Tabuthema: Alleinreisen –
oder die Kunst, mit sich selbst glücklich zu sein

28.10.2014 Beauty, Wir, Travel

sari

Lasst mich euch von meinen Erfahrungen mit einem der letzten Tabuthemen unserer Gegenwart erzählen. Und denkt nicht, ich werde euch jetzt mit angenehmen Unannehmlichkeiten à la Feuchtgebiete überschütten. Das „No-Go“, von dem ich spreche, dreht sich um den Tatbestand des „alleine durch die Welt gehens“, in diesem Fall: Allein Verreisen.

Mit sich selbst in den Urlaub fahren ist gesellschaftlich ungefähr so akzeptiert wie als Mittzwanziger in Berlin jedes Wochenende zu Hause auf der Couch zu verbringen, nämlich gar nicht. Schnell bist du die sonderbare Alleinreise-Frau. Wenn du Glück hast, kannst du noch als wilde, freiheitsliebende Abenteurerin davon kommen – ohne dass du schief angeguckt wirst oder Mitleidsaugen erntest.

Meine Mutter jedenfalls, die fing fast an zu weinen als ich ihr verkündete, dass ich ein paar Tage allein in den italienischen Bergen abhängen werde. Weil ja alles eigentlich ganz anders geplant war. Meine Umwelt schien perplex und stocksteif – Unverständnis machte sich breit – gefühlsmäßig war da alles dabei und reichte von: „Bist du sicher, dass es dir gut geht, Sarah?“ bis „ALLEIN, ohne irrrgendjemanden??!“ „WARUM?“.

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Ich ließ jedenfalls all das hinter mir und stieg entschlossen mit Hut und einer Portion Stolz in den Zug – gut auch mit ein bisschen Angst: Was ist, wenn ich den ganzen Tag nur im Bett liege und mich einsam fühle? Blödsinn. Denn schon während ich mich auf dem Weg in ein fünf Sterne Wellnesshotel in Südtirol machte, hatte meine Reise gleich gehörig was von Eat, Pray, Love, ich schwöre es euch.

Hallo Berge, da bin ich! Ja, nur ich, ich allein. Echo? Echo!

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Wisst ihr, Berge am Morgen haben die selbe reinigende Kühle, wie die Winterluft am 1. Januar – und so war der erste Tag im wunderschönen Hotel Mirabell im kleinen Örtchen Olang Valdaora in Italien, inmitten der Dolomiten, dann auch eine Art Neubeginn für mich und das Tor in meine allerersten eigenen Ferien.

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Ich befand mich in einem der schönsten, urigsten Hotels ganz Südtirols mit viel Liebe zur gemütlichen Tradition, duftendem Holz, knisternden Kaminen und einer Aussicht, von der wir Stadtkids sonst nur träumen. Uhren wie nur zur Dekoration aufgehängt, lief alles ein bisschen entschleunigter als im Rest der Welt. Ein herzensfreundlicher familiärer Betrieb sorgte dafür, dass ich mich die ganze Zeit über fühlte wie die geliebte Nichte Heidi, die zu Besuch in die Alpen gekommen ist. Jeden Morgen begrüßte mich ein warmer Pool und ich zog meine Bahnen durch die hohe Luft während meine Stadtsorgen davonplätscherten und ich auf dem Rücken schwimmend die Wolken einatmete.

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Eine unwirklich schöne Spa-Landschaft, die mich dazu verführte, den ganzen Tag lang von einer warmen Höhle in die nächste zu fließen. Mit jedem Tropfen Schweiß fiel dann auch der Alltag und das komplett überflüssige Gefühl, dass man sowas ja eigentlich immer zu zweit macht. Mit der Ayurveda Analyse und den passend auf mich abgestimmten Behandlungen durchzog mich zuletzt eine Leichtigkeit, die ich zu Hause so nie erreichen konnte. „Es geht mir gut“.

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Auf dem hauseigenen Golfplatz ließ ich mich dann vom wohl coolsten Golflehrer aller Zeiten ordentlich zurecht biegen – Joe nahm da kein Blatt vor den Mund, er war echt streng und das war echt nötig.

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Gegessen habe ich am Abend wie meine eigene Königin und zwar mit allen Sinnen. Das Handy durfte nur ein Mal mit runter mein Begleiter sein. Wie glücklich Essen machen konnte, erfuhr ich mit jedem der 4 köstlichen Gänge, dabei trank ich meinen Lieblingswein und beobachtete die Familien und Pärchen, die sich manchmal gar nichts zu sagen hatten. Irgendwann fand ich gefallen an meiner Rolle: Das Mädchen mit dem Kleid, was immer alleine isst. Gar nicht schlecht.

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Ein einziges Mal nur, am Lago de Braies, unweit des Hotels am wohl schönsten Ort, den ich jemals gesehen habe, hätte ich mir eine Hand gewünscht, die ich drücken kann um zu fühlen, dass das alles echt ist. Die restliche Zeit hat mir der Ausflug aus der Stadt genau das gegeben, was ich brauchte und irgendwie ja noch viel mehr. Ich habe gegessen, gelesen, bin gewandert, habe Sport getrieben, entspannt, nachgedacht, losgelassen uund mich dabei wieder ein klitzekleines bisschen mehr in mich selbst verliebt.

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1000 Dank. liebes Hotel Mirabell. Wie schön es war!

Und für alle die noch Zweifeln, kommt hier meine ultimative Pro „Alleinreisen“-Liste

  • Steh mal zu dir: Hast du einmal den Punkt überwunden, an dem es dich stört wie dich die anderen Gäste vermeintlich zweifelnd wundernd und mitleidig mustern, gehört die Welt dir. Du bist jetzt der freie Piepmatz im Revier, lehn dich zurück und saug alles auf!

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  • Nichts mit ChingChangChong: Zu viele Sehenswürdigkeiten, zu wenige Tage im Paradies? Am Ende entscheidest du allein, welche kleinen Wunder du sehen wirst
  • Finde dich neu: Du wirst den Leuten auf deiner Reise ganz anders begegnen, wenn du nicht deine Minigäng im Schlepptau hast – so lernst du dich dann auch mal ganz neu kennen. Wer bist du eigentlich? Die eine oder andere bisher nicht bekannte Seite kommt zum Vorschein, versprochen! Oder denk‘ dich mal neu aus – morgen bist du einfach Agathe aus Wuppertal
  • Allein sein, allein bleiben? Und wer sagt eigentlich, dass die ganze Angelegenheit allein bleiben muss? Die schönsten Romanzen sind doch die Urlaubsromanzen und Urlaubsfreundschaften sind ebenfalls eine ganz tolle Sache

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  • Auf der To-Do Liste: Du: Du entwickelst ein Gehör für die „Ich-Stimme“ und horchst plötzlich auf deinen eigenen Rhythmus, dein eigenes Gefühl – alles was du tust, tust du nämlich für dich. Wann konntest du das das letzte Mal?
  • Challenge you: Jeden Tag eine Aufgabe an dich selbst, lässt dich wachsen – auch im Urlaub. Jemand wildfremdes zu bitten ein Foto von dir zu machen, könnte so eine Aufgabe sein
  • Ausprobieren: Den Ganzen Tag durchlaufen, sich im Bett den ganzen Tag Ayurveda-Theorie reinziehen und fernsehen, den Golfschein machen, nur ein einziges Getränk konsumieren (Amaretto auf Eis), dem Gras beim wachsen zuschauen, Bergsteigen – kein Problem, du bist der Chef.

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67 Kommentare

  1. Imke

    Liebe Sarah,
    ich kann mich nur anschließen. War in diesem Jahr zum ersten mal eine Woche allein im Urlaub und es war herrlich. Das machen, was ich will – egal ob Sightseeing, Museum oder stundenlang im Café Leute gucken – keine faulen Kompromisse, nix. Einfach auf sich hören und es mit sich allein aushalten. Und on top eine unglaubliche, innere Ausgeglichenheit, die sich bis heute hält – mein Urlaub war im Juli…

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    1. sabine

      ist das schön was ihr schreibt und ich blöde Kuh hab einen Spa Aufenthalt im 4 * Hotel in der Steiermark gewonnen und war bis jetzt noch nicht dort, wie blöd bin ich eigentlich

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  2. Katja

    Alleinreisen ist super. Auch wenn es „von aussen“ erstmal bedrohlich sein kann und man Einsamkeit und Traurigkeit fürchtet: Die Freiheit und Selbstbestimmtheit sind einmalig, wenn man allein unterwegs ist, und man ist im Zweifelsfall sogar offener und zugänglicher für Neues und neue Leute als sonst. Wer Angst davor hat, sich selbst auszuhalten oder gar zu genügen zum zufrieden sein, sollte vielleicht mal überlegen, warum – und ob man wirklich immer andere Menschen braucht, um Erfüllung zu finden.

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  3. Mila

    Aha. Allein zu verreisen soll also Tabuthema sein. Ist mir so noch nicht untergekommen. Vielleicht liegt’s eher an deinem sozialen Kosmos, dass du diesen Eindruck hast. Kann ich echt absolut null bestätigen – im Gegenteil: gemeinhin wird das in meinem Umfeld eher als Luxus und wahr gewordener Traum angesehen 🙂 Aber gut. Ich bin Mama von zwei kleinen Kindern mit entsprechender peer group … Da ist die Vorstellung, sich ein paar Tage nur mal umn sich selbst zu kümmern einfach nur so was von geil.
    Aber die Bilder sind echt der Hammer! Sauschön.

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    1. Anvic

      Kann ich so unterschreiben! Vielleicht hätte man das Thema von einer anderen Seite aufrollen müssen, damit es etwas REAL rüberkommt. Von einem Wellness Hotel in den Bergen eingeladen werden, dann ein Thema finden, wie man das schön verpackt, alles klar. Aber bitte nicht unter dem Deckmäntelchen: TABUUUU! Ich alleine in einem Wellnesstempel! OMG! Das ist echt verrückt….

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      1. Goetz

        … Mädchen der ersten Welt. „Alleine“ reisen in ein 5 * Wellness-Hotel in Südtirol. Es war bestimmt eine schöne Zeit, aber ein „Artikel“. Dann ist ja eher meine Antwort ein Kommentar.

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    2. zeilentiger

      Das mit dem Tabuthema verstehe ich auch gar nicht. Vielleicht ist so etwas ja wirklich vom sozialen Umfeld abhängig. Nun ja, jedenfalls weiterhin viel Freude auf Reisen! 😉

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  4. amanda

    kann mich den vorschreibern nur anschließen: ich genieße es alleine zu reisen. keine kompromisse. machen was man will-wann man es will. kein zwang sachen machen zu müssen. entscheiden was man isst. sich einfach nur frei fühlen. herausfinden wer man ist und sich selbst genügen. kein programm für oder mit jemandem abspulen. ich hab alles gehabt: alleine, mit super leuten und mit furchtbaren leuten (vom hotel gemecker über essens gemecker bis hin zum zwang in museen gehen zu müssen, auf die man keinen bock hat nur um des lieben friedens willen). versteh mich nicht falsch, mit den richtigen leuten kann reisen super sein. aber mit den falschen leuten kann alles zur qual werden. aber wer ist richtiger als man selbst? niemand. dennoch ein schöner post und unglaublich tolle fotos!

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  5. Charlotte

    ich würde nicht behaupten, dass es nicht akzeptiert ist, jeder zweite Backpacker ist doch in Asien alleine unterwegs – da ist es eher so – „wie du gehst als Gruppe? Hast du Angst alleine zu gehen oder was?“ – Würde es vielleicht gerade auf den Ort, an den du gegangen bist beziehen …

    Grüßle, C

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  6. tinted ivory

    Liest sich alles ganz schön, aber so ganz vorstellen mag ich mir das nicht. Ich habe so gern einen Menschen an meiner Seite, mit dem ich meine Erlebnisse und Eindrücke teilen kann. Mit dem ich später die Erinnerungen daran austauschen kann.

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  7. Jenny

    Alleinreisen ist doch hin und wieder super – und herrlich entspannend! Man kann genau das machen, was man möchte, und zwar nur das, ohne auf irgendwen Rücksicht nehmen zu müssen! Ich verstehe Leute nicht, die sich darüber beklagen, nicht in den Urlaub fahren zu können weil „ja niemand mitkommt“, weil die Freundinnen lieber mit ihrem Schatz oder der Familie in die Ferien düsen. Klar, ich fahre auch supergern mit meinem Freund weg, aber wenn es Orte gibt, auf die eben niemand außer mir Lust hat, dann entdecke ich sie alleine – und habe Spaß dran!

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  8. lia

    Wenn alleine, wer machte dann die tollen Fotos von dir? Passanten? (wuerde mich nur sehr interessieren!) Sonst „Tabu“ neee aber super auf jeden Fall!

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  9. Marie

    Ich finde Sarah hat vollkommen recht, denn es ist ja doch etwas anderes als Backpackerin durch Australien oder Thailand zu reisen, wo man jeden Tag im Hostel 85 neue abenteuerlustige oft ebenfalls allein-reisende Menschen trifft, oder eben einen Städtetrip zu machen oder in ein Hotel zu gehen, wo ausser einem vielleicht NUR Familien und Paare sind. ich habe da selber oft Hemmungen und Ängste, obwohl ich es so gerne mache.
    ich finde auch schön an dem Artikel, dass er das Es-mit-sich-Aushalten-können thematisiert und dieses „bist du schnell die seltsame Frau, die allein reist“-Gefühl, nicht ausspart.
    Ich kenne das Gefühl, da ich oft Reisen nicht unternommen habe, weil keiner Zeit oder Geld hatte und ich einfach Angst vor der Frage hatte: MIT WEM FÄHRST DU DENN?
    Ich denke es gibt viele Menschen die sich darin wieder erkennen. Wer das gar nicht kennt, dem sage ich: Ist doch toll! Herzlichen Glückwunsch & Feines Reisen!

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  10. Sina

    Liebe Sarah,
    eine wunderbarer Artikel mit noch schöneren Fotos. (Wer hat die denn nun eigentlich gemacht?:-))
    Für mich war alleine reisen auch immer etwas mit einem faden Beigeschmack.
    Mit deinem Artikel aber hast du diese Einstellung gehörig ins wanken gebracht.
    Danke dafür <3

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  11. Leonie

    Schade, dass der Artikel zwischendrin zur reinen Hotel-Werbung abdriftet, denn das Thema an sich ist durchaus interessant -so aber ist da ein etwas bitterer Beigeschmack, da stimme ich Anvic zu.
    Dass Alleinreisen von vielen mit Skepsis gesehen wird, entspricht auch meiner Erfahrung. Ist denke ich aber abhängig von Alter und Lebenssituation. Vielleicht auch von der Art des Urlaubs (Stadttrip, Strandurlaub, Wellness,…)?
    Eins würde mich aber interessieren: Hast du für alle Fotos von dir fremde Menschen gefragt?

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  12. maja

    Hallo,

    tolles Thema. Den Artikel sehe ich in einer Hinsicht etwas kritisch: allein in einem Spa-Tempel? Für mich trifft das nicht ganz den Kern von allein reisen und allein Zeit verbringen. Für mich geht es dabei darum Zeit mit sich selbst zu verbringen, ganz bewusst nur das innere selbst zu erfahren. Spa ist doch auf eine gewisse Art und Weise eine Ablenkung von eben jenem Alleinsein. Dennoch, wer es nicht mit sich selbst aushält, kann keine wirklichen Beziehungen aufbauen, so sehe ich das.

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  13. Resi

    Den Inhalt des Artikels finde ich auch etwas kritisch, da es nicht wirklich um das allein „reisen“ geht sondern um ein Spawochenende alleine. Allein reisen fängt ja erst dann richtig an wenn man sich täglich neuen Herausforderungen stellen muss, die das allein sein „unangenehm“ machen bzw. man denkt sie seinen unangenehm.

    ABER positiv absolut klasse tolle Fotos!! Sehr sehr schön, macht total Spaß den Beitrag anzusehen. Kompliment.

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  14. Sarah Jane

    Liebe Scalamari-Maus,
    ich kann das total nachvollziehen. Es geht doch um alle Bereiche im Leben, die man allein macht: Um Kino-Besuche, Wochenend-Ausflüge, Backpacker-Geschichten, einen Umzug in eine völlig neue Stadt – allein fühlt man sich meistens unsicherer (zumindest dann, wenn man nicht zu den härteren Kalibern gehört, die das regelmäßig machen) – und wenn es dann auch noch nicht einmal der Regelfall ist (denn Leute kommt schon, die meisten Menschen fahren im Team), ist das Unsicherheitspaket perfekt. Raus aus der Komfort Zone und rein ins Abenteuer – und wenn’s dann auch noch so ein Schönes wird, umso toller <3

    Ich hoffe sehr, du hattest eine gute Zeit, konntest die Beinchen baumeln lassen, ganz viel Kraft tanken und den Kopf frei machen - denn darum ging es ja, nicht wahr. Und wenn du nächstes Mal nicht allein reisen magst, dann sag' mir gern bescheid 🙂 Wenn's so schön wird, komm ich sehr gern mit. LIEBE <3

    Antworten
  15. Franzi

    Inwiefern unterscheidet sich dieser blog eigentlich noch von so etwas wie journelles? Das lese ich nicht/selten, weil mir dort sowieso nur irgendein Luxus-Lifestyle vorgelebt wird, der nicht im entferntesten mit meinem Leben zu tun hat, noch jemals haben wird. Und mittlerweile ist es doch hier auch nicht anders. Ich verliere mehr und mehr das Interesse, wenn jeder zweiter Post den Titel „Shopping:…“ hat und mir unter die Nase reibt, was ich jetzt wieder alles konsumieren soll oder noch besser, was ich mir alles nicht leisten kann. Und zwischendurch dann Artikel über Wellness Hotels (denn dieser Post ist nichts anderes als das), Wellness-Behandlungen, Detox-Kuren, Friseurbesuche… alles wahnsinnig hochpreisig natürlich und größtenteils unerreichbar für mich Durchschnittsfrau. Was soll ich denn nun damit? Ganz ehrlich, ich verstehe die Absicht dahinter nicht. Sollen eure Leserinnen vor Neid erblassen beim Anblick der vielen schönen Dinge, die ihr gesponsort bekommt / euch leisten könnt? Oder sollen sie sich tief in den Dispo konsumieren um mithalten zu können? Mittlerweile jedesmal, wenn ich auf tijw gehe, denke ich: Leute! Ihr lebt sowas von in eurem eigenen Kosmos! Schlimmer noch, ihr schafft es nicht mehr, eine gesunder Distanz zu diesem Kosmos rüberzubringen.
    Es gab ja mal richtig gute, anregende Texte hier – das war der Grund, warum ich mich vor 1, 2 Jahren auf diesen blog richtig gestürzt habe. Schon klar, Nike hat jetzt weniger Zeit. Aber wie kompensiert ihr das? Findet ihr das selbst gut, wie sich der blog entwickelt hat? Soll ich dann einfach aufhören, euren blog zu lesen?

    Antworten
    1. Sarah Jane

      Liebe Franzi,
      es tut mir von Herzen leid, dass es dir bei uns nicht mehr so gut gefällt und glaub mir, wir tun alles dafür, euch Leser glücklich zu machen. Das ist im Moment sicher nicht ganz einfach und ich hoffe sehr, dass sich das alles ganz bald wieder ändern wird.
      Zu den Shopping Posts: Es gab schon immer solche Inspirations-Artikel, die den Service-Charakter dieses Blogs unterstreichen sollten – darunter verstehen wir allerdings keinesfalls, dass ihr kaufenkaufenkaufen sollt. Wenn das ebenfalls so rüber kommt, tut es mir ganz schrecklich leid. Gerade diese Artikel sind nämlich recht aufwendig und sollen gleich mehrere Dinge implizieren: Euch verraten, was wir mögen, wohlüberlegte Wunschlisten im Kopf aufstellen und Inspiration wecken.
      Zum „Luxus“: Wir haben vor vier Jahre mit Jane Wayne angefangen und entwickeln uns natürlich weiter, haben mehr Budget als früher und auch andere Bedürfnisse. Hat mich ein Wellness-Besuch 2010 nicht die Bohne interessiert, denke ich heute also schon öfter mal darüber nach, mit meiner Mama oder Nike ein Wochenende mit Massagen und Co zu verbringen ( – oder eben auch allein). Ist das nicht eine ganz normale Entwicklung?
      Aber auch hier gilt: Es geht nicht um Luxusluxusluxus, sondern darum, dass Sarah gerade einfach mal dringend raus musste und sich einen Beauty-Tempel gesucht hat, den sie euch vorstellen kann.

      Aber: Ich verstehe deine Kritik. Und verspreche dir, das wir uns sie ganz fest zu Herzen nehmen. Dafür ist diese Kommentar-Funktion schließlich auch da <3

      Antworten
      1. Franzi

        Danke für die freundliche und reflektierte Antwort, liebe Sarah! Klar, wie aufwendig und kompliziert es für euch Autorinnen hinter den Kulissen ist, alles zu managen, sehe ich als Leserin gar nicht. Auch ich wünsche euch eine gute Balance mit all dem.

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  16. Leonie

    An dieser Stelle ein Kompliment an Sarah-Jane für die ausführlichen, professionellen und netten Antworten -trotz möglicherweise erhitzter Gemüter (auch auf Facebook)! So sollte man mit Kritik umgehen <3

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    1. Sina

      Sehe ich genauso! Deswegen lese ich hier so gerne. Obwohl ich mir manch Tasche niemals leisten kann/würde.

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  17. Michaela

    Da kann ich nur zustimmen, toll reagiert Sarah Jane! Nachdem viele Bloggerinnen auch auf nette konstruktive Kritik eher negativ reagieren, habe ich jetzt mit einer gesalzeneren Antwort gerechnet. Ich mochte den Blog auch immer für die schönen und charmanten Texte, die auch zum Nachdenken anregen und vermisse diese in letzter Zeit ebenfalls ein bisschen. Anderserseits müssen auch Bloggerinnen ihre Brötchen verdienen. Ich hoffe jedenfalls, ihr findet eine gute Balance und entwickelt euch nicht zu einem 0815-Modeblog. Das wäre viel zu schade!

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  18. caro-clash

    Leider stimme ich den negativeren Kommentaren zu – der Artikel steht nicht wirklich für eine unabhängige Frau von heute. Ich bereise die Welt seit ich 18 bin, meistens wochenweise alleine. Und meine Freunde/Freundinnen auch.

    Und dass „alleine-mit-sich-abhängen“ dich weiter entwickelt ist ja auch nix neues —> boring!

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  19. Mona Blume

    Also, wenn alleine reisen SO toll sein kann .. dann will ich das sofort immer. Ich bin total verliebt, dein Artikel transpotiert so ein Wohlbefinden und das stillen verschiedenster Sehnsüchte, so doof das klingt. Ich wollte öfter mal alleine weg und habe es mich bisher nicht getraut. Finde es super mutig und toll, was du getan hast und dass du unucs daran Teil haben lässt.
    Ich finde den Vorwurf du würdest dich mit Menschen umgeben, die so reagieren und es eigl kein Tabuthema ist, bisschen sehr naiv und überheblich. Mein Familien – und Freundeskreis ist der coolste und offenste der Welt, jedoch kommen von denen auch Sprüche wie „Na, wenn du es gut findest allein zu verreisen okay.. aber willste denn echt alleine Weg?“
    Die ziehen das nicht absichtlich ins Negative, vielmehr treffen sie automatisch solche Aussagen, da bei uns Menschen das schon immer ald „unnormal“ gilt, wenn du sowas „einzelgänger – mäßiges “ Machst.
    Das ist meine Meinung.
    Deine kleine Reise hatte nichts trauriges, einsames oder sonderbares. Das Tabu des alleine verreisens gehört also spätestens jetzt der Vergangenheit an !! 🙂

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    1. Mimi

      Wenn sie den Artikel mit „Hurra, ich hab mich getraut“ überschrieben hätte, hätte wohl auch keiner was gesagt, aber das Alleinereisen als eines der „letzten Tabuthemen unserer Gegenwart“ zu bezeichnen … my ass. Da sollte man dann doch noch mal nachlesen, was eigentlich ein Tabu ist. Hier kann man wenn überhaupt eher von einem selbstauferlegten Tabu sprechen – und da ist ja immer schön, wenn sich jemand aus eigenen Zwängen befreit. Glückwunsch dazu. Nur dass zu einem ach-so-krassen Tabubruch hochzujazzen ist, na ja, ein bisschen peinlich.

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  20. Lotta

    Ach ihr lieben Janes und heute ganz besonders du, Scalamari,
    ich finde den Blog den ihr hier betreibt nach wie vor ganz wunderbar! Ab und an bin ich mit euren Meinungen/Artikeln mal nicht so ganz einverstanden, aber meistens denke ich mir: da spricht mir grade jemand aus dem Herzen!
    Man kann es eben nie jedem recht machen.
    Ich finde obwohl ihr mittlerweile merkbar mehr Budget habt (gratuliere dazu, freut euch darüber!), hat sich an den eigentlichen Themen nichts geändert. Natürlich kann ich mir – und vermutlich auch sonst ziemlich viele – die meisten Taschen, Schmuck etc. die ihr hier vorstellt nicht leisten, aber ich möchte euch ja auch nicht kopieren, sondern Inspirationen und Mut für trau-dich-Outfits finden. Das tue ich und meistens findet man sogar noch viel mehr! Themen, die einem schon viel zu lange auf der Seele brennen, Themen mit denen man sich noch nie beschäftigt hat, es aber dringend mal tun sollte, oder einfach nur mal kurz in der Pause einen kleinen erheiternden Text der einem den Tag versüßt. Merci vielmals dafür und, dass ihr egal wie fies manche Kommentare hier sind, immer lieb und freundlich bleibt. Mir würde hier bei so manchem Kommentar der Kragen platzen! <3

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  21. Polga

    Ohje, das ist ja furchtbar, dass man heutzutage im Internet immer die gleiche Meinung wie die breite Masse vertreten muss. Wenn es für die Autorin persönlich ein Tabuthema ist, dann ist es doch total okay für uns über diese Sichtweise zu lesen, egal ob man diese als Leser nun auch vertritt oder nicht.
    Sowas macht solche Beiträge hier auf dem TIJW Blog doch auch persönlicher, scheißegal ob bezahlt oder nicht. Ist doch super was draus gemacht wird – tolle Fotos by the way!
    Was glaubt ihr denn eigentlich wie sich Print Magazine usw. finanzieren? Ohne Moos – nix los 😉

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  22. Elli

    Ich lese euren Blog seit der ersten Stunde & auch ich kann Franzi nur zustimmen.. JaneWayne stand – so dachte ich zumindest – für etwas völlig anderes als der übliche InStyle/Tussi Kram.. Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher..Klar wollen wir wissen, was euch am Herzen liegt & es ist ab & an wirklich inspirierend, sich durch die ganzen wishlists (oder must haves?) zu scrollen & schöne Dinge zu finden. Die kritischen, reflektierten Artikel, die euch so ausgezeichnet haben, fehlen jedoch – & das mache ich nicht nur an diesem Erguss hier fest, der Luxusprobleme eines „Erste Welt Mädchens“ zu schreien scheint (auch wenn ich verstehen kann, dass es Überwindung kostet – auch bei einem 5 Sterne Wellnesshotel – allein zu verreisen, ganz besonders, wenn es, wie es im Artikel durchzuschimmern scheint, ursprünglich ganz anders geplant war & ich viele von Scalamaris Artikeln auch gern lese – ganz besonders wegen der Photos, die auch hier wieder wunderschön sind – ). Es geht hier nicht um Missgunst oder Neid & es ist wirklich nicht nur dieser Artikel.. Natürlich verändern sich mit zunehmendem Alter Interessen & auch gegen ein Wellnesswochenende ist absolut gar nichts einzuwenden, nur naja… diese „eigene Kosmos“ Sache, der sich immer mehr andeutende Verlust der Bodenhaftung, die oben schon angesprochen wurde, lässt sich mittlerweile absolut nicht mehr leugnen & ihr scheint so einen großen Teil der Leser aus den Augen zu verlieren.. Eure größte Stärke war mal eure Authentizität, man konnte sich mit euch identifizieren, ihr wart frech, kreativ, innovativ, sympathisch & einfach anders.. Bitte werdet wieder ein bisschen mehr die alten Janes!!

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    1. Greta

      Liebe Elli, liebe anderen Menschen hier,
      ich kann dir da nur zustimmen. Vielen Dank, dass du das so schön formuliert hast, ich weiß nicht, ob ich das so hingekriegt hätte. Ja, als ich mir letztens aufgrund höchsteakuter Prokrastinationnotwendigkeit ältere Artikel und auch Outfits angeschaut habe, dachte ich mir, huch, das ist ja schon mehr das, was mich grade beschäftigt und mit meiner Welt zu tun hat. Denn auch wenn da Wellnesshotels ab und an mal drin vorkommen, bin ich bestimmt noch 5 Jahre von meiner ersten Marc-Jacobs-Tasche entfernt. Ich will einfach nicht hier Sachen lesen, die ich so auch im Zeit-Magazin finden könnte. Also nochmal: Volle Zustimmung und an euch, ihr Janes, Ermunterung.

      Antworten
  23. Stefan

    Ich bin zufällig auf diesen Artikel gestoßen. Sehr schön geschrieben und da ich selbst erst gestern von einer „Allein-Reise“ zurückgekommen bin, kann ich alles sehr gut nachempfinden.

    Ich kann hier nur alle die es im Kopf haben dazu ermutigen: Traut Euch – allein reisen macht Spaß und man lernt und erfährt viel mehr dabei als in Grüppchen!

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  24. Scalamari Jane Artikelautorin

    Hey du Internet,
    ich bin echt glücklich, dass es dich gibt. Und ihr Lieben, This is Jane Wayne kann verdammt stolz auf seine wunderbaren, kritischen LeserInnen sein. Das Glück hat nicht jeder Blog. Ich bin mir sicher, dass ich persönlich an euren Beiträgen, sowohl positiv (wow) als auch negativ (megawow), wachsen kann. Danke, und das meine ich so wie ich das sage, dass ihr euch die Zeit genommen habt hier ein paar Zeilen (auch mal so richtig frei Schnauze) zu hinterlassen.
    Vielleicht hätte der Artikel ohne die Headline meines Herzens „Tabuthema“ gar nicht solche Wellen bei euch geschlagen und ihr hättet ihn als nettes Diary so nebenbei weggelesen. Schön und ein bisschen überraschend, wie der sich entwickelt hat. Wie schon im Text kurz erwähnt und auch auf Facebook, meine ganz eigene, persönliche Challenge war es nicht nur nach 27 Jahren das erste Mal allein zu verreisen (wenn auch „nur“ in ein Wellness Hotel in den Bergen und nicht in den Jungle) sondern auch täglich wildfremde Leute nach einem Foto von mir zu fragen („wat, wer bist du denn?“) – für andere das Normalste der Welt, für mich eben so hoch und fern wie die Dolomiten.
    Wenn ich nur eine Frau da draußen ermutigt habe, die sonst auch ein bisschen zweifelt so wie ich, einen Trip allein in die weite (oder nahe) Welt, Stadt oder Alleinsein-Situation um die Ecke zu tun, dann freue ich mich.
    Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen dem Jakobsweg alleine gehen und in ein echt fettes Hotel abzusteigen – aber da erzähle ich euch ja nichts neues.

    An dieser Stelle kann ich mir ein Girlpower-Danke an die liebste Sarah Jane nicht verkneifen. Herz <3

    Liebe und Peace an alle
    Eure Scalamari Jane

    Antworten
  25. Mel

    Ein toller Post! Ich muss sagen ich gehöre zu einem der Menschen, die Respekt davor haben alleine zu verreisen. Aber ich muss sagen, dein Bericht hat mich zum Nachdenken gebracht. Es gibt so viele Orte, die ich gerne sehen würde und wer weiß, vielleicht erkundige ich den einen oder anderen mal ALLEINE :)!

    Liebe Grüße,
    Mel von MELooks

    Antworten
  26. Nike Jane

    Oh maaan, wie doof hier manches ist, so schade. Aber danke für die Kritik – wer sonst hat schon so kluge und reflektierte Leser, ha!

    Ich denke, es ist inzwischen klar geworden, dass Sarah tatsächlich alleine im Urlaub war und das Alleine-Reisen für viele außerdem noch als Tabu gilt, selbst wenn es sich um einen Ausflug in ein Wellnesshotel (das uns übrigens nicht bezahlt hat) handelt. Die Likes zeigen mir, liebe Scalamari, dass du ganz schön Vielen aus der Seele gesprochen hast <3 Danke.

    Zur Wandlung von Jane und den fehlenden kritischen Artikeln:
    Viele von euch haben bestimmt mitbekommen, dass ich erst schwanger war und nun Mama bin - lasst mich das alles noch ein bisschen genießen und dann gibt's auch wieder mehr Lesestoff, versprochen.

    Nur, weil man erfolgreich ist und mit der Zeit ein bisschen mehr Budget hat, verändert sich übrigens das Hirn nicht, wirklich. Aber weil wir nun mal ganz echte Menschen sind und auch keine riesige Redaktion, wirkt sich eben auch das echte wahre Leben auf diese Seite hier aus. Chaos, Überraschungen, Durststrecken - alles dabei <3 Ist doch schön.

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    1. Anvic

      Man merkt, dass du ein Baby hast. Das heilt. Soviel Frieden will ich auch mal spüren. In dem Sinne: Peace out <3

      Antworten
    2. Elli

      Nike!!! Deine Babypause (die ja eigentlich gar keine ist, da du sofort wieder getippt hast) sei dir wirklich von ganzem ganzem Herzen gegönnt, die ist so verdient & genieß erstmal die Zeit mit deinen beiden!! Das solltest du dir von wirklich niemandem nehmen lassen geschweige denn auch nur ansatzweise ein schlechtes Gewissen in dieser wunderschönen Zeit haben – sowas wollte ich mit meinem Post wirklich nicht bezwecken :/ Natürlich freuen wir uns alle wie Bolle (denke da kann ich für die Allgemeinheit sprechen) sobald du wieder voll an Bord bist, weil deine Artikel einfach wunderbar sind & wohl für viele einen der Hauptgründe darstellen, warum wir euch Janes so lieben gelernt haben!! Die Kritik sollte konstruktiv sein & zum Nachdenken anregen, sie passt nicht einmal zur Themenwahl des Artikels, allerdings lag sie mir ein bisschen auf der Seele, doch ich wollte niemanden verletzen.. & als Leser entwickelt man (zumeist) einfach keine Vorstellung davon, was für eine Mordsarbeit euer Blog ist, der -nach außen- so schön, leicht & aus dem Ärmel geschüttelt wirkt – was wiederum verdeutlicht wie gut ihr seid, dass ihr sowas so schnell vergessen macht. Sorry!!!

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  27. Chael

    Das mit einem erfolgreichen Blog, wie es TIJW nun mal ist, ist ein bisschen wie der Marsch durch die Institutionen, der diese aber nicht zu ändern vermag. Ich finde. das lässt sich gut an der Kooperation mit MCM sehen. Das Label arbeitet mit Euch zusammen, um Präsenz auf TIJW zu bekommen und eine KäuferInnenschicht zu erreichen, die keine 08/15 Modeblogs liest. Letztendlich geht es für MCM darum, den Absatz zu vergrößern. Sie wissen, dass ihr von etwas leben müsst und so kommt MCM auf Euch zu und schlägt einen Deal vor. Und so schließt sich der Kreis und das eigentlich biedere Label bekommt im Austausch etwas von Eurem modernen, edgy Touch und damit neue potentielle Käuferinnen. Das ist irgendwie frustrierend. Lösungen, anyone?

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    1. Sarah Jane

      Liebe Chael,
      wir arbeiten seit 2011 für und mit MCM zusammen, weil wir das Brand und viele der Kreationen mögen. Es ist doch logisch, dass hier nicht jedem Leser gefallen mag, was uns gefällt – und es ist gut, dass das so ist. Deswegen verkaufen wir aber nicht unsere Seele oder promoten Dinge, hinter denen wir nicht stehen. Das muss doch deutlich werden?

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      1. Chael

        Das war überhaupt nicht böse gemeint und ich bin mir auch sicher, dass Euch die Sache gefallen. Tut mir leider, wenn das so rüber gekommen ist. Ich wollte anhand es Beispiels nur aufzeigen, dass solche Kooperationen ein schwieriges Ding sind und welche Herausforderungen/Abwägungen damit einhergehen.

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        1. Chael

          PS: Sorry für die vielen Typos. Und weil es nun ein PS gibt, möchte ich noch hinzufügen, dass ich Euren Blog sehr schätze und froh bin, dass es ihn gibt.

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  28. Caro

    Ach du liebes bisschen, ist das schön. Ich glaube das mache ich auch mal, geht ja sicher auch Low(er)-Budget…

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  29. Julia

    Liebe Janes,
    In der Regel halte ich mich mit Kommentaren sehr zurück, aber jetzt juckt es mich doch in den Fingern! Ich liebe und lese TIJW schon seit erster Stunde und finde es völlig in Ordnung, dass ihr euch weiterentwickelt habt. Wäre ja auch schlimm, wenn nicht. Und na klar, wenn Nike im Babyurlaub ist, zwickt und zwackt es an manchen Stellen vielleicht ein bisschen. Bei einem kleinen Team ist das vollkommen logisch. Was ich euch eigentlich sagen mag: Ihr seid super. Und ich teile nicht die Befürchtung, dass ihr euch in einen vorhersehbaren, aalglatten Luxusblog aka. Werbebanner verwandelt. Bleibt so differenziert und kritisch wie ihr seid, vielleicht manchmal ein bisschen mehr.
    Peace <3

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  30. Julia

    wie toll, ich werde nächste Woche 30 und habe am Sonntag vier Tage Rom gebucht. – Alleine. Ich werde durch die Stadt laufen, Geburtstag haben und keiner wird es wissen, außer mir!

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  31. Sarah

    Verstehe nicht, warum ihr euch mit Kritik so schwer tut, es gibt doch auch immer wieder (wohlverdiente) Komplimente und ein Blog lebt doch schließlich von konstruktiver(!) Kritik. Ich glaube die allgemeine Forderung ist, dass nicht nur Nike reflektierte, auch mal konsumkritische Artikel schreiben sollte. Klar ist das ein Modeblog, klar geht es um Konsum, aber überteuerte Detoxkuren, Biolieferservices, etc. gehen vielleicht ein wenig an der Lebensrealität der meisten vorbei..

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  32. Ronja

    Liebe Janes,

    es ist doch schon ein bisschen verrückt, dass ihr, trotz eurer großen Mühe, nie nur irgendwelches Product Placement zu machen, so barsch angepiekst werdet. Selbst für den Weihnachtsgeschenke-Wunschpost gibt es eine Erklärung, fast Entschuldigung, und kein bloßes Dargestelle von Teurem & Schönen, bei Outfit-Posts geht es nie nur um das Outfit, sondern immer auch ein Stückchen um eure Jane-Seele und -Gedanken, und auch hier hat Scalamari Jane natürlich in einem fabelhaften Hotel gewohnt, aber doch im Grunde nur einen Platz für ihren Mut geschaffen, ihr eigenes Tabuthema und vorallem Ehrlichkeit „sich ein Stückchen mehr in sich selbst zu verlieben“ (juchu!). Warum immer so schnell mit der Hake auf diese so bewundernswert authentischen Frauen losgehen? Wenn das Hotel teuer und schick ist, aber einem selbst zum Glück verholfen hat und es im Grunde ja nun auch vollkommen schnurzegal ist, ob für einen selbst es die Pampa ist, oder das 5-Sterne-Resort mit Extrasahne, warum sich dafür schämen? Warum muss man sich für seine eigenen Freuden eigentlich immer erklären müssen? Giftigkeit weit und breit anstelle sich einfach mal mitzufreuen und zu sagen, ehy, Scalamari, das freut mich für dich. Auf das du noch weitere Schritte ins glückliche Selbst gehen wirst! Und wenn mir das Hotel zu teuer ist, suche ich mein Glück eben im Kleckerdorf. Es stimmt absolut, das Nike sehr, sehr anregende und kopfklärende Texte schreibt, aber die anderen Janes und vorallem Sarahs Arbeit, die momentan bestimmt nicht gerade einfach zu wuppen ist, runterzumetzeln ist absolut unfair. Nur weil man nicht immer mit der Kritikkeule schleudert und die Welt hinterfragt heißt das noch lange nicht, dass This is Jane Wayne ein Tussimodesinnlosblog ist – sofern überhaupt jemand das Recht hat, einen Blog so abzustempeln. Hinter jedem Wort, jedem Gedanken und jedem Post steckt nämlich irgendein Herz und irgendein Hirn. Und das große bunte Internet bietet ja Gott sei Dank jedem die Möglichkeit, den Weg auchmal zu verlassen und einen neuen Lieblingsblog zu finden. In diesem Sinne: Danke, liebste Janes, ihr versüßt mir j e d e n Tag. Und Nikejane, bitte bloß nie wieder entschuldigen fürs jetzt Wegsein und Mamasein – du hast sowieso schon so viel von dir hören lassen. Chapeau an euch A L L E & ein bisschen mehr Frieden für so schnelle & laute Meckereien. <3

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  33. Connü

    Ich spiele selbst gerade mit dem Gedanken mal alleine wegzufahren, um mehr ich zu sein. Urlaube sind ja oft gezeichnet von Kompromissen und manchmal endet das nicht gut für alle beteiligten Parteien.
    Wenn du allein warst, wie war das Leute zu fragen ob sie ein Foto von dir für den Blog schießen können? Ich glaube da wäre ich echt gehemmt gewesen.

    liebe Grüße~

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  34. Yvonne

    So ein schöner Post und was für wundervolle Bilder! Wie witzig, dass man fast ein bisschen mit Neid auf deine Zeit schaut – das kommt auf meine Bucketlist!
    Liebe Grüße,
    Yvonne
    p.s.: Bei mir gibt’s noch bis morgen ein Erlebnis zu verschenken, das ihr alleine oder gemeinsam machen könnt :)!

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  35. Sabrina

    Allein reisen ist die beste Gelegenheit um sich selbst kennenzulernen. Ich war allein ein halbes Jahr in Argentinien, Bolivien und Peru, zwei wochen in Thailand, schon etliche Male in der Türkei und auch Kurztrips nach Barcelona und Berlin hab ich gemacht. Man lernt eh schnell Leute kennen und ist viel unvoreingenommener als zu zweit. Und ich habe ehrlich gesagt nicht immer Bock auf Gesellschaft. Alleine kann man machen was und wann man will ohne Rücksicht auf DEN ANDEREN, kann die Seele baumeln lassen. einfach mal mit einem Buch im Cafe rum sitzen und vor allem sich mit sich selbst auseinander setzen. alle Situationen, die einem in der Heimat als schwierig erscheinen relativieren sich, wennman in Bolivien allein ist und ausgeraubt wird. Oder in einer Straßensperre festhängt ohne Handyempfang und dann mit ganz vielen „Fremden“ ein paar Leute für die Mitnahme auf ihrem Pick Up besticht.
    Man lernt sich mit seinen tiefsten Ängsten auseinander zu setzen. Was mir geholfen hat, wenn ich mich mal wirklich alleine gefühlt habe war mein Tagebuch (nur während des Reisens geschrieben) und natürlich das Skypen mit den Lieben daheim.
    Vielleicht ist es einfacher, wenn man Einzelkind ist und schon von früh an oftmals Zeit mit sich selbst verbringen musste, weil keine Geschwister da sind. aber wie heißt es so schön: „Ich bin mir selbst am nächsten.“

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  36. Alice Weniger

    Ein wundervoller Artikel. Ich selbst kanns gut nachvollziehen, aber gerade auch weil Wellnessen was für Liebespaare, Familien oder Freunde ist. Durch die Weiten Islands zu trampen ist alleine etwas anderes – die Allgemeinheit sieht dies als „normal“ an. Ich selbst finde es wunderbar so auszubrechen und freue mich, dass du diese Erfahrung machen kannst. Es gibt so viele Menschen, die es kaum mehr mit sich selbst aushalten oder es neu erlernen müssen. Weder das Eine noch das Andere ist falsch. Freue mich auf alles, das du noch mit uns teilen wirst.

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  37. Paula

    Liebe Janes,
    es ist schade, dass hier von einigen geschrieben wird, allein zu reisen hätte nichts mit Selbstfindung und persönlicher Stärke zu tun, weil „Frau das schon mit 18“ so gemacht hat.
    Super für die, die es können und machen. Für unbedarfteres Publikum wie mich, dass es gewohnt ist, zu zweit oder in der Gruppe zu verreisen, ist Sarahs Artikel nicht nur spannend, sondern auch anregend.
    In meinem Umkreis wird, wer alleine reist, leider schon auch mal schief angeschaut. Seit meinem ersten allein-Trip aber weiß ich, wie anders und toll so ein paar Tage für sich seien können.
    Liebe Janes ihr macht dieses Blog immernoch genauso toll, wie vor ein paar Jahren und seit dabei einfach nur professioneller und ein bisschen erwachsener geworden. Das ist gut so und dafür braucht ihr euch nicht zu rechtfertigen. Macht weiter so, wie ihr es für richtig haltet, das hat TIJW bisher nur gut getan!

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  38. Karlie

    Ach, ich kenne Leute die würden niemals alleine in der Mensa essen, shoppen oder ins Kino gehen.
    Diese Menschen würden natürlich nicht im Traum daran denken alleine zu verreisen.
    Da ich aber jemand bin, der gerne auch mal alleine unterwegs ist, egal ob Kino oder Reisen weiß ich sehr wohl, daß man mitunter komisch angeschaut wird. So nach dem Motto hat die keine Freunde?
    Insofern kann ich einige Punkte im Artikel nachvollziehen.
    Die massive Kritik am Artikel kam glaube ich durch die Formulierung „das letzte Tabu“ und Spa als Selbsterfahrung und mit sich allein …

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  39. Lena

    Ist doch komisch, mit was für Themen man eine solche Diskussion lostreten kann! Gerade diesen Artikel fand ich nicht spannend genug, um ihn wirklich bis Ende durchzulesen. Wie kann man sich darüber so aufregen? Natürlich wünsche ich mir immer auch lieber Spannenderes als sowas, aber okay, für manch Eine(n) ist vielleicht GENAU DAS SUPERSPANNEND! Ich finde Euren Blog super und mir gefallen auch sehr die Buchrezensionen von Powerpuff Jane. Das geht, finde ich, in genau die richtige Richtung. Vielleicht lieber nochmal jemanden von diesem Kaliber ins Team aufnehmen?

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  40. sandra

    Hej hej liebe sarah !

    Ich danke dir für den wundervollen Artikel über das alleinreisen.er konnte glatt von mir stammen.denn ich reise seit über 4Jahren nun vorzugsweise allein.und seit ich das dass erste mal ausprobiert hatte,da wie bei dir irgendwie alles anders kam als erwartet freu ich mich jedes mal ein bisschen mehr wieder zu mir zu finden und zu reisen ohne druck ohne einen der gerade ein ganz anderes empfinden und verlangen hat als du einfach los lassen,rumschlendern alles angehen im eigenen Rhythmus es ist wundervoll !!und ich werde weiterhin alleine reisen es gibt einem so viel ! Man muss sich eben nur erstmal trauen und dann merkt man schnell das es unverzichtbar ist auch einmal allein durch die Welt zu gehen <3

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  41. D.

    was man erwähnen sollte ( falls meine vorgänger es nicht taten): wunderschön geschrieben!
    „Ein einziges Mal nur, hätte ich mir eine Hand gewünscht, die ich drücken kann um zu fühlen, dass das alles echt ist“ – so schön!

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  42. Renate

    Jetzt habe ich hier mal die ganzen Kommentare durchgelesen und musste wirklich schmunzeln. Ich glaube diese ganze Aufregung um eine „Interpretation“ eines Artikels und mit ( einer achso schlimmen ) Überschrift kann nur kommen, weil die meisten Damen die gleich empört kommentieren noch sehr jung sind und alles gleich ein klein bisschen falsch verstehen. Glaubt mir, es kommt das Alter wo „Frau“ sich nicht immer gleich auf den Schlips getreten fühlt oder gar alles als Angriff auf die doch so moderne und unabhängige Frau versteht. Liebe junge Frauen mit oder ohne Kind…genau das fehlt einfach oft in unserer Gesellschaft…Verständnis untereinander…ein bisschen mehr Gelassenheit und etwas weniger „Aufregen“ tut allen gut. Leben und leben lassen……..ein Urlaub alleine ist toll, leider nicht so oft machbar bzw. wird nicht so oft gemacht !! Und ich glaube auch, dass jede Frau im laufe des Leben sich immer ein bisschen „mehr “ Luxus gönnt egal welcher Art. Das entscheidet aber immer noch jede Frau für sich selbst.
    Liebe Nike nimm dir um Gotteswillen alle Zeit der Welt mit deinem Baby! Es gibt keinen Grund sich zu verteidigen!!! Wer noch keine Mutter ist hat wirklich KEINE Ahnung!!! Da haben wir wieder das Problem 😉 Verständnis !

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  43. ALMA

    Liebe Janes, liebe Leserinnen
    und liebe Renate…
    Du hast eine wunderbare Antwort geliefert.
    Ich bin neu hier auf dem Blog und nur darauf gekommen weil ich von einem Post in fb auf diesen hier gekommen bin.
    Ich bin dieses Jahr mit 36!! das erste Mal alleine für 9 Tage verreist und hatte auch Bammel aber es hat sehr gut getan, zwischendrin ein wenig langweilig (und man lernt auch nicht wirklich auf normalen Städte/Strand Urlauben fremde Menschen einfach so kennen), aber ich habe es sehr genossen. Meine Art Urlaub zu machen hat sich aber durch das alleine sein auch nicht wirklich dolle von den Urlauben mit Begleitern unterschieden- es ist meine Art andere Länder zu genießen. Worauf ich aber hinaus möchte ist: Auf jeden Fall kommt es auf die Frau an, ich hätte früher, würde sogar sagen noch vor vielleicht 5 Jahren niemals alleine Urlaub gemacht. Ich habe das bei einer Freundin immer bewundert und die ist wirklich in die große weite Welt. Die heutigen jungen Frauen, auch bei nur „10“ Jahre Altersunterschied, sind meistens einfach noch emanzipierter als die ’70 Mädels- behaupte ich.
    Ich finde es super und werde es fördern damit meine Tochter früher als ich so tolle Erfahrungen macht.

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  44. Maddie

    Also ich finde alleine verreisen gar nicht „tabu-ig“: ich war selbst mit 21 vier Monate lang alleine in Asien backpacken und da waren sehr viele junge Leute alleine unterwegs. Ich bin auch schon mal an meinem Geburtstag auf eine Almhütte abgehaut und habe 3 Tage alleine im Spa verbracht – komisch angeschaut wurde ich nicht. Also meiner Meinung nach ist es wirklich kein Tabuthema 🙂

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  45. Pingback: Alleinreisen ist ein “Tabuthema”?

  46. Kerstin

    „Sometimes you just need a break. In a beautiful place. Alone. To figure everything out.“
    Grandios geschrieben! Bin definitiv alleinreisesüchtig. 😉

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