Preview // MalaikaRaiss & ihre Suche nach Harmonie
„The World deserves Flowers“

29.06.2017 Menschen, Mode

Nächste Woche geht sie los: Unsere 14. Berliner Modewoche, die sich zum allerletzten Mal Mercedes-Benz Fashion Week Berlin nennen wird. Der Hauptsponsor, so hatten wir bereits berichtet, widmet sich neuen Projekten zur Förderung des Berliner Nachwuchs – und das können auch wir nach dem längst platt getrampelten Pfad nur willkommen heißen. Nur so viel: Der Autokonzern bleibt der Branche trotzdem treu. Wie das neue Konzept genau ausschaut, werden wir wohl aber erst in der nahen Zukunft erfahren. Eines aber steht fest: Wir brauchen frischen Wind in Berlin!

Aber kommen wir zurück zu den kreativen Dingen der Fashion Week und lassen den Bürokratie- und Finanzwahnsinn einfach mal ganz blauäugig links liegen. Konzentrieren wir uns stattdessen doch lieber auf eine der Erfolgreichsten der Berliner Modebranche, die in dieser Saison auch zum 14. Mal mit dabei ist: Nämlich Malaika Raiss. Als langjährige Groupies ihres Labels sind wir natürlich sechs Tage vor der Show mindestens genauso aufgeregt, wie die Designerin selbst. Was wir für den Sommer 2018 erwarten dürfen, welchen Soundtrack ihre Kollektion „The World deserves Flowers“ trägt und was sich ändern sollte, hat sie uns im Kurzinterview fix verraten. 

me being a tourist. dress karrara in pale blush is on sale btw > link in bio 💙 #marrakech #mitmutti

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Mercedes-Benz verlässt die Berliner Modewoche vorerst, um sich neuen Projekten zu widmen: Was denkst du: Chance oder Untergang?

Ich verfahre mal nach dem Prinzip „abwarten“. Ich denke nicht, dass das Mercedes-Benz-Thema schon Geschichte ist, eher dass Bewegung in Verhandlungen um Budgets kommt.
Und Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft. Ich glaube auch, dass es keine Patentlösung geben wird: Alle unter einem Dach, als Rettung der Fashion Week. Es wird immer individuelle Formate für die unterschiedlichen Ansprüche der Brands geben.

Ich persönlich würde mir wünschen, dass die Gestaltung der Fashion Week und auch des dazugehörigen Berliner Mode Salons noch mehr demokratisiert wird und die Designer selbst mehr Gewicht in den Entscheidungen, was für sie gut ist, bekommen. Und dass ein solches Thema nicht wieder die Aufmerksamkeit von dem, was eigentlich wichtig ist, nämlich den Kollektionen, die gezeigt werden, nimmt.

Wie geht es dir so kurz vor der Show? Wir können es nur erahnen, aber wir würden durchdrehen vor Aufregung!

In Saison 14 hat man sich schon ein bisschen an alles gewöhnt. Man weiß, dass sich täglich neue Baustellen auftuen, man aber für alles irgendwie eine Lösung finden wird. Ich freue mich diesmal sehr, endlich die Kollektion zeigen können, sie ist nämlich real genauso geworden wir ursprünglich in meinem Kopf. Außerdem feiern wir Geburtstag – das verflixte siebte Jahr haben wir überstanden!

Du bist dafür bekannt, immer aus einem riesigen Pool an Inspiration zu schöpfen: Worum geht’s bei der „Geburtstagskollektion“?

Es geht im Grunde darum, dass ich mich nach Ruhe sehne, nach Harmonie: Eben, bei all dem, was in der Welt gerade passiert, einfach mal auf Pause drücken zu können. Quasi als Gegenpol zur letzten Kollektion, die sehr kämpferisch und farblich sehr laut war. 

Es geht aber auch um Frauen im Hier und Jetzt, die sich für sich selbst kleiden, nicht für jemand anderen. Von den Silhouetten her durchaus auch 90´s sleek und figurbetont, aber immer komfortabel gelayert. So viel zu den Insides: Bei den Fiitings ist das Wort „hypersexy“ entstanden. Ein Sexappeal, der die Frauen adressiert, den die Männer wiederum nicht immer unbedingt verstehen.

Wird es ein „Styling-Element“ geben, das dir besonders am Herzen liegt?

Die Looks werden immer möglichst „geschlossen“ gezeigt. Wir haben hier mit Halstüchern und Strümpfen gearbeitet, die die Silhouette komplettieren.

Zwischen „sich treu bleiben“ und „sich weiterentwickeln“: Was war die schwierigste Herausforderung für diese Kollektion? 

Der Gedanke, ob die Außenwelt auch sieht und versteht, was mein nächster Schritt ist und was ich ausdrücken will. Die Kollektion ist extrem anspruchsvoll, was die Materialentwicklung angeht. Es wurden eigene Webstrukturen, Prints und sogar Farbtöne entwickelt. Es wird immer wichtiger, Looks zu designen, die gleichzeitig auch als Einzelteile auf der Kleiderstange funktionieren: „Total Looks“ sind nicht mehr so relevant, wie vor ein paar Jahren.

Darfst du schon von dem Herzstück der Kollektion erzählen?

Ohja! Es ist das Werk der dänischen Künstlerin Signe Kejlbo „The World Deserves FLowers“, das ich im Januar in Kopenhagen entdeckt habe. Der Titel und das florale Motiv sprechen mir aus der Seele. Es ist eine tolle Zusammenarbeit entstanden und wir haben daraus einen Allover-Print entwickelt.

Und worauf sollen wir während der Präsentation ganz besonders achten?

Auf das Gesamtbild, wenn alle Models zusammen stehen und auf die Inszenierung bei Tageslicht.

Wenn deine Kollektion ein Lied wäre, wie würde sie klingen?

Wir danken dir von Herzen für deine Zeit so kurz vor der Show und sind gespannt wie zwei Flitzebogen, was uns da genau erwarten wird!

Wir werden selbstverständlich berichten <3

Eine wichtiges Event wartet ebenfalls auf alle MALAIKARAISS Fans:

Vom 4.7 bis 7.7.2017 findet von 9.30 Uhr bis 20 Uhr der MALAIKARAISS Pop-Up Store im statt. Dort könnt ihr nicht nur die aktuelle Sommerkollektion kaufen, es warten außerdem kleine Specials auf euch!

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„The World deserves Flowers“

  1. Linda

    Hallo, ihr lieben Janes,
    Leider kann ich im letzten Satz die Info, wo sich der Pop-Up Store befindet, nicht entdecken…

    Antworten

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