Von Nestbau, Urlaubs-Träumereien & dem ewigen Problem mit der Zeit – Unsere Woche in Outfits

27.08.2019 Mode, Outfit, box1

In der Reihe „Unsere Woche in Outfits“ präsentieren wir euch all das, was wir bei Wind und Wetter, Regen und Sonnenschein und Sommerhitze und Eiseskälte getragen haben. Dieses Mal: Zurück in den Sommer.

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Nike

Ich weiß schon – Leute, die übers Wetter reden oder darüber, wie schnell die Zeit vergeht, sind wirklich nicht die Allerspannendsten, aber ich gehöre definitiv auch dazu, denn: Was ist die Zeit schon wieder verflogen, meine Güte, wo ist die Woche hin, verratet es mir, kann doch gar nicht wahr sein. Ich habe getöpfert, gesungen, ein Rad geschlagen und mir dabei den Oberschenkel gezerrt, ich habe meine Terrasse gefegt und dreiundvierzig Mal Superzug-Quartett mit meinem Sohn gespielt, ich habe ein Trinkspiel der übelsten Sorte gespielt und danach 12 Stunden lang gelitten, einen ersten Geburtstag gefeiert, meine Füße in den See gehalten, ein Buch gekauft und eine Pizza gebacken. Ich habe geweint und geflucht, wegen der Periode und mich halb tot gelacht, über meinen Freund, der alles gegeben hat, um mich aufzumuntern, ich habe gearbeitet, bis spät und trotzdem zu wenig geschafft, aber vor allem: gelebt. Statt einfach nur rumgehangen. Und das tat richtig gut. Denn ja, Jomo, diese Joy of Missing Out, ist das ganz große Ding, aber eben auch nicht immer. Nach einer Sofa- und-Park-Phase folgt nun also wieder: Mehr, mehr, mehr. Weils so viel Spaß macht. Endlich wieder. Aber nur, weil ich mir vorher so viel Ruhe gegönnt habe.

Sonnenbrille: Prada, Rock: & other stories, Pullover: Weekday, Schuhe: Salomon

Kleid: Stine Goya, Sneaker: Nike P-6000

Bluse: & other stories, Seidenhose: Folkdays, Schuhe: Chanel

Sarah

Mitten im letzten Trimester meiner Schwangerschaft angekommen stellen sich nicht bloß die ersten Wehwehchen ein, meine Frauenärztin hat mir auch nahe gelegt, ab sofort wirklich und wahrhaftig kürzer zu treten. Mein nicht vorhandenes Körpergefühl findet selbst nämlich einfach die Stopp-Taste nicht, weswegen solch ein Stupser in die gemütlichere Richtung gar nicht so verkehrt ist. Im Beratschlagen von anderen war ich schon immer allererste Sahne, bloß bei mir selbst hat das noch nie so wirklich funktioniert. Da müssen dann wiederum schon andere Menschen in meinem Umfeld mahnend mit dem Finger zeigend übernehmen, damit auch ich mal die Füße still halte. So wie es gegenwärtig ausschaut, sollte ich mich übrigens wirklich darauf einstellen, dass es eine geplante Geburt mit Kaiserschnitt wird, so merkwürdig und befremdlich ich die Tatsache auch finde, zu wissen, dass an Tag X das Baby geholt wird. Aber: Hauptsache wir zwei gehen gesund aus der Nummer raus.

In Puncto „Nestbau“ bin ich übrigens genauso weit wie vergangene Woche: Gar nicht, nämlich. Größere Anschaffungen wird es aber auch nicht geben, wie ich an anderer Stelle bereits betonte, dafür weiß ich nach Nummer 1 einfach, dass man praktisch eh kaum etwas braucht. Höchstens ein Strohkörbchen für den Knirps mag ich diesmal haben und ein richtiges Bett für uns, damit das Kleine nicht einen Meter höher schläft als ich selbst – sondern wir auf Augenhöhe schlummern. Himmelherrgott, so wenige Wochen nur noch – und dann auch noch im Handbremsenmodus. Bleibt zu hoffen, dass der Spätsommer mit seinen laueren Lüftchen bald kommt, das Wasser nicht doch noch Einzug in meinen Körper hält und das Baby es sich noch so lange wie nur möglich in meinem Körper gemütlich macht.

Kleid von Esprit (alt, ähnlich hier), Schuhe von Mango (alt, ähnlich hier), Strohkorb No Name (ähnlich hier)

Ourania

Ich bin quasi frisch dem Meer entschlüpft wie Aphrodite aus ihrer Muschel. Nur war meine Muschel aka das Boot, mit dem es von meiner griechischen Heimatinsel aufs Festland und dann weiter Richtung Berlin ging, laut und stinkend. Drei Tage waren alle Boote ausgefallen und was dort am Hafen los war könnt euch bestimmt vorstellen. Das pure Chaos! Dennoch, zurück an meinem Schreibtisch in Berlin, denke ich an die vielen Sonnenstunden am Strand, wohlgemerkt immer schön eingecremt im Schatten, und an das tolle Essen. Die kleinen Tavernen, den Geschmack von reifen Pfirsichen, der Geruch von getrocknetem Oregano und dem salzigen Meer. Wenn ich dort bin, vergeht die Zeit langsamer, man genießt alles und hat nicht die Hektik des Alltags um sich herum. Mit diesem Vorsatz geht es auch für mich wieder an die Arbeit, ich versuche Momente mehr auszukosten und auch die Arbeitstage nicht einfach an mir vorbeiziehen zu lassen. Gerade bin ich voll bei der Sache…

Bucket Hat vom Flohmarkt, Bikini von Mango, Schuhe von Converse

Links: Haarspange von einem Markt in Griechenland // Rechts: Secondhand-Shirt von Pick&Weight, Radlershorts von H&M, Sonnenbrille von Ace&Tate, Kette mit Muschel von Ciao Amore Studios

Shorts vom Flohmarkt, T-Shirt von Mango (ausverkauft), Sandalen von Nandi

Julia

Vergangene Woche nannte mich jemand „Sommer-Grinch“ und ja, ich bin ganz ehrlich, es stimmt, denn so wirklich richtig liebte ich die heißen Temperaturen noch nie, lediglich die lauen Sommernächte liegen mir am Herzen. Als es endlich kühler wurde, war ich also so richtig aufgeregt und warf mir mit voller Leidenschaft Mäntel und Blazer über, um den nahenden Herbst zu zelebrieren – aber Pustekuchen! Kurz vor dem Wochenende rollte nämlich die nächste Hitzewelle über Berlin und damit auch über meine Pläne. Seither schlüpfe ich tagtäglich in dieselben drei Kleider und spüle sie abends kurz durch, um sie von Schweiß zu befreien (mit den Öffentlichen zu fahren ist derzeit nämlich ein bisschen wie Lotto spielen, denn nur in den seltensten Fällen sind es weniger als 35 Grad in S-Bahnen und Bussen, während Alleman fröhlich die Fenster geschlossen halten, um jeglichen Luftzug zu verhindern). Weil ich ansonsten nicht wirklich etwas zu erzählen habe, möchte ich meinen neuesten Buchzugang mit euch teilen: Kitchen von Banana Yoshimoto wurde mir schon mehrfach von einer Freundin empfohlen und liegt nun auch endlich auf meinem Nachttisch, nachdem ich es gebraucht gefunden habe.

Links: Leinenmantel von Weekday, Kleid von Urban Outfitters, Scrunchie von Ganni, Haarreif von Henriette von Gruenberg

Rechts: Top von Weekday, Kette von meinem Papa, der Anhänger ist ein Urlaubsmitbringsel, das ich vor einer halben Ewigkeit von meinem Freund bekam

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