„Be a Lady They Said“ – ein Video mit Cynthia Nixon, das sexistische, ambivalente & absurde Erwartungshaltungen an Frauen* aufzeigt

Am gestrigen Morgen schickte mir eine Freundin ein Video, das im Laufe des Tages viral gehen sollte: „Be a Lady They Said“ wurde überraschender Weise vom Modemagazin Girls Girls Girls ins Leben gerufen und zählt, unter der Narration von Cynthia Nixon, in 2:51 Minuten sämtliche mit vermeintlichen Glaubenssätzen, sexistischen Stereotypen, Vorurteilen und Ambivalenz vollgepackten Erwartungshaltungen an das Aussehen sowie die Verhaltensweisen von Frauen* auf. 

Für einen Moment überlegten wir, das Video in unsere Short News zu packen, waren uns dann aber sicher: Dieser Botschaft möchten wir einen eigenen Platz geben.

Words: Camille Rainville
Narrator: Cynthia Nixon
Director: Paul McLean paul-mclean.com
Music: Louis Souyave @ OPM.london
Post: Mini Content mini-content.com
Producer: Claire Rothstein claire-rothstein.com

 
 
 
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8 Kommentare

  1. Isa

    Wow, ich hab Gänsehaut. Das ist so auf den Punkt und es gruselig, wie man sich in allem wiederfindet. Es ist nur so verflixt schwierig, sich davon zu befreien, weil man mittlerweile automatisch so handelt und diese Glaubenssätze dabei unbewusst immer im Hinterkopf hat. Ich persönlich bin gerade dabei, mich jeder Tag ein bisschen mehr von dem Scheiß zu befreien. Und meiner 2,5-jährigen Patentochter so einen Mist erst gar nicht vorzubeten. Step by step!

    Danke für den Videotipp!

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  2. Fritzi

    Ich habe es mir schon so oft angeschaut weil ich es einfach so toll gemacht finde.
    Leider sind das alles Dinge, die ich so schon in meinem Elternhaus eingeredet bekommen habe. Ich finde es so schwer sich hiervon zu befreien. Ich hoffe einfach, dass ich es bei meiner Tochter besser machen kann.

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  3. Leni

    Hi Janes,
    bei aller Begeisterung für das Video, die ich beim ersten Mal auch empfand – ich hätte mir eine kritische und reflektierte Einordnung dazu total gewünsch! (vielleicht kommt die noch?!) Ich kann das Video kein zweites Mal ansehen, ohne den Widerspruch zwischen den gezeigten normschönen Frauen und dem Gesagten darin zu erkennen. Dieses Video bestärkt sich darin selbst. Stichwort: Werbefeminismus! Suche ich das Korn in der Suppe? Nein, es geht mir nur mächtig auf die Eierstöcke!

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    1. Florence

      Hi Leni, das geht mir ähnlich, seit ich den Instagram-Feed von Girls Girls Girls angesehen habe. Statt empowernder Botschaften sehe ich, dass viele im Video benutzte Bilder aus der Publikation selbst stammen. Die Ästhetik des Magazins (dein Stichwort normschön) bekomme ich mit der Botschaft des Videos nicht zusammen. Und das Selbstverständnis des Magazins auch nicht: „“Girls. Girls. Girls. brings back a time when women in fashion were all about the polish, the luxury and the total fantasy. When fashion magazines were a pure indulgence and envious aspiration. It promises to bring back some much-needed escapism from a far too real world, photographically speaking. No grunge, just glamour.“

      Gehört das als Ironie schon zum Konzept des Magazins? Oder entwickeln sie sich gerade weiter?
      Kennt jemand das Mag und/oder kann erleuchten?

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      1. Nike Jane

        Ihr Lieben, uns ging es da sehr ähnlich, deshalb haben wir uns intern darauf geeinigt, das Video für sich sprechen zu lassen und eine relativ neutrale Form der Infragestellung zu wählen: „„Be a Lady They Said“ wurde überraschender Weise vom Modemagazin Girls Girls Girls ins Leben gerufen…(…)“ Der Support von der großartigen Cythia Nixon passte nicht zusammen mit dem Eindruck, den der Instagram Account von Girls Girls Girls erweckte. Wir fragten uns also auch: Haar in der Suppe gefunden? Was ist „falsch“ am gezeigten Frauenbild, muss es das nicht auch geben dürfen? Wenn ja, darf es so für sich allein stehen? Etc. Niemand von uns kennt die Print-Ausgabe gut genug, leider. Falls also jemand hier Gedanken dazu, her damit! Das Video hingegen empfinde ich als großartig. Gerade weil ich die Wahl der gezeigten Bilder als bewusst stereotyp empfinde. Hier hätte man aber sicher auch das Gegenteil als Stilmittel wählen können. Aber das ist dann … künstlerische Freiheit?

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  4. Nina

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich zwar sicher bin, dass weiße alte Alphamänner a la Trump sich Frauen genau so vorstellen. Aber in unserer Generation sind wir in meiner Wahrnehmung an einem Punkt, an dem sich Frauen nicht mehr primär für Männer sondern aufgrund vermuteter Erwartungen anderer Frauen diesen Regeln unterwerfen. Mein Mann macht mir die meisten Komplimente, wenn ich ungeschminkt seine riesige Jacke überwerfe. Alle äußeren Impulse, die mich dazu inspirieren, mich zu schminken und zu stylen, kommen von anderen Frauen. Man muss sich also eigentlich fragen, ob das Problem unsere eigenen überholten Vorstellungen sind oder wir es am Ende doch nur für uns selbst tun und es gar kein Problem (mehr) ist. Ich rede hier natürlich nur für junge Frauen in freien demokratischen Rechtsstaaten…

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  5. Hausarbeit-Agentur

    Auch an Männer werden widersprüchliche Anforderungen gestellt;auch Männer zerbrechen an diesen Anforderungen; die Suizidrate bei Männern ist deutlich höher als bei Frauen.

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