Podcast // Jane knows Wayne #27 – Über das zweite Kind, die 30, ungesunde Beziehungen, Neuanfänge und feministischen Konsum

20.06.2018 Podcast

Das Leben ist wild und unergründlich und außerdem wie ein Papiertüte mit Süßkram, in der hin und wieder auch Saures steckt. In unserem Podcast #27 geht es deshalb um das Doch-Nicht-Heiraten, um Neuanfänge und die Frage nach dem zweiten Kind, wir sprechen über das Almost 30 Gefühl, über Kapitalismus und darüber, ob es so etwas wie feministischen Konsum überhaupt geben kann, wir schimpfen über die katholische Kirche und freuen uns darüber, endlich wieder bei uns angekommen zu sein. 

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13 Kommentare

  1. Lena

    Nike, ich feiere gerade dein Statement zur Kirche. Das saß ganz tief 😀 Ich würde dir da auf jeden Fall zustimmen.

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  2. Maria

    Kirche, ja, vollkommen dagegen. Aber noch einmal zum ersten Teil des Podcasts: das traf ziemlich genau mitten rein, die gleichen Fragen stelle ich mir in umgedrehter Weise: ich wollte niemals nie heiraten und Kinder bekommen, und jetzt bin ich 30, mein Freund seit Ewigkeiten will Kinder + Trauschein und ich zweifle mittlerweile an meinen früheren Grundsätzen. Doch will ich wirklich Kinder, oder gibt mein Körper nun den Ton an und ich habe mich langsam an die Idee einer Mutterschaft gewöhnt? Was tun??

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  3. Nellah

    Ein sehr spannender Podcast. Ich frage mich auch gerade ob Liebe immer ausreicht-und ob der Wunsch nach einem zweiten Kind Grund wäre eine Beziehung trotz Liebe zu beenden. Mein Partner hätte gerne ein zweites Kind- nach einer Tumor OP im letzten Jahr kann ich aber keines mehr bekommen. Er sagt, dass die Liebe zu mir ausreicht, er auch mit dem einem Kind glücklich sein kann. Aber wenn ich eure Worte höre, sehe ich natürlich die Problematik dahinter. Kann man seine Wünsche vom Leben so sehr hinten anstellen nur aus Liebe zu einem Menschen? Und ist die Situation dann eine andere, wenn es kein freiwilliger Verzicht ist?

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    1. Sarah Jane

      Liebe Nellah, ich glaube schon – und in diesem Fall hoffe ich es sogar sehr <3 Ich finde, das sind zwei wirklich unterschiedliche Situationen, wenngleich ich deine Gedanken verstehe. Hier steht an erster Stelle, dass es dir gut geht - und kein Wunsch darf größer sein. Ich drück dich virtuell ganz fest und glaube, dass die Liebe hier über allem steht!

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  4. Katja

    Sehr interessanter Podcast. Vor allem die Aussage von Sarah, man solle sich in Beziehungen nicht immer über Selbstverständlichkeiten freuen, hat mich zum Nachdenken angeregt. Ich erlebe es oft bei Freundinnen oder manchmal sogar bei mir selbst, dass ich für Dinge dankbar bin, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Wenn immer nur eine Seite emotional investiert, stimmt was nicht. Muss einem aber erstmal auffallen, ist ja auch eine schmerzliche Erkenntnis. Bitte mehr von derart tollen und reflektierten Dialogen. Und Nike, Dir wünsche ich alles Gute und gratuliere zur Nicht-Hochzeit. Klingt ganz so, als hättest Du eine verdammt richtige Entscheidung getroffen.

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  5. Mina

    Zum feministischen Konsum:

    Mc Robbie, Angela: Bridging the Gap. Feminismus, Mode und Konsum, In: Engelmann, Jan: Die kleinen Unterschiede. Der Cultural Studies Reader, Campus Verlag: Frankfurt a.M./ New York, 1999, 202-220.

    Mc Robbie, Angela: Top Girls. Feminismus und Aufstieg des neoliberalen Geschlechterre-gimes, VS Verlag für Sozialwissenschaften: Wiesbaden, 2010.

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  6. Maria

    Ich wünsche dir alles gutes Nike! Du bist so eine tolle und reflektierte Frau. Du inspirierst mich mit deinen Gedanken.
    Vielen Dank!

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  7. LaLotta

    Wow, ein richtig toller Podcast!

    Ich finde ihr habt den Widerspruch in Bezug auf Konsum und Feminismus gut verbalisiert und nachvollziehbar dargestellt. Danke dafür 🙂

    In Bezug auf das Thema Elternzeit und Selbstständigkeit, habe ich mir gedacht, dass an dieser Stelle ja mal eure Leser*innen für euch einspringen könnten. Ich habe zwar keine Ahnung, wie realistisch das ist, aber wenn sich jede*r Leser*in bereit erklären würde einen „Artikel“ pro Monat/alle zwei Monate über ein halbes Jahr zu schreiben, könnte Sarah (selbstverständlich auch Nike)eine Elternzeit einlegen, ohne dass der wundervolle Blog einen „Coming-Soon-Button“ braucht. Das Ganze könnte ja unter „Kollektiv der Leser*innschaft spricht“ verbucht werden… 😉 Ich fände es jedenfalls ein interessantes Projekt!

    Nike, vielleicht habe ich das falsch verstanden, aber es schien mir so, als würdest du sagen, dass es allgemeiner Konsens ist, dass es „nicht gut“ sei, in einem bestimmten Alter (oder generell?) Kinder von unterschiedlichen Männern* zu haben? Meiner Meinung nach wird damit ein sehr konservatives Bild bedient und reproduziert. Ich habe die Aussage als verallgemeinernd empfunden, vielleicht meintest du es aber auch nur in Bezug auf dein Lebensmodell? Ich finde es nämlich wichtig, dass Menschen die aus unterschiedlichen Gründen Kinder mit verschiedenen Partnern haben nicht in eine „asoziale/unterschichtszugehörige Ecke“ gestellt werden.

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  8. Caro

    Nike Du sprichst mir aus der Seele. Ich gehe gerade genau durch die exakt gleiche Lebenssituation. Deine Gedanken inspirieren mich und stärken mich mit meiner Entscheidung. Danke, dass es euren Podcast gib! 🙂

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  9. Tülay C.

    es ist immer wieder faszinierend, wie Kritik an der Kirche beklatscht wird, während Kritik am frauenverachtenden islam mit Rassismus gleichgesetzt wird!

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    1. A.

      Weißt du was hier der Unterschied ist? Hier kritisiert nicht jemand aus einem anderen Kulturkreis und/oder einer anderen Religion die katholische Kirche, sondern Leute, die mittendrin stecken/steckten.

      Mal abgesehen davon, dass der Islam nicht frauenverachtend ist. Bitte erst informieren und dann kommentieren.

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  10. Alice

    Haha, immer wenn ich euren Podcast höre, ist das, als würde ich mir selbst beim denken zuhören.

    Ich fahre übrigens seit ein paar Jahren sehr gut mit Cranberry-Extrakt aus der Apotheke gegen Blasenentzündung. Der Tee ist ja eher Folter…

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  11. Lara

    Hier habe ich noch ein mögliches Thema für euren Podcast, was mich persönlich gerade viel beschäftigt.
    Wie geht ihr mit selbstaufgelegten Druck und Vergleiche um?
    Gerade in Berlin habe ich das Gefühl ständig mithalten zu müssen. Eine perfekt eingerichtete Altbauwohnung im besten Kiez, tolle Kleidung und einen wahnsinnig großen Freundeskreis inkl. super viel Freizeitstress.
    Ich selber verbringe manche Abend lieber auf der Couch als durch die ganze Stadt zu tingeln und von einem Treffen und Event ins nächste zu stolpern. Und dennoch vergleiche ich mich mit Jedem, der genau das macht und habe das Gefühl, mithalten zu müssen aber irgendwie nicht zu wollen oder zu können.
    Das Gleiche ist mit dem Job, dem Kleidungsstil, der Wohnung und der Zahl der Freunde etc.
    Dieses ganze Vergleichen ist nicht nur wahnsinnig anstrengend, sondern macht mich auch oftmals unglücklich und kratzt an meinem Selbstbewusstsein. Habt ihr Momente, in denen ihr euch vergleicht? Und wenn ja, inwiefern geht ihr mit dieser inneren fiesen Stimme um?
    So oder so, freue ich mich schon sehr auf euren nächsten Podcast!

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