Beauty // Ouranias 5-Punkte-Plan für gesunde Haare

22.10.2018 Beauty, Pflege, Haare, box3

Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist es, Pläne auszuhecken. Damit meine ich nicht nur Komplotte oder ähnliche wahnwitzige Unternehmungen, sondern schlichte Alltagspläne: Wann gehe ich zum Sport die Woche? Wo shoote ich? Und wann treffe ich mich zum Dinner abends? Wenn ich alles grob für die kommende Woche geplant habe, bin ich montags tatsächlich viel glücklicher!

Und genau dieser Planungsdrang überträgt sich auch auf meine Beauty-Routine: Sonntags ist beispielsweise  planmäßig Masken Tag – für Haare und Haut, versteht sich. Wenn ich am Ende der Woche also meine Haare gewaschen habe, sagt meine Kopfplanung, dass Mittwoch der nächste Waschtag ist. Ganz einfach, also. Und weil ich planen so liebe, habe ich euch einen Plan erstellt, wie ihr in fünf Schritten zu einer gesünderen und glänzenden Mähne kommt:

1. Eat this!

Wer sich schon mal mit den Themen Haut und Haare beschäftigt hat, der weiß, warum Ernährung auf Top 1 meiner Liste steht, zeigen sich Mangelerscheinungen doch tatsächlich am schnellsten an den Haaren und den Nägeln. Unsere Haare bestehen aus Proteinen, um genau zu sein aus Keratin. Ganz schlaue Füße werden jetzt feststellen: Es es gibt eigentlich kaum jemanden, der Proteinmangel hat. Das Haar an sich lassen wir hier also außen vor, allerdings ist es nicht unwichtig, in welchem Zustand Kopfhaut und Haarwurzeln sind.

Habt ihr sehr dünne Haare, Haarausfall oder glanzloses Haar? Dann sind Nüsse eure neue Geheimwaffe. Eine Handvoll Nüsse am Tag reicht aus. Sie sind nicht nur reich an Omega 3 Fettsäuren, die die Grundlage für eine gesunde Kopfhaut bilden, in ihnen steckt auch ordentlich Biotin, das von unserem Körper gebraucht wird, um die Haarsubstanz aufzubauen. Kurzum: Ist die Kopfhaut nicht gesund, können die Haare erst nicht gesund wachsen. Sie werden dann nicht optimal versorgt. In den meisten Salons werden daher seit neustem Kopfhaut-Analysen durchgeführt, um eventuelle Probleme gezielt behandeln zu können. Aber auch zuhause solltet ihr stets beobachten, in welchem Zustand eure Kopfhaut ist. 

2. Die richtige Pflege

Die richtige Pflege zu finden ist nicht leicht. Auch wenn man zu einem fettigen Ansatz neigt, sind viele Produkte zu aggressiv und trocknen die Kopfhaut extrem aus. Das Resultat: Sie wird schuppig und die Haare werden spröde. Ich empfehle immer, eine milde Pflege zu verwenden. Solltet ihr dennoch das Gefühl haben, dass das Fett oder der Schmutz noch nicht aus dem Ansatz raus ist, dann tragt das Shampoo lieber eine zweite Runde auf. Manchen von euch dürften es ziemlich eklig finden, aber ihr solltet wirklich darauf achten, eure Haare nicht jeden Tag zu waschen. Sie werden es euch danken! Umwelteinflüsse wie Kälte, Sonne, Salz und Heizungsluft setzen unseren Haaren zu und da reicht Shampoo und Spülung als Pflege nicht aus.

Für glänzende Haare sollte man sich zwei Mal die Woche eine Haar-Kur gönnen, denn die Öle und Kuren versorgen die Haare mit einer extra Portion Feuchtigkeit und Nährstoffen. Wenn ihr mit Ölen arbeitet, dann gebt diese stets ins feuchte Haar: So verteilt sich das Öl viel besser und kann optimal einziehen. Wenn ich zu schuppen neige oder irritierte Kopfhaut habe, dann verwende ich ein Mal pro Woche kaltgepresstes Kokosöl und massiere es in den Haaransatz ein. Durch das Einmassieren wird die Durchblutung angeregt und die Nährstoffe ziehen in die Haarwurzeln ein. Ihr könnt es als Haarkur auch in die Längen geben, allerdings legt sich das Öl nur oberflächlich auf die Haare und dringt nicht in das Haar ein. Einen schönen Nebeneffekt gibt es dennoch: Das Haar wird ganz weich und geschmeidig.

3. Waschen

Wenn ihr ein Shampoo gefunden habt, dass zu den Ansprüchen eurer Kopfhaut und euren Haaren passt, habt ihr schon mal die halbe Miete! Shampoo sollte wirklich nur am Haaransatz verteilt und dann sanft aufgeschäumt werden. Conditioner wiederum nur in die Haarlängen geben und nicht auf den Ansatz. Sowohl Shampoo als auch Conditioner müssen gründlich ausgespült werden. Das Wasser sollte lauwarm und nicht heiß sein. Ich habe festgestellt, dass wenn ich nach dem Ausspülen des Conditioners kaltes Wasser über die Haare laufen lasse, meine Haare noch stärker glänzen. Die Haare fetten hierdurch übrigens auch langsamer. Wirklich wahr!

4. Rapunzel lass dein Haar herunter

Ihr wollt eure Haare wachsen lassen? Dann solltet ihr Reibung vermeiden! Ich weiß, das hört sich komisch an, ist aber die Wahrheit.  Denn jedes Mal, wenn Reibung entsteht, brechen ein paar Haare ab. Nasse Haare sind sehr viel empfindlicher als Trockene, also kämmt ihr eure Haare lieber vor der Haarwäsche im trockenen Zustand durch, statt nachher. Und Obacht: Bitte keine Knoten rausreißen, sondern mit weichen Bürstenstrichen durch das Haar kämmen. Eure Haare sollten außerdem nicht trocken gerubbelt werden. Drückt das Wasser lieber sanft mit dem Handtuch aus.

Und übrigens: Weg mit allen Haargummis, die Metallschließen haben. Setzt lieber auf schonendere Varianten. Haarspangen vorsichtig aus den Haaren ziehen und niemals reißen. Leider entsteht auch beim Schlafen auf dem Kopfkissen viel Reibung, optimalerweise bettet ihr eure Haare auf einem Seidenkissen. Denn Baumwolle und Leinen reiben die Haare auf und entziehen ihnen Feuchtigkeit. 

5. Schnipp Schnapp Haare ab

Macht nicht den Fehler und vermeidet den Weg zum Friseur. Es ist ein Trugschluss, so um jeden Zentimeter zu kämpfen, denn die gesplissten Haare werden höchstwahrscheinlich eh abbrechen und dann habt ihr den Salat: Sie sind kurz und kaputt. Die Haare sollten also regelmäßige geschnitten werden, damit sie schneller und vor allem gesünder wachsen. Haare wachsen im Durchschnitt einen bis zwei Zentimeter pro Monat, aber spröde Spitzen brechen ab. Zieht sich der Spliss erstmal die Haare hoch, verliert ihr mehrere Zentimeter. Wer sich die Haare selbst oder von Freunden schneiden lässt, sollte unbedingt eine scharfe Profischere verwenden. Denn stumpf abgeschnittene Spitzen brechen viel leichter. Als Faustregel gilt: Zwei bis drei Mal im Jahr solltet ihr eure Spitzen schneiden. So bleiben sie gesund und stark und der Spliss kann sich nicht ausbreiten.

3 Kommentare

  1. Jen

    Ich finde deine Beiträge immer sehr informativ und hilfreich, und vor allem nicht voller aktueller Produktempfehlungen. Dafür an dieser Stelle mal DANKE!

    Antworten
  2. clara

    Das ist definitv meine liebste Rubrik geworden! Danke Orania, ich liebe deine Beiträge und lese immer sehr gerne von dir – auch weil du viel Naturkosometik und alternative Ideen einbringst und ich vor mehreren Jahren komplett auf vegane Kosmetik umgestiegen bin:)

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