Unsere Outfits der Woche // Von Haar-Plänen, fehlender Sonne & einer Early Crisis

29.01.2020 Mode, Outfit, box1

In unserer Serie „Unsere Woche in Outfits“ präsentieren wir euch nicht nur ein paar Looks, in denen wir die Woche bestritten haben, sondern erzählen euch auch, was uns in den vergangenen Tagen so durch den Kopf ging.

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Julia

Die Sache mit den Frisuren ist manchmal ja wirklich zum Haareraufen. Da habe ich mich gerade mit meiner dunkleren Haarfarbe angefreundet und mir obendrein geschworen, auf gar keinen Fall einen Pony schneiden zu lassen, schon liebäugele ich mit einer ganzen Reihe an hübschen Haarschnitten, die ich bei Acne Studios erblickte. Seither verfluche ich meinen Griff zur Schere ebenso wie meinen Vorsatz, mich nicht wieder von irgendwelchen Ponyfransen verführen zu lassen und ertappe mich immer wieder dabei, auf die gespeicherten Bilder zu schielen. Den Gang zum Friseur spare ich mir aber dennoch lieber auf, vielleicht ist es bloß eine Phase (wie so oft), die ich dann ganz plötzlich bereue.

Mantel: Weekday, Hose: H&M Trend (alt), Schuhe: MM6 Maison Margiela, Tasche: Baum und Pferdgarten

Trenchcoat: Pushbutton (alt), Blazer: Ganni (alte Kollektion, ähnlich hier), T-Shirt: Holiday the Label (alt), Hose: Asos (alt) Tasche: Loeil via Vestiaire Collective, Schuhe: MM6 Maison Margiela

Sarah

Während mein Haar während der Schwangerschaft so voll und schön und glänzend war, hängt jetzt alles ziemlich struppig und fad herunter. Das ist normal, sagen viele. Und nun? Ab mit der Mähne oder darauf hoffen, dass es so wird, wie es im vergangenen Jahr noch war. Sicherlich könnte ich zurück zum kinnlangen Haarschnitt zurückkehren, aber dann müsste ich mich wohl gänzlich von der Idee mit den langen Haaren verabschieden. Ich stecke in einer haarigen Zwickmühle: Abwarten, bis abgestillt wurde (vielleicht kehre ich dann zur alten Fülle zurück) oder gleich eine Entscheidung herbeiführen, statt an einem Bild festhängen, das so irgendwie nicht in Erfüllung geht. Schon klar, ein wunderbares „Erste Welt Problem“, aber eines, das mich gerade bei jedem Blick in den Spiegel umtreibt. Mon Dieu!

Blazer: Second Hand via Ebay, Mock Neck Shirt: Kauf dich Glücklich (alt, ähnlich hier), Hose: Closed, Gürtel: & Other Stories

Blazer: & Other Stories, Rollkragen: Lacoste (alt, ähnlicher hier), Haarspange: & Other Stories

Blazer: COS (alt, ähnlicher hier), Rollkragen: Arket, Hose: Closed, Schuhe: Aeyde

Mantel: Ganni, Hut: & Other Stories (alt, ähnlicher hier), Hose: Levi’s Big Baggy (alt, ähnliche hier), Schuhe: By Far (alt, ähnliche hier)

Hut: & Other Stories (alt, ähnlicher hier), Rollkragen: Lacoste (alt, ähnlicher hier), Blazer: & Other Stories, Hose: Levi’s Big Baggy (alt, ähnliche hier), Schuhe: By Far (alt, ähnliche hier)

Ourania

Jede Woche nehme ich mir ganz fest vor, mehr Bilder für unsere Outfits zu schießen. Aber mein Gehirn verdrängt das dann wieder und meist fällt es mir dann erst wieder ein, wenn ich in der letzten Ecke einer verrauchten Kneipe sitze, wo das Licht so schlecht ist, dass ich einen Neonanzug bräuchte, damit man auf einem Bild auch nur einen Umriss oder Klacks Farbe erkennt. Sowieso warte ich sehnsüchtig auf mehr Licht! Morgens beim Aufstehen ist es immer noch dunkel und wenn man von der Arbeit kommt schon wieder. Das gefällt mir nicht, ich möchte von ersten kleinen Lichtstrahlen geweckt werden, die schüchtern durch die Vorhänge blitzen. Ich versuche, geduldig zu sein, denn das halbe Jahr über ist hier nun mal Winter und wenn man sich wünscht, dass ein halbes Jahr schnell vorbei geht, dann bleibt am Ende ja gar nicht mehr viel übrig. Also ab nächster Woche wieder mehr Outfits von mir – und Freude über die wunderbare Wintermittagssonne. 

Strickjacke: von Mama (ähnliche hier), Hose: Levi’s 501 Vintage (ähnliche hier), Sneaker: Nike, Socken: Arket

Nike:

 

Pullover: Ganni, Hose: Asos

Mein gesamtes Leben besteht aus Phasen, oder besser: Es setzt sich aus ihnen zusammen, reiht eine Ära an die nächste, ohne jemals stillzustehen. Diese Sprunghaftigkeit betrifft nicht nur hin und wieder die großen Bereiche des Seins, sondern auch die kleinen – meinen Kleiderschrank zum Beispiel. Was mich diese Woche geschmackstechnisch geritten hat, weiß ich beim Betrachten der Schnappschüsse ehrlich gesagt auch nicht mehr. War ich beeinflusst vom Ticketkauf für das Berliner Bikini Kill Konzert? Ist es die Vorfreude auf Sleater Kinney im Februar? Möglich. Ich weiß eigentlich nur: Objektiv betrachtet mag ich mit einem rosafarbenen Ying Yang Pullover zur Leoparden-Leggins reichlich daneben liegen, aber mir selbst, mir macht diese Kombination so unendlich viel Spaß, dass ich sie fast zu meinen liebsten des Jahres zählen würde. In Paris hingegen war ich in Latzhose unterwegs – sind das vielleicht erste Anzeichen einer Early Crisis, weil ich einfach nicht fassen kann, dass ich demnächst Mutter eines Schulkindes sein werde? Schließlich war ich fest davon überzeugt, wir hätten noch so unendlich viel Zeit, mindestens einen ganzen Sommer und einen Winter lang, aber nein, die Erzieherinnen, auf die ich sehr vertraue, haben mir den Kopf zurecht gerückt und mich Anfang der Woche während eines langen, lieben Gesprächs gefragt: Wenn nicht Lio, wer denn dann? Keine Ahnung, das weiß ich nach dem Durchsehen aller Bilder und Vorschularbeiten nun auch. An der Nase herum geführt hat er mich zuhause wohl, mit seinen ewig gleichen Aalen, Zügen und Strichmännchen. Pah, der malt sogar in 3D, der freche Vogel. Ich werde dann berichten. Hurra.

Mütze: von Mama, Schal: Ganni, Mantel: Norse Projects, Boots: Arket

Mantel: Edited the Label, Tasche: Envii

Pullover: Paloma Wool, Hose: & other stories, Loafer: Ganni

Scrunchie: Jane Wayne x KDG, Longsleeve: Stine Goya, Latzhose: Levi’s, Tasche: Chanel, Ohrringe: Jane Kønig, Armband: Wald Berlin

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