Schlagwort-Archiv: Fair Friday

Fair Friday // Eco-Weihnachtsgeschenke
unter 50 Euro

02.12.2016 um 10.08 – Fair Fashion Nachhaltigkeit

This is Jane Wayne - Fair Friday - Weihnachtsgeschenke

Es gibt genau eine Sache, die ich an Weihnachten wirklich liebe und das sind Geschenke – aber nicht die Geschenke, die ich bekomme, sondern meine Geschenke für andere. Von mir aus könnte Weihnachten so aussehen, dass ich gar nichts auspacke und alle anderen ganz viel. Und wenn ich doch etwas geschenkt bekomme, dann möchte ich es am liebsten ganz heimlich abends im Bett auswickeln, wenn niemand zusieht. Die Liebsten um mich herum allerdings, die müssen alles sofort aufreißen, ist klar. Schließlich möchte ich ja sehen, ob ich das Richtige ausgesucht habe. Nun habe ich im Laufe diesen Jahres mein Leben sehr in Richtung Minimalismus und „weniger besitzen“ gelenkt, was natürlich im direkten Gegensatz zu opulenten Geschenkefesten steht. Zumindest dann, wenn wir über Quatschgeschenke oder Wegwerfgegenstände sprechen.

Was mir aber sehr wohl sinnvoll erscheint, sind Geschenke, die einen echten Nutzen haben oder von denen man lange etwas hat. Mit Anspruch an Design und Qualität und natürlich an Nachhaltigkeit. Und davon gibt es zwar keine Unmengen, aber einige Lichtblicke am Weihnachtshimmel sind mir dann doch erschienen. Meine Wishlist für Weihnachtsgeschenke unter 50 Euro (mit zwei kleinen Ausnahmen) habe ich deshalb pünktlich zum 1. Advent zusammengetragen.  weiterlesen

All eyes on //
LÖV THE LABEL – sustainable underwear
made by woman for woman

25.11.2016 um 11.53 – Mode

lovthelabel underwear

Es passiert mir manchmal, dass ich mich auf platonischer Ebene so sehr in einen Menschen verliebe, den ich gerade erst fünf Minuten kenne, dass ich am liebsten alles stehen und liegen lassen würde, um schnell fünf Kaffee zu bestellen und alles, aber auch wirklich alles zu erfahren, was in dem jeweiligen Superkopf an Gedanken so herumschwirrt. So war das auch vor ein paar Wochen, als ich über Maike und ihr Label LÖV stolperte. Ratzfatz waren wir beim Thema Body Shaming angelangt, bei BH-Bügeln, die pieksen und Katastrophen-Periodenschmerzen. Furchtbar sei das doch, sagte Maike, und erklärte mir schnell, dass sie und ihre Freundinnen es mit LÖV deshalb auch irgendwie anders machen wollten, nämlich fair, ethisch korrekt und transparent zum Beispiel. Ohne Retusche in Postproduktion, dafür aber mit Vielfalt hinsichtlich der Bildsprache und vor allem mit einer großen Portion Gemütlichkeit. Im Repertoire der aus biologischer Baumwolle gefertigten Unterwäsche findet sich etwa ein Bottom-Schnitt, der fast bis zum Bauchnabel reicht, damit der Unterleib an kritischen Tagen warm eingepackt ist, logisch. Lästige Drähte und Polsterungen sucht man hingegen vergebens, die Passform kommt nämlich mit dem Schnitt, und sämtliche Verschlüsse werden aus Nickel freien Materialien gefertigt – ausschließlich in Europa wohlgemerkt. 

Demnächst folgt selbstverständlich noch ein Interview mit Maike, die Gründerin des besagten neuen Lieblingslabels hat nämlich ganz schön viel zu sagen. Und das merkt man: Bei LÖV geht es immer wieder um Themen wie Selbstliebe und Gedanken über den „weiblichen Blick“ auf die Welt, um Body Positivism und Inklusion. Mehr verrate ich jetzt aber wirklich nicht. Stattdessen folgen Bilder und ein kleiner Geschenk-Tipp: Mein Favorit aus der aktuellen Kollektion heißt SKYAMORE:

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Fair Friday Gift Guide //
Nachhaltige Geschenke von Manufactum unter 100 Euro

25.11.2016 um 8.49 – Beauty Fair Fashion Shopping

christmans_manufactum Kopie

Seit rund drei Monaten geben wir euch an unserem Fair Friday bereits einen genaueren Einblick in die wunderbare Welt von Manufactum, dem Warenhaus der guten Dinge, das wir mit ruhigem Gewissen den wohl schönsten und vielfältigsten Concept Store für Nachhaltigkeit und Designklassiker nennen können. Wer bislang bereits die Gelegenheit hatte, einen ihrer 9 deutschen Ableger aufzusuchen, wird sich mit Sicherheit gleich vom Fleck weg in das schier unendliche Sortiment aus Nostalgie-geschwängerten Designs, hochwertigen Klassikern und Produkten mit Geschichte verliebt haben. Zumindest geht es mir jedes Mal so, wenn ich den Westen aufsuche und Manufactums sorgsam kuratiertes Universum betrete. Weil hohe Qualität allerdings meist eben auch seinen Preis hat und nicht jeder Wunsch vom Fleck weg erfüllt werden kann, wird die Liste der Haben-wollen-Dinge eigentlich auch bei jedem meiner Besuche länger: 

Hier der hübsche Kupfertopf, dort die funktionale Design-Wäscheleine, da drüben die traditionelle Nudelmaschine und weiter oben all die natürliche Kosmetik, die nach Lavendel duftet – ich könnte an dieser Stelle seitenweise weiter auflisten. Wohlwissend, dass ich manchmal allerdings viel zu knauserig bin, um mir all die schönen Dinge selbst zu leisten, habe ich irgendwann angefangen, Manufactum als perfektes Mekka für Geschenke zu nutzen. Und weil Weihnachten so gut wie vor der Tür steht (Puffer eingebaut!), gebe ich diesen kleinen Tipp heute einfach an euch weiter: Ein paar Geschenke-Inspirationen bis maximal 100 Euro „in dem Warenhaus der guten Dinge“ gefällig? Bittesehr:  weiterlesen

Beauty Spezial // 10+ Fragen an:
Mit Madeleine Alizadeh von DariaDaria

17.11.2016 um 14.34 – Beauty

dariadaria_beautyspezial

Vor rund zwei Jahren beschloss die Fotografin und Bloggerin Madeleine Alizadeh, ihr Leben umzukrempeln, dem geistlosen Konsum abzuschwören und Fragen zu stellen: Wo kommt die Kleidung her, die ich tragen will und was ist drin? Wie kann ich aufhören, mit meinem Konsum anderen zu schaden und wo finde ich Alternativen? Seither achtet sie deshalb genau darauf, wo die von ihr gekaufte Kleidung produziert wird, sie berichtet auf Dariadaria über nachhaltige Labels, recherchiert und klärt auf, sie zeigt uns nachhaltige Substitute, knallharte Fakten und einen Weg, wie wir es besser machen können: Im vollen Bewusstsein darüber, dass sie aber schon allein aus beruflichen Gründen niemals zur heiligen Alles-Verachterin hätte werden können, entschied sie sich für einen Weg im Rahmen ihrer Möglichkeiten und, so ehrlich muss man sein, auch im Rahmen ihrer eigenen Ambitionen, einen Mittelweg also, der ihre und unsere Welt ein bisschen besser machen sollte. Madeleine fuchst sich seither immer wieder in neue Themen rein, engagiert sich für Flüchtlinge und für den Tierschutz, und wächst täglich an ihrer selbstbestimmten Herausforderung, nicht den vorgetrampelten Weg mitzustampfen, sondern Umwege zu gehen und Neues auszuprobieren.

Einen weiteren Schlusstrich zog sie erst kürzlich zu ihrem 6jährigen Blogjubiläum, um gleich einen Neuanfang einzuläuten. Ganz nach ihrem Motto: „Sobald du merkst, dass du dich im Kreis drehst, ist es Zeit, aus der Reihe zu tanzen.“ Für uns hat sie nun ihre Beauty-Rituale und alternativen Kosmetikprodukte aufgeschrieben, die sie vorab bereits hier mit ihren Leser*innen geteilt hat. Und damit ihr genau diese auch nicht verpasst, haben wir sie für euch heute nochmal festgehalten: weiterlesen

Fair Friday //
8 Tipps für „Zero Waste“

11.11.2016 um 10.42 – Nachhaltigkeit

This is Jane Wayne – Fair Friday – Zero Waste

Vor ein paar Wochen habe ich meine Gedanken und Erfahrung zu Zero Waste aufgeschrieben und ein Versprechen abgegeben, Tipps und Tricks nachzuliefern. Im Bereich Nachhaltigkeit ist „Zero“ das Thema, mit dem ich wohl die meisten Schwierigkeiten habe. Genau genommen stehe ich ein kleines bisschen auf Kriegsfuß mit dem ganzen „Leben ohne Müll“-Mythos. Auch wenn oft etwas anderes suggeriert wird, 100 Prozent müllfrei geht leider einfach nicht. Zumindest noch nicht. Der Verpackungswahnsinn ist einfach überirdisch und auch wenn ich ganz weit in die Zukunft blicke, sehe ich in diesem Punkt so schnell keine Verbesserung auf uns zukommen. Ich finde es daher abträglich, wenn man falsche Erwartungen schafft und salopp behauptet, dass Veränderungen im Alltag total einfach und leicht zu gestalten sind. Denn was wirklich einfach und leicht ist, sind viele kleine Minischritte, schleichende Veränderung in den eigenen Verhaltensweisen, die sich klammheimlich als No-Brainer integrieren lassen.

Mit welchen Tipps und Tricks ich meine Müllproduktion Stück für Stück verändert habe, erzähle ich euch hier:  weiterlesen

FAIR FRIDAY // INTERIOR WISH LIST:
Gemütlich daheim mit Manufactum

04.11.2016 um 10.11 – Nachhaltigkeit Wohnen

manufactum

Eine ziemlich lange Zeit durfte alles bloß pastellig sein, nach Skandinavien duften und möglichst reduziert aussehen – und so fanden wir uns in dem perfekten Instagram-Arrangement wieder, ohne viel Wärme und Gemütlichkeit, ohne besonders viel Charme und der Prise Geschichte. Versteht mich nicht falsch, unfassbar gern betrete ich auch heute noch minimalistische vier Wände, die so aufgeräumt aussehen, dass ich beim Betreten fast fürchte, das Gesamtkonzept durch das Ablegen meines Mantels zu zerstören. Es ist schön anzusehen und ich hege noch immer große Bewunderung für all die Minimalisten unter euch, bloß funktioniert die Art zu Leben für mich persönlich nicht. Zu viel Krims Krams, zu viele Dinge, von denen ich mich nicht trennen mag und zu viel Weiß, Hellblau und Mintgrün, sind für mich einfach nichts.

Heute liebe ich es also sehr, die Kristallgläser meiner Oma auf den Tisch zu stellen, auf einem knarzenden Thonet zu sitzen, im selbstgebauten Bett zu schlummern und schon jetzt ein klein bisschen die Zeichen der Zeit in meiner kleinen Bude zu spüren, diesen Mix eben, aus all den vergangenen Stilen, die ich jemals mitmachen wollte (mit Ausnahme der aufblasbaren Plastiksessel, versteht sich). Irgendwann konnte ich mich nämlich erfolgreich gegen meinen Freund durchsetzen (oder zumindest ein bisschen) und einen Hauch Landhaus mit Minimalismus vermischen, folklore Schätze mit einst geleisteten dänischen Perlen vermählen, während ich mich längst wieder von den vertrockneten Kakteen getrennt habe und seither saftiges Grün sprießen lasse. Für den perfekten Wohntraum stehen aber natürlich immer mal wieder ein paar Lieblinge auf der hauseigenen Wunschliste – und genau die schreien alle nach Langlebigkeit. Und wo finden wir die? Genau das haben wir euch erst vor ein paar Wochen verraten: Bei Manufactum, natürlich. Grund genug, meine Wunschliste aus dem schönen Universum des nachhaltigen Designs und trendüberdauernden Klassiker heute mit euch zu teilen: Für immer, von damals und heute – und für morgen. weiterlesen

Fair Fashion // In love with: vegane & nachhaltigen Winterjacken

fair friday

Ich friere ständig. Wenn ich morgens aufstehe, wenn ich drei Minuten auf die Bahn warten muss und wenn ich im Keller Wäsche aufhänge. Dieser verdammte Winter verpasst mir jedes Jahr aufs neue eine Dauergänsehaut inklusive Jammergesicht.

Winterjacken zu kaufen waren mir trotzdem immer ein Graus und mit dem Tag, an dem mir klar geworden ist, dass für Winterjacken neben Leder und Pelzkragen auch besonders gerne Daunenfedern verarbeitet werden, sah ich alle Alternativen mit modischem Anspruch in der Versenkung verschwinden. Und da habe ich mit nachhaltigen Materialien und fairer Produktion noch nicht mal angefangen. Die Herstellung aufwendiger und hochwertiger Jacken ist eben kostenintensiv, deswegen gibt es ja auch siebenhundertmal mehr T-Shirt Start-Ups als Jacken Labels. Meine volle und ungeteilte Dankbarkeit gilt also denjenigen, die an umweltfreundliche und faire Alternativen zur tierischen Isolierung glauben und neben allem Fokus auf die „inneren Werte“ trotzdem noch schicke, tragbare und einfach nur schöne Winterjacken zaubern. Meine drei liebsten Brands mit allen wissenswerten Details findet ihr also hier:  weiterlesen

Fair Friday //
Julia Janes Happy Heart Oktober

28.10.2016 um 9.01 – Fair Fashion

fair friday

Neulich sprach ich noch von den Stubenhockern unter uns und gab zu bedenken, dass uns hier und dort ein Quäntchen Sauerstoff ganz gut tun könnte. Heute geht’s gleich weiter mit Einmuckeltagen. Denn Einmuckeltage mit begrünten Wohnzimmern sind zwar schön und gut, ein ordentlicher Spaziergang ist dennoch nicht zu ersetzen und befriedigt auch den manchmal aufkeimenden Bewegungsdrang ins uns. Nun regnet es seit Tagen Bindfäden, meine Heizung bollert und ich möchte am liebsten jeden Tag baden. Unter solchen Umständen heißt es wohl schweren Herzens byebye Sonntagsspaziergang, hallo Schnupfennase. Wenn „Sauerstoff absorbieren” nur noch durch den Spalt am Kippfenster funktioniert, ist es Zeit fürs Einmummeln. Weg mit Shorts, T-Shirts und Zitroneneistee, her mit den Kuschelpullovern, Saunatagen und Glücklichermachern im Badezimmer.

Meinem Gemüt steht es diesen Monat ganz nach Wärme, Ruhe und Entspannung und genauso sollte es auch sein. Akku aufladen und Zeit-für-mich-Fenster-finden steht nach diesem intensiven und aufregenden Sommer für mich auf der Agenda: Offensichtlich viel daheim, geht die Sache mit dem Wetter so weiter. Warum man fast bauchfreie Pullover trotzdem im Winter tragen kann und wie man sich eine Bodycream selber mischt, lest ihr hier: weiterlesen

WINTER-SPEZIAL // FAIR FRIDAY
& 1. Weihnachtsgeschenke von Folkdays

folkdays

Nein, keine Panik: Es sind noch gute 64 Tage bis Weihnachten – und somit noch genügend Zeit, um die Realität beiseite zu schieben. Damit ihr an dieser Stelle aber nicht wieder kurz vor Schluss in Panik verfallt und schnappatmend auf das Last-Minute Geschenk setzen müsst, werden wir euch in den kommenden Wochen erste Inspirationen mit auf den Weg geben, um am 24. Dezember auch freudestrahlend und keineswegs aus der Puste unterm Weihnachtsbaum zu sitzen.

Den Anfang macht heute also in weiser Voraussicht unser Fair Friday – und somit unsere Geschenke-Inspirationen aus der Welt der nachhaltigen Konzepte. Und weil die bekanntlich ein klein wenig teurer sind als Produkte aus der schnelllebigeren Branche, habt ihr ab sofort genügend Zeit, vor- und abzuwägen oder eine Handvoll Mitschenker zu organisieren, um am großen Weihnachtsabend zum Beispiel mit dem handgewebten Camila Poncho aufzuwarten, auf die handgeschmiedeten Tiada Ohrringe zu setzen oder mit der Karaffe aus traditionell mexikanischem Glas mit typisch Kobaltblauem Rand zu glänzen. Richtig: Wir sind im nachhaltigen Universum von FOLKDAYS gelandet, dem Shop Konzept von Lisa Jaspers und ihren Freunden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, uns Perlen aus aller Welt zu kredenzen, die mit hochwertigen Materialien und Handwerkskunst für ihre Schönheit stehen.  weiterlesen

Fair Friday //
Was wir über Mikroplastik wissen sollten

21.10.2016 um 8.09 – Beauty Fair Fashion

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Findet ihr nicht auch, dass Konsumieren immer verrückter wird? Setzt man sich zunehmend mit den vielen schädlichen Stoffen und Materialien auseinander, die nach Lust und Laune via Lebensmittel- und Kosmetikindustrie in unsere Körper oder unsere Umwelt gespült werden, weiß man im Grunde genommen nie, ob man morgen noch genauso einkaufen kann (oder besser: will) wie heute. Denn jederzeit kann es passieren, dass ein neuer Skandal an die Oberfläche gespült wird – wegen unhaltbarer Produktionsbedingungen oder schwieriger Inhaltsstoffe beispielsweise.

Als Ergebnis (und je nach Durchschlagskraft der Meldung) geistern dann einige Tage Begriffe wie „giftig“, „bedenklich“, „nachweislich schädlich“, „erbgutschädigend“, „krebserregend“, „gesundheitsschädlich“ oder „umweltschädigend“ in den Medien umher… Bis dann nach kurzer Zeit die Frequenz der Meldungen nachlässt und kurz danach das Vergessen einsetzt. Zurück bleiben wir, die nervengekitzelte, überforderte und völlig entnervte Konsumgesellschaft, die regelmäßig einige ihrer aufgeschlossenen Mitglieder an die völlige Resignation verliert, unter Aufgabe jeglicher Prinzipien. Und auch diesmal ist es leider kein Stück besser. Darf ich präsentieren: Der nicht völlig neue, aber brandaktuell erneut in einer Studie untersuchte Inhaltsstoff namens Mikroplastik. Für die Geschmeidigkeit von Cremes, für das beste Peelingerlebnis und für die Extraportion Gift in unserem Alltag. Meine Herangehensweise lautet da Augen auf und durch: weiterlesen

Fair Friday // Wie ich mich an Zero Waste versuchte & kläglich scheiterte.

14.10.2016 um 9.01 – Nachhaltigkeit

This is Jane Wayne - Fair Friday - Zero Waste

Ich schaue mir die Überschrift an und frage mich, wie man ein brüllend langweiliges Thema wie Hausmüll sexy machen soll. Und interessant. Und lesbar. Das hier ist der zweite Anlauf an diesem Artikel. Der erste war 40 Kilometer lang und selbst die Verfasserin hat es am Ende nicht geschafft, den ganzen Salat voll konzentriert einmal von vorne bis hinten zu lesen. Ich empfand das als kein gutes Zeichen und starte jetzt also nochmal neu. Habe ich schon gesagt worum es eigentlich geht?

Nun, ich versuche euch heute vorsichtig das Phänomen Zero Waste näherzubringen, Selbstversuch inklusive. Zero Waste, das ist das ökologisch angehauchte Phänomen, das durch Lifestyle Blogs wandert und am Ende doch nur keinen Müll mehr produzieren bedeutet. Danke Amerika. Damit wird das Thema vielleicht nicht sexier, dafür in diesem Fall hier aber durch und durch ehrlich und mit einer Prise Humor behandelt. Abgesehen davon, sehe ich auch nicht, wie wir sonst anders hier durchkommen sollen. Also los: als ich vor ungefähr einem Jahr anfing, mich mit der „Zero Waste“-Bewegung zu beschäftigen und sukzessive meine Hausabfälle zu reduzieren, war es mehr Pflichtaufgabe als bahnbrechender Freudentaumel. Aber der immer an Intensität zulegende Selbstversuch hat sich gelohnt. Ich habe so viel über mich selbst gelernt. Zum Beispiel, wo meine ganz persönliche Schmerzgrenze verläuft – bei Roggenmehl als Shampoo-Ersatz zum Beispiel. weiterlesen

Fair Friday Wishlist //
Turtlenecks & goldener Herbst

07.10.2016 um 9.30 – Fair Fashion Nachhaltigkeit

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Ja, vielleicht ist das hier die zweite Wishlist in relativ kurzer Zeit, allerdings gibt es auch einen sehr wichtigen Grund dafür: Es wird kälter a.k.a. es ist bereits kalt. Zwar liebe ich die goldenen Sonnenstrahlen des Oktobers auf meinen noch nicht verblassten Sommersprossen im Gesicht, dabei frieren möchte ich nun aber auch nicht. Normalerweise laufe ich also von Anfang Oktober bis Mai mit Schal durchs Leben und lege die ganze Pracht auch wirklich nur zum Schlafen ab. So ein Schal ist aber leider zu häufig ein etwas anstrengender Begleiter. Er bleibt in der Fahrradspeiche hängen, schleift über den Boden, wird von wild herumlaufenden Katzen verfolgt, bekommt Makeup-Spuren und ist verantwortlich für regelmäßige Schwitzanfälle.

Und damit mein, wie ihr merkt, wahnsinnig kompliziertes Schalproblem diesen Winter zu weniger Mini-Wutanfällen führt, möchte ich mir noch mehr Pullis mit integriertem Halswärmer zulegen. Die Rede ist von Turtlenecks, die seit allerspätestens 2105 zurück in unseren Kleiderschränken sind. Die Vorteile der von mir säuberlich ausgesuchten Kragenshirts möchte ich jetzt gerne einmal laut und deutlich aufzählen: Dünner Stoff, der hauteng anliegt und warm hält. Hochgradig geeignet für Zwiebelschichten. Lässt mich in angebrachter Intensität seriöser aussehen. Und: Wird von Physikern getragen! Na, wenn das nicht mal einschlägige Argumente sind. weiterlesen

Fair Friday // Auf einen Kaffee mit…
Jenny Mustard

30.09.2016 um 10.33 – box1 Menschen Nachhaltigkeit

fair friday

Inspirierend, weird (in a good way!), sehr nett und respektvoll – so würde ich Jenny Mustard, Bloggerin und Minimalistin, wohl am ehesten beschreiben. Nicht nur mag ich ihren Stil und ihre zum Teil nüchterne Herangehensweise an ganz elementare Themen wahnsinnig gerne, auch ihre stets positive Einstellung zu Veränderungen und vielleicht sogar gemeingesellschaftlich eher unpopulären Entscheidungen, gefällt mir.

Auf ihrem Blog findet man fast alles, was man fürs Leben braucht: Rezepte, How Tos, Beziehungseinblicke, Anregungen und Tipps zu den Themen Decluttering und Minimalismus, und on top noch wunderbare Essays. Jetzt, wo die Superfrau nach mehr als zwei Jahren mit Berlin auch wieder einen festen Wohnsitz hat, musste ich meine Chance ergreifen und all die Fragen stellen, die schon seit geraumer Zeit in meinem Kopf herum flatterten. Alle Antworten und den Beweis, dass man Catwoman tatsächlich als mädchenhaft bezeichnen kann, findet ihr hier:  weiterlesen

Fair Shopping // Ein virtueller Rundgang
durch die Welt von Manufactum

Manufactum

Seit neun Jahren wohne ich bereits in meinen eigenen vier Wänden, habe einst ziemlich spartanisch und Birke-Furnier-inspiriert gelebt und meine Küche mit meiner liebsten Heimatfreundin geteilt, bin nach Berlin gezogen und fand mich in einem über Wochen nahezu leeren WG-Zimmer wieder, zog wieder um und zwar in die DIY-Bude meines Freundes und stellte dort alles mit meinen Habseligkeiten auf den Kopf. Seither ist viel passiert, Möbel sind im hohen Bogen wieder aus der Wohnung geflogen, wurden weiterverkauft oder verschenkt, Neues und Gebrauchtes ist dazugekommen und so langsam kann ich behaupten: Wir sind angekommen – und haben eines gelernt: Auf Wertigkeit setzen, zahlt sich am allermeisten aus. So umgibt mich bei meinem Rundumblick durch die eigene Wohnung mittlerweile ein Haufen Lieblinge, (für mich) kostbare Sammlerstücke und langlebige Zeitgenossen, die ich noch mit in meine AltersWG schleppen werden.

Warum ich euch das alles erzähle? Weil streng genommen alles mit meiner ersten hochwertigen Berlin-Anschaffung angefangen hat: Nämlich mit meinem Kaffeehaus-inspirierten Garderobenständer, in den ich mich bei meinem allerersten Manufactum-Besuch vor sechs Jahren Hals über Kopf hereinverknallte. Mein Freund zeigte mir diese kleine Perle voller schöner Dinge und von jetzt auf gleich war klar: Hier gibt es einfach alles, wonach das Herz verlangt: Kupferfarbene Töpfe, die schönsten Seifen, hochwertige Möbel, nachhaltige Kleidung oder ausgewählte Lebensmittel. Hier trifft Tradition auf alle Bereiche des Lebens, während Designklassiker sich mit Neuentdeckungen vermählen. Und weil wir zwischen all den schnellen Komsumgütern, den kurzlebigen Liebschaften und einer schier unendlichen Auswahl an täglichen Neuerscheinungen gerne mal wieder für ein wenig Durchatmen sorgen wollen, haben wir uns mit dem „Warenhaus der guten Dinge“ oder wie wir es nennen würden: „Dem wohl schönsten und vielfältigsten Concept Store für Nachhaltigkeit und Designklassiker“ zusammen getan und zeigen euch in den kommenden Monaten, was Manufactum eigentlich genau zu bieten hat. Und mit einem kleinen Rundumschlag machen wir heute den Anfang:  weiterlesen

Fair Friday // Labelfinder:
Nachhaltige Schuhe

This is Jane Wayne - Fair Friday - nachhaltige Schuhbrands

Ich komme jetzt mal ganz schnell zum Punkt: Nachhaltige Schuhe sind nicht immer schön, selten günstig und der Kauf leider meist frustrierend. Klar, faire Herstellung und umweltfreundliche Materialien haben einen völlig gerechtfertigten Preis, das heißt aber noch lange nicht, dass ich wie durch ein Wunder einfach so auch das nötige Budget aufbringen kann. Wenn man nun aber dann doch die richtige Entscheidung pro-fair treffen möchte, heißt es: Schnelle Kaufentscheidung und außergewöhnliche Modellfarben in koralle-türkis-blau-glitzer gehören der Vergangenheit an.

Byebye Saisonschuhe, hello Lebensentscheidung. Manchmal überlege ich tagelang, ob ich einen Schuh jetzt kaufen soll oder nicht, um dann sehr häufig im zweiten Schritt festzustellen, dass es das Modell nur noch in Größe 36 und 43 gibt. Puh, geht es noch anstrengender? Nun die gute Nachricht ist, dass sich, wie in allen nachhaltigen Bereichen, eine ganze Menge tut und sich das Angebot fast monatlich vergrößert. So gibt es mittlerweile Brands und Modelle, die überhaupt nicht von ihren modischen Kollegen im Mainstream zu unterscheiden sind. Zeit also, im Ökowirrwarr nach den Rosinen Ausschau zu halten und sie fein säuberlich aufzulisten.  weiterlesen