Outfits // 8 x zwischendurch: Als gestern noch Sommer war

05.11.2018 Outfit

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Heute ist nicht bloß Montag, was per se ja kein Problem wäre, wenn die Liste an To-Dos nicht eh schon merkwürdige Zuckungen auslösen würde, heute scheint der Wurm auch ganz besonders tief zu stecken: Abwechselnd funktionierte das Internet in unserem Büro nicht, dann versagten nacheinander auch noch abwechselnd technische Geräte, die unsere Arbeit hier heute wahrlich unmöglich machten. Und zu guter letzt speicherten sich dann auch noch bereits fertig getippte Artikel nicht. Also wundert euch nicht, dass wir hier ein klein wenig später in den Tag starten, wir versuchen, die Technik zu bezwingen und nicht unterkriegen zu lassen.

Denn eigentlich startete ich die Woche heute morgen ganz wunderbar beseelt, komme ich doch frisch aus einem Familienwochenende, das bei meiner Schwester im gemütlichen Dortmund verbracht werden konnte. Mädelswochenende deluxe, sozusagen. 

Was in den vergangenen Wochen außerdem so alles passiert ist, warum ich Spätzünderin in Sachen Sneaker bin, warum Sommer im Herbst immer eine gute Idee ist und wieso All-White sogar auf dem Spielplatz funktioniert, das seht ihr wie immer in meinem kleinen Outfit-Round-Up der vergangenen Wochen. 

Sommer im Herbst

Die Beste Idee, um den Sommer noch ein klein wenig zu verlängern? Gen Süden fliegen. Und so trafen sich rund 20 Familienmitglieder Anfang des Monats auf der wohl mit Abstand beliebtesten Insel der Deutschen: Mallorca. Ich muss gestehen: Unsere hübsche Finca war das perfekte Idyll mitsamt wunderbarem Pool, Feigenbäumen und Palmen, bloß die Insel selbst ist mir für meinen Geschmack mittlerweile ein klein wenig zu überfüllt, die Amtssprache scheint deutsch und von Ursprung und Kultur ist leider nur noch wenig zu finden. Oder war ich am falschen Ort? Einst war die Insel für mich nämlich die perfekte Oase – fernab vom Ballermann, ihr versteht schon. 

Schön war’s dank der Familie natürlich trotzdem sehr. Und das ist ja auch das Wichtigste!

Kleid: Stine Goya
Schlappen: Miu Miu

Vom Spielplatz zum Baumarkt

Wie ich darauf komme, auf dem Spielplatz in komplett weiß über Sandberge zu stampfen und ohne jegliche Flecken davon zu kommen, weiß ich selbst nicht so genau. Vielleicht hat der sandfarbene Mantel sich schützend aufgespannt und war mir der wohl beste Begleiter. Jedenfalls trage ich den Ton Weiß mittlerweile in allen Lebenslagen, auch wenn es mal bedrohlich für seine Strahlkraft werden kann. Und All-White-Looks sind mir in diesem Zusammenhang die Allerliebsten. Wenn schon, denn schon – oder nicht? Meinen neuen, treuesten Begleitern macht das bisschen Dreck jedenfalls kein bisschen was aus: Immerhin steht den Air Force 1 so ein klein wenig Patina ganz hervorragend und genau die sorgt am Ende dafür, dass nicht jeder denkt, ich sei gute fünf Jahre zu spät auf den Zug der hochbesohlten Power-Schuhe aus dem Hause Nike gekommen. Ha! Von wegen.

Vom Spielplatz aus ging es jedenfalls direkt weiter in den Baumarkt, um mich nicht nur im Pflanzenparadies vollends auszuleben, sondern außerdem die Bohrmaschinen-Ecke genauestens zu inspizieren. Es ist nämlich allerhöchste Zeit, dass ich meine “Ich werde beim Bohren die Wand zerstören”-Furcht begrabe und endlich selbst Hand anlege. Der Drang kommt spät, aber er kommt. Kann ja auch schließlich nicht sein, dass ich mich noch immer ziere, oder?

Mantel: ba&sh
Pulli: Lacoste
Hose: Closed
Gürtel: Isabel Marant
Halstuch: Stine Goya
Schuhe: Nike Air Force 1

One Night in Hamburg

Ich sag‘ es euch ganz ehrlich: Das Fitting für das Arket Opening mit mir war kein Zuckerschlecken. Nichts wollte mir so richtig stehen, nichts fühlte sich so recht nach „festlicher Eröffnungsparty“ an – bis, ja bis die tollste Vanja von Prag PR und Nike sich uneingeschränkt um das Problemkind Sarah kümmerten und ein Spitzenkleid samt Männerblazer rausfischten. Ich jedenfalls fühlte mich dank der Hilfe meiner persönlichen Stylistinnen pudelwohl und überglücklich. Ich danke euch, ihr Wunderbaren!

Kleid & Blazer: Arket
Schuhe: Acne Studios
Tasche: Chanel WOC

Geht nicht, gibt’s nicht: Wenn Karo Nadelstreifen treffen

Karo zur Nadelstreifenhose? Anzug zum Turnschuh? Ja und Ja. Und wenn mir noch einmal jemand “Geht nicht”-Regeln wie “Schwarz lasse sich nicht mit Blau kombinieren” oder “Muster sollten sorgsam eingesetzt werden” unter die Nase reibt, dann will ich unbedingt noch einen drauf setzen. Wer um alles in der Welt hat sich denn dieses Regelwerk ausgedacht? Ich jedenfalls mixe genauso, wie es mir in den Kram passt und fühle mich damit pudelwohler denn je.

Mantel: Closed
Pulli: Kauf dich glücklich
Hose & Other Stories (leider alt)
Tasche: Céline
Schuhe: Nike Air Force 1

Ein Zelt auf Wanderschaft

Manch eine*r von euch werden meine Vorliebe für Zelt-gleiche Outfits noch aus der Pre-Wilma-Zeit kennen: Hosen konnten nicht weit genug sein und auch das dazu gewählte Oberteile wirkte alles andere als körpernah. Nach meiner Schwangerschaft änderte sich mein Kleidungsstil allerdings und auf einmal sehnte ich mich nach eng anliegenden Kleidungsstücken. Irgendwie gaben sie mir fortan Halt. Dann und wann allerdings, kann es auch heute nicht weit genug sein – zum Beispiel immer dann, wenn ich Mäntel wie schützende Zelte überwerfe. Und genau solch ein Modell erreichte mich vor wenigen Wochen aus der Kooperation zwischen Barbour und Margaret Howell. In dieser Zusammenarbeit wurde der guten, alten Wachsjacke nämlich ein kleines Make-Over eingehaucht. Hach, große Liebe!

Für mehr Zweiteiler im Alltag

Warum trage ich eigentlich so selten Zweiteiler, frage ich mich jedes Mal aufs Neue, wann immer ich in meinem Woll-Ensemble vor die Tür trete. Die Antwort lautet kurz und knapp: Ich weiß es nicht. Dabei ist gerade dieses mollig warme Duo doch perfekt für die aktuelle Herbstzeit. Richtig geschichtet, braucht es hier also nicht einmal noch eine Übergangsjacke. 

Wollzweiteiler von & Other Stories (ähnliche hier)
Rollkragen: Arket

Schuhe: Acne Studios
Schal: Acne Studios
Socken: Kunert

Ab ins Wochenende

Ich bin nachhaltig ziemlich stolz auf meinen eBay Fund aka den Escada Karo Blazer, den ich seither wirklich kaum noch ausziehe. Das Wollgemisch sorgt auch diesmal dafür, dass ich auf die Übergangsjacke verzichten kann und dass dieses Modell der perfekte Begleiter für immer ist. Koffer dazu und ab ging es mit meiner Tochter zum Bahnhof, um das anstehende Wochenende bei meiner Schwester im schönen Dortmund zu verbringen. Travel-Outfit: Check!

Blazer: Escada via eBay
Rollkragen:Kauf dich glücklich (leider alt)
Jeans: Big Baggy von Levis
Schuhe: Nike Air Force 1
Mütze: Prada
Tasche: Acne Studios

Als Beere durch den Pott

Es lässt sich wohl nicht leugnen: Winter is Coming! Und während ich durch Dortmund Parks schlenderte, musste ich zum ersten Mal wieder feststellen, dass Lederschühchen wohl allmählich gegen wärmeres Schuhwerk ausgetauscht werden müssen. 

Um in dieser grauen Zeit aber trotzdem ein klein wenig zu leuchten, versuche ich seit ein paar Saisons, Abstand von dunklen Wintermänteln zu nehmen. Das Resultat? Ein Purpur-farbenes Modell von Stine Goya, das mich pünktlich zum Wochenende erreichte und mich bestens für das usselig kalte Wetter in Dortmund wappnete. Die Schuhe werden ganz bald gegen wärmere Schuhe ausgetauscht, der Mantel, er bleibt!

Mantel: Stine Goya
Rollkragen-Pullover: Arket
Hose: & Other Stories
Schuhe: & Other Stories

– Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Nike entstanden, enthält Affiliate Links & wurde durch Produktplatzierung unterstützt. Mehr Informationen findet ihr hier –

5 Kommentare

  1. Julia

    Wenn ich mal eine kleine, wohlgemeinte Kritik üben darf: Ich fand eure Outfit-Posts früher, als ihr noch einen externen Fotografen hattet (? oder euch gegenseitig nicht nur mit dem Handy fotografiert habt?) um einiges schöner! Jetzt kenne ich die meisten der Fotos schon von euren Instagram Accounts, und sie wirken auch viel mehr nach schnell nebenbei geschossenen Schnappschüssen, als nach schöner, gut durchdachter (z.B. war der Hintergrund immer viel expliziter gewählt!) Modefotografie, so wie früher.

    Antworten
    1. Sarah Jane Artikelautor

      Liebe Julia, ich danke dir sehr für dein Feedback.
      Tatsächlich haben wir irgendwann aufgehört, klassische Outfit-Posts zu publizieren, weil es irgendwie nicht mehr zu uns passte. Stattdessen wollten wir euch einen Outfit-Überblick über unsere vergangene(n) Woche(n) geben. Dafür haben wir dann angefangen, Editorials zu publizieren. Denn es stimmt: Diese Bilder hier stammen aus dem „echten“ Leben, sind nicht inszeniert, sondern auch mal Schnappschüsse. Aber ich verstehe komplett was du meinst. Vielleicht könnten wir uns mal wieder an eine schöne Mischung wagen <3 Ich danke dir also sehr für deinen Kommentar. Liebste Grüße, Sarah

      Antworten
      1. Julia

        Stimmt, die Editorials gibt’s ja noch! Hab ich komplett vergessen – und die sind ein super Trostpflaster 🙂 Nur öfter wäre schön, aber eh klar, dass das nicht immer geht, die sind schließlich, so wie sie aussehen, ein Heidenaufwand. Danke für deine liebe Antwort, liebe Sarah!

        Antworten
  2. Aglaja

    Wunderbare Outfits! Und mir gefällt im Vergleich zu vielen anderen Blogs auch gerade, dass die Bilder „aus dem wahren Leben“ stammen und die Klamotten nicht für ein professionelles Shooting an- und danach gleich wieder ausgezogen wurden. Ist sehr viel authentischer und (für mich) auch inspirierender!

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