Team JW: Die Morgenroutinen der Redaktion

29.04.2021 Wir

Nachdem wir vor (etwa) genau einem Jahr unsere Abendroutinen mit euch geteilt haben, widmen wir uns in dieser Woche den frühen Stunden des Tages und teilen nicht nur unsere morgendliche Beauty-Routine, sondern auch kleinere Rituale, die uns beim Aufstehen helfen, mit euch. Wie immer seid ihr herzlichst dazu eingeladen, in den Kommentaren mitzumachen.

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Sarah

1.) Wie motivierst du dich morgens aufzustehen?

Ich habe mir schon oft vorgenommen, mir meinen Wecker vor der Aufwachzeit meiner Kinder zu stellen, knicke aber jeden Abend vor dem Schlafengehen wieder ein, weil ich wieder zu spät im Bett stecke und meine Schlafstunden mit meinen letzten Gehirnzellen des Tages hochrechne: Vor den Kindern aufstehen? Das hätte zur Folge, dass sich meine Schlafstunden noch mal verkürzen würden? Nee, dann doch nicht, die Kosten/Nutzen-Rechnung geht nicht auf. Ich nehme also lieber jede Minute Schlaf mit, statt um 5.30 Uhr zu erwachen, nur um meinen ersten Kaffee allein zu trinken. Also werde ich morgens meistens mit lautem Gemecker meines Sohnes wach oder irgendeiner dringlichen Frage meiner Tochter. Uff, wach. Und nun?

Die Aufstehzeit wird erst einmal so lange wie möglich nach hinten geschoben und mit ein bisschen Glück, bringt der Partner mir einen Kaffee ans Bett. Ich bin bei uns tatsächlich manchmal eher das bockige Kleinkind in meiner Familie, das sich am liebsten unter der Decke versteckt und darauf hofft, mit ganz viel Liebe und Aufmerksamkeit umsorgt zu werden. Kurzum: Ich bin überhaupt kein Morgenmensch, habe zwar nicht mit schlechter Laune zu kämpfen, bin aber so unendlich gemütlich, dass ich nur schwer aus dem Bett komme. Meistens treiben mich dann sowieso kurz darauf meine To-Dos des Tages aus dem Bett, was oft für noch mehr Grummeln sorgt. Was mir allerdings sehr hilft: Jeden Morgen anders zu gestalten, um aus dem Dauerwurst-Gefühl herauszukommen. 

2.) Gesicht & Körper: Wie sieht deine morgendliche Beauty-Routine aus? 

Ich dusche täglich und wasche mir, dank meiner neuen Frisur und sehr zum Leid meiner Kopfhaut, auch wieder täglich die Haare. Aber ohne das frische Gefühl geht es gerade einfach nicht. Im Anschluss dürfen ein paar Pumpstöße von meinem Rosenquarz Mist von Merme im Gesicht nicht fehlen. Sandawha hat mich süchtig nach Feuchtigkeitssprays fürs Gesicht gemacht, vorher hegte ich eine tiefe Abneigung gegen diese Sprays. Aber zurück zur Routine: Erst, wenn alles von allein im Gesicht eingezogen ist, kommt die Tagescreme von Nordic Cosmetic drauf, Deo von Fine unter die Achseln und Puder aufs Gesicht. Das gehört für mich tatsächlich zum morgendlichen Ritual, da das Puder einen fettig wirkenden Pony verhindert. An guten Tagen noch Mascara und anderes Zeug dazu – aber das wisst ihr ja.

3.) Hast du kleine Rituale, die dir helfen?

Ich trinke morgens zuerst einen Kaffee – wahrscheinlich aus reiner Gewohnheit. Koffein hat bei mir nämlich keinen sonderlichen Effekt (trinke nachts um halb 12 manchmal noch einen und schlafe trotzdem wie ein Stein). Unsere Franziska aus dem Team hat mir allerdings schon vor längerer Zeit empfohlen, ein großes Glas Wasser mit einem Schuss Apfelessig auf nüchternen Magen zu trinken. Das soll zu einer gesünderen Darmflora beitragen und schädliche Darmbakterien abtöten. Apfelessig kann aber noch so viel mehr und ich bin ziemlich gespannt, ob ein Effekt eintritt. Woran ich scheitere? Am nicht vorhandenen Apfelessig in meinem Schrank. Der wird aber schleunigst besorgt und dann kann der Kaffee am Morgen sich warm anziehen und wird ersetzt, ha! Für einen Frischekick sorgt bei mir aber ganz sicher immer eine Grapefruit, die ich wahlweise presse und zu Grapefruitschorle verarbeite oder pur und Löffel für Löffel esse. Hilft, wach zu werden und sich gleichzeitig gesund zu fühlen. Danach wird natürlich ganz „normal“ gefrühstückt. Mahlzeiten sind hier nämlich Familiensache!

Was mir außerdem sehr hilft: Rituale über Bord zu schmeißen und die Morgenroutinen regelmäßig zu verändern. Manchmal gehe ich also noch vor der Arbeit fix raus, hole mir einen Kaffee und rufe eine Freundin an. Ein anderes Mal dusche ich zuerst und frühstücke dann mit der Bande. Und wieder ein anderes Mal nutze ich meinen (selten gewordenen) Drive, werfe mich direkt vor den Laptop und mache es mir wieder im Bett gemütlich, um dort ganz in Ruhe schon mal etwas abzuarbeiten. Klingt ganz schön aufregend bei mir, dieser Morgen, was?

Julia

1.) Wie motivierst du dich morgens aufzustehen?

Seit einigen Jahren lasse ich mich abwechselnd von „Like the Moon“ (Future Islands), „Wait“ (M83) und „Champagne Supernova“ (Oasis) wecken, weil ich mir einbilde, so zumindest etwas sanfter aus dem Schlaf gerissen zu werden. In den Sommermonaten werde ich zum Morgenmenschen, während der kälteren Jahreszeiten snooze ich hingegen oft eine halbe Stunde — dann fällt mir natürlich auch das Aufstehen schwieriger. Meist denke ich bereits direkt nach dem Aufwachen an den gesamten Tagesablauf, aber das versuche ich mir derzeit abzugewöhnen, um vielleicht irgendwann mal zu lernen, auch gedanklich im Hier und Jetzt zu sein.

2.) Gesicht & Körper: Wie sieht deine morgendliche Beauty-Routine aus? 

Ich dusche abends, weil ich mir die Zeit morgens gerne spare — außer im Sommer, dann wird es im Schlafzimmer nämlich ziemlich schnell sehr warm. Weil ich dank Rosacea und Neurodermitis keine spannenden Skincare-Produkte testen kann, besteht meine Hautpflege-Routine aus dem Sensibio H2O Mizellenwasser von Bioderma, dem Rosaliac Reinigungsgel von La Roche Posay, der Antirougeurs Tagescreme von Avène (glücklicherweise inklusive LSF 30) und dem Rosalic AR Intense Serum von La Roche Posay. Manchmal träume ich von hübschen Tiegeln und klangvollen Seren, derzeit bin ich aber ehrlicherweise einfach bloß froh, Produkte, die ich vertrage, gefunden zu haben. Bei Schüben und schlechten Zeiten ersetze ich meine Tagescreme durch Salben, die mir meine Hautärztin verschreibt.

3.) Hast du kleine Rituale, die dir helfen?

Wirkliche Rituale habe ich nicht, allerdings höre ich ohne Ausnahme jeden Morgen Musik. Seit einigen Monaten versuche ich mich außerdem kurz nach dem Aufstehen am Journaling, nicht unbedingt, um Gedanken festzuhalten, sondern vielmehr, um mal wieder ein wenig für mich zu schreiben. Das kam in der Vergangenheit nämlich etwas zu kurz. Und: Ich bin eine riesige Kaffeetrinkerin, weshalb es jeden Morgen mindestens einen Cappuccino gibt — das Kaffeebrühen selbst hat zuweilen ja auch etwas Entspannendes.

Fabienne

1.) Wie motivierst du dich morgens aufzustehen?

Aufstehen war für mich noch nie ein Problem. Ich genieße schon seit meiner frühen Schulzeit und bin eine notorische Frühaufsteherin. Nicht einmal am Wochenende gelingt es mir, länger als 8:30 Uhr zu dösen. Was ich unter der Woche aber seit mehreren Jahren täglich höre, ist der „Was Jetzt“ Podcast der Zeit. Mit ihm wache ich auf, drehe mich noch einmal auf die andere Seite und lausche im halb wachen Zustand den News des Tages. Wenn ich zu verträumt bin, auch gerne noch ein zweites Mal. Die 10 bis 15 Minuten finde ich perfekt, um sich einmal richtig wachzulauschen.

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Ich versuche außerdem jeden Morgen ein bisschen Bewegung einzubauen. Das ist manchmal ein HIT Workout mit Chloe Ting oder ein Spaziergang um den Block. Da ich eigentlich noch nie einen richtigen Arbeitsweg hatte, habe ich schon vor dem Lockdown gemerkt, wie gut mir ein bisschen Bewegung am Morgen tut. Ich weiß, das ist jetzt ziemlich „magical morning“-mäßig. Ich dehne aber meine Zeit vor dem Arbeiten gerne lange aus und mache am liebsten nur, was mir gefällt, mich motiviert oder regelrecht glücklich macht. Sei das ein längeres Telefonat mit einer Freundin auf dem Spaziergang, ein Kaffee auf dem Rückweg oder eine Stippvisite beim DM um die Ecke.

2.) Gesicht & Körper: Wie sieht deine morgendliche Beauty-Routine aus? 

Ich mache eigentlich immer das Gleiche, seitdem ich XSkincare auf Instagram folge und bin so happy über meine effektive Blitzroutine. Nach der Reinigung mit La Roche Posay benutze ich Niacinamide und die Vitamin C Creme von Brewing Beauty. Am Ende dann Sonnencreme von Garnier mit Lichtschutzfaktor 50 und zack bin ich fertig. Wenn ich mir mal länger Zeit nehme, trage ich vorm Duschen eine Heilerde-Maske auf und ergänze die Pflege durch ein Öl von Khadi. Seit einem Jahr nehme ich außerdem Agnus Castus am Morgen, was mir bei meiner PMSD geholfen hat. Die Einnahme ist mit meiner Psychotherapeutin und meiner Gynäkologin abgesprochen. 

3.) Hast du kleine Rituale, die dir helfen?

Über die Spaziergänge habe ich ja schon gesprochen. Was mir aber tatsächlich schon immer hilft, ist, den Morgen als meine produktivste und wachste Zeit zu verstehen. Diese Freiheit hat mir das Freelancerinnentum mitgegeben und ich möchte sie nicht mehr missen. Ich sitze gerne schon um 8:30 am Schreibtisch, weil ich es mag, früh fertig zu sein und ich genieße das Potenzial meiner Morgen auszunutzen. Wenn ich mal länger brauche, gerate ich schnell in Stress und fühle mich unproduktiv. Mal ganz abgesehen von einem ohnehin ungesunden Verständnis von Produktivität, welches in unserer Gesellschaft vorherrscht, wünsche ich mir sehr, dass auch Menschen in Festanstellungen durch die viele Zeit im Homeoffice langfristig neue Freiheiten etablieren können. Den eigenen Rhythmus zu finden, ob Lärche oder Eule, war für mich eine elementare Selbsterfahrung in meinem Arbeitsleben.

12 Kommentare

    1. Sarah Jane

      Liebe Mimi, ich benutze Foundation im Puderformat, um einer fettenden Stirn vorzubeugen. Seit Jahren von BareMinerals (damit kommst du ewig aus!). Für den Pony selbst kann ich aber Volumenpuder (meines ist ein altes von & Other Stories) oder Babypuder sehr empfehlen. Aber nichts funktioniert bei mir gerade so gut wie waschen :/

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  1. Suzie

    Ich bin, wie Fabienne, genau der gleichen Auffassung, dass das Arbeitsleben den Eulen und Lärchen ihren Weg lassen sollte. Ich starte zum Beispiel gern schon früh um 7. Dafür fordere ich aber auch ein, meinen Rechner 16 Uhr ausmachen zu können, ohne Sprüche wie „ah – du nimmst heute einen halben Urlaubstag (zwinker, zwinker)“.
    Die Gesellschaft (meine Erfahrung) bewertet Frühaufsteher erst einmal positiver. Dynamisch, voller Power – nicht wie diese ewigen Langschläfer. Sitzt man dann aber nicht bis Abends 18 Uhr vor dem Rechner, dreht sich das schnell wieder um. Dabei sollte es doch nur wichtig sein, dass die Arbeit erledigt wird. Nicht, wann sie erledigt wird. Geht natürlich nicht bei allen Berufen – völlig klar.

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  2. Jemima

    Hallo liebe Julia,
    Ich habe schon öfters hier gelesen, dass du Neurodermitis hast (u.a. an den Händen) und da wollte ich dir die Vitop Forte Creme von Dermasence einmal empfehlen. Ich habe auch schon immer Neurodermitis und seit ca. 3 Jahren verstärkt an den Händen und mir hat diese Creme (von einer Hautärztin empfohlen) so so so geholfen, dass ich sogar mittlerweile wieder Ringe tragen kann. Vielleicht hilft es dir ja auch? Solche Empfehlungen sind ja nicht immer hilfreich (oder ggf gewünscht – ich weiß ja nicht was du schon alles probiert hast) aber ich dachte ich sag es dir trotzdem.
    Liebe Grüße 🙂

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    1. Julia Carevic

      Hallo liebe Jemima, Tausend Dank für deinen Tipp (gerade, wenn es um Empfehlungen für Neurodermitis geht, bin ich immer sehr dankbar. Auch wenn mich die Hautkrankheit seit Kindestagen begleitet, habe ich noch nie eine Creme gefunden, die meine Hände außerhalb von Schüben wirklich gut versorgt). Die Creme kannte ich bisher tatsächlich noch nicht und habe sie mir für meinen nächsten Besuch bei der Apotheke aufgeschrieben (derzeit hänge ich mal wieder an meiner verschreibungspflichtigen Notfallcreme, hoffe aber, sie asap wieder durch normale Pflege ersetzen zu können). Also noch einmal Danke & viele liebe Grüße an dich 🙂

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  3. Ria

    Liebe Fabienne, woher ist die tolle Deckenlampe aus Glas auf deinem Foto? Finde die super schön 🙂

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  4. kat

    Hallo Fabienne, bei Niacinamiden soll man doch kein Vitamin C im Anschluss verwenden, steht auch bei dem Douglas Produkt… gibt das keine Probleme bei dir? Liebe Grüße

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    1. Ourania

      Hi liebe Kat, Produkte mit Niacinamid kann man bedenkenlos mit andern Wirkstoffen wie Retinol, Hyaluronsäure, Vitamin C und auch AHA- und BHA-Peelings kombinieren. Kommt natürlich immer (immer!) auf die Haut an. Ich bin auch immer vorsichtig und freue mich umso mehr, wenn ich eine gelungene Kombination gefunden habe 🙂

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