Online Exclusive // Mango für den Sommer 2019 „New Voices“

19.02.2019 Mode, Shopping

Es reicht schon lange nicht mehr, eine Kampagne bloß mit hübschen Gesichtern und schönen Kleidern zu besetzen, das Gefühl von Fernweh in den Fokus zu stellen, Sehnsüchte zu wecken oder mit dem perfekten Fit zu punkten: Seit einigen Jahren schon wollen wir Konsument*innen mehr als das, verlangen Verantwortung, Bewusstsein und eine starke Positionierung. Lange Zeit hielt sich die spanische Modekette Mango mit einem klaren Profil zurück und punktete vor allem mit hübschen Bildern und fantastisch ins Bild gerückten Kollektionen – doch damit ist seit spätestens 2017 Schluss. 

Mango lancierte in jenem Jahr ihre nachhaltigere Committed Linie und machte gleich eines klar: Hier läuft noch nicht alles so nachhaltig und 100 Prozent strikt, wie wir (und Mango selbst) es sich wünschen, aber immerhin wurde endlich ein Anfang gemacht, der konsequent weitergegangen werden soll. Es ist also längst eine Zeit angebrochen, in der riesige Marken wie Mango nicht länger nur ihr schönes Bild vermitteln müssen, es geht mittlerweile vor allem um Inhalte – und genau um die dreht es sich auch in der neuesten Spring/Summer Kampagne der spanischen Marke, die unter dem Titel „New Voices“ junge Menschen in den Vordergrund stellt, die wirklich was zu sagen haben:

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Die elektronischen Klänge des New Yorker Duos Chairlift begleiten mit dem Song I belong in your arm den Soundtrack zum Video der Kampagne musikalisch.

Darunter: Jolie Alien und Sasha Pivovarova, die sich durch ihr künstlerisches Talent auszeichnen,  Frauenrechtsaktivistin Adwoa Aboah, Quad-Rennfahrerin Luna Bijl oder Unternehmer (und Sohn von Arni) Patrick Schwarzenegger.

Was Mango mit seinen sieben ausgewählten Persönlichkeiten aka Stimmen einer aktiveren Generation alles plant, werden wir in den kommenden Wochen und Monaten sehen. Die Botschaft der Kampagne wird sich jedenfalls mittels verschiedener Aktionen und Kollaborationen durch die Saison ziehen. Die Initiativen verstehen sich als Plattform für Kultur in der Gesellschaft und können schon ganz bald unter dem Hashtag #MangoNewVoices entdeckt und nachverfolgt werden. Wir sind gespannt, was Mango in den kommenden Wochen plant!

Und sollen wir uns modisch für den Sommer 2019 merken?

Der Schlapphut feiert sein großes Comeback

Marc Jacobs kündigte es schon auf der New Yorker Fashion Week an und kredenzte uns die Winterversion, Mango hält dagegen das sommerliche Pendant für uns bereit: Der Schlapphut oder auch der Bucket Hat mit breiterer Krempe wartet auf uns und wirkt 2019 alles andere als verkleidet!

Ich bin hin und weg und fühle mich gleich an Vada Sultenfuss in „My Girl“ erinnert.  

Weiß ist die (Un)Farbe der Stunde

Der Ton Weiß feiert dieser Tage seine große Stunde und überzeugt durch Kombinationen mit leichten Pastelltönen wie schon lange nicht mehr. Erinnert sofort an Urlaub und Tage am Meer.

Mit Mint & Silber zarte Akzente setzen

Der Komplett-Look in weiß wirkt für euch ein klein wenig zu klinisch? Kein Problem! Wie wäre es mit einer zarten Note von Mint oder strahlendem Silber dazu? 

Und auf ein Neues: Die Radlerhose bleibt! 

2018 war das Jahr der Radlerhose und 2019 wird der Schnitt nun perfektioniert. Strikte Ablehnung ist nicht mehr erlaubt, denn die Radlerhose zeigt sich durch ihr adretteres Update deutlich schicker als die sportliche Verwandte!

Was sollten wir uns außerdem merken?

  • Blumenkleider mit kleinen Puffärmeln bleiben weiter und funktionieren am besten mit Turnschuhe!
  • Der Trenchcoat erinnert an Sherlock Holmes und besticht durch seine weite Silhouette!
  • Hellblau kann kann schön gut aussehen, vor allem in Kombination mit Weiß & Beige!
  • Pullunder im Winter, Weste im Sommer. Okay.
  • Bernsteinfarbene Accessoires sind zurück!
  • Der Schuh der Wahl? Ist in jedem Fall weiß!
  • Spotted: Batik!

8 Kommentare

  1. Rike

    Vielleicht kannst Du es für mich nochmal in Worte fassen, denn ich finde den Zugang nicht. Welche Inhalte liegen der Kampagne zugrunde?

    Antworten
    1. Sarah Jane Artikelautor

      Liebe Rike, diese Kampagne versteht sich als Kick-off zu den geplanten Aktionen und stellt erstmal die Protagonist*innen der Kampagne vor. Unter #MangoNewVoices soll schon ganz bald noch viel mehr passieren. Aber ich verstehe den Einwand!

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  2. Paula

    „Was Mango mit seinen sieben ausgewählten Persönlichkeiten aka Stimmen einer aktiveren Generation alles plant, werden wir in den kommenden Wochen und Monaten sehen. Die Botschaft der Kampagne wird sich jedenfalls mittels verschiedener Aktionen und Kollaborationen durch die Saison ziehen. Die Initiativen verstehen sich als Plattform für Kultur in der Gesellschaft und können schon ganz bald unter dem Hashtag #MangoNewVoices entdeckt und nachverfolgt werden. Wir sind gespannt, was Mango in den kommenden Wochen plant!“

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  3. Andrea

    Wenn man wirklich darüber nachdenkt, ist es glasklar, dass Fast Fashion niemals nachhaltig sein kann. Wenn in der Produktionskette der Textilindustrie alle Menschen gerecht entlohnt und versichert werden und die Umwelt nicht ausgebeutet wird, dann sind diese Massen von Textilien zu Preisen, wie Mango (und andere Fast Fashion Konzerne) sie anbieten, einfach nicht möglich. Das Konzept von Fast Fashion kann niemals nachhaltig sein. Das ist ein Widerspruch in sich. Mango weiß das und wir, also die Konsumenten, wissen das auch. Fast Fashion Ketten wie Mango sind mittlerweile einfach wahnsinnig gut im Greenwashing und in cleveren Marketing-Strategien, die uns vorgaukeln, sie würden jetzt die Welt verbessern.

    Liebe Janes, ich lese euren Blog schon so lange, ich glaube seit es ihn gibt. Ihr seid zu clever um das nicht zu durchschauen. Und trotzdem bietet ihr den Fast-Fashion-Ketten hier immer noch eine Plattform. Eine verdammt gute Plattform. Damit seid ihr Teil des Greenwashings, teil dieser manipulativen Marketing-Strategien. In anderen Artikeln schreibt ihr über Feminismus, soziale Gerechtigkeit, Fair Fashion. Ich glaube euch, dass euch klar ist, dass sich etwas ändern muss. Gleichzeitig immer wieder und immer noch Werbung für Fast-Fashion, die neben der Öl- und Fleisch-Industrie eine der schädlichsten und ausbeuterischsten Industrien ist, die es momentan gibt. Für mich fühlt sich das hier mittlerweile unglaublich deplatziert und anachronistisch auf diesem sonst so cleveren und kritischen Blog an.

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  4. Sarah Jane Artikelautor

    Liebe Andrea, ich verstehe deinen Groll und dein Unverständnis sehr gut, aber wir haben uns dazu entschieden, kein reiner Fair Fashion Blog zu sein, sondern lieber eine größere Masse von Menschen inhaltlich abzuholen und so im besten aller Fälle für Veränderung zu sorgen. Wenn ich den Diskurs mit Modemarken stoppe, wenn ich die Verbindung beende, dann bleibt mir kein Raum mehr für Diskussionen. Wir haben, wie du sicher weißt, die Verbindung zu Inditex (Zara und Co) vor Jahren beendet, weil man sich zwar angeblich dem Thema Nachhaltigkeit widmet, Inhalte aber partout nicht kommuniziert werden. Wenn aber Marken wie Mango erste Schritte gehen, obwohl sie es in dieser Welt wahrscheinlich nicht einmal nötig hätten (weil sowieso gekauft wird), sogar noch sagen, dass sie selbst am Anfang stehen und höhere Ziele haben, dann unterstütze ich solche Konzepte, weil ich glaube, dass nur die Großen wirklich etwas verändern können. Die großen Player haben die Macht. In den vergangenen Jahren wurde bereits sehr viel unternommen, und ja, darin steckt sicher auch Greenwashing – aber wenn wir aufhören, zu fordern, mal zu loben, wieder kritisieren und auch an unsere eigene Konsum-Nase packen, dann glaube ich tatsächlich daran, auf diese Art und Weise etwas ändern zu können. Wenn ich den Glauben daran verloren hätte, könnte ich in dieser Branche nicht mehr arbeiten.

    Das bedeutet aber ja nun nicht, dass wir hier nur über die Großen schreiben, ich hoffe, da kannst du mir beipflichten. Ganz im Gegenteil: Hier werden so zahlreich kleine Brands, nachhaltig arbeitende Marken unterstützt, die nicht nur am Fair Friday vorgestellt werden.

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    1. Rike

      „aber wenn wir aufhören, zu fordern, mal zu loben, wieder kritisieren und auch an unsere eigene Konsum-Nase packen, dann glaube ich tatsächlich daran, auf diese Art und Weise etwas ändern zu können“

      Hat sich da der Fehlerteufel eingeschlichen, oder ist das wirklich so gemeint?

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      1. Sarah Jane Artikelautor

        Pardon, natürlich nicht! NICHT aufhören! Kurzum: Weiter kritisieren, fordern und an unsere eigene Konsum-Nase packen! Unermüdlich.

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        1. Andrea

          Liebe Sarah, vielen Dank für deine Antwort. Das weiß ich sehr zu schätzen.
          Das Problem ist, die großen (Mode-)Konzerne beginnen erst etwas zu ändern, wenn es weh tut, sprich wenn die Umsätze sinken. Solange die Umsätze passen wird über Veränderung geredet und diskutiert, massives Greenwashing betrieben und Veränderung in homöopathischen Dosen (Conscious collections, committed lines und wie sie alle heißen) betrieben. H&M, Mango etc. erzählen uns seit Jahren (!), dass sie etwas ändern und was ist passiert? Was wurde in den letzten 10 Jahren wirklich getan? Weitere Filialen sprießen aus dem Boden, Arket wird gelauncht. Dafür ist genügend Geld vorhanden, nicht aber für tatsächliche Strukturveränderungen? Wollen die uns für dumm verkaufen? Ja, wollen sie. Und es funktioniert.
          Solange ihr den Fast-Fashion Konzernen hier ein Plattform gebt, seid ihr teil dieser Umsatz-Maschinerie.

          Ich glaube nicht, dass nur die Großen etwas verändern können. Denn die Großen verändern nichts. Wann wurde eine wirkliche Veränderung jemals von oben angegangen? Es sind immer viele einzelne „kleine“ Stimmen, die zusammen etwas verändern.

          TIJW stand für mich niemals nur für Mode, sondern für viel mehr. Für Feminismus, Kritisches Denken, Reflektieren, Hinterfragen, Gleichberechtigung, gesellschaftliche Veränderung. Als ihr mit TIJW begonnen habt, ward ihr Pioniere in einer verkrusteten Modeindustrie. Seitdem hat sich viel getan. Dieses Festhalten an Fast-Fashion-Strukturen, von denen wir alle wissen, dass sie nicht funktionieren und die uns seit Jahren Veränderungen vormachen, die nicht stattfinden, ist für mich das Gegenteil von diesem Pioniergeist, für den TIJW einmal stand.

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