Weekend Reads // Mit Wonderwoman,
Wahrheiten über die Pille & Lily Allen

14.10.2016 um 9.04 – Gesellschaft Leben

weekend reads thisisjanewayneEine kleine feine Leseleiste zum Wochenende, die gerne im Kommentarfeld ergänzt werden darf. Damit uns weder Lehrreiches und Amüsantes, noch Wichtiges entgeht:

Wie die Pille das Risiko einer Depression erhöht

Aktuell steht die Pille als Verhütungsmittel immer wieder in der Kritik. Trotzdem ist sie für viele Frauen Verhütungsmittel erster Wahl. Nun wurde eine neue Studie veröffentlicht, die Zusammenhänge zwischen der Pille und Depressionen aufzeigt. Mehr weiß Edition F. Auch wir hatten an anderer Stelle bereits über das Thema „Pille“ gesprochen. Hier lang!

Die Geschichte einer Annäherung

Die Sußebachs haben einen Flüchtling aufgenommen. Das große Integrationsexperiment vollzieht sich jetzt in ihrem Einfamilienhaus im Hamburger Vorort. Bald wundert sich Henning Sußebach über geheimnisvolle Wasserflecken im Flur und sein Mitbewohner Amir Baitar über Küsse am Telefon. Die Geschichte einer Annäherung, aufgeschrieben für Zeit.de.

Wonderwoman soll UN-Botschafterin werden

Wenn die Comic-Heldin am 21. Oktober 75 Jahre alt wird, soll sie in New York offiziell zur UN-Botschafterin für Frauen und Mädchen ernannt werden; in Anwesenheit von Generalsekretär Ban Ki-moon und anderen prominenten Gästen. Wonder Woman, dieses Mischwesen aus Prinzessin und amerikanisierter Amazone, bietet sich da aber nicht nur an, weil sie Superkräfte und einen echt ansehnlichen Trizeps hat, nein, sie ist ja neuerdings auch noch bisexuell. Will sagen: besonders vielfältig. Mehr weiß Friederike Zoe Grasshoff.

German Angst 2016

Die Deutschen fürchten Anschläge mehr als alles andere. Ein Wochenendkurs verspricht Sicherheit. Was ist da los? Jurek Skrobala hat für die Neon nachgesehen. Da wird einem regelrecht übel vor Blödheit.

 Die Umsteiger

Das Ferienwohnungsportal Wimdu hat 2015 in einer Umfrage ermitteln lassen, dass 43 Prozent der Deutschen eine Auszeit nehmen würden. Knapp die Hälfte malt sich eine Länge von drei bis sechs Monaten aus, fast jeder dritte nähme gern ein Jahr frei, jeder zehnte sogar bis zu zwei. Die meisten würden in der Zeit reisen oder sich ihren anderen Interessen widmen. Mehr als jeder zweite der über 2000 Befragten würde dabei neue Perspektiven für sein Leben suchen und zu sich selbst finden wollen. Fast genauso oft gaben die Menschen an, ein Burnout überwinden oder einem vorbeugen zu wollen. Offenbar scheint den Deutschen kollektiv die Puste auszugehen. Aber ein Sabbatical tatsächlich auch nehmen? Trauen sich Schätzungen zufolge nur drei Prozent derer zu, die sich danach sehnen. Den ganzen Text gibts bei BrandEins.

Ist das noch Mode oder schon hässlich?

„o was passiert mir neuerdings ständig. Ich sehe ein Foto von Juergen Teller und finde es hässlich. Ich probiere einen 200 Euro teuren Kapuzenpullover vonGosha Rubchinskiy an und frage mich, wer so was kaufen will. Ich stehe in einer Kunstgalerie und begutachte einen Haufen Asche, aus dem Stöcke ragen, der 45 000 Euro kosten soll. Ich lese ein preisgekröntes Buch, das nur aus Splittersätzen besteht, die alle mit kleinen Buchstaben anfangen und keine Verben beinhalten, dazwischen Einschübe in Mittelhochdeutsch. Ich bin umgeben von Zeug, das gefeiert und gelobt wird und von dem ich mich aber insgeheim frage: wer braucht diesen Schrott?“ Wahre Fragen und kluge Worte von C’est Clairette.

Bob Dylan bekommt Literaturnobelpreis

Bob Dylan ist ein Dichter, der poetische Traditionen in eine eigene, fantastische Stimme verwandelt. Den Literaturnobelpreis bekommt ohne Zweifel der Richtige. Mehr über sein Leben und Schaffen weiß Zeit.de. Warum eben jene Auszeichnung in Zeiten von Donald Trump außerdem genau die richtige Entscheidung ist, hat hingegen Felix Bayer auf den Punkt gebracht.

Putin muss fair behandelt werden

Ein russischer Diplomat beklagte sich Jochen Bittner gegenüber einmal, deutsche Journalisten legten bei der Beurteilung von russischer und amerikanischer Außenpolitik zweierlei Maß an. Er hat Recht, Wladimir Putin verdient es, anders betrachtet zu werden: Ebenso kritisch wie die USA. Denn nichts von alldem, was die hiesigen Medien an den USA zu beanstanden haben, kommt an die Völkerrechtsverstöße, Kriegsverbrechen und Zivilisationsbrüche heran, die Wladimir Putin dem Gewissen Russlands anlastet.

Princess Nokia über Ästhetik, Spiritualität und die junge feministische Generation

Ihre Beats sind mächtig, ihre Mission feministisch und ihre Texte irgendwo zwischen harten Ansagen und Zauberformeln. Die 24-jährige afronuyorikanische Rapperin Destiny Frasqueri alias Princess Nokia hatte schon lange vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums „1992“ ein hohes Standing im Netz. (…) Während ihrer Tour kam mit angezündetem Salbei auf die Bühne und räucherte mögliche schlechte Energien aus der Halle. In klassischer Riot-Grrrl-Tradition bat sie die girls to the front und ermahnte die Typen vor aggressivem Verhalten. „Wenn die Frauen hier vorne ruppig sein wollen, sorgen sie schon selbst dafür.“ Das Missy Magazine hat die Musikerin jüngst zum Interview gebeten.

Mehr Streitkultur in Deutschland

„Links und Rechts – es ist nicht lange her, da schien dieser Gegensatz aus der Mode gekommen. Aber das war ein Trick der Leute, die die Politik in ein Schlaflabor verwandeln wollten. In Deutschland vorne mit dabei: Frau Dr. Merkel, lange Jahre als Chefanästhesistin im Kanzleramt tätig. Wer das Denken in den Kategorien von Links und Rechts ablehnt, will in Wahrheit nur die Frage verwischen, die am Anfang aller Politik liegt: Wer bekommt was?“ – Eine Kolumne von Jakob Augstein. Kathrina Edinger stellt sich passend zum Thema die Frage, wo sie selbst gerade überhaupt steht. Die autorin hat gerade einen Film über linken Terrorismus gedreht.

Jammern hilft nicht

„Die Beziehung oder die Welt ändert man, wenn überhaupt, nur mit der Herstellung von Tatsachen. Von einem Partner oder einer Partnerin, der oder die einem ständig etwas vorwirft, verabschiedet man sich mit einem freundlichen Handschlag, der Welt begegnet man ebenso. Man verabschiedet sich von ihr. Kleiner Scherz. Man versucht, seinen Überzeugung zu folgen, sucht sich Gleichgesinnte, und übt sich in der humorvollen, freundlichen Behauptung seines Platzes in der Welt. Soso, es gibt in einer Partei also Sexismus. Wie lustig, wo gibt es den denn nicht. Und was macht man da? Man sexistet am besten zurück. Sie wollen nicht große süße Maus genannt werden? Dann antworten Sie einfach: Wen haben wir denn da – einen drolligen Fickhamster! Freundlich lächeln, Abgang.“ – Ein Kommentar von Sibylle Berg.

Michelle Obamas Reaktion auf Trump

Michelle Obama hielt in New Hampshire nicht ihre übliche Wahlkampfrede, sondern nahm direkt auf die jüngsten Ereignisse rund um Trump Bezug; vor allem auf das Video aus dem Jahr 2005, in dem der Republikaner mit sexuellen Übergriffen prahlte und sagte, er könne sich das erlauben, weil er berühmt sei. Mehr Infos hier. Die 5 wichtigsten Sätze, die außerdem während des TV-Duells zwischen Trump und Clinton gefallen sind, hat Bento für uns zusammen gefasst.

Mehr rassistische Gewalt seit Brexit Votum

Seit dem Brexit-Referendum hat die Zahl fremdenfeindlicher Straftaten in England und Wales deutlich zugenommen. Polizeistatistiken zeigten, dass die Zahl rassistisch oder religiös motivierter Übergriffe im Juli um 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen sei, teilte das britische Innenministerium am Donnerstag mit. Mehr weiß die FAZ.

Lily Allen entschuldigt sich für ihr Land

„Es scheint so, als hätte es drei Momente in deinem Leben gegeben, in denen dich die Engländer in Gefahr gebracht haben: Wir haben erst dein Land bombardiert, dich dann den Händen der Taliban überlassen und nun musst du dein Leben riskieren, um in unser Land zu kommen. Ich entschuldige mich dafür im Namen meines Landes. Es tut mir leid, dass du das durchmachen musstest.“ Mehr zur Doku, für die Lily Allen ein Flüchtlingslager von Calais besuchte, lest ihr auf Jetzt.de.

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