Outfits der Woche: Von neuen Büchern, Mental Health & Geburtstagen

31.03.2021 Mode, Outfit, box3

In unserer Serie „Unsere Woche in Outfits“ präsentieren wir euch nicht nur ein paar Looks, in denen wir die Woche bestritten haben, sondern erzählen euch auch, was uns in den vergangenen Tagen so durch den Kopf ging.

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Fabienne

Aus den Tiefs der vergangenen Wochen ging es in den letzten Tagen wieder langsam bergauf. Ganz so, wie ich vorausgesagt habe. Ich leide unter PMSD, eine Form von Depression, die sich vor allem vor dem Einsetzen meiner Periode bemerkbar macht und gegen die ich zuletzt recht erfolgreich mit dem Einnehmen von Agnus Castus vorgehen konnte. In Absprache mit meiner Therapeutin und meiner Gynäkologin regulierte dieses pflanzliche Mittel meinen Zyklus und sorgte dafür, dass die PMSD-geschwängerten Tage bis auf wenige Piek-Momente immer weniger wurden. Mir macht es große Sorgen, dass ich von immer mehr Menschen höre, die im Zuge der Pandemie unter neuen Ängsten und depressiven Verstimmungen leiden. So froh ich auch bin, dass sich so viele für die Thematik zu öffnen scheinen und eine wachsende Besprechbarkeit wahrnehmen, so sorgenvoll merke ich auch bei mir, dass einige Ängste im letzten Jahr einfach enorm zugenommen haben. Stress in Menschengruppen, zum Beispiel beim Einkaufen, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei Begegnungen auf der Straße gehören bei mir inzwischen dazu. Lasst uns weiterhin viel und oft darüber reden. Und lasst uns ernst nehmen, dass auch diejenigen, die nach außen hin einen sehr patenten und agilen Eindruck machen, ihr Päckchen zu tragen haben. Wir wissen nie, wie groß es tatsächlich ist.

Mantel: H&M (via Vinted, ähnlich hier)
Hose: Uniqlo (älter, ähnlich hier)
Cap: Wood Wood
Schuhe: New Balance 530

 

Tuch: Escada (via Vinted) ähnlich hier, Cream Blush: Trinny London

Mantel: H&M Trend, Portemonnaie: Comme de Garcons, Maske: Oui Jetzt

Ohrringe: Isla Berlin, ähnlich hier, Jacke: via Unown

Ourania

So zusammenhangslos die Ereignisse der letzten Woche waren, so möchte ich euch diese für den wöchentlichen Outfitartikel auch niederschreiben. Los gehts: Diese Woche war ich nach sieben Monaten endlich beim Friseur. Meine Freundin hat eine E-Mail an Angela an Merkel geschrieben, weil sie ihre Entschuldigung so rührend fand. Das Gnocchi-Rezept aus dem letzten ZEITmagazin wollte ich nachkochen und es ist misslungen. Ich habe mir aus einem Frühlingsgefühl heraus die Zehennägel bunt lackiert. Bin mit einem Oldtimer gefahren. Habe endlich angefangen Faserland von Christian Kracht zu lesen. Und die peinlichste Serie namens Baby Ballroom hat mich gefesselt. Ich habe mit meinem Patenkind den Flur mit Fingerfarben bemalt – und er unsere Hände und Füße. Ich habe ein Beyoncé-Workout getestet, was damit endete, dass ich zehn Minuten lang dachte, ich muss mich vor Anstrengung übergeben. Außerdem habe ich nach neuen Balkonstühlen gesucht. Zu guter Letzt wurde das Model beim Shooting von einem Kran in die Luft gehoben. 

Mantel: H&M Trend älter, ähnlich hier
Pullover: Ottolinger
Hose: Arket älter, ähnlich hier
Tasche: Balenciaga
Brille: Ace&Tate älter, ähnlich hier
Schuhe: Asics

T-Shirt: älter ähnlich hier, Ring: Missoma

Bluse: Flohmarkt ähnlich hier
Hose: Levi’s über Neuzwei
Schuhe: Vintage ähnlich hier

Julia 

Am vergangenen Wochenende schaute ich The Last Day of Disco und anschließend drei verschiedene Dokus über Studio 54, hörte Everybody Dance von Chic in Dauerschleife und testete einen neuen Cocktail (Lillet Spritz). Ich kaufte zwei Bücher (Too Much and Not the Mood von Durga Chew-Bose und Daddy von Emma Cline) und stand eine Weile an der offenen Balkontür, um in den blauen Himmel zu schauen. Ich fragte mich, ob sich die Therapeutin, die mich vor einer langen Zeit auf eine Warteliste setzte, je zurückmelden würde und suchte eine weitere Nummer einer anderen Praxis raus (und rief doch nie an). Manchmal übte ich auf hohen Schuhen zu laufen, in der Hoffnung, es nach all den Jahren vielleicht doch mal zu ganz ohne Schwanken zu schaffen. Dann dachte ich an Naomi Campbells Fall während der Vivienne Westwood Show im Jahr 1993 und hielt mich am sicheren Türrahmen fest — wäre ich gefallen, wäre ich vielleicht sogar einfach liegen geblieben.

Blazer: Acne Studios (älter, ähnlich hier)
Rock: MM6 Maison Margiela (älter)
Tasche: Medea

rechts: Blazer: Maison Margiela (älter, ähnlich hier)
Hose: Helmut Lang (älter)
Tasche: Paco Rabanne via Vestiaire Collective
Schuhe: Eytys (älter)

Sarah

Dass sich die aufeinanderfolgenden Wochen in dieser Pandemie durchaus gleich anfühlen können, ist erst einmal nichts Neues. Dass KW12 aber auch einfach KW13 sein könnte, treibt es bei mir langsam allerdings auf die Spitze. Seit Freitag habe ich außerdem kaum noch Stimme und während kein Mensch weiß, woher die krächzenden Töne genau kommen, hat bisher auch kein Mittelchen der Welt geholfen, um die Stimme vollends wiederzubekommen. Ich halte mich also folglich wieder mal vor allem daheim auf, weil ich Menschen um mich herum durchaus Schweißtropfen auf die Stirn treibe, sobald ich den Mund öffne. Wenn ich ihn dieser Tage denn überhaupt öffne. Das Schweigen fällt mir durchaus leicht, bloß ist es wie mit all den Corona-Maßnahmen: Nicht zu wissen, wann es endet, macht auch mich irgendwann mürbe. Und so habe ich wirklich rein gar nichts erlebt in diesen vergangenen sieben Tagen, dass mir vor Lachen die Tränen in die Augen trieb oder gar Sehnsüchte weckte. Welch eine Verschwendung, findet ihr nicht auch? Glücklicherweise überträgt sich all das derzeit nicht zu sehr auf mein Gemüt. „Survivor“ laut in der Wohnung hören, singen und fühlen hilft dabei sehr und setzt neue Kräfte frei. Und so gönnte ich mir diese Woche neue Frühlingsschuhe, kochte köstliche Artischockensoße zu frischer Pasta, redete mit meinem Freund wirklich nur albernes Zeug und jagte die Kids bei jeder Gelegenheit quer durch die Bude. Ein Spaß war das, hach. Gleich werden die Minis noch mit frischen Frühlingsschuhen ausgestattet und das lange Woche scheint perfekt ausgerüstet zu sein: Fehlen nur noch Sonnenschein, Schokoeier und ganz viel frische Luft.

Vorher wird aber noch mein neuer Apfelkuchenknüller in den Backofen geschoben und Vanillesoße besorgt. Und genau dafür gibt es nur einen einzigen Grund: Nike Jane hat Geburtstag und ich düse gleich, natürlich nach dem Testen (logo!), zu ihr und überschütte sie mit ganz viel Liebe, Apple Crumble und frischen Blumen. Ein zweiter Geburtstag in Zeiten von Corona, ohja, aber dafür wird’s ganz sicher umso gemütlicher. Für dich soll’s rote Rosen regnen, mein Herz. Happy Birthday!

Shirt: Ganni
Weste: Wood Wood
Jeans: Closed (älter, ähnliche hier)
Schuhe: Acne Studios (alt)

Pulli: Edited (alt), Blazer: Ganni (älter), Jeans: Stop the Water x Closed (älter),
Schuhe: Lacoste, Socken: Happy Socks

Rollkragen: Gestuz, Jacke: Loewe (Second Hand), Jeans: & Other Stories, Schuhe: Gucci (älter)

Beret: Karstadt, Rollkragen: Arket (älter, ähnlich hier), Weste: Wood Wood, Jeans: Closed, Schuhe: Aeyde, Essen: Halloumi im Brot

Beret: lala Berlin (älter, ähnlich hier), Pulli: Ganni, Jeans: Closed

5 Kommentare

  1. Sarah

    Vielen Dank für eure Offenheit zum Thema Mental Health, ganz besonders an dich, Fabienne. <3 Ich leide vor und während der ersten Tage meiner Periode auch an diesen depressiven Phasen und habe in dem Zusammenhang schon öfter von Agnus Castus/Mönchspfeffer gehört. Jetzt bestelle ich mir wirklich eine Packung, hoffentlich hilft es mir ebenso gut. 🙂

    Antworten
    1. Rike

      Team Mönchspfeffer! Er ist und war meine Rettung. Bitte habt mit Euch und Eurem Körper Geduld, denn die bemerkbare Wirkung kann durchaus rund drei Monate auf sich warten lassen. <3

      Antworten
  2. Isabelle

    Liebe Fabienne
    Vielen Dank für deine Offenheit, die mir sehr gut tut.
    Ich leide seit ein paar Monaten an Ein- und Durchschlafstörungen. Nachdem nun diverse Hausmittelchen, Tipps und Tricks nichts geholfen haben, ziehe ich nun auch therapeutische Unterstützung in Betracht. Ich bin euch sehr dankbar, dass ihr offen über das Thema psychologische Gesundheit schreibt.
    Alles Liebe
    Isabelle

    Antworten
    1. Sarah Jane

      Liebe Hanna,
      na klaro, war auch ganz easy: Artischocken einfach von den harten Blättern befreien (wie genau, zeigen die Ladies vom Splendido Magazin (https://splendido-magazin.de/jeden-tag-artischocken/) ganz hervorragend). Artischocken achteln und/oder klein hacken und in einer Pfanne mit Öl, Zwiebeln und Knoblauch anbraten. Mit Salz, Pfeffer, frischem Thymian, ggf etwas Zitronensaft und Muskatnuss würzen. Ich gebe gern auch noch zwei drei Löffel von dem Bruschetta Aufstrich Artischocke von LaSelva hinzu (manchmal auch mehr). Mit ein wenig Wasser begießen, aufkochen lassen, Parmesan reinreiben und die fertigen Spaghetti dazu. Alles bei höherer Temperatur durchmischen – und fertig! Das Ganze lässt sich mit Kräuterseitlingen, Tomaten oder Sahne sicher noch weiterspinnen <3

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