Another reason for long hair… Caps! Machen oder sein lassen?

25.04.2012 Allgemein, Trend, Accessoire

Bilder: aus der aktuellen Glamour und via Girls in Supreme.

Wir Frauen bedienen uns immer wieder höllisch gerne am Kleiderschrank der Jungs. Hosenanzüge, Boyfriend-Jeans, Parka und Military-Jacken, Oversize-Shirts – all das haben wir schon längst vereinnahmt und seltsam fühlt sich dieser Kleidertausch ohnehin nicht mehr an. All die Gender-Diskussionen und das langsame Verwischen der Geschlechtergrenzen schlägt sich eben auch in der der Mode wieder. Im Zuge der „Neuen Sportlichkeit„, die uns seit geraumer Zeit dazu bewegt, Sneaker zu Seidenkleidchen zu tragen und vermehrt ein Auge auf lose Shirts zu werfen, hat sich folgerichtig auch die Baseball-Cap in unserem weiblichen Kosmos eingeschmuggelt. Beim Durchforsten internationaler Modeblogs stößt man jedenfalls nicht selten auf hübsche Damen mit pastellfarbenen Kappen auf dem Kopf.

Dabei sollte es allerdings nicht bleiben, nein, die klassische „New Era“ Form trifft inzwischen auch auf immer mehr Fans – und wenn man den richtigen Dreh raus hat und dazu nicht gleich die Trainingshose kombiniert, büßt man auch in keinster Weise an Weiblichkeit ein. Allerdings gelangen Kurzhaarige wie ich an dieser Stelle vielleicht an ihre modische Grenzen. Denn wenn man nicht wirklich über ein elfengleiches und äußerst Kopfbedeckung-affines Gesicht verfügt, kommt man sich im Gangster Look der Saison so ganz und gar nicht passend vor. Ich verbleibe an dieser Stelle also mit ein klein bisschen grüner Farbe im Gesicht (ein Modell von Supreme wäre nämlich schon ganz nett) und entscheide, dass dieser Trend ohne mich stattfinden wird. All jene unter euch, die Gefallen am sportiven Revival gefunden haben, sollten aber vielleicht über ein klein wenig Mut nachdenken – denn die Dame rechts im Bild  beweist doch, dass Stilbruch ganz famos sein kann, oder?

12 Kommentare

  1. Bambi

    Wenn es zum Rest passt sicher ganz grandios.
    Ich werde im Sommerurlaub ganz sicher zu einem Cap greifen, aber eher aus pragmatischen Gründen 🙂

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  2. piet

    Schlimm genug, dass ihr „Mädchen“ euch sowieso auf jeden Trend stürzt und selbst mittlerweile auch andauernd in der Männerabteilung rumlauft – was bleibt uns Typen da noch?
    Richtig … Nix !

    Und dieser beschissene Gangster-Sneaker-wasweissich Hype, der die Frauenwelt spätestens seit Cro´s EASY video beherrscht, ist ja absolut lachhaft, werden doch alle im Handumdrehen von highheeltragenden Püppchen zu Hiphopgirls mit aufgesetzter Attitude – diese wünschst du dir ja offensichtlich auch laut deinem Supreme – Post .

    Und klar, muss dann aber auch ne Cap von Supreme sein für 80 Euro, weil die Marke ist ja sowieso grade mega angesagt ( und nochmal: Cro EASY *hüstel*) ..

    Fazit: ..macht euch alle auch nicht cooler – auch wenn ihr euch alle so derbe geil vorkommt !!

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    1. Kepi

      Du hast schon recht , weibliche Person mit klassischen Style greifen jetzt nach lässigeren Sachen seit Cro. . . Aber für welche die schon immer lässige Mode gesucht haben ist das das richtige. Während Frauen mehr ins Männer bereich gehen, geht die Mode von den Männern ins Frauen bereich wenn du das bemerkt hast

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  3. Nike Jane Artikelautor

    Lieber Piet,
    das tut uns leid, dass wir dir den Style klauen.
    Ich hab zwar noch niemals ein Musikvideo von Cro gesehen, aber: Ich verstehe deinen Unmut durchaus.
    Ich hatte nämlich auch eine Zeit lang keinen Bock darauf, dass jeder Poptussi in „meinen“ Dr. Martens rumläuft. Da war mein Kopf aber noch verquert, denn heute bin ich der Meinung, dass Mode einfach Spaß machen soll. Welche wirkliche Freiheit bleibt uns denn noch? Schön, dass ich selbst entscheiden kann, ob ich meine Hip Hop Wurzeln wieder hervorkrame, oder mich doch lieber dem später entdeckten Krawall zuwende. Oder vielleicht will ich heute lieber Mädchenmädchen sein? Egal, Hauptsache uns selbst gefällt’s.
    Die liebsten Grüße!

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  4. piet

    Liebe Nike, das Problem an der Sache ist ja grade, dass die Leute eben offensichtlich NICHT das tragen , was ihnen so unglaublich gefällt, sondern das, was grad hype ist ..

    Du wirst ja auch auf den Blogs unterwegs sein, und was geht denn da ab? Einer machts vor, alle anderen ziehen nach – egal, bei welchem Trend . Das ist ja jetzt kein sprödes Gehetze, sondern Realität.
    Martens, Neon, Camo, Carhartt Beanies, Sneakers, blablablabla die Liste könnte ich endlos fortsetzen.. .

    Wenn mans mal nüchtern betrachtet: Es hat doch kaum mehr jemand seinen eigenen Style.
    Bin oft fasziniert von Blogs, derer Autoren a) entweder aus dem entfernten Ausland sind ( da sieht man wenigstens mal was anderes als hierzulande ) oder b) von den klassischen Chanelpüppchenbloggerinnen ( die switchen wenigstens nicht andauernd zwischen boho punk hophop glamour usw hin und her und bleiben ihrem Tussistil treu )

    Liebst

    Piet

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  5. Nike Jane Artikelautor

    Lieber Piet,
    ich gebe dir im Grunde genommen in allen Punkten recht. Es ist bloß so, dass man den Menschen nur vor den Kopf schauen kann und eben nicht rein. Dass ich von den Allermeisten eben gar nicht weiß, was denn jetzt „true“ bei ihnen bedeutet.
    Man nehme jetzt zum Beispiel mich, denn ich gehöre ja offensichtlich in die von dir kritisierte Kategorie Mädchen:
    Geht man jetzt also davon aus, dass der Musikgeschmack immer noch das Äußere bestimmt (was heute aber nur noch teilweise zutrifft), dann würden wir bei mir in einem Dilemma stecken:
    Als ich angefangen habe, mich bewusst für eine Musikrichtung zu entscheiden, da war das die gesamte Rrriot Girl Fraktion: L7, Bikini Kill, Sleater Kinney und Co. Dann kam Sonic Youth dazu, Smashing Pumpkins mit Melissa aud der Maur, die Pixies und all sowas. Ich glaube, als wir 13 waren, da gab es diese kurze Fun Punk Phase mit Sum 41, aber auch Sublime, Ska-P und Co, ganz kurz. Und wenn ich nicht gerade in der Hängematte lag und meine Ökophase mit Bindis auf der Stirn und Dreadlocks auslebte und Black Uhuru oder Alborosie hörte, dann sah ich aus wie aus der Gosse entsprungen. Mein Freundeskreis aus der Heimat hingegen ist von Grund auf Hip Hop. Egal ob Wu Tang Clan, Gangstarr oder Nas mit Damien Marley, da kam und komme ich auch heute nicht vorbei, obwohl ich mich in meinen eigenen vier Wänden lieber mit Afro Beats und Jazz vergnüge. Ich war also mein Leben lang hin und her gerissen. Was vielleicht auch dazu führte, dass ich die Mode für mich entdeckte. Ich bin unentschlossen. Und deshalb mache ich was ich will. Wie in der Musik picke ich mir auch in der Mode das heraus, was für mich die Creme de la Creme darstellt, eben das, was mir am besten gefällt. Und das ist Tagesform-abhängig. Scheiße drauf? Captain Beefheart, Brian Eno, Tocotronic. Entspannung nötig? Sun Ra, Mulatu Astake. Patti Smith. Freudig? Whatever. Du siehst: Es ist kompliziert. Ich fühle mich mal da, mal da zu Hause.
    Vielleicht komme ich irgendwann an den Punkt, wo ich weiß, ich bin Streetwear. Oder Gosse. Oder gar nichts. Aber da bin ich noch nicht.
    Liebst,
    Nike

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  6. Mademoiselle

    Grandios! Vor allem bei fettigem Haar und Haaransatz 😉

    Ich hab schon öfter das Basecap meines Mitbewohners gemopst, sollte mir aber vielleicht endlich mal nen eigenes zulegen 😉

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  7. Merle

    Inwieweit der Musikgeschmack (noch) den Kleidungsstil beeinflusst, fänd ich mal ein interessantes Thema!! Vielleicht könnt ihr daraus mal nen Beitrag machen…

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