11 Bücher im Februar // Über Idiotinnen, deutsche Krokodile, freie Liebe und das Erwachsenwerden

20.02.2018 Buch, Kultur, Print, box2

Also wirklich, manchmal möchte ich wirklich mit mir selbst schimpfen. Im Januar habe ich doch noch darüber gesprochen, wie froh ich über jedes Serien-Ende sei, weil dann endlich so viel mehr Zeit für Bücher bliebe! Ich ergänze deshalb: Und für Schlaf! Wie ich nämlich jüngst feststellen musste, hören die Serien niemals auf (ich bin vielleicht ein kleines bisschen angetan vom neuen Denver-Clan), was uns ja allerdings nicht vom Lesen abhalten sollte und deshalb für extrem lang gezogene Nächte und tiefe Schatten unter den Augen zu sorgen vermag. Jedenfalls ist das bei mir so. Weil da im Februar sogar eine ganze Reihe Bücher parallel verschlungen werden (müssen), während mir andere lüstern vom „Lies-Mich-Ganz-Bald“-Stapel entgegen blinzeln. 

So etwa der neueste Zadie Smith-Sprössling „Feel Free“, der nach dem erst kurz zuvor erschienenen Roman „Swing Time“ aus selber Feder eigentlich nur abstinken kann. Macht er aber nicht, behaupten Kritiker*innen. Ganz im Gegenteil, auch dieses Werk soll angeblich in die Literatur-Geschichte eingehen.  

„Alle Toten fliegen hoch“ ist längst kein Geheimtipp mehr und sogar schon ein bisschen älter. Ich packe die Gelegenheit allerdings immer wieder gern beim Schopfe, um all jene, die dieses Meisterwerk der gleichzeitigen Komik und Tragik noch nicht gelesen haben, erneut auf Joachim Meyerhoff aufmerksam zu machen, voller Neid! Wie gerne würde ich die Rutschen-Szene noch einmal zum allerersten Mal lesen. Ich habe Tränen gelacht und vielleicht auch ein bisschen Pipi verloren.

„Die Idiotin“ von Elif Batuman ist ein richtig treuer Weggefährte für einen richtig kalten Monat. Kein Buch, das man man buchstäblich verschlingt, sondern eines, das bei jedem Aufklappen für eine kleine Auszeit sorgt, in der Badewanne, in der Bahn oder auf dem Sofa, obwohl der Abwasch ruft. Mal Uni-Tagebuch, mal Erlebnis- oder Reisebericht – nie so tragisch, dass es einem den Atem verschlägt. Was ich persönlich hin und wieder als sehr befreiend empfinde.

Ganz anders hingegen: Annie Ernaux‘ „Die Jahre“. Rotz und Wasser habe ich da geheult, weil ich immer wieder daran denken musste, was ich wohl erzählen werde, irgendwann. Über mein Leben und die, die ich geliebt habe. 

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