3 Days of Design: Von ferm Living bis HAY! Die schönsten Interior-Fundstücke aus Kopenhagen, die gleich bei uns einziehen dürfen!

22.06.2022 Wohnen, Interior

Zum unglaublichen vierten Mal war ich seit September in Kopenhagen und statt allmählich gesättigt von meinen Kurztrips nach Berlin zurück zu kehren, fühlt sich der Besuch langsam aber sicher wie Heim kommen an. So vertraut sind die Wege, so gemütlich das Gefühl. Pünktlich zu Kopenhagens „3 Days of Design“ Veranstaltung, die in diesem Jahr direkt eine Woche nach der bekannten Salone del Mobile, der Mailänder Möbelmesse, stattfand, trudelte auch ich auf Einladung der Berliner Agentur Impulse zum wiederholten Mal ein, um glucksend und glückselig, ja fast schon beschwipst von all den Eindrücken, einmal mehr festzustellen, dass das Herz längst rasend schnell und kaum zu vergleichen bei Themen rund um Interior-Stücke schlägt. Hier passiert so viel, wird so viel aus der Vergangenheit ins Hier und Jetzt und in die Zukunft katapultiert und hier sind noch längst nicht alle Möglichkeiten erschöpft.

So schön war es, so so schön, dass fest steht: Auch nächstes Jahr komme ich wieder und möchte entdecken und staunen und mich von diesem grandiosen Vibe der Dän*innen anstecken lassen.

Willkommen in der wunderbaren Welt von ferm Living

Gleich nach meiner Ankunft ging es auch schon los: Und zwar in die wunderschönen Hallen von ferm Living! Bereits zum zweiten Mal in Folge durfte ich den Worten von ferm Living-Gründerin Trine Andersen während einer kleinen, privaten Vorstellung der neuesten Kollektionsstücke im Headquarter von ferm Living folgen und was soll ich sagen? Hier trifft Herz auf unternehmerisches Handel und Gespür für Trends auf Nachhaltigkeitsbewusstsein. Alles begann vor vielen Jahren mit Tapeten, heute aber ist ferm Living ein kleines Allroundtalent und ein Synonym für gemütliches Wohnen. Die Dän*innen haben also nicht bloß den Begriff Hygge, sie haben längst auch die noch modernere Form davon: ferm Living! Hier stimmt alles und vor allem die Kinderzimmer-Ideen haben beim mir mal wieder Herzrasen ausgelöst. Soso schön!

„The Art of Creating a Home“ ist die neueste Kollektion des dänischen Labels und knüpft nahtlos an die bestehenden Lieblinge an. Auf der Wunschliste? So ziemlich alles aus dem Kids-Bereich, das ferm-Händchen, Accessoires zu platzieren und die blauen Holzstühle. Fehlt nur ein Ort, sie zu platzieren. Und was kommt auf euren Wunschzettel?

GUBI

Der Wecker klingelte um 7 Uhr, um Punkt 8 Uhr fand man mich beim Frühstück und gleich um 9 Uhr startete die Tour bei Gubi. Der Tag hätte also nicht schöner starten können: So schön ruhig und gemütlich und voller grandioser Eindrücke. 1967 von Lisbeth und Gubi Olsen gegründet, gehört Gubi längst zu den alt eingesessenen Interior-Labels Dänemarks und hat sich der Produktion von Möbeln und Leuchten verschrieben hat. Der riesige Showroom am Wasser ist gleichzeitig auch Office Space und beweist einmal mehr, dass die Dän*innen es in Sachen Arbeiten und Leben einfach anders machen, als hierzulande. Schönheit, Ästhetik und Ruhe liegen im Vordergrund und scheint wirklich und wahrhaftig immer wieder Quell für neue Inspiration zu sein. 

Neu ist nicht nur die wunderschöne Outdoor-Sofa-Serie, die bei mir durchaus auch daheim einziehen dürfte, sondern auch die beeindruckenden Sitzmöbel von Joe Colombo aus Rattan. Auf den ersten Blick wäre jeder, der mit den Entwürfen von Joe Cesare Colombo vertraut ist, überrascht von der Basket Collection. Colombo ist für seinen futuristischen Stil, seine Vorliebe für Technologie und synthetische Materialien bekannt – und eine Möbelkollektion aus Rattan weicht deutlich von seiner Norm ab. Bei genauer Betrachtung werden jedoch die Merkmale des klassischen Colombo Stils deutlich: organische Linien treffen auf eine ausgeprägt moderne Ästhetik und der innovative Umgang mit dem von ihm gewählten Material Rattan. Die Basket Collection wurde erstmals in den späten 60er-Jahren von dem auf Rattanmöbel spezialisierten Hersteller Pierantonio Bonacina produziert, der Colombo ursprünglich mit dem Entwurf beauftragte. GUBI legt die Kollektion nach jahrzehntelanger Produktionspause nun neu auf. Aber das war selbstverständlich nicht alles, was es bei Gubi zu sehen gab. Was mich noch ziemlich beeindruckt hat? Das habe ich für euch festgehalten:

Montana

Über Montana habe ich wohl schon so ziemlich jede Lobeshymne abgefeuert, die es so gibt, denn ich kann mich nur immer und immer wiederholen: Ich liebe Montana. Ich liebe diese praktische Idee dieser Modularsysteme, ich liebe die Farben und noch mehr liebe ich die schier unendlichen Kombinationsmöglichkeiten, die durch die 40 Farben wahr werden! Nun hat sich Montana noch einmal mehr auf die Kinderzimmer konzentriert und eine Kollektion von Kleinmöbeln für die Kleinsten kreiert, die wahre Mini Mes der bekannten Möbel sind. Die neue Montana Kids-Kollektion umfasst den Monterey Kids-Tisch, den Kevi Kids-Drehstuhl und die Mini Play Box.

Für uns Große gibt es aber auch News: Denn Montana fokussiert sich diese Saison auf das Badezimmer: RIPPLE ist ein kleiner Schrank mit geriffelter Glastür – perfekt für die Aufbewahrung von Wellness- und Beauty-Artikeln; SHELFIE, ein rechteckiger Spiegel mit Ablagefläche; PREPPY, ein mobiles Aufbewahrungsmodul mit Rollen, zwei Fächern und einer Ablagefläche oben – ideal für die Aufbewahrung von Handtüchern, sowie der runde Spiegel AROUND. Alle sind in 40 umweltfreundlichen Farben erhältlich und sicher in den feuchten Räumen.

Bei all den Kombinationsmöglichkeiten kann uns aber schon mal ganz schön schnell schwindelig werden: Grund genug, die Serie Montana Selection genauer vorzustellen, denn die Selection ist eine handverlesene Reihe von funktionalen und vorkonfigurierten Möbeln, die die Entscheidung für das richtige Modul vereinfachen. Die Frage ist dann nur noch, in welcher der 40 Lackfarben von Montana die Möbel zu euch kommen sollen, auf welchen Beinen, Aufhängeschienen, einem Sockel oder Rollen sie stehen sollen. Ganz einfach, oder? Die Serie ist mit dem Danish Indoor Climate Label sowie dem offiziellen EU Ecolabel zertifiziert.

ATBO

Ebenfalls 1967 gegründet, startete ATBO zunächst als smarte Lösung für Schränke, Bücherregale und Stauräume und betrat erst sehr umsichtig neue Gefilde. Das aber mit großer Kunst, denn ihr ikonische Cloud Table mag noch gar nicht so viele Jahre auf dem Buckel haben, ist aber schon jetzt ein Klassiker, der wirklich einfach unfassbar schön ist und ab sofort auch in der Mini Variante als Couchtisch ergattert werden kann! Außerdem neu: Das Sailor Sofa, ein Design Klassiker von Gubi Olsen, der Floris Wall Mirror und der Cocoon Dining Chair.

MENU Space, The Audo & By Lassen

Der MENU Space ist nicht nur irgendein Showroom, der uns mit all seinen wunderbaren Neuerscheinungen und Klassikern Honig um die Nase schmiert, er ist auch Store, Restaurant und Hotel und lädt uns in seine 360 Grad Erlebniswelt unter dem Namen „The Audo“ ein. Wie kann man auch sonst besser fühlen und sehen, was wirklich daheim einziehen darf? Eben, gar nicht!

Wie immer finden wir in den heiligen Räumlichkeiten von MENU auch das dänische Label By Lassen und die Designkreationen der Brüder und Architekten Mogens Lassen und Flemming Lassen wie zum Beispiel das Ingeborg Sofa oder die ikonischen Tischlampen in Schwarz, Bronze und Silber.

Verpan

Ein kurzer Abstecher bei Verpan durfte aber natürlich auch nicht ausgelassen werden, denn ich liebe, liebe, liebe die grafischen und bunten Kreationen von Verner Panton einfach: Allen voran das Easy Sofa, der Easy Chair und der Easy Pouf. Aber auch das Cloverleaf Sofa und die Pantop Lamp haben einen ganz schön festen Platz in meinem Herzen und wenn ich nur noch ein Zimmer mehr hätte, ich würde es von vorne bis hinten mit den großartigen Designs von Verner Panton ausstatten. Ganz sicher!

Helle Mardahl

Wer mir auf Instagram durch Kopenhagen folgte, der weiß natürlich längst welche zwei Adressen in den 48 Stunden nicht fehlen durfte, in denen ich da war: Helle Mardahl, zum Beispiel, und das war ein Fest fürs Auge, das sage ich euch. Sie Glaskünstlerin hat es binnen weniger Jahre geschafft, die schönsten Candy-inspirierten Kreationen und Objekte zu gestalten, die wir uns nur vorstellen können und sieht es gar nicht ein, diesen Umstand zu ändern. Nur eine Sache hat die unfassbar sympathische Helle angepasst: Das Farbkonzept. Von Pastell geht es jetzt nämlich langsam hin zu ausdrucksstarken und kräftigen Farben. Und das tut nicht nur dem Auge gut, sondern eben auch ihren Designs. Ein Traum. Ein teurer, aber ein Traum!

HAY

Mein letzter Stopp meiner kurzen Reise führte mich natürlich auch in diesem Jahr wieder zu HAY und wer bereits aufmerksam die Short News gelesen hat, der weiß, dass es hier ganz schön viel Neues und Schönes zu feiern gab! Denn HAY wird in diesem Jahr 20 Jahre alt und lud zu einer wahnsinnig verrückten Party ein, zauberte einen extra großen Erdbeerkuchen und sorgte bereits für Freibier und kostenlose Burger in der Schlange zum Geburtstagsfest dafür, dass die Warterei ganz besonders schön wird. Aber das ist natürlich nicht alles, denn HAY lancierte auch seine Kollaboration mit Laila Gohar (die backte übrigens auch den Kuchen und bekochte die Presse beim intimen Dinner bei Mette und Rolf Hay daheim!), die sich rund um Table Wear dreht, bunte Teller und Schalen bereithält und uns sogar bestickte Servietten kredenzt (psst, da kommt noch mehr!)

Auch bei HAY geht es in den nächsten Saisons weniger um Bonbontöne, sondern vielmehr um eine 60er Jahre inspirierte Farbpalette rund um Grün, Blau, sanftes Rot und Currygelb. Und das funktioniert hervorragend, schaut man sich nur die bereits im vergangenen Jahr gelaunchten Kreationen in Zusammenarbeit mit dem Design Duo Muller van Severen an. 

Ok, einmal alles von allem, bittesehr! Und wie geht’s euch?
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(psst, ein paar neue und überaus geliebte Stücke habe ich bereits online gefunden!)

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