Outfits der Woche: Von schlaflosen Nächten, Pitabrot & Kaffee im Tennisrock

02.09.2020 Mode, Outfit

In unserer Serie „Unsere Woche in Outfits“ präsentieren wir euch nicht nur ein paar Looks, in denen wir die Woche bestritten haben, sondern erzählen euch auch, was uns in den vergangenen Tagen so durch den Kopf ging.

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Nike

Ich werde gern für verrückt erklärt, weil ich schon jetzt permanent vom Herbst spreche, dabei meine ich doch bloß dieses Gefühl, das mich immer dann überkommt, wenn der Himmel grauer wird und Regentropfen leise gegen die Scheiben prasseln, diese Einladung zum Faulsein, zum Alleinsein, zum Starren und Denken und Schwelgen und Ruhen. Ich kann es erst jetzt wieder, wirklich, das Liegenbleiben und Schaumbaden, denn sobald die Sonne brennt, zieht es mich nach draußen, ganz gleich wie müde die Augen längst sind. In der vergangenen Woche aber, da fand ich endlich Zeit zum Tee trinken (am Abend!), zum Nachdenken, und: Schreiben. 

Ich hatte es so sehr vermisst, dass mir diese Leerstelle im Leben beinahe körperliche Schmerzen bereitete. Als hätte mir jemand etwas abgeschnitten. Es fehlte mir, das vertieft sein in das eigene Wort, das auf dem Papier immer größer, dann wieder kleiner und schließlich ganz anders wird. Das den Kopf sortiert. Und so viel mehr Freude bereitet als das Aneinanderreihen von Serien und Ablenkungen. Bloß ging es lange nicht anders. Corona und noch mehr hatten mir ein Brett vor die Stirn gesetzt, von dem ich kurz sogar recht angetan war. Keine Erwartungen, kein Druck mehr. Aber jetzt ich muss raus aus dem Loch, das merke ich doller denn je. Tja, und sonst so?

Ich bin jeden Morgen um halb sieben mit dem Rad unterwegs, wegen des Kindes, das zur Schule muss. Das erdet und macht munter. Genau wie Geburtstage liebster Menschen an Wochenenden und Sport (jetzt muss ich selbst ein bisschen lachen). Sogar auf dem Tennisplatz war ich (und konnte wegen der aktuellen Mode sogar vorher in Sportklamotten Kaffee trinken ohne aufzufallen). Oh, und: An einem Finanzworkshop von Karolina Decker habe ich teilgenommen. War, entgegen meiner Erwartungen, überhaupt nicht langweilig, sondern ziemlich spannend (und dringend nötig, ist ja alles Kraut und Rüben bei mir). Das war’s aber schon. Bleibt gesund, ihr liebsten Leser*innen.

Longsleeve: Baum und Pferdgarten, Strick-Weste: Ganni (coming soon), Hose: Armed Angels, Sneaker: Nike, Tasche: Gimaguas

Mantel: Barbour x Alexa Chung (letzte Saison, neue hier), Hose: & other stories, Sneaker: Nike P-6000

Sweatshirt: Ganni, Rock: Nike, Tasche: Ganni

Sarah

Ich sage euch was: ich bin von diesem Herbstwetter dermaßen überrumpelt worden, dass ich noch nicht ganz verstehe, was hier genau vor sich geht. Immerhin müssen wir jetzt nicht nur beim Thema Kleidung gänzlich umdenken, auch die geliebten, lauen Abende, die wir mit Freund*innen auf der Straße verbracht haben, verabschieden sich von heute auf morgen. Und mir nichts dir nichts schiebt sich so auch Corona mit all seinen Einschränken, die ich in der Vergangenheit an der frischen Luft ganz gut umgehen konnte, wieder auf meinen Plan. Wie genau plane ich den Kindergeburtstag meiner Tochter, wenn es regnet? Was mache ich fortan abends oder am Wochenende? Mit wie vielen Freund*innen sollte ich mich, gemäß Corona-Empfehlungen, demnächst überhaupt treffen – und: Wird es uns ganz bald wieder härter treffen oder bleibt alles erst einmal so wie gehabt? Ich bin überfordert, das sage ich euch ganz ehrlich, wohlwissend, dass sich wohlmöglich doch irgendwie alles fügen wird und wir mit unseren neuen Herbstgewohnheiten schon klar kommen. Ach Mensch, 2020, du aufreibendes Jahr, du.

Apropos aufreibend: Träumt ihr dieser Tage auch so schlecht? Ich habe nach manchen Nächten das Gefühl, überhaupt nicht geschlafen zu haben, weil in meinem Kopf so viel passiert ist. Nervenaufreibend, ich sage es euch.

Hemd: Burberry, Rollkragen: Wolford, Hose: Closed, Schuhe: Saint Laurent,
Tasche: Louis Vuitton via Vestiaire Collective, Cap: Prada

Cardigan: Boden, Shirt: & Other Stories,
Jeans: Edited the Label, Schuhe: Chucks

Cardigan: & Other Stories, Hose: Edited the Label,
Socken: Happy Socks, Schuhe: New Balance

Weste: Baum & Pferdgarten, Kleid: Stine Goya, Tasche: Edited, Schuhe: New Balance

Bluse: Arket, Pullunder & Hose (coming soon): Baum & Pferdgarten, Hut: & Other Stories, Schuhe: New Balance 

Beret: lala Berlin, Stricktop & Hose: & Other Stories, Tasche: Chanel WOC, Schuh: New Balance

Shirt: Closed (alt, ähnlich hier), Hose: Baum & Pferdgarten, Schuhe: Veja

Ourania

Die Akklimatisierung läuft im vollen Gange und ich konnte mich zumindest wieder an die Tatsache gewöhnen, dass ich wieder arbeiten muss. Meine Ernährung ist auch schon wieder viel besser geworden, allerdings hält sich mein Sportprogramm noch sehr in Grenzen. Diese Woche habe ich mich zum ersten Mal nach vier Wochen wieder auf die Yogamatte gewagt, ich sollte an dieser Stelle eigentlich das Wort gequält benutzen. Und wie ich es mir schon gedacht hatte, es war schmerzlich, festzustellen, wie außer Form ich geraten bin. Wäre es ein Film, wäre der Titel: Payback des Pitabrotes. Unterstütz von disharmonischen Klängen, würde sich das über Wochen angefutterte Pitabrot aus meinem Magen erheben und laut über mich lachen. Seine persönliche Rache quasi. Dennoch, ich bereue keinen einzigen Bissen davon, denn ich hatte ja schließlich Urlaub. In meinen Outfits schwanke ich zwischen zu kalt und zu warm angezogen. An manchen Tagen sitze ich bibbernd vor dem Rechner, kaum in die Sonne getreten für einen Kaffee oder Mittagessen fange ich an zu schwitzen. Jeanshosen habe ich die Woche noch gar nicht getragen und bin eher gemütlich unterwegs mit weiten Shirts, langen Kleidern, Radler- oder Stoffhosen.

Kleid: Trine x NA-KD, Schuhe: Nike

Longsleeve: BAM, Radlershorts: Arket

Hemd: Secondhand, Top: (alt) ähnlich hier, Hose: Mango (alt) ähnlich hier

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