Über „Extinction Rebellion“ und Second-Hand-Kleidung: Ein Gespräch mit dem Mode-Umwelt-Aktivisten Alec Leach

Sie ist das bestimmende Thema unserer Zeit: die Zukunft unseres Planeten. Durch Greta Thunbergs „Fridays for Future“-Bewegung sind Bestrebungen für Nachhaltigkeit in der Öffentlichkeit von einem frommen Wunsch zu einer überlebensnotwendigen Dringlichkeit geworden. Derzeit legen die Aktivisten von „Extinction Rebellion“ zentrale Verkehrsknotenpunkte in mehreren Hauptstädten der Welt lahm, um gesetzliche Veränderungen für mehr Nachhaltigkeit und Maßnahmen gegen den Klimawandel einzufordern.

Die große, entscheidende Rolle darin müssen und werden Politik und Wirtschaft spielen. Auch die globale Mode-Industrie ist in diesem Zusammenhang von großer Wichtigkeit, weil sie für viele andere Branchen eine Vorreiterrolle übernimmt. Auch, wenn es von KritikerInnen immer wieder heißt, dass das Verhalten des Endkonsumenten nur einen kleinen Einfluss hat: Jeder kann, sollte, muss mit eigenen Gewohnheiten anfangen, etwas gegen Umweltverschmutzung und Klimawandel zu tun.

Was Mode angeht, hat der britische Autor Alec Leach, der in Berlin lebt, einen ganz konkreten Vorschlag: Er fordert, nur noch Kleidung zu kaufen, die Second Hand und damit schon produziert ist – das große Problem sieht er in der Über-Produktion von Mode. Während er früher Teil dieses Zirkels war (als Redakteur bei Highsnobiety), konzentriert er sich nun mit seinem Instagram-Account „Future Dust“ auf das Thema Nachhaltigkeit und zeigt dort sowohl die vielfältigen Möglichkeiten von Second-Hand-Mode als auch DesignerInnen, deren Entwürfe auf Recycling basieren.

Vogue hat mit Alec Leach über seine Forderungen und Hoffnungen gesprochen.

 
 
 
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Sie haben vier Jahre lang bei Highsnobiety gearbeitet. Mittlerweile haben Sie das Streetwear-Medium verlassen. War Ihr Interesse für Nachhaltigkeit der Grund dafür?

Absolut. Ich habe mich mit der Zeit gefragt, was eigentlich der Sinn hinter meinem Job ist. Jede Saison fährt man zur Fashion Week, sieht dort mehr als zehn Kollektionen am Tag und bekommt noch unzählige E-Mails mit mehr News. Man kann davon kaum etwas mitnehmen. Mir wurde klar, dass sich etwas ändern muss. Bei Highsnobiety habe ich damals an einem Projekt mit dem Copenhagen Fashion Summit gearbeitet – da ging es um eine Serie rund um Nachhaltigkeit und Technologie. Das war etwas, womit ich mich wirklich beschäftigen wollte.

Sie sind damit nicht alleine – in den vergangenen Jahren scheint das Interesse für Nachhaltigkeit in der Modeindustrie explosionsartig gestiegen zu sein.

Viele haben das Gefühl, sie müssen Teil davon sein. Aber nur wenige setzten das wirklich sinnvoll um. Und wenn doch, dann kommunizieren sie das oft nicht gut. Kleinere Marken äußern sich häufig nicht zu Nachhaltigkeit, weil schnell der Vorwurf des Greenwashing im Raum steht. Große Marken wiederum sind umso lauter, dabei wäre der Vorwurf bei ihnen häufig berechtigter. Ein Teufelskreis.

Was denken Sie über den Vorwurf des Greenwashing?

Das ist immer schwer zu beurteilen, weil es gesetzlich keinerlei Vorgaben gibt, was sich als nachhaltig bezeichnen lässt und was nicht. Und die riesigen Fast-Fashion-Firmen stecken ohnehin in der Klemme, weil ihr Business-Modell darauf basiert, wegwerfbare, billige Kleidung zu produzieren. Das wird nie nachhaltig sein. Es müsste Konsequenzen für Firmen geben, die so viel Müll produzieren.

 
 
 
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Eine gängige Praxis von Konzernen ist es außerdem, überschüssige Ware zu verbrennen, um den Preis stabil zu halten. Burberry verkündete unlängst, damit brechen zu wollen.

Ganz genau. Das Ganze müsste verboten werden. Das Problem ist, dass Unternehmen nicht mehr für ihre Produkte verantwortlich sind, sobald sie produziert sind. Damit endet ihre rechtliche Verpflichtung. Auch, wenn sich die Supply Chain verbessert, auch wenn bessere Materialien verwendet werden – Fakt ist, dass es von allem zu viel gibt. Und bei Fast Fashion ist die Marge extrem hoch. Die Unternehmen wären dumm, würden sie weniger produzieren. Sie sehen also die einzige Lösung für mehr Nachhaltigkeit in strengeren Gesetzen.

Was für Gesetze würden Sie sich konkret wünschen?

Zu viel zu produzieren sollte als verantwortungslose Business-Methode eingestuft werden. Und überhaupt sollte man es rechtlich schwieriger machen, wegwerfbare Produkte herzustellen. Man könnte Firmen dazu zwingen, benutzte Produkte wieder zu reparieren, statt neue herzustellen. Oder man könnte Unternehmen dazu bringen, Teile ihres Gewinns in Recycling-Infrastrukturen zu investieren.

 
 
 
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Was halten Sie vom Emissions-Handel? Gucci hat vor Kurzem angekündigt, von nun an carbon-neutral sein zu wollen. Es ist als Mode-Unternehmen unmöglich, carbon-neutral zu sein.

Das gesamte Business erzeugt Carbon-Emissionen. Man kann das höchstens ausgleichen. Aber da haben wir es wieder: Es gibt keine rechtliche Struktur, die das reguliert, festlegt, kontrolliert. Jeder kann alles behaupten, was gut klingt. Das, was Gucci jetzt angekündigt hat, ist meiner Meinung nach das absolute Minimum, das jede Mode-Marke machen sollte. Es ist gut, aber bei Weitem nicht genug. Es ist so, als würde man glauben, keinen Krebs zu bekommen, nur, weil man jeden Tag Gemüse isst.

Was Sie ansprechen, ist ein kapitalistisches Problem – die Gesetzte regulieren nicht, weil das weniger Gewinn und dementsprechend weniger Steuereinnahmen zur Folge hätte.

Eigentlich sind wir – was Nachhaltigkeit angeht – wie im Wilden Westen. Es gibt einfach keine Gesetze dafür. Also muss die Industrie sich derzeit selbst regulieren. Was sie kann, wenn ein Wille da ist, zeigt beispielsweise Patagonia: Carbon-Emissionen kompensieren, bereits getragene Produkte zurücknehmen, recycelte Fasern nutzen, die Produktions- und Lieferungskette öffentlich machen. Dafür muss man eigentlich kein Visionär sein.

Eine McKinsey-Studie hat kürzlich besagt, dass aktuell in der Welt der Luxusmode für 20 Prozent der KäuferInnen Nachhaltigkeit ein Faktor für die Kaufentscheidung ist – und dass diese Zahl in zehn Jahren bei 90 Prozent liegen wird. Unternehmen kommen an dem Thema also kaum noch vorbei.

In meinen Augen sollte es schon als Luxus gelten, sich überhaupt etwas Neues zu kaufen. Es gibt schon genug Produkte da draußen, die noch total super sind. Den Anzug, den ich gerade trage, habe ich für 19 Euro auf Ebay ersteigert. Als ich mir neulich ein neues Regal kaufen wollte, wäre es einfacher gewesen, zu Ikea zu fahren und ein neues zu kaufen, statt in Second-Hand-Möbel-Geschäften zu suchen. Und das genau ist das Problem. Die Zukunft von Shopping sieht meiner Meinung nach so aus, dass wir Second-Hand als erste Option betrachten.

 
 
 
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Wie sehen Sie denn Recycling?

Es gibt aktuell keine funktionierende Recycling-Infrastruktur. Und für Unternehmen damit kein finanzielles Motiv, das sie zum Recycling bringen würde. Recycling bringt aber nur bis zu einem bestimmten Punkt etwas – Mikropartikel aus Plastik werden auch bei recyceltem Material beim Waschen ins Wasser gespült. Es dürften nur noch Waschmaschinen erlaubt sein, die einen Filter dagegen installiert haben.

Sehen Sie denn gesetzlich gar keine Fortschritte? Immerhin werden in der EU bald Plastiktüten verboten sein.

Stimmen wie Extinction Rebllion und Greta Thunberg werden nicht verschwinden. Die werden stärker und stärker werden. Insofern können wir hoffen, dass der Anreiz für die Politik, etwas zu verändern, bestehen bleibt.

Sind Sie auch Teil von Extinction Rebellion?

Nicht ganz. Ich habe allerdings deren Initiative unterschrieben, ein ganzes Jahr lang nur Second-Hand-Kleidung zu kaufen. Sie haben das den Boykott der Modeindustrie genannt, aber das klingt radikaler als es ist. Für mich war das Ganze eine sehr schöne, lohnende Erfahrung. Wir alle sollten das mal ausprobieren. Ich kaufe seit April nur noch auf Ebay und Ebay Kleinanzeigen. Hier in Deutschland finde ich etwa viele tolle Vintage-Stücke von Jil Sander. Außerdem stelle ich fest, dass die Deutschen offenbar italienischen Minimalismus sehr mögen – richtig gute Anzüge von Prada oder Zegna finde ich auch ständig, für sehr wenig Geld.

 

 
 
 
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Bei Ebay könnte man aber auch die Emissionen durch den Versand kritisieren…

Ich würde sagen, dass man nichts kaufen sollte, das sich außerhalb unseres Kontinents befindet. Aber wenn du in der EU lebst und Sachen aus Europa auf Ebay kaufst, ist das kein Problem. Und egal, ob man einen Nerzmantel kauft, eine Lederjacke, oder ein T-Shirt der niedrigsten Qualität, das mit billigen Plastisol-Motiven bedruckt ist – es ist immer besser, als etwas Neues zu kaufen. Weil der Prozess, etwas Neues herzustellen unglaublich schädlich ist.

Auf Ihrem Instagram-Account Future Dust berichten Sie aber auch über Marken, die nachhaltigen Prinzipien folgen. Welche finden Sie derzeit besonders gut?

Emily Bode finde ich total toll. Ihre Ästhetik beruht auf Upcycling-Prinzipien und ist dabei so spannend, sie pendelt zwischen historisch und modern. Gleiches gilt für Marine Serre. Es überrascht mich nicht, dass beide als Köpfe einer neuen Generation von DesignerInnen gesehen werden. Story MFG sind auch super, bei denen wird alles ökologisch produziert, beispielsweise kommen nur auf Pflanzen basierende Färbemittel zum Einsatz. Außerdem begeistert mich Veja immer wieder. Das Level an Engagement ist wirklich beeindruckend, ebenso die Kommunikation dazu. Auf ihrer Website wird erklärt, womit sie Probleme haben und worin sie sich noch verbessern können. Das ist wichtig, weil wir anerkennen müssen, dass es eine Herausforderung ist, wenn man nachhaltiger und verantwortungsbewusster sein möchte. Marken, die zugeben, dass sie zwar ihr Bestes geben, es aber nicht einfach ist – sowas muss auch gesagt werden. Veja und Patagonia sind schon weit fortgeschritten. Dennoch finde ich, dass Second Hand immer die erste Option sein sollte. Und erst die zweite Option Marken wie diese.

Welche Vision haben Sie derzeit für Future Dust?

Gerade ist es für mich ein kleines Nebenprojekt. Ich habe noch nicht darüber nachgedacht, es zu monetisieren, es in ein Magazin zu verwandeln. Ich mag die Idee, Future Dust auf Instagram zu behalten, weil es mir erlaubt, Dinge sehr schnell zu machen und sofort Leute zu erreichen. Da muss ich nicht gegen Google-Rankings ankämpfen.

 
 
 
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Wo recherchieren Sie hauptsächlich?

Hauptsächlich in Tageszeitungen. Der Guardian macht tolle Berichterstattung in Sachen Nachhaltigkeit. Manchmal gebe ich auch bei Online-Stores einfach den Begriff „Recycling“ ein und schaue, was kommt – meistens nicht so viele Optionen. Manchmal stoße ich aber auch auf Marken, die ihre Supply Chain toll kommunizieren. Ich mag außerdem die Website „Good on You“: Dort gibt es Guides über Kaschmir, Baumwolle oder recycletes Polyester zu lesen, die sehr einfach zu verstehen sind. Vieles erfahre ich auch einfach aus Gesprächen. Die nicht so geheime Waffe für 90 Prozent des Journalismus ist ja, dass man einfach mit Leuten redet.

Wie stehen Sie zu Hypes in der Mode-Industrie, die auch vom Mode-Journalismus befeuert werden? Wie etwa Fake-Pelz, den es vor rund einem Jahr überall gab?

Fell ist ein kompliziertes Thema, weil ich verstehen kann, wieso Leute Schwierigkeiten damit haben. Bei einem Kleidungsstück erkennt man nicht sofort, ob es in einer zweifelhaften Fabrik in Pakistan hergestellt oder mit toxischen Chemikalien gefärbt wurde. Aber Fell bietet eine direkte Angriffsfläche. Persönlich denke ich, dass die Nutzung von Second-Hand-Fell sehr gut ist. Ein Tier ist dafür gestorben, also sollte man sichergehen, dass das Produkt auch benutzt wird. Wir müssen mehr Respekt für die Dinge haben, die bereits existieren und dafür, was in sie geflossen ist.

Kommen wir wieder auf Extinction Rebellion zu sprechen – derzeit legt die Bewegung ja mehrere Hauptstädte lahm. Begonnen hat das mit Aktionen bei der London Fashion Week, wo Anfang des Jahres Straßen blockiert wurden.

Ja, Extinction Rebellion will, dass Fashion Weeks abgeschafft werden. Ich bin mir nicht sicher, ob das realistisch ist, aber es ist der richtige Ansatz. Die Fashion Week ist toll, um Leute zusammenzubringen – das ist natürlich wichtig für die Marken. Aber vor allem in Paris guckt man sich den Schauenplan an und denkt sich „Wer braucht das alles?“. Ich konnte mir damals als Redakteur zehn Kollektionen pro Tag angucken. Wir brauchen nicht so viel Kleidung, Es gibt bereits Berge an tollen Sachen.

 

 
 
 
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Damit hinterfragen Sie generell den Sinn der Mode, die von dem Trieb nach Neuem gesteuert ist.

Es gibt viele (kleine) Marken, die gute Kleidung produzieren und kulturell etwas beisteuern. Ich sage nicht, dass diese Marken stoppen sollten. Ich sage nicht, dass sie aufhören sollten, neue Sachen zu produzieren. Ich sage nur, dass wir eine anspruchsvollere und respektvollere Attitüde zu Kleidung haben sollten. Patagonia sollte meiner Meinung nach die einflussreichste Marke der Welt sein. Weil sie die beste im Sinne der Nachhaltigkeit ist. Demna Gvasalia ist zwar ein kreatives Genie, aber wenn ich mir seine letzte Balenciaga-Show anschaue und darüber nachdenke, wie damit die Umwelt belastet wird, hat sie nicht mehr die gleiche Power für mich. Ich gucke mir aber noch jede Woche den Online-Shop von Supreme an, weil das inspirierend ist.

Denken Sie, dass Kleidung generell teurer sein sollte?

Kleidung ist entweder zu teuer oder zu günstig. Noch einmal zu Supreme: Da sind die Preise ganz vernünftig. Zu teure Preise finde ich nämlich auch problematisch. Man zahlt 100 Euro für eine Hose, ca. 40 Euro für ein T-Shirt, das ist ein guter Preis. Es steht aber eine größere Frage im Raum als nur: „Sollte ich anfangen, Second Hand zu kaufen? Sollte ich aufhören, Baumwolle zu kaufen?“ Wir müssen unsere Art und Weise, wie wir an Kleidung herangehen, verändern. Shopping als Aktivität muss als Luxus gelten. Nicht allein die Tatsache, bei Louis Vuitton oder Gucci zu kaufen, sondern: Generell neue Sachen zu kaufen.

Dieses Interview von Hella Schneider stammt aus unserer VOGUE COMMUNITY und erschien im Original bei der deutschen Vogue.

5 Kommentare

  1. Greta

    So ein guter Artikel mit einer super interessanten Persönlichkeit! Seine klaren Standpunkte finde ich großartig und ich würde mich über weitere Berichterstattungen zu „radikaleren“ Denkern und Machern freuen. 🙂

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  2. Lisbeth

    Good point! Bitte an dieses Interview denken, wenn H&M, Zara und co. beworben werden, weil sie sich zum Ziel gemacht haben, bis 5023 zu 3% nachhaltiger zu werden. Die fast fashion Firmen können niemals nachhaltig und fair produzieren.

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    1. Susann

      Oh man, hört doch Mal auf damit. Solche Kommentare kommen JEDES Mal. JEDES Mal. A) haben die Janes sich klar gegen Zara und Inditex ausgesprochen und b) wird hier mindestens einmal die Woche kritisch über FF berichtet. Was wir Konsumierenden daraus machen, liegt ja nicht per se in der Hand von Sarah und Nike.

      Ich freu mich jedenfalls jedes Mal, wenn ihr ihr kritisches verfasst und hier teilt. Und gleichzeitig schwelge auch ich in Gedanken, wenn was neues von Stories geteilt wird. Ich muss ja nicht in den Shoppingwahn verfallen, Lisbeth.

      Generell gilt: Nobody is perfect, gell?

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      1. Lisbeth

        Ja, es wird kritisch berichtet und dann an anderen Stellen wieder Werbung für doofe Unternehmen gemacht. Mir reicht nun mal die Stellungnahme nicht aus und ich mache gerne immer wieder darauf aufmerksam. Und genau diese Artikel lese ich auch gerne. Oder jene, in denen faire und vegane Mode vorgestellt wird. Du hast Recht, es werden mehr. Und ich denke, das hat auch was mit einer kritischen Leserschaft zu tun. Solange die Kritik fair und angemessen formuliert wird, empfinde ich das als hilfreiche Anregung, oder siehst du das anders?
        Dass niemand perfekt ist, ist klar. Dennoch finde ich auch nicht, dass das stetig als Ausrede genutzt werden sollte, um dann doch wieder den xten Pullover von & other Stories zu kaufen und sich dann einzureden, dass man diesen ja sicherlich ewig tragen wird, die 3. Flugreise im Jahr zu unternehmen oder umweltschädliche Nahrungsmittel zu konsumieren. Wir als Konsument*innen haben nun mal eine große Macht und die sollten und können wir auch nutzen.
        Ich finde es toll, dass hier auf Second Hand Mode aufmerksam gemacht wird, weil damit auch das Argument, faire und ökologisch vertretbare Mode sei zu teuer, hinfällig wird.
        Im Übrigen kommentiere ich auch andere Themen und gebe durchaus auch positives Feedback 🙂

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  3. Sabine

    Mehr! Mehr! Mehr! von solchen inspirierenden Interviews. Habe das wahnsinnig gern gelesen und finde ich persönlich viel spannender, als irgendwelche öden Recaps von der xten Fashion Week.

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