Outfits der Woche: Vom Nichtstun, ersten Eiskaffees & royaler Wachsjacken-Inspiration

24.02.2021 Mode, Outfit, box1

In unserer Serie „Unsere Woche in Outfits“ präsentieren wir euch nicht nur ein paar Looks, in denen wir die Woche bestritten haben, sondern erzählen euch auch, was uns in den vergangenen Tagen so durch den Kopf ging.

– Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links & wurde teilweise durch Produkt Samples unterstützt. Mehr Infos dazu findet ihr hier –

Nike:

Ich fühle mich einfach nur erleichtert, obwohl ich noch nicht einmal genau sagen kann, weshalb, es ist so ein rundum gutes Gefühl, das da in meinem Körper angekommen ist, ganz so, als würde es da jetzt erstmal auch bleiben. Vielleicht wegen der Sonne oder weil Lio ab sofort wieder für 2,5 Stunden am Tag zur Schule gehen darf. Oder auch, weil mir vieles egal geworden ist. Weil ich weiß, wo ich hin gehöre, wer immer da ist und all solche schnulzigen Sachen eben. Ich habe aber auch gemerkt, dass ich manchmal eine Pause brauche, zum Beispiel von Instagram und dass ich manchmal auch einfach nur Gutes teilen will oder kann. Während ich das tue, hoffe ich trotzdem, dass die Leute immer wissen: Das sind nur kleine Momentaufnahmen. Jeder Tag ist neu, je nach Energielevel, Zeit und Kraft.

Was mich auch gleich zu dem Buch „Nichts tun“ von Jenny Odell führt, das neulich in meinem Briefkasten lag: „Die Kunst, sich der Aufmerksamkeitsökonomie zu entziehen“, heißt es da im Untertitel. Jia Tolentino („Trick Mirror“) findet’s richtig gut und auch Teresa Bücker freut sich sehr auf die Lektüre – ihr wisst, was das bedeutet: Sie kann quasi gar nicht verkehrt sein. Dieser Frühling macht mich Buch-technisch regelrecht fertig, aber im besten aller Sinne, weil die Besten gerade all ihre zukünftigen Bestseller-Werke veröffentlichen. Ich komme gar nicht mehr hinterer. Demnächst gibt es eine Zusammenfassung, versprochen. Ich muss jetzt aber erst ein bisschen üben. Nachdem mir mein Rücken-Yoga-Programm gerade nämlich wieder etwas öde wird, ist es an der Zeit für eine schnittige Herausforderung, ja vielleicht sogar ein ganzes Hobby: Meine Impala Rollschule sind gestern angekommen. Ja, wer glaub denn sowas. 

 

 

Kleid: Ganni x Levi’s
Bluse: Vintage
Boots: Aeyde

* dieses Foto ist ursprünglich für eine Zusammenarbeit mit Lacoste entstanden

Polo Shirt: „Loop Polo“ Lacoste, Hose: Closed, Ohrringe: Romantico Romantico

Pullover: Closed, Kleid: Von Mama, Hose: & other stories, Sneaker: Nike

Cardigan: Henrik Vibskov, Jeans: & other stories, Pullover: Ganni, Boots: Dr. Martens

Weste: Ganni
T-Shirt: Arket
Rock: Edited 
Loafer: Monki

Sarah

Ich hatte so ein herrlich schönes Wochenende, traf Lieblingsmenschen auf Abstand in der Sonne, bestellte wieder einmal Käsespätzle und noch mehr Pizza, vergaß die Sonnenbrille und nahm dafür doppelt Vitamin D auf. Ich schlenderte durch den Britzer Garten und kam, leicht beschwipst von ganz viel frischer Luft, glückselig nach Hause. Ganz so, wie nach einem langen Badetag, wenn man glücklich, zufrieden, aber auch ein bisschen müde, wieder daheim ist und vor Freude gluckst. Ich entstaubte mein Fahrrad, machte es Frühlingsfit und raste mit Wilma durch Berlin, fand ein freies Plätzchen im völlig überfüllten Gleisdreieckspark und war wieder nur eines: wunschlos glücklich. 

Ich bin selbst ganz irritiert davon, wie viel so ein paar Sonnenstrahlen und blaues Wetter ausmachen können, um am Gemüt zu schrauben. Selbst wenn wir arbeiten müssen und bloß sehnsüchtig nach draußen schauen, ist alles schon zig mal wunderbarer als zuvor. Und so hoffe ich sehnlichst, dass das Wetter so schön bleibt und wir Menschen bei all der Euphorie nicht übermütig werden, uns noch ein bisschen an die Corona-Regeln halten und vorsichtig sind, damit wir all das und noch ein bisschen mehr bald auch wieder ganz genießen können. 

Jacke: Barbour, Beret: Kaufhof, Jeans: & Other Stories, Schuhe: Timberland

Pizza: Molinari, Pullover: Prada (älter, ähnlich hier), Steppweste: Baum + Pferdgarten (älter), Hose: Closed, Schuhe: Veja, Socken: EdoGOODS

Shirt: Lacoste (älter, ähnliches hier), Latzhose: Levi’s Vintage (älter), Schuhe: Timberland

Cap: Prada (älter, ähnlich hier), Shirt: Lacoste, Hose: & Other Stories, Schuhe: Timberland

Pullover: Ganni, Jeans: & Other Stories, Schuhe: Timberland

Shirt: Sezane, Hose: Baum + Pferdgarten, Schuhe: Aeyde

Julia 

Vergangenen Sonntag trank ich meinen ersten Eiskaffee, was für mich schon immer ein wenig wie Frühling ist, ganz gleich, ob die Temperaturen noch einmal in den einstelligen Bereich sinken. Während ich da so saß mit meinem Glas, in das ich übermütig drei riesige Eiswürfel geworfen hatte, hörte ich Richard Hawleys „The Ocean“ mindestens elf Mal am Stück, träumte (mal wieder) von Kroatien und schaute durch die dreckige Fensterscheibe in den blauen Himmel. Ich ging gemeinsam mit meinem Freund spazieren, endlich irgendwo im Grünen, lief mir Blasen (hielt dennoch tapfer durch) und malte mir am Abend die Fingernägel schwarz. Ich hielt mich von Nachrichten und von meinem eigenen Handy fern, einfach so, weil eine gewisse Unerreichbarkeit der Seele auch mal guttut und schaute stattdessen RuPaul’s Drag Race.

Blazer: Maison Margiela (älter, ähnlich hier), Hose: Filippa K, Weste: Ann Demeulemeester via Vestiaire Collective, Schuhe: Burberry

Mantel: Filippa K

Blazer: Frankie Shop (älter/ ausverkauft, ähnlich hier), Tasche: Medea, Hut: PardoHats

Ourania

Meine Woche war sehr ruhig. Die ersten warmen Sonnenstrahlen gingen leider an mir vorbei, da ich unentwegt im Studio oder in meiner persönlichen Hölle der Kleiderkammer war. Ich meine das nicht so ernst mit der persönlichen Hölle, denn zwischen Bergen, von Kleidung, Fusseln und Kleiderbügeln fühle ich mich meistens wohl. Am Abend habe ich begonnen, die dritte Staffel The Crown zu schauen und bin ganz fasziniert von den Jagdoutfits der königlichen Familie. Vielleicht ein bezeichnend für unsere Generation, habe ich parallel schon nach gewachsten Barbour-Jacken, Hermés-Tüchern und matsch-grünen Gummistiefeln gesucht. Mich selbst ermahnt, weil ich die Hälfte der Serie verpasse, um kurze Zeit später einen Rückfall zu erleiden. So sind diese Woche die Outfits vielleicht ein wenig Tuch lustig. Royale Inspiration meets Berlin, würde ich sagen. 

Pullover: Urban Outfitter (älter, ähnlich hier), Hose: Levi’s von Neuzwei,
Stiefel: Secondhand (älter, ähnlich hier)

Anzug: Filippa K (älter, ähnlich hier), T-shirt: Vintage (ähnlich hier), Brille: ace&tate (älter, ähnlich hier), Schuhe: Nike, Ohrringe: Jukserei

Pullover: Weekday, Bandana: älter, ähnlich hier

Fabienne

Mich hat die Sonne kalt erwischt und ich mag erklären, warum. Immer pünktlich zu den wärmeren Temperaturen leide ich sehr darunter, meine langen, schweren Mäntel einzumotten. Ich merke dann, wie sehr ich es genossen habe, mich komplett in ein deckenartiges Kleidungsstück zu hüllen und unter ihm geradezu vollends zu verschwinden. Wieder in kurze Jacken oder nur Pullover zu schlüpfen, fällt mir in den ersten Tagen richtig schwer und ich muss meine gesamte Art mich zu kleiden umstellen. Das nur als kleiner Einblick in mein inneres Dilemma. Natürlich habe ich die vergangenen Tage samt heiß geliebter Frühlingsgarderobe auch genießen können.

Cap: Sleep-Over, Pullover: Zara, vintage Hose: Edited, älter,  Schuhe: New Balance

Cap: Nike
Hose: Uniqlo (älter)
Jacke: The North Face
Schuhe: Converse

Sweatshirt & Sonnenbrille: H&M (älter), Tuch: Escada (vintage)

Kleid: Vintage, ähnlich hier, Jacke: Vintage, ähnlich hier, Stiefel: Zara (älter, ähnlich hier), Tasche: Rebecca Minkoff (älter, ähnlich hier)

11 Kommentare

  1. Giuditta Balbo

    Liebe Nike,

    Es wäre so schön, wenn Du mal uns deine komplette Wohnung vorstellen würdest!!! Ab und an erscheinen davon Bilder im Hintergrund und ich kann es mir vorstellen, was für eine Inspirationsquelle das sein könnte!!(so viele Farben;-), so ein ästhetisches Geschmack!).

    Danke
    Liebe Grüße
    Judi

    Antworten
    1. Nike Jane

      Oh wie lieb, tausend Dank! Ich stelle immer mal wieder kleine Ausschnitte vor – hier verändert sich auch noch immer so viel seit wir vor einem Jahr eingezogen sind. Aber gern, ich denke drüber nach, zumindest über ein Update. Gute Idee (:

      Antworten
  2. Fin

    Hello ihr lieben, merci mal wieder für das Format!

    Wollte übrigens noch mal nachhaken, ob ihr nicht mal wieder Lust habt auf das Bücher-Interview Format, mit den Büchern die Menschen durch das Leben begleiten. Hat mir schon einige Lieblingsbücher bescherrt!

    Antworten
  3. Laura

    Ihr habt so eine coolen Style alle! Jede ein bisschen anders und trotzdem total unique! ..wollte ich nur mal da lassen. 🙂

    Antworten
  4. Franzi

    Hey

    Ich hatte letzte Woche Eure Kooperation mit H&M bemängelt, weil sie ja gerade in den Schlagzeilen damit sind Angestellten Müttern das Leben schwer zu machen. Sie sind außerdem immer wieder in den Schlagzeilen für Kinderarbeit, Greenwashing und das Nicht -Einhalten ihrer Versprechen (sieh zB hier https://www.fairness-check.de/HM-im-Fairness-Check-aspx). Was ist denn aus dem angeforderten Statement geworden? Und dem Dialog der so wichtig ist? Ich finde eure feministischen Themen super und würde mir eine ehrliche Auseinandersetzung mit solchen Firmen wünschen – kommt das bald? H&M ist bekannt für seine Intransparenz und so etwas auszusitzen. Ich würde mir wirklich wünschen, dass ihr hier Stellung bezieht – H&M passt nämlich nicht zu euren Texten und eure Privilegien, die aus Affiliate Umsätzen kommen kommen auch zum Leid von diesen Müttern und der Umwelt und vielleicht auch Kindern (für die ersten beiden gibt es Belege, die Belege für Kinder Arbeit sind schon 5 Jahre alt, dass heißt die Kinder von damals sind „schon“ Teenager)

    Antworten
  5. Franzi

    Hey

    Ich hatte letzte Woche Eure Kooperation mit H&M bemängelt, weil sie ja gerade in den Schlagzeilen damit sind Angestellten Müttern das Leben schwer zu machen. Sie sind außerdem immer wieder in den Schlagzeilen für Kinderarbeit, Greenwashing und das Nicht -Einhalten ihrer Versprechen (sieh zB hier https://www.fairness-check.de/HM-im-Fairness-Check-aspx). Was ist denn aus dem angeforderten Statement geworden? Und dem Dialog der so wichtig ist? Ich finde eure feministischen Themen super und würde mir eine ehrliche Auseinandersetzung mit solchen Firmen wünschen – kommt das bald? H&M ist bekannt für seine Intransparenz und so etwas auszusitzen. Ich würde mir wirklich wünschen, dass ihr hier Stellung bezieht – H&M passt nämlich nicht zu euren Texten und eure Privilegien, die aus Affiliate Umsätzen kommen kommen auch zum Leid von diesen Müttern und der Umwelt und vielleicht auch Kindern (für die ersten beiden gibt es Belege, die Belege für Kinder Arbeit sind schon 5 Jahre alt, dass heißt die Kinder von damals sind „schon“ Teenager)

    Antworten
    1. Sarah Jane

      Liebe Franzi,
      bitte entschuldige, dass ich dir erst jetzt antworte. Durch das Gewinnspiel und knapp 900 Kommentare in meinem Mail-Fach ist deine Nachricht schlicht und ergreifend untergegangen. Auch bitte ich zu entschuldigen, dass wir durch Kinderbetreuung, Quarantäne, Home Office und Home Schooling manchmal erst verzögert antworten. Ich gelobe Besserung

      Es gab ein offizielles Statement von H&M, das ich dir nicht vorenthalten möchte. Ich bleibe aber im Austausch mit H&M. Versprochen!

      „Die Einzelhandelsbranche befindet sich aufgrund der Covid-19-Pandemie und des veränderten Kund*innenverhaltens in einem tiefgreifenden Wandel. Die H&M Group verfolgt dies sehr genau und hat bereits die notwendigen schrittweisen Maßnahmen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit ergriffen, um das Unternehmen nachhaltig weiter zu entwickeln und möglichst viele Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Dabei hat H&M Deutschland schwierige, aber notwendige Entscheidungen treffen müssen. Deshalb steht H&M Deutschland derzeit im Dialog mit den zuständigen Mitbestimmungsgremien über den Abbau von 800 Stellen in den H&M Geschäften, dies entspricht rund 5% aller Kolleg*innen von H&M in Deutschland.

      Die Entscheidung für einen Personalabbau ist daran geknüpft, in welchen Stellenprofilen oder Arbeitszeiten der Arbeitsanfall seit mehreren Jahren rückläufig ist. Dieser wurde für jeden betroffenen Store einzeln festgestellt. Im Rahmen des Freiwilligenprogrammes können sich Kolleg*innen, die in diesen Stellenprofilen oder Arbeitszeiten beschäftigt sind melden. Dies ist unabhängig davon in welchem Stundenvolumen sie beschäftigt sind oder ob sie derzeit eventuell nicht aktiv im Store beschäftigt sind, auf Grund von Elternzeit oder krankheitsbedingter Abwesenheit.
      Eine explizite Aufnahme von Kolleg*innen in Abwesenheit auf Grund von Krankheit oder Elternzeit ist notwendig, da sie sonst automatisch von der Teilnahme am Freiwilligenprogramm ausgeschlossen sind, obwohl sie in dem betroffenen Stellenprofil oder der Arbeitszeit gewöhnlicher Weise tätig wären.

      Das Freiwilligenprogramm dient der Vermeidung von betriebsbedingten Kündigungen. Wir sind froh, auch vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage, die Möglichkeit zu haben ein Freiwilligenprogramm mit attraktiven Konditionen anbieten zu können. Sollte über dieses Angebot nicht ausreichend Kolleg*innen erreicht werden, ist die betriebsbedingte Kündigung der nächste Schritt. Diese findet selbstverständlich unter Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben sowie einer Sozialauswahl statt. Kolleg*innen in Abwesenheit, wie Elternzeit und Langzeiterkrankung etc., sind dann selbstverständlich ausgeschlossen.“

      Antworten
  6. Mo

    Sarah, please answer, wo verschwindet dein Pony immer hin auf den Fotos und wie machst du das? Desperate over here, aber ihr seht alle so super aus <3

    Antworten
    1. Sarah Jane

      Mo <3 Das ist kein besonders guter Trick haha. Ich nehme meine Haare einfach zu einem ziemlich hochsitzenden Dutt zusammen und fixiere die übrig gebliebenen Stripsel mit einem Bobby Pin. Das war's schon (

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