Weekend Reads // Mit einer rosa Lunchbox, Eifersucht, Kopftüchern & Paaren, die nur noch „Wir“ sagen

Eine kleine feine Leseleiste zum Wochenende, die gerne im Kommentarfeld ergänzt werden darf. Damit uns weder Lehrreiches und Amüsantes, noch Wichtiges entgeht:

Fundstück der Woche:

 

Quelle.

Was tun, wenn die eigenen Familienmitglieder die AfD und Erdogan gut finden?

Als unsere Jasemin erfährt, dass ihr Bruder die AfD wählen möchte, war sie geschockt. Kurz danach sympathisiert ihr Vater auch immer mehr mit Erdogans Politik. Wie sie versucht, damit klarzukommen, schreibt sie bei Edition F.

Unter Glück hatte ich mir eigentlich was anderes vorgestellt

„Eigentlich würde ich mich als ziemlich glücklichen Menschen bezeichnen. Ich habe eine Familie und Freundinnen, die immer zu mir halten, einen Freund, der mich besser kennt als ich mich selbst, einen Beruf, für den ich mich mit Menschen unterhalten darf, die viel schlauer sind als ich, eine Wohnung mit Balkon, ein New Yorker-Abonnement und genug Klamotten, um eine halbe Schulklasse einzukleiden. Ich kaufe Bio-Äpfel und das „gute“ Olivenöl. Ich kann es mir sogar leisten, hin und wieder in ein Fitnessstudio zu gehen, in dem man 23 Euro für 45 Minuten Fahrradfahren bezahlt. Komischerweise war es ausgerechnet dieses Fitnessstudio, in dem ich mich neulich nach 20 Minuten Strampeln fragte, ob ich eigentlich wirklich glücklich bin oder nur so aussehe.“ Weiterlesen bei der wunderbaren Claire.

Warum es toll ist, wenn der Partner Freundinnen hat

Die Freundinnen des Partners – Wir sind oft eifersüchtig auf sie, dabei sind sie sehr wertvoll. „Ich hatte mal einen guten Freund, Christian. Wir trafen uns regelmäßig und fuhren sogar gemeinsam mit anderen Freunden in den Urlaub. Auch Christians damalige Freundin ist mitgefahren. Wir verstanden uns gut, ich war froh über eine weitere Frau in der Gruppe, weil sie ansonsten nur aus Jungs bestand – und sie war froh, dass ich dabei war. Denn immer, wenn Christian etwas über die Stränge schlug, habe ich ihn unauffällig eingebremst.“ Weiterlesen auf Jetzt.de.

Die Männer müssen lauter werden

In ihrem neuen Buch ruft die Schwedin Malin Elmlid werdende Mütter in Deutschland zur Selbstermächtigung auf. Mit der Zeit spricht sie über alte Rollen und ungenutzte Potenziale. Hier entlang.

Vom Humanismus und unserem ganz eigenen Bildungsweg

„Unter euren Kommentaren zu diesem vor kurzem publizierten Post fand sich einer, der darauf abzielte, wie ich dazu stünde, wenn man Kinder abseits von Kita und Schule aufwachsen ließe. Und ich will so viel vorausschicken: Ich bin kein großer Fan davon, Kinder aus allem herauszunehmen und sich in einer persönlichen Utopie einzurichten, die am gesamtgesellschaftlichen Status quo vorbeiführt. Zumindest, wenn sich solche Utopien aus einem Argwohn gegen äußere Umstände und damit als Verbarrikadierung verstehen.“ Weiterlesen, um das wunderschöne Ende nicht zu verpassen bei Little Years.

Kopftuch – wie freiwillig ist die Entscheidung?

„Während in Iran Frauen ihr Kopftuch als Zeichen ihrer feministischen Befreiung ablegen, setzten es manche muslimische Mädchen und Frauen in Deutschland auf – als Zeichen ihrer Selbstbestimmung. Doch oft sendet das Tuch noch sehr widersprüchliche Botschaften.“ Mehr bei Zeit.de.

Warum wir auf der Arbeit mehr über Depressionen reden müssen

„angen wir ganz transparent an: Ich lebe seit elf Jahren mit Depression. Das heißt in meinem Fall, dass ich mir in meinem Leben schon Gedanken darüber gemacht habe, mir den Kopf wegzublasen. Nicht weil ich das wollte oder zu schwach für die Widrigkeiten des Lebens war. Nein, Suizidgedanken sind ein Symptom, das während meiner mehrmonatigen Depressionsphasen auftreten kann. Was ich damit sagen möchte, ist: Depression ist eine Krankheit, die einen tödlichen Ausgang haben kann.“ Weiterlesen beim Business Punk.

Mann, ey! – Gleichstellung in der Wissenschaft 

„Kalifornien versank kürzlich in tiefer Vergangenheit. An der Hoover Institution, einem konservativen Thinktank in Stanford fand eine zweitägige geschichtswissenschaftliche Konferenz statt. Es ging um den Einfluss historischer Forschung auf aktuelle politische Fragestellungen – um Trumps Populismus, um Kryptowährungen, um globale Ungleichheit. Um die Zukunft also. Auf den Podien diskutierten: Männer, Männer, Männer. Einunddreißig, um genau zu sein, allesamt weiß. Freundlich lächelten sie, Krawatte an Krawatte, von der Website der Konferenz. Die einzige Frau, die ein Podium moderierte, fand sich in dieser Galerie der Gleichen nicht wieder.“ Weiterlesen bei Zeit Campus.

Warum Frauen nicht lieben dürfen wie Männer

Über Heidi Klums Geschäftsmodell gäbe es viel Kritisches zu sagen. Aber worauf stürzen sich die Medien? Auf eine mögliche Beziehung zu einem jüngeren Mann – denn die wäre „kurios“. „Ein Leser hat mir mal geschrieben, er könne mich nicht richtig ernst nehmen, dieses ständige Geheule über Diskriminierung von Frauen, es sei schlimm und vor allem ungerechtfertigt: „Nennen Sie mir EIN deutsches Gesetz, wo drinsteht: Männer dürfen dieses und jenes, und Frauen dürfen das nicht. Gibt es nicht! Frauen dürfen alles, was Männer auch dürfen!“ – Ich glaube, dass das stimmt, von der Gesetzeslage her. Da steht, „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“.“ Danke, Margarete.

Was der Hype um bügellose BHs über unsere Gesellschaft sagt 

Zwar wird ein wichtiger Aspekt ausgelassen, nämlich der, dass mit dem Hype der bügellosen BHs tendenziell auch der Hype um das Schönheitsideal „Zero Titties“ befeuert wird, dennoch ist dieser Beitrag von Bento immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. „Doch wer diesen Trend belächelt oder als die nächste Masche von Modeherstellern abtut, der hat noch nicht verstanden, wie viel der Hype um den bügellosen BH über unsere Gesellschaft aussagt. Lange war genau festgelegt, wie eine Frau zu sein und was sie zu tun hatte: Sie musste Kinder kriegen, den Haushalt schmeißen, das tun, was ihr Mann von ihr verlangte. Dazu passte auch die Wäschemode: Auf Abbildungen historischer Unterwäsche erinnern BHs an tragbare Gefängnisse,komplizierte Konstruktionen aus Stäben, Schnallen und Metall, die aussehen, als ob zum Öffnen einen Werkzeugkoffer nötig ist.“

Das kalte Grauen – wenn Pärchen nur noch „Wir“ sagen

In ihrer Thirtysomething-Kolumne schreibt Silvia über alles, was ihr gerade durch den Kopf geht. Und diese Woche darüber, dass man auch als Paar ein „Ich“ haben sollte. Hier entlang!

Visuelle Studien zeigen, dass auch in den Medien zu wenig Frauen zu sehen sind

Horst Seehofers Team für das Innenministerium wurde vergangene Woche in den Medien kritisch bis spöttisch diskutiert: 100 Prozent Männer, keine einzige Frau! Doch das Bild seiner Mannschaft zeigt eine mangelnde Diversität bei der Personenwahl, die leider kein Einzelfall ist. Nicht nur die Politik braucht mehr Frauen für eine ausgeglichenere Repräsentation von Interessen und Themen – sondern auch die Medien. Weiterlesen beim Freitag. Und:  Hier könnt ihr die dazugehörige Petition unterschreiben.

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