BEAUTY-SPEZIAL // 10+ Fragen an Couch-Beauty-Redakteurin Sylvia Karabiner

18.08.2016 Beauty, box2

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Donnerstag ist ab sofort Beauty-Spezial-Tag und nach Stella, Marion und Hanna geht’s heute in eine neue Runde Tipps, Tricks und kleine Schönmacher. Beauty-Redakteurin Sylvia Karabiner schnappte ich mir übrigens auch kurz nach unserem gemeinsamen Pressetrip in München, um den Beauty-Profi für euch ein paar SOS Fragen zu stellen. Katsching, Chance genutzt. Immerhin saß ich ja auch in einem Shuttle mit der geballten Beauty-Power schlechthin.

Wie zum Beispiel bekommt man eigentlich einen solch schönen Teint, wieso um Himmels Willen glänzen ihre Haare viel mehr als meine und welche Beauty-Tutorials bringen selbst Laien wirklich was? Auf Fragen gibt’s heute mal wieder eine Ladung Antworten. On top verrät die Redakteurin des Couch Magazins, wie sie sich ihren persönlichen Traumjob eigentlich geangelt hat, wie ihre Morgenroutine in etwa ausschaut und welche kleinen Wundertuben ihr gegen Pickelchen helfen. Merci, du Liebe:

„Ich habe Soziologie und Germanistik an der Uni in Hamburg studiert. Auch wenn ich vorm Studium schon wusste, dass ich mal im Bereich Journalismus arbeiten möchte, hätte ich nicht gedacht, dass ich in der Beauty lande. Eine Leidenschaft für Cremes, Make-up und Co. habe ich allerdings schon seit ich ein Teenager war. Während meines Studiums machte ich dann ein Praktikum bei Gala im Beauty-Ressort und von da an wusste ich: Das will ich machen! Direkt nach dem Studium klappte es dann auch mit einem Job bei der Grazia und seit zwei Jahren bin ich jetzt bei der Couch. Für mich ist es der beste Job der Welt, weil ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe, viel reisen kann und so viele spannende Leute kennenlernen darf.“

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Meine Mutter ist Inderin und in Indien spielt die Haar- und Kopfhautpflege mit Ölen eine große Rolle. Wenn etwa die Längen trocken sind, reines Amlaöl (wer keins zur Hand hat nimmt Olivenöl) einmassieren und mindestens eine halbe Stunde (am besten über Nacht) einwirken lassen und dann gut mit Shampoo auswaschen. Lässt die Mähne richtig glänzen und wirkt Wunder bei einer trockenen Kopfhaut. Wenn es schneller gehen muss, nehme ich das Öl von Moroccanoil vorm Föhnen für die Längen. Das duftet auch sooo gut!

2. Hast du eine Beauty-Morgenroutine? Wenn ja, wie sieht die aus?

Die sieht bei mir seit Jahren ähnlich aus und dauert alles in einem nicht länger als 15 Minuten:

  • Gesicht mit einem schäumenden Reiniger waschen, da ich eine Mischhaut habe, die zu Ölglanz tendiert (etwa Caudalie, Alpha-H, Aesop).
  • Wenn ich nicht zu faul bin, folgt ein Hyaluron-Serum von Apotcare.
  • Dann eine Feuchtigkeitscreme, die meine Haut nicht irritiert. Da verlasse ich mich gerne auf französische Apothekenprodukte (La Roche-Posay, Avène, Bioderma). Wenn meine Haut mitspielt – was eher im Sommer der Fall ist – verzichte ich auf Foundation und greife nur zu Kompakt-Puder von Armani.
  • Im Winter trage ich auch gerne Foundations. Ich liebe die neuen Cushion Foundations wie die von Lancôme. Sie haben eine so leichte Konsistenz und lassen die Haut strahlen. Etwas reichhaltiger sind Perfect Match von L’Oréal und Les Beiges von Chanel.

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  • Augenschatten kaschieren ist bei mir Pflicht. Die besten Erfahrungen habe ich mit dem Highlighter von M.A.C und dem Maestro Eraser von Armani. Beide verschmelzen toll mit der Haut. Dürfte ich nur ein Produkt auftragen, bevor ich aus dem Haus gehe, wäre es definitiv Concealer.
  • Schwarzen Eyeliner trage ich fast jeden Tag. Da habe ich schon echt viele getestet. Am besten hält bei mir der Master Ink Matte von Maybelline. Im Sommer darf es statt schwarzem Liner auch gerne mal blauer oder türkisfarbener sein. Dafür bekomme ich tatsächlich auch immer die meisten Komplimente. Also Mädels, traut euch. Givenchy hat wasserfeste, die super halten.
  • Egal, ob Sommer oder Winter, ich trage immer lieber Bronzer als Rouge. Der Tom Ford Gold Dust Bronzer hat nicht nur ein tolles Packaging, sondern für mich auch den perfekten Ton und lässt sich gut verblenden.
  • Meine Augenbrauen betone ich erst seit ein paar Jahren, da ich es echt schwer fand ein Produkt zu finden mit dem man nicht so angemalt aussieht. Meine Favoriten sind die Brow Pencils von Burberry und Bobbi Brown.
  • Noch etwas cremigen Highlighter unter die Brauen und in die Innenwinkel der Augen, um den Blick zu öffnen. Wimpernzange von Eyeko und der Mascara gehören auch jeden Morgen dazu (ich schwöre auf Helena Rubinstein, Yves Saint Laurent und Lancôme).
  • Neu entdeckt für die Lippen habe ich den Rose-Balm von Tromborg. Er ist pflegend und hat einen leichten Beerenton.
  • Last but not least: Parfum! Da wechsle ich oft.

3. Vom Haargummi bis zur Pinzette: Deine 3 unschlagbaren Alltagshelfer:

Blotting Paper von NYX, da meine Haut spätestens mittags anfängt zu glänzen. Das Hydrating Mist von Kiehl’s steht griffbereit auf meinem Schreibtisch. Es erfrischt und gibt einen kleinen Energieschub. Meine Kolleginnen machen sich schon immer lustig über mich, weil ich beim einnebeln so entspannt aussehe, als ob ich gerade eine Spa-Anwendung habe. Auf meinem Nachttisch steht der Nagellack Base Coat Abricot von Dior. Den kann man jederzeit schnell aufpinseln (auch vorm Schlafengehen) ohne präzise sein zu müssen und die Nägel sehen sofort gepflegt aus.

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4. Von der Maniküre bis zur Wimperverlängerung: Welches Beauty-Ritual wird regelmäßig aufgefrischt?

Ehrlich gesagt, nerven mich zusätzliche Termine, deshalb mache ich so viel wie geht, einfach selbst. Nur beim Haarefärben muss ich zum Profi. Ich habe lange gebraucht die richtige Farbe zu finden. Von Natur aus habe ich fast schwarze Haare und viele Friseure wollten mir Blondierungen aufschwatzen. Das ist aber Unsinn, da man sie auch mit Farbe heller bekommt, was viel schonender ist. Früher habe ich auch mal selbst gefärbt, um Geld zu sparen, aber die Farbe sah nicht einheitlich aus und die Haare wirkten stumpf. Seit nun vier Jahren vertraue ich meine Farbe nur Jennifer Heinz von noon individual hair in Hamburg an.

5. Worauf schwörst du?

Ich habe sehr trockene Hände und liebe Handcremes mit reichhaltigen Konsistenzen. Mein Alltime-Favourite ist die Dry Skin Hand Cream von L’Occitane mit 20 Prozent Shea Butter. Obwohl sie so reichhaltig ist, zieht sie gut ein. Meine Gute-Laune-Booster für jeden Tag sind duftende Body Creams (Roger & Gallet, Kenzo, Molton Brown, Valentino, Aerin). Ich freue mich immer, wenn ich eine neue entdecke, deren Duft ich liebe!

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6. Jetzt mal ehrlich: Welches Beauty-Tutorial kannst du uns empfehlen und warum?

Sowohl beruflich als auch privat sitze ich oft im Flieger. Das findet meine Haut gar nicht so toll. Das Tutorial von Lisa Eldridge für Langstreckenflüge ist super. Zwar ist ihr Beauty-Regime an Bord seeehr extensiv, aber einzelne Tipps kann man sich gut rauspicken z.B. eine unsichtbare Feuchtigkeitsmaske aufzutragen.

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Außerdem schaue ich immer wieder gerne die „Get ready with me“-Videos von Glossier, weil ich es spannend finde was für Produkte andere benutzen und vor allem wie sie die einsetzen.

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Durch den ganzen K-Beauty Hype bin ich auf das Video zur 10-Step Korean Skin Care Review von Rachel Nguyen aufmerksam geworden. Es ist super, um sich Pflegeschritte von den Koreanerinnen abzuschauen, die ja bekanntermaßen Pflege-Weltmeisterinnen sind.

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7. Pickel, trockene Stellen und Co: Dein kleines Beauty-Problemchen – und was hilft dir dagegen?

Ich habe immer mal wieder Pickel, was echt nervt. Gute Erfahrung habe ich mit Reinigungsprodukten speziell für unreine Haut gemacht, die ich immer mal phasenweise anwende, da sonst meine Haut zu sehr austrocknet. Ich schwöre auf Seren, die für ein reineres Hautbild sorgen wie der Booster von Dr. Dennis Gross. Die benutze ich auch quasi vorbeugend, selbst wenn gerade kein Pickel in Sicht ist. Dann noch eine Feuchtigkeitspflege mit Salicylsäure zum Beispiel von Vichy und über Nacht ein Pickelgel für akute Stellen von Clinique. Auch Masken helfen alles wieder ins Lot zu bringen (Proactiv). Leider nehme ich mir nicht so oft Zeit dafür.

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8. Im Handumdrehen: Welche Frisur ist deine Liebste?

Das ist Gott sei Dank relativ easy. Ich trage meine Haare am liebsten offen mit Seitenscheitel. Da sie von Natur aus glatt sind, brauche ich nicht mehr machen als nach dem Waschen ein Öl in die Längen zu geben und sie mit meinem Lieblings-Föhn von ghd trocken zu föhnen. Mit ihm geht’s einfach am schnellsten und die Haare glänzen schön. Auf den Ansatz noch etwas Haarspray gegen fliegende Härchen (Kérastase) und das war’s. Eigentlich hätte ich gerne mal richtig schöne große Wellen, aber das hält bei meinen Haaren nie länger als ’ne halbe Stunde. Ich habe schon alle Stylingprodukte ausprobiert, aber meine Haare wollen lieber glatt sein.

9. Wie kriegst du dein Gesicht nach einer durchfeierten Nacht wieder hin?

Das ist leider gar nicht so einfach. Wenn ich müde bin, sieht man mir das auch immer an. Aber um das Beste rauszuholen, trage ich auf jeden Fall vorm Schlafengehen eine abschwellende Augenpflege auf zum Beispiel von Shiseido. Nach dem Aufstehen mache ich erst einmal ein Peeling mit Glycolsäure. Mein Favorit ist das After Party Scrub von Rodial. Und dann gibt’s so viel Feuchtigkeit wie möglich. Heißt eine ordentliche Ladung Hyaluronserum, Moisturizer und Augencreme. Falls ich vor die Tür muss, kommen noch Concealer und Mascara als Musts dazu. Und eine freshe Farbe auf den Lippen lenkt von müden Augen ab. Da ich nicht gerne Lippenstifte trage, nehme ich eher ein Gloss in Pink oder Orange (Eclat Minute von Clarins).

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10. Abschminkmuffel oder Pingelchen? – Wenn letzteres: Wie und womit schminkst du dich ab?

Da falle ich wohl eher in die Kategorie Pingelchen. Ich gehe wirklich nie ins Bett ohne mich abzuschminken – und wenn ich noch so spät von einer Party nachhause komme. Mal abgesehen davon, dass ich das Gefühl von Make-up im Gesicht beim einschlafen einfach unangenehm finde, weiß ich halt auch was es mit meiner Haut macht: Pickel sind am nächsten Tag vorprogrammiert. Neu entdeckt habe ich das schäumende Reinigungsöl von Biotherm. Das ist praktisch, weil man es auch auf die Augenpartie geben kann. Wenn ich richtig motiviert bin, nehme ich noch die Clarisonic-Bürste zur Hand. Um den letzten Rest Augen-Make-up zu entfernen tränke ich Wattepads im Augen-Make-up-Entferner von Maybelline. Früher habe ich zu wenig Entferner benutzt und musste an der empfindlichen Augenhaut reiben, was natürlich nicht ideal ist. Heute nehme ich schön viel Remover und lasse die Wattepads auf den geschlossenen Augen kurz einwirken. So geht alles viel leichter und ohne zu rubbeln runter. Zum Abschluss nehme ich ein Mizellenwasser (Bioderma, SBT), um eventuelle Reste von Augen und Gesicht zu entfernen. Ich liebe das Gefühl danach, wenn die Haut erfrischt ist und atmen kann. 

11. Deine Beauty-Resolution?

Für mich ist Hautpflege das Wichtigste. Wenn meine Haut gut ist, fühle ich mich auch wohl. Und je besser meine Haut ist, umso weniger Make-up brauche ich zum verbergen von Makeln und kann stattdessen einfach nutzen, um Akzente zu setzen. Außerdem bin ich kein Fan davon, ständig zwanghaft etwas Neues auszuprobieren. Klar ist es reizvoll alle neuen Trends zu testen, aber ich glaube, dass es gerade bei Pflege Sinn macht, nicht zu häufig zu wechseln. Ich hatte schon über ein halbes Jahr mit einer nervigen perioralen Dermatitis zu kämpfen, weil ich zu viele und zu reichhaltige Produkte auf einmal benutzt hatte. Seitdem lautet mein Motto: Finde, was deiner Haut guttut und bleib dem treu. Natürlich probiere ich auch mal was Neues aus, nur halt nicht mehr wirklich ständig.

InDerRedaktion

1000 Dank, du Liebe. Und wer soll diesen Fragebogen als nächstes beantworten?

Karolina Hering von Brigitte Online, Katharina Charpian von Femtastics und Alexandra Holscher von Très Click.

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