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Zwischen Lila & Pink

04.09.2014 Outfit, Wir, Janes

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Oh, Stella <3 Hätte man mir noch vor 1,5 Jahren prophezeit, dass ich irgendwann einmal in den Besitz eines zarten, pink- bis lilafarbenen Wollträumchens von Stella McCartney kommen würde, ich hätte demjenigen sicherlich ganz sanft gegen den Kopf getippt. Rund 900 Euro für solch einen Schlauch? Ähm, leider nein. Dank unfassbarem Glück und einem Spontanbesuch im Schnäppchenhimmel hatt’s aber doch noch geklappt – merci Outlet Mall und Italien-Urlaub ist’s – und ich bleib stolz wie Bolle. Das Tollste: Hier treffen riesiger Fanmoment und eine ordentliche Portion Knallfarbe aufeinander – und ich bin verliebt. Ganz schrecklich.

Während die freundliche Dame heute morgen in der Bahn also noch tuschelnd zu ihrer Nachbarin sagt, wie grässlich dieser Farbton doch sei, kann ich mich weiterhin ganz entspannt zeigen und einfach darauf verweisen, dass Geschmäcker glücklicherweise verschieden sind. Ich jedenfalls bleibe glücklich hoch 100. Trotz grässlicher Farbe und unvorteilhaftem Schlauchschnitt.

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Hatte ich eigentlich jemals erwähnt, dass ich das Wort „unvorteilhaft“ wirklich richtig schlimm finde? Ähm Entschuldigung, aber was ist denn überhaupt vorteilhaft? Ein Spitzenpo und Riesenbrüste bei gleichzeitiger Wespentaille – und dann bitte alles betont? Ich werd’s wohl niemals versteh’n und bliebe angesichts dieses Themas ein klein wenig grummelig. Wie großartig Farbe dem Gemüt tun kann, vergesse allerdings auch ich viel zu oft: Ein Blick an sich herunter aka ein Farbklecks vor den Augen, kann ziemlich beflügelnd sein.

Schwarz gilt als sichere Nummer, immer passend und eigentlich auch immer wahnsinnig schmeichelhaft. Wenn man sich unsicher ist, wählt man Schwarz – oder zumindest ziemlich dunkle Töne. Auch ich. Ziemlich oft sogar. Gefühlt niemand beäugt einen komisch oder verzieht die Mundwinkel – stattdessen verschwindet man im Alltagsjungle und kann sich unauffällig von A nach B bewegen. Momentchen mal: Sich kleiden, um zu verschwinden? Das macht doch eigentlich wenig Sinn. Zumindest nicht ständig. Weg mit schwarz. Her mit Farbe. 

Wenn das Ganze dann obendrein auch noch kuschelig weich ist, kann doch auch eigentlich gar nichts mehr falsch daran sein, oder? Ob grässlich, unvorteilhaft oder was auch immer. Gemein war’s natürlich trotzdem irgendwie. Aber hängen wir uns daran nicht auf.

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Das witzige an diesem Kleid: Der Farbton ist niemals gleich. Während das Kunstlicht der Bahn aus dem Schurrwollträumchen ein dunkles Lila zaubert, sieht’s bei Sonnenschein gleich völlig pink aus und lilagrau, wenn’s draußen dunkel wird.. 

Dazu trage ich außerdem meine neue Liebe, die schwarzen Chucks, einen alten Mantel von Weekday (ähnlicher hier und hier) und einen Turnbeutel von MALAIKARAISS. Uhr und Schmuck: Vonhey und Daniel Wellington.

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