Fashion Week Berlin: die besten Kollektionen “Created in Germany“

08.09.2022 Mode

Die Berliner Modewoche neigt sich bereits dem Ende zu und ich will ehrlich sein: Ich vermisste so vieles von damals schwer. Die Aufregung, den vollen Schauenplan, das Mitfiebern und Mitfeiern. Das Meckern und Hoffnung schöpfen, das Rausputzen, Diskutieren und Berichten über all die verschiedenen Events. Stattdessen wundere ich mich noch immer über verpasste Chancen, Herzenswärme und ja, auch über die viel diskutierte Relevanz. Dabei könnte es doch so großartig sein, denke ich immer und immer wieder. So einfach und grandios, wohlwissend, dass das mitunter ein naiver Blick auf die gesamte Branche sein dürfte. Denn Berlin will so viel – und ist es schlicht und ergreifend ja auch: Mal edgy und rough, dann wieder ganz schön schick. Gleichzeitig bequem und wieder unkonventionell. Neuerdings bunt gekleidet, vor allem aber von Kopf bis Fuß schwarz. Cool, und dann doch wieder ganz sicher nicht. Laut und selten leise. Manchmal etwas zu aufdringlich und selten dezent.

Wie soll hier also etwas aus einem Guss entstehen? Wie sollen so viele Parallelen miteinander kombiniert werden? Geht das überhaupt? Vielleicht ein Grund, warum sich die diesjährige Modewoche so zurückgezogen verhalten hat wie noch nie. Und doch wir fragten uns: Wo sind denn die ganzen fantastischen, deutschen Labels? Warum zeigen unsere mitunter Liebsten längst woanders – oder oft gar nicht mehr? Und was können wir tun, um in den kommenden Jahren wieder ein fulminantes Event auf die Beine zu stellen, das auch fernab der Berliner Landesgrenzen einen ordentlichen Knall hinterlässt?

Denn es gibt sie wirklich, die richtig Guten! Und ein paar dieser Favoriten möchten wir euch heute noch einmal vorstellen. Es ist schließlich nicht so, als hätte diese Stadt nichts zu bieten. Nein, nein! Es braucht bloß manchmal etwas mehr Sichtbarkeit, und eine geballte Ladung Power, um ihnen die verdiente Bühne auch zu geben. Berlin, du bist ganz schön großartig. Komm zeig‘ dich doch!

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Mehr Infos dazu findet ihr hier.

Applaus, bitte, für Ottolinger!

Ottolinger ist das Label der Schweizerinnen Christa Bösch und Cosima Gadient, die 2015 nach Berlin kommen und von hier aus kreativ arbeiten. Das Label zeigt leider nicht in Berlin, sondern zweimal jährlich in Paris – und das sagt schon sehr viel über die Attraktivität des Berliner Standorts aus. In der Hauptstadt muss dringend etwas passieren. Etwas, dass dem Ruf Berlins nachkommt und so ist, wie sich eigentlich vermuten ließe: Cool, jung, frisch und unkonventionell ist. Schade eigentlich: Wir würden Ottolinger zu gern in Berlin sehen! Nunja, vielleicht irgendwann.

Aber wofür steht das Label? Für Dekonstruktion, Rekonstruktion, Upcycling & Science-Fiction.

Zweifarbiges Hemd
Tasche aus Keramik
Pinker Rock
Ohrringe
Transparentes Top

 

 
 
 
 
 
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Applaus, bitte, für: Die Taschen von Dennis Buck

Schwer sind sie, und spülmaschinenfest. Wie aus einem Guss sehen sie aus, bestehen aus Gummi und sind fast mehr kleine Kunstwerke, als wirkliche Taschen. Die Rede ist von den Buck Bags des gleichnamigen Designer Dennis Buck, die schon seit ein paar Jahren durch die Editorials dieser Welt gereicht werden. Hier könnt ihr die Modelle erstehen!

 
 
 
 
 
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Applaus, bitte, für William Fan!

Auf William Fan freuen wir uns immer und das Warum ist ganz einfach zu beantworten: Weil er mit so viel Leidenschaft, Spaß und Herz an seiner Arbeit hat, dass es ansteckend ist. Kein anderer Designer ist 24h vor seiner Show so relaxt und so gut gelaunt, wie William: Weil er weiß, was er da tut und weil seine Visionen einfach immer aufgehen: Ganz gleich, ob im China Restaurant, oben auf dem Fernsehturm, in der Karaoke-Bar oder klassischem im Garten des Kronprinzenpalais. 

William ist einer der Wenige, der übrigens zur Fashion Week zeigt. Nur, damit wir uns hier nicht missverstehen. Und das ist auch gut so! Denn genauso ikonisch wie seine Show-Ort-Auswahl, sind mittlerweile auch William Fans Designs: Überlange Silhouetten treffen auf chinesische Einflüsse, Layerings werden durch Schnürdeteils gebändigt und Karomuster treffen auf haptische Details wie Seersucker, kleine Aufnäher oder Plisse!

 

 
 
 
 
 
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Seersucker Cotton Dress
Kleine Handtasche im Karo-Muster
Großer Weekender im Karo-Muster
Slipper aus Samt
Bluse von William Fan

Applaus, bitte, für: MALAIKARAISS!

Auch Designerin Malaika vom gleichnamigen Label MALAIKARAISS zeigt bereits seit mehreren Saisons in Kopenhagen und scheint sich dort, zwischen skandinavischer Coolness und purer Freundlichkeit, pudelwohl zu fühlen. Wie können wir es ihr übel nehmen, gehört auch für uns die Kopenhagener Modewoche zur schönsten weit und breit. Schade für uns, beziehungsweise den deutschen Markt, ist ihr Fortbleiben dennoch. Denn schließlich wünschten auch wir uns diese pudrig feinen Kreationen und tragbaren Kunstwerke wieder hier in Berlin. Komm‘ doch wieder, liebe Malaika. Du fehlst!  

 

 
 
 
 
 
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Applaus, bitte, für Aeyde!

Auf kaum ein anderes Berliner Label sind wir so stolz wie auf Aeyde, das Schuhlabel von Luisa Dames, das sie einst gemeinsam mit Constantin Langholz-Baikousis gründete und das sie heute ziemlich erfolgreich alleine weiterführt. Aeyde ist aus dem Schuhregal nicht mehr wegzudenken – und trotzdem noch immer viel zu unterrepräsentiert während der Fashion Week. Grund genug, an dieser Stelle dagegen zu steuern und das Label gerade in dieser Woche noch mal hervorzuheben. Kann ja nicht sein: Eine Fashion Week ohne Aeyde!

„Posture: The Art of Body Language“ by Rita Lino

Planet Pendant Grün/Gold
Clogs
Schwarz/cremefarbene Ballerinas
Planet Pendant Grün/Silber
Mary Janes
Schwarze Loafer
Bubble Pendant Pink
Silberfarbene Plateau-Boots

Applaus, bitte, für: Odeeh!

Ich weiß noch genau, wie schwer begeistert mich meine allererste Odeeh-Show in Berlin zurückgelassen hat. Ich dachte damals: Jetzt hat sie es geschafft, diese deutsche Modewoche. Jetzt! Odeeh wirkte so international, so knallhart schön: nicht nur durch die einzelnen Designs, sondern auch durch das fulminante Styling, dass Gründer Jörg Ehrlich und Otto Drögsler sich dort damals ausdachten. Noch heute gerate ich in Schwärmereien bei Odeeh und durfte zumindest während des Berliner Salons am Montag zwei ihrer neuesten Kreationen erhaschen. Hach, nochmal eine Show von den Beiden in Berlin, das wäre wunderbar!

 

 
 
 
 
 
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Applaus, bitte, für: Horror Vacui!

Anna Heinrichs ist Horror Vacui. Und Horror Vacui ist einfach nur traumhaft schön! Vintage-inspirierte Blumenprints treffen großartigen Detailreichtum, weite Silhouetten und feinste Materialwahl – und selbst nach vielen Jahren kriegen wir nicht genug von ihrem ikonischen Muschelsaum, ihren Kleidern und Blusen. Auch zwei der neuesten Kreationen von Horror Vacui durften wir kurz während des Berliner Salons sehen, aber für unseren Geschmack hätten es gleich 200 sein dürfen! Warum? Das dürft ihr selbst beurteilen:

 

 

 
 
 
 
 
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Applaus, bitte, für SF1OG

SF1OG sind die Newcomer der Berliner Branche – und zeigen sogar diese Modewoche innerhalb ihrer eigenen Show. Völlig zurecht, wie wir finden, denn Seitenflügel 1. Obergeschoss ist so persönlich, künstlerisch und trotzdem tragbar: Ein Spagat, der nicht vielen Brands gelingt, oft nach Abschlussshow, statt nach kommerziellerem Erfolg schmeckt. Hinter SF1OG steckt die Designerin Rosa Dahl, die uns zum zweiten Mal während der Berliner Modewoche in Form ihrer Kreationen von der Geschichte ihrer Familie und sich selbst erzählt. Und wir können nur hoffen, davon noch ganz viele mehr zu sehen!

Hier entlang geht es zum Shop!

 
 
 
 
 
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Applaus, bitte, für: lala Berlin

Leyla Piedayeshs Label lala Berlin muss ich euch nicht vorstellen, ihr kennt es doch längst! Denn lala Berlin gehört zweifelsohne zu den bekanntesten Labels Berlins. Und doch entschied sich auch Gründerin Leyla vor wenigen Jahren, Berlin den Rücken zu kehren und in Kopenhagen zu zeigen. Nachvollziehbar, denn dort wartete noch mal ein ganz neuer, spannender Markt auf sie.

Längst hat sich lala Berlin übrigens von dem klassischen Kufiya Print entfernt (er taucht nur noch ganz selten und meistens deutlich verfremdet auf), um noch mal eine ganz eigene Sprache zu finden und für grandiose Designs zu sorgen: Scharfkantige Silhouetten, gemütlicher Strick, hochwertige Leder-Kreationen und Total-Looks, die vom Fleck weg getragen werden möchten. Aber seht selbst:

Applaus, bitte, für Rianna und Nina!

Ich erinnere mich noch zu gern an die Anfänge von Rianna + Nina, dem gleichnamigen Label der beiden Freundinnen Rianna Kounou und Nina Knaudt und denke so gern an die Anfänge auf der Torstraße zurück, als die beiden Ladies dort ihren ersten eigenen Laden eröffneten und diese Stepptaschen anboten, die mit den schönsten Seidentüchern von Hermès bis Chanel überzogen wurden. Die grau/schwarze Torstraße wurde auf einmal bunt und warm und so eindrucksvoll schön, dort oben in der Nähe des Rosa-Luxemburg-Platzes. Ganz schön lange ist das her – und Rianna + Nina? 

 
 
 
 
 
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Genau die schafften den großen Sprung über den Teich und in die teuersten Luxus-Stores dieser Welt. Mit ihren kunterbunten Kimonos, delikaten Kleidern und ihren handgefertigten anderen Kreationen. Auf der Fashion Week Berlin zeigen sie leider schon lange nicht mehr, dabei war das wirklich und wahrhaftig immer ein ziemlich großes Highlight. Uns hält das aber keineswegs davon ab, euch trotzdem von ihnen vorzuschwärmen. Weil’s so schön ist! Rianna + Nina findet ihr online außerdem hier. Aber Achtung, die Preise haben es in sich.

 

 
 
 
 
 
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Applaus, bitte, für GmbH!

GmbH wurde 2016 von Designer Serhat Isik und Fotograf Benjamin Alexander Huseby gegründet und hat seitdem einen kometenhaften Aufstieg hingelegt: In über 60 der exklusivsten Adressen weltweit sind die zwei mit ihrem Brand vertreten, zeigen in Paris zur Modewoche und verstanden es ungefähr zeitlich mit Vetements, den neuen Luxus zu definieren. Sie sind inklusiv, nachhaltig, divers und hinterfragen die Branche. Dabei sind sie tragbar, voller kultureller Referenzen und treffen so sehr den „Nerv der Zeit“, dass sie hier in dieser Auflistung unter keinen Umständen fehlen dürfen!

 
 
 
 
 
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Wer hier außerdem nicht fehlen darf: Michael Sontag, Sissi Götze und Vladmir Karaleev, natürlich. Applaus, Applaus!

Es fehlen noch so viele, aber alle zu featuren würde tatsächlich den Rahmen sprengen. Mögt ihr die Liste in der Kommentarspalte noch ergänzen? Das wäre grandios!

 

 
 
 
 
 
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3 Kommentare

  1. Fin

    Kann mir wer weiterhelfen und sagen woher diese silbernen Schuhe aus dem Header Bild sind? Bin sterbensverliebt

    Antworten

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