Monday Reads // Über Pornos, politische Korrektheit und Pläne, die man nicht haben will

26.03.2018 Buch, Leben, Gesellschaft, Politik

Eine kleine feine Leseleiste zum Wochenstart, die gerne im Kommentarfeld ergänzt werden darf. Damit uns weder Lehrreiches und Amüsantes, noch Wichtiges entgeht:

 

Russische Frauen: Warum liebt sie ihn?

Früher flog sie ins Weltall, kämpfte als Soldatin, zettelte Revolutionen an. Heute wählt sie Wladimir Putin zum Präsidenten und lässt sich von ihrem Ehemann verprügeln. Wie die russische Frau zu einem Wesen wurde, das nicht mehr stark sein darf. Weiterlesen. Kostet zwar, ist aber überaus lesenswert!

Wie Algorithmen unseren Alltag bestimmen

„Über vieles, was uns im Alltag betrifft, entscheiden bereits nicht mehr wir selbst oder andere Menschen, sondern Algorithmen. Dabei geht es nicht nur um den Kreditantrag bei der Bank oder die Schufa, sondern auch um Angebote, die Verbrauchern beim Online-Shopping präsentiert werden — samt der dazugehörigen Preise. Algorithmen könnten bald sogar Einfluss darauf haben, wie schnell die Polizei im Notfall bei euch ist. “ Mehr bei Business Insider.

Filmtipp:„Follow me. Arabische Videostars“

Schon mal Blogger der arabischen Welt kennengelernt? Arte drehte eine Dokumentation, die uns mit auf eine Reise durch Ägypten, Syrien und Dubai nimmt und uns einen Einblick der dort lebenden Internetaktivist*innen ermöglicht. Das Fräulein Magazin weiß mehr!

Politische Korrektheit ist kein Unterdrückungsinstrument

„Wenn Frauen vor Gericht ziehen, um eine korrekte Ansprache zu erstreiten, und es Kundenproteste gibt, wenn Gebäck im Schaufenster „Mohrenköpfle“, heißt, dann ist dieser Logik zufolge ein illiberales Regime am Werk, das den Einzelnen seiner Bewegungsfreiheit beraubt.

Dass Freiheit und politische Korrektheit sich gegenseitig ausschließen, ist wahrscheinlich eine der erfolgreichsten Sentenzen der internationalen Rechten. Sie basiert auf der Vorstellung, in den Großstädten sitze eine liberale Elite, die mit den Befindlichkeiten der Minderheiten stärker befasst ist als mit den Angelegenheiten der Allgemeinheit.“ Hier entlang!

Warum ich gerade keinen Plan haben will 

Natürlich hat mein Problem mit dem durchgetakteten Lebensplan auch was damit zu tun, dass man als junger Mensch feiern, das Leben genießen, spontan sein will. Durch einen festen Job ist man da schnell sehr eingeschränkt. Man kann nicht einfach mal so über ein verlängertes Wochenende wegfahren. Und durchzechte Nächte gestalten sich auch weniger schön, wenn man um acht im Büro sein muss.

Aber es gibt auch tiefer liegende Gründe als nur „ich will meine Jugend nutzen“. Ich möchte ganz in Ruhe einen Schritt nach dem anderen machen können. Ansonsten bin ich mit dem Kopf nicht richtig bei dem, was ich gerade mache.“ Mehr bei Jetzt.de.

Schwarzer Fretag – Polinnen demonstrieren

Polen hat eines der strengsten Abtreibungsgesetze der EU. Nur im Falle einer Vergewaltigung, wenn das Leben der Frau in akuter Gefahr ist oder der Fötus missgebildet ist, darf im EU-Mitgliedsland heute abgetrieben werden. Abtreibungsgegnern reicht dieses strikte Gesetz allerdings noch nicht. Sie wollen Schwangerschaftsabbrüche komplett illegalisieren. Und die polnische Regierung ist offen dafür. Am 18. Januar 2018 stimmte das Parlament für eine weitere Anhörung des Gesetzesvorschlags „Stoppt Abtreibungen”, das Abbrüche bei einem missgebildeten Fötus verbieten will. Mehr bei Edition F.

6 Rezepte gegen PMS

„Machen wir uns nichts vor, bei PMS wollen viele von uns am liebsten konstant futtern, egal was, nur eben nichts Gesundes. Ich persönlich möchte dann nur auf dem Sofa liegen und frittierte Schokoriegel in mich reinstopfen und dabei Serien gucken, die mindestens 25 Staffeln haben. Wenn der Körper und die Seele schmerzen, kann nur Fettgebackenes die Leiden lindern, denkt man. Fakt ist allerdings auch, dass bestimmte Lebensmittel gegen einige PMS-Symptome helfen können und andere Lebensmittel diese Symptome verschlimmern.“ Weiterlesen bei Refinery 29.

Warum ich nie wieder brunchen gehe

„Meine Brunch-Laufbahn sollte an einem Samstagvormittag im Mai letzten Jahres ihr Ende finden. Mein Freund und ich waren am Vorabend in New York angekommen. Es war ein herrlicher Tag, der Himmel war blau, die Luft warm, die Straßen Brooklyns regengewaschen. Wir gingen auf Empfehlung in das Restaurant Sunday in Brooklyn, zum Brunch. Wegen unseres Jetlags waren wir früh dran und bekamen gleich einen Tisch. Als wir etwas später am Tag noch mal am Restaurant vorbeigingen, hatte sich dort eine meterlange Schlange Brunchwilliger gebildet.“ Mehr bei C’est Clairette.

Grausame Geilheit

„Pornos haben mich aufgeklärt. Frauen wurden da meist erniedrigt. Das hat meine erotischen Fantasien nachhaltig geprägt. Und nicht nur meine. Sollten Männer darüber reden?“ Hier entlang.

Unter Bienenköniginnen

Man muss auch gönnen können. Nur können Frauen das nicht so gut. Wenn es um die Erfolge der anderen geht, nagt an ihnen immer nur die eine Frage: Warum sie und nicht ich? Hier entlang zu Zeit.de.

Dies sollte eine Welt ohne Waffen sein!

Sie wollen Kinder schützen, nicht Gewehre: In vielen US-Großstädten demonstrieren Menschen für strengere Waffengesetze. Auch in Deutschland gab es Protestmärsche. Hier entlang. Und hier steht mehr zur bewegenden Rede von Emma Gonzales.

Miss Albino Simbabwe – Der Kampf gegen ein Stigma

Die Schönheitskönigin trägt ein blütenweißes Kleid, passend zu ihrer hellen Haut und den hellen Haaren. Die einzige Farbe ist ihr roter Lippenstift. Die Simbabwerin Sithembiso Mutukura ist „Miss Albino Simbabwe“, die erste Siegerin eines Schönheitswettbewerbs für Menschen mit Albinismus in dem Land im Südosten Afrikas. Wie Zehntausende andere Albinos erfährt die 22 Jahre alte Frau in ihrem Heimatland Diskriminierung – dagegen soll der Wettbewerb ein Zeichen setzen. Weiterlesen bei der FAZ.

Wie mir meine Fehlgeburt gezeigt hat, dass ich nicht länger in der Großstadt leben will

Ein Kind, zwei Jobs und immer Stress, Stress, Stress. Nachdem Elina ihr zweites Kind verliert, weiß sie, dass sie dieses Leben in der Großstadt nicht länger will und entscheidet sich für eine radikale Veränderung. Ich habe literweise Tränen geweint bei diesem Text.

Facebook – Die Kontrolle verloren


Für Nutzer bleibt der Datenskandal um Facebook und Cambridge Analytica merkwürdig abstrakt. Viele von uns wissen nicht mehr, ob wir etwas zu verbergen haben – und vor wem. Das führt zu einer gefährlichen Fehleinschätzung. Hier entlang.

Deutschland träumt schlecht

„Natürlich weiß jeder Hobbybuddhist, jeder Psychiater und wahrscheinlich auch man selbst, dass „das kleine bisschen mehr“ einen nicht glücklich macht. Trotzdem ist eine ganze Gesellschaft diesem seltsamen Glauben verfallen, man müsse nur noch ein bisschen arbeiten für sein Glück, irgendwann habe man es dann verdient. Das ist im Kleinen falsch, und auch im Großen besorgniserregend, nämlich dann, wenn ein Land gesammelt nichts als wichtiger zu empfinden scheint, als das Bruttoinlandsprodukt, unabhängig von dessen Verteilung.“ Hier weiterlesen!

Hadern Sie damit, dass sie ungeborenes Leben beenden?

Frauenärztin Nora Szasz ist angeklagt, gegen das Werbeverbot für Abtreibungen verstoßen zu haben. Hier erklärt sie, warum sie die Eingriffe vornimmt und dass strengere Gesetze nicht die Zahl der Abbrüche senken. Hier geht es zum Interview.

Entspannt raushalten ist keine Option

Vor Kurzem diskutierte ich mit mehreren Menschen – weiß, nicht-weiß, Frauen, Männer und solche, die sich als weder noch definieren – darüber, was „Linkssein“ heute bedeutet. Gemeinsam sprachen wir über feministische Themen und ob und wie es möglich ist, Allianzen zu bilden. Eine Aussage, die im Gespräch fiel, hatte mich stutzig gemacht, weil ich sie in abgewandelter Form schon öfters gehört oder erlebt habe. Als wir über nicht-weiße feministische Allianzen sprachen, antwortete ein weißerMann, dass er dazu nichts sagen könne, weil es ihn ja nicht betreffe und er keinen Sprechraum einnehmen wolle. Weiterlesen beim Missy Magazine.

Marie-Thérèse Kaiser ist rechtsextrem und will, das Merkel geht

„Marie-Thérèse nimmt an der mittlerweile siebten „Merkel muss weg“-Demo vor dem Hamburger Dammtor-Bahnhof teil. Seit Februar treffen sich hier montags Demonstranten, sie sind mit der Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht einverstanden. Marie-Thérèse ist eine der jüngsten in der Gruppe, um sie herum stehen vor allem ältere Männer. In ihrer Twitter-Biografie weist sich Marie-Thérèse selbst als AfD-Mitglied aus. Mehr weiß Bento.

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