Unsere Outfits der Woche // Von fehlender Ich-Zeit, Eigenarten & einer neuen Lieblings-Doku

11.03.2020 Mode, Outfit

In unserer Serie „Unsere Woche in Outfits“ präsentieren wir euch nicht nur ein paar Looks, in denen wir die Woche bestritten haben, sondern erzählen euch auch, was uns in den vergangenen Tagen so durch den Kopf ging.

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Julia 

Auf meinem Nachttisch, der eigentlich gar kein richtiger Nachttisch, sondern ein lackierter Holzhocker ist, stapeln sich noch immer ungelesene Bücher, was mir regelmäßig ein schlechtes Gewissen macht. Nur allzu gerne hätte ich euch mal wieder einen Tipp ans Herz gelegt, hoffe aber natürlich, dass meine Leselust mit dem einkehrenden Frühling zurückkommt. Ein paar andere Dinge, die ich in der vergangenen Woche mochte, möchte ich aber dennoch mit euch teilen:

Eine Doku: Anti Fashion dreht sich um die Modebewegung der 90er Jahre, zu der etwa Maison Margiela, Ann Demeulemeester, Helmut Lang, Comme des Garcons und Yohji Yamamoto zählen. Einige der Designer*innen kommen in der Dokumentation auch zu Wort und sprechen über ihr Verständnis von Mode.

Ein Buch: Maison Margiela: The Women’s Collection 1989-2009 — mein Freund schenkte es mir zu meinem Geburtstag und es ist wohl mein bisher liebstes „Coffee Table Book“.

Eine Band: Ich freue mich immer riesig, wenn einige von euch meinen Playlisten folgen. Zuletzt habe ich die Band The Church für mich entdeckt.

Eine Serie: Nike hat „I am not okay with this“ bereits an dieser Stelle vorgestellt. Ich selbst schaute alle (kurzen) Folgen an zwei Abenden und war so begeistert, dass ich bereits jetzt sehnlichst auf eine zweite Staffel hoffe.

Auf meiner Wunschliste: Derzeit bin ich auf der Suche nach einem neuen Wandspiegel. Bei Etsy habe ich bereits einige schöne Exemplare gefunden (z.B. hier & hier), möchte mein Glück aber noch in örtlichen Secondhand Shops versuchen, um den Versand zu umgehen.

Kleid: Filippa K, Blazer: Baum und Pferdgarten, Gürtel: Prada via Vestiaire Collective 

Blazer: Raey, Hose: H&M Trend (alt, ähnlich hier), Schuhe: MM6 Maison Margiela

Sarah

Seit März teilen mein Freund und ich uns nun die Kinderbetreuung für Otto 50/50 und so allmählich grooven wir uns in die Abläufe zwischen Kids und Office ein und entwickeln erste Routinen. Dabei musste ich vor allem lernen, loszulassen und meinem Partner nicht ständig reinzureden und nicht alles besser zu wissen, sondern ihn einfach mal machen zu lassen. Eine hartnäckige Eigenart, die wir Frauen manchmal pflegen und die oft dazu führt, dass wir die Dinge wieder an uns reißen, weil wir meinen, die vermeintlich bessere Strategie zu verfolgen – vielleicht wisst ihr ja, was ich meine. Eine Sache, die jetzt tatsächlich viel zu kurz kommt: Ich-Zeit, ohja! Denn wenn schon mal ein paar freie Minuten da sind, dann werden die auch am liebsten mit dem Freund geteilt – denn schließlich soll in dem ganzen Planungs-Wahn und Funktionieren-Modus die Partnerschaft auch nicht zu kurz kommen.

Klingt vielleicht gar nicht so anstrengend, ist es aber gerade, schließlich nimmt der durchgetaktete Tag mit dem ersten Augenaufschlag auch schon seinen Lauf und flitzt in Rekordtempo in den Abend. Kein Wunder also, dass die Zeit mir dieser Tage nur so durch die Finger rinnt. Wie gut, dass ich dank Wilma weiß, dass entspanntere Zeiten folgen, Durchatmen das Einzige ist, was an dieser Stelle hilft und Stress sich einfach nicht lohnt, auch wenn wir zu gern in alte Muster verfallen und die Frustrationsgrenze täglich unterschiedlich hoch ist. Beschweren möchte ich mich dennoch nicht, schließlich bin ich wirklich wahnsinnig gesegnet mit allem. Ein bisschen auf die Bremse zu treten könnte mir dennoch nicht schaden. Vielleicht aber fehlt da aber einfach noch die Routine. Ganz sicher sogar.

Bluse: & Other Stories (alt, wieder aufgelegt), Hose: & Other Stories

9 Kommentare

  1. Marie

    Liebe Sarah, die Bluse von Edited sieht toll aus und steht dir super. Kannst du was zum Material sagen? Bei 100% Polyester bin ich skeptisch, aber schön ist sie.

    Antworten
    1. Sarah Jane

      Liebe Marie, berechtigte Frage! Ich hatte das erst gar nicht gesehen und hatte erst nachgeschaut, nachdem ich die Bluse sich in der Hand fast ein bisschen wie Seide anfühlte. Auf der Haut trägt sie sich total gut. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich, vom Tragegefühl her, eher selten Probleme mit Polyester habe. Ich hoffe, diese vage Aussage hilft dir irgendwie weiter.

      Antworten
      1. Lia

        Ich lese eure Outfitartikel immer am liebsten. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mich mit deinem Satz, Sarah, “ eine hartnäckige Eigenart die wir Frauen manchmal pflegen und die oft dazu führt, dass wir wieder die Dinge an uns reißen, weil wir meinen die vermutlich bessere Strategie zu verfolgen…“ nicht identifizieren kann und ich sie unglücklich formuliert finde. Ich habe mir die Formulierung nun öfters durchgelesen und das “ manchmal“ nicht übersehen aber finde die Aussage nicht ganz stimmig mit den restlichen Inhalten auf eurem Blog. Verstehe mich nicht falsch, ich bin gegen jegliche Art von Überkorrektheit und erst eine gewisse Inkonsequenz erscheint mir menschlich, aber mich persönlich irritiert das Geschriebene oben sehr.

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        1. Sarah Jane

          Liebe Lia, ich danke dir für deinen Kommentar. Du musst dich natürlich auch gar nicht mit meiner Aussage identifizieren, aber ich dachte, ich bin einfach richtig ehrlich und erzähle euch, wie die ersten 1,5 Wochen mit dem 50/50 Modell so liefen. Damit wollte ich Frauen per se gar nicht auf die Füße treten, mir sind diese Muster allerdings schwer in meinem Umfeld – und eben bei mir – aufgefallen. Ich war ja die ersten vier Monate fast komplett alleine mit unserem Baby, weil es so wirklich am praktischsten war. Da ist es sicher auch normal, dass ich geglaubt habe zu wissen, wie der Hase läuft und permanent an meinem Partner rummäkelte. Zwar spricht alle Welt von 50/50 Aufteilungen, aber schlussendlich fehlen auch mir und speziell meinem Partner die Vorbilder: In der Realität setzt das aus unserem Umfeld nämlich niemand um. Und zu Hause wurde auch ich so sozialisiert: Meine Mutter hat 99 % der Kindererziehung übernommen, meinen Vater sah ich höchstens alle zwei Wochen. Was ich damit sagen will? Ich musste in den vergangenen 1,5 Wochen einfach aktiv an mir arbeiten, um vorgelebte Muster nicht zu wiederholen. Denn, das wollte ich unter keinen Umständen. Verstehst du, was ich meine? Wenn ich mich damit zu allgemein ausgedrückt habe, tut es mir leid. Liebe Grüße, Sarah

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      2. Rike

        Bitte habt bei Kunstfasern im Hinterkopf, dass diese bei jedem Waschgang Mikroplastik ins Wasser abgeben, die in der Regel nicht herausgefiltert werden. Dieser Aspekt sollte mMn mindestens genauso bedacht werden, wie das Haut- und Tragegefühl. <3

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  2. Kerstin

    Hallo,
    ich verstehe den Satz mit der „hartnäckigen Eigenart“ sehr gut und sehe es bei mir ebenfalls, dass es mir trotz Vertrauens manchmal schwer fällt, gedanklich loszulassen. Ob ich der Ansicht bin, eine bessere Strategie zu verfolgen als der Mann, glaube ich nichtmal, aber in den letzten Jahren hat sich meine Strategie halt bewährt und jetzt – da ich auch wieder voll ins Berufsleben eingestiegen bin – fällt es mir einfach schwer, Dinge gedanklich aus der Hand zu geben…
    Grüssle aus Karlsruhe,
    Kerstin

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