lediglich drei Seiten mit diesem schmierigen Typen schon sonderbar verdient). An nur einem einzigen Tag erleben wir nun in Rückblicken die absurd komische Aufstellung einer absolut dysfunktionalen Familie: Gattin Barbara, ist vor allem darauf bedacht, ihr Äußeres weiterhin unter Kontrolle und makellos zu halten, während innerlich ihr gesamter Lebensentwurf schmerzhaft ins Wanken gerät. Sohn Gary will erst gar nicht zum sterbenden Vater kommen. Tochter Alex kommt zwar, aber eigentlich nur, weil sie neben dem endlich schweigenden Vater der nun ebenfalls endlich mal zu Wort kommenden (oder?) Mutter entlocken will, wie diese Familie so gnadenlos scheitern konnte.

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Jami A (@jamiattenberg)

Genau darum geht es hier: um die trübe Wahrheit hinter glänzenden Fassaden, um Familiengeheimnisse, um krankhafte Abhängigkeiten, Verwundungen und warum man trotzdem nicht voneinander loszukommen scheint. Und natürlich um patriarchale Strukturen, die sich selbst längst überlebt haben. Viele kleine toxische Mechanismen in diesem Roman lassen sich mühelos von der Familie auf andere Beziehungen und auch auf größere, auf politische Zusammenhänge übertragen.

Warum sollen wir es lesen? Dieses Buch saugt uns förmlich in die Geschichte. Wie auf Schienen liest man Attenbergs brillante, witzige und treffende Analyse und merkt gar nicht, wie schnell man durch die Seiten rauscht. Auch wenn das, worum es geht, wenig einladend klingen mag, ist doch die Art, in der Jami Attenberg alles beschreibt, stechend präzise und bewundernswert komisch. Ihr messerscharfer Blick auf gesellschaftliche Missstände, auf zerstörerische Beziehungen und all die Fehler, die in Familien gemacht werden und die stete Bedrohung durch alte weiße Männer mit zu viel Macht, ist gnadenlos gut.

Für wen ist es genau das Richtige? Für alle, die ein bissiges, witziges, kluges, leichtes und trotzdem gesellschaftskritisches Buch lesen möchten. Der Familienroman lässt sich durchbingen, wie eine gute amerikanische Serie und ist nach zwei Tagen am See (SPF nicht vergessen) ausgelesen, die genau beobachteten Figuren bleiben aber noch lange danach im Kopf.

 

#3 Sophie Calle „Wahre Geschichten
übersetzt von Sabine Erbrich

Maria, worum geht es? Von Sophie Calle ist bei Suhrkamp bereits vor etwa drei Jahren „Das Adressbuch“ in einer ähnlich schönen Ausgabe erschien. Damals wurde eine Textsammlung verlegt, die in den Achtzigern als Kolumne in einer französischen Zeitung zu lesen war: Sophie Calle hatte die Kontakte eines zufällig auf der Straße gefundenen Adressbuches besucht und sie gebeten, den Besitzer des Büchleins, Pierre D., zu beschreiben. Den Texten über die Besuche waren jeweils Fotos zur Seite gestellt. Ein künstlerisch und literarisch besonderes Projekt, das mit der Fragilität von Schein und Wirkung spielt.

In dem gerade erschienenen Buch „Wahre Geschichten“ geht es erneut auf wunderbare Weise um Indiskretion. 65 kurzen, scheinbar autobiografischen Texten aus Calles Leben, sind wieder Fotos zur Seite gestellt, die das Geschriebene über geheimste Erinnerungen und über intimste Gefühle als unumstößlich wahr belegen sollen. Sophie Calle teilt in poetischen und gleichzeitig ganz knappen Worten frühkindliche Erinnerungen und sexuelle Erlebnisse, privateste Gedanken und ungewöhnliche Begegnungen.

Warum sollten wir es lesen? Weil die Künstlerin Sophie Calle so wunderbar mit der Doppelbödigkeit von Erinnerung und Entblößung spielt und diese Textsammlung von nicht mal 150 Seiten ein ganzes Leben nacherzählt. Wir dürfen selbst rätseln, ob es ihres ist. Das ganze  Buch ist ein Gesamtkunstwerk, aber auch die literarischen Miniaturen allein sind ungemein wirksam und ein Beweis dafür, dass man nicht viele Worte braucht, um Großes zu erzählen. Und ich schwöre euch, jeder einzelne Text ist wahr. Natürlich!

Für wen ist es genau das Richtige? Für Menschen, die das künstlerische Spiel und die Symbiose von Bild und Wort lieben. Und für die, die sich im Museum gern Geschichten zu Gemälden ausdenken. Für Leser*innen mit wenig Geduld oder mit wenig Zeit. Und für alle, die wissen, dass es mehr als eine Wahrheit gibt. Für Philosoph*innen und für alle, die sich gern mal so fühlen würden, um es danach überschätzt zu finden. Für die, die in Cafés und auf Parkbänken lesen und gern mal angesprochen werden wollen, was für ein interessantes Buch das denn das ist, in dem sie gerade so versunken blättern.

#4 Audre Lorde „Sister Outsider
übersetzt von Eva Bonné und Marion Kraft

Worum geht es? Audre Lorde ist den meisten von uns ein Begriff, sich selbst bezeichnete die US-amerikanische Dichterin, Theoretikerin und Aktivistin als Black, lesbian, feminist, mother, poet, warrior. Sie hinterließ nach ihrem Tod 1992 ein Werk aus einem autobiografischen Roman, mehreren Gedichtbänden und drei Essaysammlungen.

Keiner unserer heutigen feministischen und antirassistischen Diskurs ließe sich ohne Audre Lorde denken. Umso wichtiger ist, dass nun endlich, fast vierzig Jahre nach dem Erscheinen des englischen Originals, die Essaysammlung „Sister Outsider“ in der kenntnisreichen Übersetzung von Eva Bonné und Marion Kraft vorliegt. Marion Kraft hat Audre Lorde, die in den Achtziger Jahren längere Zeit in Berlin lebte und u.a. an der FU lehrte, nicht nur persönlich kennengelernt, sondern war von diesem Moment an auch zeitlebens mit ihr befreundet. Das war die Zeit, in der der Feminismus, wenn überhaupt zu finden, eher den weißen Akademikerinnen vorbehalten schien. Audre Lorde hat maßgeblich zur Selbstermächtigung und Vernetzung Schwarzer Frauen beigetragen und zeigt uns bis heute, dass Feminismus intersektional sein muss. Marion Krafts kluges Nachwort ist ebenso hilfreich wie das der Professorin Nikita Dhawan, die sich beide ergänzend dafür sorgen, dass Lordes unersetzliche Arbeit auch im historischen Kontext etwas besser eingeordnet werden kann.

Die Essays in diesem Buch allerdings sprechen für sich und Audre Lorde, die die Macht von Sprache genau kannte, wählt klare und kraftvolle Worte für ihre Texte, die sich neben vielem anderen mit Mutterschaft, Poesie, Rassismus, Homophobie, Sexismus, Wut, Klasse und Erotik beschäftigen.

Warum sollten wir es lesen? Weil wir hoffentlich schon einige feministische Autorinnen in unseren Regalen finden, aber ganz bestimmt zu wenig Schwarze Stimmen darunter haben. Weil wir noch keine feministischen Bücher im Regal haben. Jeder Grund ist richtig. Jeder Grund genügt. Weil Audre Lordes Reden und Essays auch nach vierzig Jahren so erschreckend aktuell wirken. Weil es jetzt und immer Zeit dafür ist, sich zu informieren, zu lernen, zu verstehen. Diese Sammlung ist ein Geschenk!

Für wen ist es genau das Richtige? Über Intersektionalität wird viel geredet, aber was bedeutet das genau? Das lehrt uns Audre Lorde. Diese Essaysammlung ist ein beeindruckendes Zeugnis ihrer Arbeit und kann uns nur bewusster machen, wie viel noch zu tun ist. Anders als die Frage da oben steht möchte ich sagen: Mir fällt tatsächlich niemand ein, der oder die „Sister Outsider“ NICHT lesen sollte.

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Audre Lorde Project (@audrelordeproject)

#5 Evie Wyld „Die Frauen
übersetzt von Tanja Handels

Maria,worum geht es? Im englischen Original heißt das Buch „The Bass Rock“ benannt nach dem unbewohnten Felsen vor der sturmumtosten Küste Schottlands. Auf dem Festland in North Berwick begegnen wir in diesem wunderbar vielschichtigen Roman zu drei verschiedenen Zeiten drei verschiedenen Frauen: Sarah wird vor vielen Jahren als Hexe verschrien durch die Wälder gejagt. Ruth zieht nach dem Krieg frisch verheiratet mit ihrem Mann und den Stiefsöhnen in ein düsteres Anwesen direkt am Strand, noch ist sie glücklich. Und Viv hat in der Gegenwart noch immer Mühe, ihre Unabhängigkeit in einer Beziehung aufgehen zu sehen, auch wenn sie nun fast vierzig ist.

Die Lebenswege dieser drei Frauen verknüpfen sich im Schatten des Bass Rock miteinander und mit uns allen. Obwohl man bei Romanen, die auf mehreren Ebenen spielen, ja insgeheim immer eine Lieblingsebene, eine bevorzugte Stimme, einen liebsten Handlungsstrang hat, war ich hier völlig ausgewogen bei allen drei Protagonistinnen in erster Reihe über 500 Seiten permanent anwesend.

Das Buch spielt mit den Elementen von Schauer und Grusel, aber es erzählt die dramatische Geschichte von (zu klugen) Frauen, die (zu wütenden) Männern ausgeliefert sind, von Femizid und Misogynie, von Hass und Gewalt. Wie Evie Wyld dort hinein auch noch einen zutiefst absurden, komischen, humorvollen Ton webt, ohne dass die Stimmung des Buches je ins Rutschen kommt, ist geradezu brillant und funktioniert auch in Tanja Handels Übersetzung sehr, sehr gut.

Warum sollten wir es lesen? Weil es ein, ich bitte um Verzeihung, bei diesem düsteren Thema, wirklich höchstes Lesevergnügen ist. Der Verbindung dieser drei Frauen auf die Spur zu kommen, die ganzen Anspielungen richtig zu lesen, nicht abgelenkt zu werden von skurrilen Bräuchen an Nebenschauplätzen, das ist alles unfassbar soghaft und unterhaltsam. Wenn einem dann das Ausmaß des Themas vollends bewusst wird, ergänzt die Relevanz und Dringlichkeit das Gefühl, genau das richtige Buch zu lesen − und thematisch sicherlich einen der wichtigsten Romane des Jahres.

Für wen ist es genau das Richtige? Dies ist kein Krimi, trotzdem begegnen wir schon zu Beginn einer Leiche. Dieses Buch ist so rau und stürmisch und düster, wie die schottische Küste darin beschrieben wird, das muss man mögen. Aber es ist auch überlegen hell spöttisch lachend, manchmal verwirrend verspielt, auch das muss man mögen. Dieser Roman ist für mich, die ich wirklich viel lese, mit wenig anderem zu vergleichen. Ein neues Lieblingsbuch ist er auf jeden Fall.

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Rowohlt Verlag (@rowohltverlag)

Mehr von

Related